Historische Romane

Michael Gruenbaum & Todd Hasak-Lowy — Wir sind die Adler: Eine Kindheit in Theresienstadt

Michael Gruenbaum & Todd Hasak-Lowy - Wir sind die Adler: Eine Kindheit in Theresienstadt24.April 2018

Der ame­ri­ka­ni­sche Autor Todd Hasak-Lowy hat gemein­sam mit Micha­el Gru­en­baum des­sen Lebens­ge­schich­te nach­er­zählt: “Wir sind die Adler: Eine Kind­heit in The­re­si­en­stadt”. Der auto­bio­gra­fi­sche Roman schil­dert die Erleb­nis­se eines jüdi­schen Kin­des, das in Prag auf­wächst und nicht nur in das Ghet­to abge­scho­ben wird, son­dern schließ­lich auch im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger The­re­si­en­stadt lan­det. Ein ergrei­fen­des, erschüt­tern­des Zeug­nis einer Zeit zwi­schen Kind­heit und Erwach­sen­wer­den, beglei­tet von Ter­ror, Aus­gren­zung und Hass. Aber auch ein Bericht über jene Men­schen, die trotz allem Schwe­ren uner­bitt­lich für Respekt und Mensch­lich­keit unter­ein­an­der gekämpft haben. Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren und für Erwach­se­ne geeig­net.

1939. Prag. Es gibt so vie­le Din­ge, die der 8-jäh­ri­ge Micha­el, genannt Mischa, nicht ver­steht. War­um sein Vater, ein ange­se­he­ner Anwalt, plötz­lich nicht mehr arbei­ten darf. War­um sie in der Stra­ßen­bahn auf ein­mal nur noch hin­ten sit­zen dür­fen. War­um sei­ne jüdi­sche Fami­lie die meis­ten Restau­rants und Hotels nicht mehr betre­ten darf. War­um es ihm und sei­ner Schwes­ter Mari­et­ta sogar unter­sagt wird auf eine Schu­le und in ein öffent­li­ches Schwimm­bad zu gehen. Und was ist mit Mischas … Weiterlesen!

Reiner Engelmann — Der Buchhalter von Auschwitz: Die Schuld des Oskar Gröning

Reiner Engelmann - Der Buchhalter von Auschwitz: Die Schuld des Oskar Gröning30.März 2018

Der deut­sche Autor Rei­ner Engel­mann hat ein wei­te­res Buch über den Holo­caust geschrie­ben“Der Buch­hal­ter von Ausch­witz: Die Schuld des Oskar Grö­ning”. Dies­mal wid­met er sich erst­mals der Per­spek­ti­ve des Täters zu, anstatt nur aus der Sicht des Opfers zu schrei­ben. Er rückt Oskar Grö­ning, der jetzt vor Kur­zem erst ver­stor­ben ist, in den Mit­tel­punkt sei­nes bio­gra­fi­schen Buches. Eine Geschich­te über Schuld, das Leben in Ausch­witz und den Wer­de­gang eines Man­nes, der sich nur als klei­nes “Räd­chen im Getrie­be” sah, nicht aber als Täter. Ein erschre­cken­des, hef­ti­ges — aber ein wich­ti­ges Buch. Für rei­fe Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Oskar Grö­ning wur­de in Nien­burg gebo­ren und begann als 17-jäh­ri­ger eine Aus­bil­dung als Bank­kauf­mann. Als Mit­glied der Hit­ler­ju­gend schloss er sich schließ­lich auch der Waf­fen-SS an. Woll­te teil­hal­ben an der Macht, auf der Sie­ger­sei­te ste­hen. Mit 21 Jah­ren erhielt er einen ganz beson­de­ren Auf­trag, der es sogar ver­lang­te, dass er eine Ver­schwie­gen­heits­klau­sel unter­schrieb. Er lan­de­te in Ausch­witz. Dort im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger wur­de erWeiterlesen!

Gavriel Savit — Anna und der Schwalbenmann

13.März 2018

Der ame­ri­ka­ni­sche Autor und Schau­spie­ler Gavri­el Savit hat sein ers­tes Buch geschrie­ben: “Anna und der Schwal­ben­mann”. Ein Roman über den Ver­lust des Vaters, das Über­le­ben eines klei­nen Mäd­chens in Zei­ten des Krie­ges und einen geheim­nis­vol­len Mann an deren Sei­te. Ein Buch, das die Spra­che und deren Kom­ple­xi­tät sehr klug in Wor­te fasst und in eben einer sol­chen sehr sehr schön erzählt ist. Die­ses Buch hat das Zeug zum moder­nen Klas­si­ker! Für alle Fans von “Der Jun­ge im gestreif­ten Pyja­ma” und “Die Bücher­die­bin”. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und vor allem Erwach­se­ne.

