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Sabine Giebken — Orcasommer

Sabine Giebken - Orcasommer18.August 2018

Eine schö­ne Som­mer­ge­schich­te geschrie­ben — das hat die deut­sche Autorin Sabi­ne Gieb­ken mit ihrem neu­en Buch “Orca­som­mer”. Im Mit­tel­punkt ein Mäd­chen, das nicht nur ihren Vater ken­nen­lernt, son­dern auch eine beson­de­re Bekannt­schaft mit einem Wal macht. Lie­bes­ge­schich­te inklu­si­ve. Fas­zi­nie­rend und ange­nehm erzählt. Leich­te Unter­hal­tung für hei­ße Som­mer­ta­ge. Für Mäd­chen ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 17-jäh­ri­ge Sven­ja fliegt allein nach Kana­da. Nach elf Stun­den und einer gehö­ri­gen Por­ti­on Flug­angst ist sie nun in Van­cou­ver gelan­det, wo sie das ers­te Mal ihren Vater ken­nen­ler­nen wird. Den Mann, den ihre Mut­ter damals in Kali­for­ni­en traf und für einen Som­mer lie­ben lern­te, ehe sich ihre Wege wie­der trenn­ten und jeder in sein eige­nes Leben zurück­kehr­te. Im Inter­net ist Sven­jas Mut­ter vor eini­ger Zeit durch Zufall auf ihn gesto­ßen und jetzt hat Sven­ja end­lich die Chan­ce, ihren Vater zu tref­fen! Zwei Mona­te lang wird sie bei ihm woh­nen. Doch kaum dass sie da ist, erwar­tet sie eine Ent­täu­schung nach der nächs­ten. Ihr Vater… Weiterlesen!

Ashley Herring Blake — Eine Handvoll Lila

16.März 2018

Dass die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Ash­ley Her­ring Bla­ke tol­le Fami­li­en­ge­schich­ten schrei­ben kann, hat sie bereits mit ihrem ers­ten Roman “Lie­be ist wie Dra­chen­stei­gen” unter Beweis gestellt. “Eine Hand­voll Lila” ist ihr zwei­tes und neu­es­tes Buch, das übers Erwach­sen­wer­den, über die Lie­be zwi­schen zwei Mäd­chen und eine kom­pli­zier­te Fami­li­en­si­tua­ti­on berich­tet. Berüh­rend und beson­ders sen­si­bel erzählt. Ein Feu­er­werk der Emo­tio­nen! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Cape Kathe­ri­ne. In einem klei­nen (fik­ti­ven) Ört­chen in Neu­eng­land. Noch ein klei­nes Kind war Grace, als ihr Vater, an den sie sich kaum mehr erin­nern kann, in Afgha­ni­stan starb. Seit­dem lebt sie mit ihrer Mut­ter mal hier, mal dort. Je nach­dem mit wel­chem Mann die­se gera­de liiert ist: “Ich habe schon lan­ge den Über­blick ver­lo­ren, mit wie vie­len Typen Mom in den seit­dem vier­zehn Jah­ren “zusam­men war”. Und die durch die Bank weg alle die Ehre hat­ten, unge­fähr zehn Minu­ten lang “Der Rich­ti­ge” zu sein. (Zitat aus “Eine Hand­voll Lila” S.10) Jetzt ist Grace gera­de von einem zwei­wö­chi­gen Kla­vier-Work­shop aus Bos­ton zurück­ge­kehrt und schon hat ihre Mut­ter wie­der … Weiterlesen!

Erin Jade Lange — Halbe Helden

Erin Jade Lange Halbe Helden13.Juli 2017

Ein rich­tig coo­les Buch hat die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Erin Jade Lan­ge geschrie­ben: “Hal­be Hel­den”. Ein Roman über Freund­schaft, Inte­gra­ti­on eines Jun­gen mit Down-Syn­drom und der Suche nach dem Vater. Unter­halt­sam, mit viel Humor erzählt und mit ein wenig Tief­gang. Ein idea­les Buch für Wenig-Leser, Jungs und alle ande­ren Jugend­li­chen ab 14 Jah­ren. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen.

Colum­bia, Mis­sou­ri. Der 16-jäh­ri­ge Dane ist nicht gera­de für sei­ne sanf­te Wesens­art bekannt. In der Schu­le schreibt er zwar Best­no­ten, muss­te aber schon x-Mal nach­sit­zen, weil er sich mit ande­ren geprü­gelt hat. Sei­ne Aggres­si­ons­schwel­le liegt beson­ders nied­rig und da kann ein fal­scher Blick, ein fal­sches Wort, eine noch fal­sche­re Ges­te schon mal dar­in enden, dass “ein Typ aus sei­nem Auto gezerrt wur­de und eine Lek­ti­on in Sachen Stra­ßen­rand­de­mut ver­passt bekam” (Zitat aus “Hal­be Hel­den”, S.7). Manch­mal juckt es Dane ein­fach in den Fin­gern. Es ist ein Krib­beln, dass sich durch sei­ne gan­zen Hän­de zieht, bis in die Fin­ger­spit­zen hin­ein. “Der ein­zi­ge Weg, es los­zu­wer­den, war, die Hän­de zur Faust zu bal­len und die­ser Faust einen Lan­de­platz zu bie­ten.” (Zitat S.7). Bei sei­ner letz­ten Prü­ge­lei hat ihn jedoch ein selt­sa­mer Jun­ge beob­ach­tet, der den Blick gar nicht abwen­den konn­te, von dem, was Dane tat und den er erst … Weiterlesen!

Ashley Herring Blake — Liebe ist wie Drachensteigen

Ashley Herring Blake Liebe ist wie Drachensteigen2.März 2017

Die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Ash­ley Her­ring Bla­ke hat einen ganz beson­de­ren Roman geschrie­ben: “Lie­be ist wie Dra­chen­stei­gen”. Anmu­tig und feder­leicht, aber genau­so bedeu­tungs­schwer und schmerz­voll. Eine Geschich­te über den Ver­lust von Ver­trau­en, zer­bro­che­ne Fami­li­en und die Lie­be, die sich trotz allem in die Her­zen schleicht. Ein bewe­gen­des und zugleich roman­ti­sches Buch! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 17-jäh­ri­ge Had­ley fühlt sich nicht mehr wohl zu Hau­se. Alles ist anders gewor­den in ihrer Fami­lie, seit ihr Vater fremd­ge­gan­gen ist. Eines Tages kam es raus, als lau­ter klei­ne Papier­fet­zen an der Haus­tü­re kleb­ten, auf denen jemand Unbe­kann­tes von den Taten des Vaters berich­te­te: “Es tut mir nicht mal leid, dass mein Dad auf­ge­flo­gen ist. Es tut mir nicht mal leid, dass er gede­mü­tigt wur­de. Aber ich wer­de nie ver­ges­sen, wie es sich ange­fühlt hat, als ich die­se Wor­te sah, als ihre Bedeu­tung lang­sam durch mei­ne Ungläu­big­keit sicker­te. Ich hat­te das Gefühl, ein Teil mei­nes Lebens wür­de direkt vor mei­nen Augen zer­stört.” (Zitat aus “Lie­be ist wie Dra­chen­stei­gen” S.54) Jetzt knutscht Had­ley ger­ne mal mit ande­ren Jungs, ganz unver­bind­lich, ein­fach um sich abzu­len­ken und nicht mehr an das Dra­ma daheim den­ken zu müs­sen: “Ich fing an, nach etwas zu suchen, was mich Weiterlesen!