Kra­kau. Es ist der 6. Novem­ber 1939. Anna ist erst 7 Jah­re alt. Und sie ahnt noch nicht, dass heu­te der Tag ist, an dem sie ihren Vater ver­lie­ren und nie wie­der sehen wird. Polen ist von den Deut­schen besetzt wor­den. Jene haben die “Son­der­ak­ti­on Kra­kau” ins Leben geru­fen, um Intel­lek­tu­el­le und Aka­de­mi­ker zu besei­ti­gen und ins Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger zu ver­frach­ten. Annas Vater ist Aka­de­mi­ker. Er ist Spra­chen-Pro­fes­sor und spricht neun Spra­chen. Eben­so wie Anna, die viel von ihm ler­nen durf­te. “Alle Men­schen waren an eine Spra­che gefes­selt, im bes­ten Fall an zwei oder drei, nur Annas Vater schien voll­kom­men frei zu sein von die­sen Gren­zen, die jeden sonst in der wei­ten, bun­ten Land­schaft von Kra­kau ein­ge­schlos­sen. Er war auf kei­ne Art zu spre­chen beschränkt. Er konn­te sein, was er woll­te. […] Statt eine Spra­che an sei­ne Toch­ter wei­ter­zu­ge­ben, die sie bestimm­te, schenk­te Annas Vater ihr die gan­ze Viel­falt der Spra­chen, die er kann­te…” (Zitat S.14) An jedem Tag der Woche sprach er mit ihrWeiterlesen!

Rüdiger Bertram — Der Pfad: Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

Rüdiger Bertram Der Pfad: Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit6.November 2017

Der deut­sche Autor Rüdi­ger Bertram wid­met sich in “Der Pfad: Die Geschich­te einer Flucht in die Frei­heit” einem geschicht­li­chem Ereig­nis, das auf wah­ren Bege­ben­hei­ten beruht und nach Süd­frank­reich wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs ent­führt. Eine Flucht vor den Nazis, eine uner­war­te­te Freund­schaft und ein Aben­teu­er in der Wild­nis. Unter­halt­sam und bereits für Leser ab 11 bzw 12 Jah­ren geeig­net, die in jene Zeit damals ein­tau­chen wol­len, aber noch mehr auf Aben­teu­er als auf knall­har­te Fak­ten aus sind.

1941. Rolf und sein Vater sind in Mar­seil­le gelan­det. Sie sind auf der Flucht und vor allem Rolfs Vater Lud­wig, der als Jour­na­list kri­ti­sche Bei­trä­ge für Zei­tun­gen ver­fasst hat, wird von den Deut­schen gesucht. Seit die­se auch in Frank­reich ein­mar­schiert sind, ist es für die bei­den viel schwie­ri­ger gewor­den. Stän­dig müs­sen sie auf­pas­sen nicht erwischt zu wer­den. Bei einer Raz­zia in ihrem Stamm­ca­fé kom­men sie gera­de noch so davon. Dort hat Lud­wig auch eine Frau getrof­fen, die frü­her Künst­le­rin war und jetzt Päs­se fälscht. Mit neu­en Papie­ren wol­len Rolf und sein Vater nun über die Pyre­nä­en nach Spa­ni­en flie­hen. Und von dort aus dann nach Ame­ri­ka über­set­zen, wo Rolfs Mut­ter auf sie war­tet. “Nach Aus­bruch des Krie­ges hat­ten Rolfs Eltern ihre Wert­sa­chen ver­kau­fen müs­sen. […] Mit dem Geld hat­ten sie die Tickets für die Über­fahrt nach New York bezahlt. Sei­ne Mut­ter war vor­aus­ge­reist, um dort alles für die Ankunft von Rolf und Lud­wig vor­zu­be­rei­ten. Ab und zu hat­te sie von dort ein paar Dol­lar nach Paris geschickt, aber nach dem Ein­marsch Weiterlesen!

Philip Kerr — Friedrich der Große Detektiv

Philip Kerr - Friedrich der Große Detektiv14.Oktober 2017

Der bri­ti­sche Autor Phi­lip Kerr hat mit “Fried­rich der Gro­ße Detek­tiv” ein ganz beson­de­res Buch geschrie­ben - eine Hom­mage an Erich Käst­ner und sein erfolg­rei­ches Werk “Emil und die Detek­ti­ve”! Eine Geschich­te über eine außer­ge­wöhn­li­che Freund­schaft, über die Schre­cken des Hit­ler-Regimes und den Mut Wider­stand zu leis­ten. Haupt­fi­gu­ren in dem Buch: der jun­ge Fried­rich und Erich Käst­ner selbst! Ein sehr unter­halt­sa­mer, bewe­gen­der Roman — ide­al, um auch jün­ge­ren Lesern die Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus näher zu brin­gen. Ein­ge­bun­den in eine klei­ne Detek­tiv­ge­schich­te. Für Jugend­li­che ab 11 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Ber­lin. 1933. Der 13-jäh­ri­ge Fried­rich lebt dort mit sei­nen Eltern und sei­nem älte­ren Bru­der Rolf in der Roscher­stra­ße 14. Und nur zwei Häu­ser wei­ter lebt ein guter Freund der Fami­lie: Erich Käst­ner. Fried­richs Vater, der Kul­tur­re­dak­teur des Ber­li­ner Tage­blatts ist, hat auch beruf­lich mit ihm viel zu tun. Denn Erich Käst­ner schreibt gele­gent­lich Arti­kel für die­se Zei­tung. Er hat außer­dem ein tol­les Kin­der­buch geschrie­ben, von dem der jun­ge Fried­rich hell­auf begeis­tert ist: Seit das Buch Emil und die Detek­ti­ve 1929 her­aus­ge­kom­men war, hat­te Fried­rich es prak­tisch jeden MonatWeiterlesen!

Marcin Szczygielski — Flügel aus Papier

Marcin Szczygielski Flügel aus Papier26.August 2017

Flü­gel aus Papier” des pol­ni­schen Auto­ren Mar­cin Szc­zy­gie­l­ski ist ein Kin­der­buch, das den Holo­caust zum The­ma macht und des­sen Haupt­fi­gur tat­säch­lich exis­tiert hat, auch wenn der Autor noch ein wenig sei­ne Fan­ta­sie hat spie­len las­sen. Ein bewe­gen­der Roman über das Leben in einem pol­ni­schen Ghet­to, einen Groß­va­ter, der für sei­nen Enkel alles tut, Freund­schaft und Mensch­lich­keit. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Kin­der ab 10 Jah­re und Erwach­se­ne.

1942. Der 8-jäh­ri­ge Rafal lebt mit sei­nem Groß­va­ter in War­schau. In einem Ghet­to. Und das schon seit eini­ger Zeit. Sei­ne Eltern sind nach Afri­ka aus­ge­wan­dert, um dort ein Haus zu bau­en. Sie woll­ten Geld schi­cken, damit Rafal und sein Groß­va­ter nach­kom­men könn­ten. Doch dann kam der Krieg dazwi­schen. Anfangs kamen noch Brie­fe. Spä­ter hat man die Post nicht mehr in das Ghet­to hin­ein­ge­las­sen. “Mir kommt es so vor, als habe ich schon immer hier gelebt. Als wäre der Bezirk schon immer da, als gebe es schon immer zu wenig zu essen und zu vie­le Men­schen. Als wäre schon immer Krieg und als dür­fe man unter kei­nen Umstän­den ver­ges­sen, sich zu fürch­ten, selbst wenn man gar kei­ne Angst hat.” (Zitat aus “Flü­gel aus Papier” Sei­te 28). Rafals Groß­va­ter, der frü­her ein sehr bekann­ter Gei­ger war, spielt oft auf der Stra­ße, um ihnen den Lebens­un­ter­halt zu sichern. Sei­ne Gei­ge ist sehr wert­voll, sie ist der kost­bars­te Gegen­stand, den er noch hat. Ein­mal woll­te sie ihm jemand für viel Geld abkau­fen, aber Rafals Groß­va­ter hat abge­lehnt. Jetzt möch­te er, dass sein Enkel “in die Feri­en fährt”. Außer­halb des Ghet­tos… Weiterlesen!

John Boyne — Der Junge auf dem Berg

John Boyne Der Junge auf dem Berg24.August 2017

Der Jun­ge auf dem Berg” ist der neu­es­te Roman des iri­schen Best­sel­ler­au­to­ren John Boy­ne. Genau zehn Jah­re nach sei­nem Erfolgs­ti­tel “Der Jun­ge im gestreif­ten Pyja­ma” ist die­ses Buch nun im Deut­schen erschie­nen und ver­setzt sei­ne Leser erneut in ein dunk­les Kapi­tel Zeit­ge­schich­te vor und wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs. Erzählt aus der Per­spek­ti­ve eines Wai­sen­jun­gen, der uner­war­tet in Kon­takt mit eben jener Per­son gerät, die den Namen Adolf Hit­ler trägt. Eine Geschich­te, wie nur ein John Boy­ne sie erzäh­len kann! Erschre­ckend, ergrei­fend und fas­sungs­los machend. Ein wich­ti­ges Buch, das man so schnell nicht mehr ver­ges­sen wird. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und ins­be­son­de­re für Erwach­se­ne.