Kurt Dinan — Wir sind nicht zu fassen

Kurt Dinan Wir sind nicht zu fassen25.Juli 2016

Wir sind nicht zu fas­sen” von dem ame­ri­ka­ni­schen Autoren Kurt Dinan ist Roman über legen­dä­re Schul­strei­che, einen mys­te­riö­sen Geheim­club und ein paar Under­dogs, die die­sem Rache schwö­ren. Eine gelun­ge­ne Mischung aus Schul­all­tag und “Oce­ans Ele­ven”. Ein coo­les, äußerst unter­halt­sa­mes Buch, beson­ders für Jungs ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Max hält sich für einen Loser. Einen Durch­schnitts­men­schen. Einen Nie­mand. Auch ande­re in sei­ner Klas­se sehen ihn so: “Ich mei­ne “nie­mand” ja auch nicht nega­tiv. Auch ein Nie­mand kann nett und gut sein. Nur halt nicht so wich­tig. Wie Dan hier. Er ist nett und alle mögen ihn, aber er ist eben nichts Beson­de­res oder so.” Ich blick­te von mei­nem Schreib­heft auf, weil ich mich frag­te, wen Tami mein­te. Wir haben kei­nen Dan in der Klas­se. Dann sah ich, auf wen sie zeig­te. Und alle ande­ren sahen es auch. Will­kom­men in mei­nem Leben.” (Zitat aus “Wir sind nicht zu fas­sen” S.18ff) Doch von einem zum ande­ren Tag scheint sich Max’ gesam­tes Leben zum Bes­se­ren zu wen­den: Denn er hat eine Ein­la­dung erhal­ten, von dem sagen­um­wo­be­nen, anony­men CHAOS CLUB, den es schon seit über vier­zig Jah­ren gibt und der immer wie­der die toll­kühns­ten Strei­che an sei­ner Schu­le spielt: “Heu­te 22 Uhr am Was­ser­turm. Kein Wort zu nie­man­dem. CHAOS CLUB(Zitat S.10) Ein Leh­rer­zim­mer voll bis zur Decke gefüll­ter Was­ser­bom­ben, Kühe auf dem Schul­dach, die Schul­flag­ge… Weiterlesen!

Robin Benway — Emmy & Oliver

Robin Benway Emmy & Oliver9.Mai 2016

Emmy & Oli­ver” von der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Robin Ben­way ist ein Roman über eine Freund­schaft, die durch eine Ent­füh­rung eine gro­ße zeit­li­che Lücke erhält. Kann man zehn Jah­re von­ein­an­der Getrennt­sein über­brü­cken? Vor allem man kein Kind mehr ist, son­dern lang­sam erwach­sen wird? Eine fas­zi­nie­ren­de Geschich­te, sen­si­bel und sehr unter­halt­sam erzählt. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Kali­for­ni­en. “Oli­ver ver­schwand an einem Frei­tag nach der Schu­le, damals, als wir in der zwei­ten Klas­se waren, als Klei­nig­kei­ten uns noch furcht­bar wich­tig erschie­nen und wich­ti­ge Din­ge wie Klei­nig­kei­ten. An jenem Nach­mit­tag kam es mir kein biss­chen selt­sam vor, ihn zu sei­nem Dad ins Auto stei­gen zu sehen, ein rotes Cabrio, des­sen quiet­schen­de Rei­fen ich auch nach Jah­ren noch im Ohr habe.” (Zitat aus “Emmy & Oli­ver” S.9). Denn Oli­vers Vater hat sei­nen Sohn nie wie­der zurück­ge­bracht. Er hat ihn ent­führt. Sein Ver­schwin­den war für Emmy sehr schlimm. Sie war sei­ne bes­te Freun­din. Kann­te ihn schon von Geburt an. Ihre Eltern sind eng befreun­det und woh­nen neben­ein­an­der. Jetzt sind Emmys Eltern über­vor­sich­tig gewor­den. Schon bevor es dun­kel wird, muss sie zu Hau­se und tele­fo­nisch immer erreich­bar sein. So muss Emmy selbst ver­heim­li­chen, dass sie regel­mä­ßigWeiterlesen!

Katrin Zipse — Die Quersumme von Liebe

Katrin Zipse Die Quersumme von Liebe25.Juni 2015

Thad­dä­us-Troll-Preis­trä­ge­rin Kat­rin Zip­se legt mit “Die Quer­sum­me von Lie­be” ihren nächs­ten Roman vor. Gekonnt und auf ihre beson­de­re, tief­grün­di­ge Art erzählt sie von einem alten Fami­li­en­ge­heim­nis, der Sehn­sucht nach Sicher­heit und der Lie­be. Zutiefst ergrei­fend. Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren, die auch mit ein wenig anspruchs­vol­le­rer Lite­ra­tur etwas anfan­gen kön­nen und Erwach­se­ne.

In der Grund­schu­le hat die nun 16-jäh­ri­ge Luzie damit ange­fan­gen. Mit dem Zäh­len. Sie zähl­te die Tage, bis Robert, der neue, unbe­lieb­te Freund ihrer Mut­ter wie­der aus­zie­hen wür­de (es waren letzt­end­lich 1080 Tage). Bis ihr frisch auf die Welt gekom­me­ne Halb­bru­der Aaron, mit dem der unbe­lieb­te Freund die Mut­ter zurück­ge­las­sen hat­te, wie­der ver­schwin­den wür­de (“Am ein­tau­send­ein­hun­dertundein­und­zwan­zigs­ten Tag gab ich das Wün­schen auf, weil ich kei­ne Hoff­nung mehr hat­te. Aaron blieb. Aber ich zähl­te wei­ter. Man wuss­te ja nie.” Zitat aus “Die Quer­sum­me von Lie­be”, S.18). Im Alter von neu­en Jah­ren ent­deck­te Luzie, als sie in der Schu­le das Divi­die­ren lernt, dass hin­ter den Zah­len noch ein viel grö­ße­res Sys­tem liegt. Dazu muss­te sie nicht ein­mal die Tage zäh­len. Es reich­te auch ein Datum oder die Anzahl von Regen­schir­men oder ein Auto­kenn­zei­chen. Sie nahm jene Zahl und teil­te sie durch deren Quer­sum­me. Ist das Ergeb­nis eine gera­de, wird alles gut. Ist eine Zahl nach dem Kom­ma vor­han­den, wird zwar kei­ne rie­sen­gro­ße Kata­stro­phe ein­tre­ten, aber opti­mal wird das Ereig­nis, auf wel­ches sie sich bezieht, nicht lau­fen. Die Kata­stro­phe tritt erst dann ein, wenn … Weiterlesen!

Uticha Marmon — Marienkäfertage

Uticha Marmon Marienkäfertage18.März 2015

Mari­en­kä­fer­ta­ge” von Uticha Mar­mon fällt sogleich durch sein schö­nes Cover auf. Ein Roman über die Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät, Erin­ne­run­gen an eine Kind­heit und dem Enden jener, als die Prot­ago­nis­tin zufäl­lig ent­deckt, dass sie adop­tiert wur­de. Mit einer beson­ders schö­nen Spra­che. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

In jeden Som­mer­fe­ri­en fah­ren die jun­ge Elin und ihre Eltern hier­her. In ein klei­nes Kaff in Jüte­land (Däne­mark). In das klei­ne Feri­en­haus, das sie das Mari­en­kä­fer­haus nen­nen, weil es dort so vie­le Mari­en­kä­fer gibt. Nur die­ses Jahr ist es anders. Die­ses Jahr sind ihre Eltern für eine Woche nach Rho­dos geflo­gen. Und Elin ist in die­ser Zeit des Allein­seins von Zuhau­se abge­hau­en, auf­ge­bro­chen nach Jüte­land. Weil sie eine schlim­me Ent­de­ckung gemacht hat. Es war ein Brief, der an eine Lykke adres­siert war, nicht an sie. Von jeman­dem, der weiß, dass sie nicht Elin, son­dern Lykke heißt. In den Unter­la­gen ihre Eltern hat sie ihre Geburts­ur­kun­de gefun­den. Dort auf der Rück­sei­te ein hand­schrift­li­cher Zet­tel ihrer Mut­ter mit einem ande­ren Namen und ihrem Geburts­da­tum: Lykke Elin Michel­sen. Michel­sen. Nicht Dah­l­berg. Sie wur­de adop­tiert! Drei Wor­te, die ein gan­zes Leben ver­än­dern kön­nen. Wer ist sie jetzt? Alles Lüge, alles Ver­rat. AllesWeiterlesen!

Rusalka Reh — Back to blue

Rusalka Reh back to blue25.Februar 2015

Back to blue” der aus­tra­lisch-deut­schen Autorin Rusal­ka Reh ist ein Roman über ein beson­de­res The­ma. Herz­lo­sig­keit und Käl­te in einer Fami­lie, die das Selbst­wert­ge­fühl eines jun­gen Mäd­chens prä­gen. Deren Befrei­ung und ihr Erle­ben einer ers­ten Lie­be liest sich sehr berüh­rend. Mit einer teil­wei­se recht poe­ti­schen Spra­che. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Kid ist 16. Sie ist ein Ein­zel­kind. Ihre Mut­ter woll­te sie im Grun­de auch nie haben. “Wenn sie mei­nen Namen aus­spricht, zucke ich zusam­men. Ihre Stim­me klingt immer ein biss­chen böse. Ich weiß eigent­lich nie, wie­so. Ich glau­be, es ist, weil ich ich bin. Auf jeden Fall ist es so, seit ich den­ken kann.” (Zitat aus “Back to blue” S.10). Manch­mal spricht ihre Mut­ter nicht mit Kid. Oder sie mäkelt an ihr her­um. Nie kann sie es ihr recht machen. “Ich füh­le mich immer, als wäre ich ein biss­chen eklig, ein biss­chen beschmiert mit was, das sie gern abwa­schen wür­den. Viel­leicht hat Mama des­halb ges­tern plötz­lich den Dusch­vor­hang auf­ge­zerrt, als ich dusch­te, mir den Brau­se­kopf aus der Hand geris­sen und ihn mir fron­tal aufs Gesicht gehal­ten. Ich habe mich irre erschro­cken und ver­sucht, Weiterlesen!

Katrin Zipse — Glücksdrachenzeit

Katrin Zipse Glücksdrachenzeit29.September 2014

Ein beson­de­res Klein­od aus dem neu­en Magel­lan-Ver­lag (ein Ver­lag vol­ler Klein­ode;-)) ist der Roman “Glücks­dra­chen­zeit” von der deut­schen Autorin Kat­rin Zip­se. Ein Road­mo­vie, ein wag­hal­si­ges, tur­bu­len­tes Aben­teu­er, eine Suche nach dem ver­schwun­de­nen Bru­der und zugleich das Fin­den von jede Men­ge glück­rei­cher Momen­te. Humor­voll, bewe­gend, tief­grün­dig, anders. Und lesens­wert! Die Autorin hat 2014 dafür den Thad­dä­us-Troll-Preis erhal­ten. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Nachts hat er sich noch von ihr ver­ab­schie­det. Kol­ja, Nel­lies drei Jah­re älte­rer Bru­der. Dann ist er ein­fach davon­ge­fah­ren. Nach Süd­frank­reich. Sei­nen Eltern hat er einen Brief da gelas­sen, dass er nie so sein wird, wie sie ihn haben wol­len und dass er es nicht ändern kann. Mit einem Freund hat er frü­her mal Can­na­bis ange­baut und ist des­we­gen von der Schu­le geflo­gen. Doch für Nel­lie war ihr Bru­der alles. Ihre Stüt­ze, ihr Halt. Nachts, wenn die schlim­men Gedan­ken kom­men und sie nicht ein­schla­fen konn­te, hat er ihr Geschich­ten erzählt, um sie abzu­len­ken. Und jetzt ist er ein­fach weg. Als Nel­lies labi­le Mut­ter… Weiterlesen!