Der klei­ne Pier­rot stammt aus einer deutsch-fran­zö­si­schen Fami­lie. Sein Vater ist deut­scher Her­kunft und sei­ne Mut­ter Fran­zö­sin. Zusam­men leben sie mit einem Hund namens D’Artagnan in Paris. Doch das Leben meint es nicht gut mit dem Jun­gen: sein Vater, der im ers­ten Welt­krieg gedient und Schlim­mes erlebt hat, ver­liert all­mäh­lich den Ver­stand und ver­lässt die Fami­lie, als Pier­rot 4 Jah­re alt ist. Kurz dar­auf erfah­ren sie, dass er ist vor einen Zug gesprun­gen ist. Drei Jah­re spä­ter stirbt Pier­rots Mut­ter an Tuber­ku­lo­se. Wäh­rend er noch kur­ze Zeit bei sei­nem bes­ten Freund Anshel, einem jüdi­schen, tau­ben Jun­gen unter­kommt, wird der nun 7-jäh­ri­ge Pier­rot schließ­lich in ein Wai­sen­heim gebracht. Es ist das Jahr 1936. Doch er hat Glück: eine … Weiterlesen!

Johannes Herwig — Bis die Sterne zittern

Johannes Herwig - Bis die Sterne zittern5.August 2017

Bis die Ster­ne zit­tern” ist das ers­te Buch des deut­schen Auto­ren Johan­nes Her­wig und zugleich auch das ers­te Jugend­buch, das die “Leip­zi­ger Meu­ten” in den Mit­tel­punkt einer Geschich­te stellt — Grup­pen von Jugend­li­chen in Leip­zig, die sich von der NS-Ideo­lo­gie distan­zier­ten. Ein inter­es­san­ter, auf­klä­ren­der, poli­tisch-his­to­ri­scher Roman, der nicht nur das Erwach­sen­wer­den in einer schwie­ri­gen Zeit zeigt, son­dern auch Freund­schaft, Mut, Ein­satz­be­reit­schaft und den Kampf um Frei­heit. Bewe­gend und unter­halt­sam geschrie­ben. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne, die sich mit jener Zeit ger­ne aus­ein­an­der­set­zen möch­ten.

Leip­zig. 1936. Die Som­mer­fe­ri­en haben gera­de begon­nen, als der 16-jäh­ri­ge Har­ro uner­war­tet auf der Stra­ße mit der Hit­ler­ju­gend anein­an­der­ge­rät: “Du hast die Fah­ne nicht gegrüßt. […] Ein jeder hat die Fah­ne zu grü­ßen! Ganz gleich, wo er steht.” Die Dop­pel­deu­tig­keit sei­ner Wor­te war dem Hit­ler­jun­gen offen­sicht­lich nicht bewusst. “Wer es nicht tut, wird bestraft!” (Zitat S.15) Denn Har­ro steht tat­säch­lich nicht auf der Sei­te des Nazi­re­gimes. Er — der Sohn von Leh­rer­el­tern, die eben­falls nicht in der Par­tei sind, sich aber eher aus allem raus­hal­ten — will mit der Hit­ler­ju­gend nichts zu tun haben. Glück­li­cher­wei­se kom­menWeiterlesen!

Das neue Thema des Monats Mai: Holocaust…

Im Zwei­ten Welt­krieg…

Michael Gruenbaum Todd Hasak-Lowy Wir sind die Adler Eine Kindheit in Theresienstadt…wur­de die Ver­trei­bung und Ver­nich­tung von Juden von den Natio­nal­so­zia­lis­ten offi­zi­ell mit den Wor­ten die “End­lö­sung der Juden­fra­ge” umschrie­ben. In ganz Euro­pa wur­den Men­schen jüdi­schen Glau­bens in Ghet­tos und Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger gebracht. Unzäh­li­ge muss­ten dort ihr Leben las­sen. Auch in der Jugend­li­te­ra­tur set­zen sich vie­le Bücher mit die­sem The­ma aus­ein­an­der. Sie erzäh­len fik­ti­ve oder auch wah­re Geschich­ten aus jener Zeit. Wol­len in Erin­ne­rung rufen, was war und davor war­nen, dass so etwas nie wie­der pas­sie­ren darf. Sie zei­gen Ter­ror und Schre­cken, aber auch … Weiterlesen!

Sharon E. McKay — Die letzte Haltestelle

Sharon E. McKay Die letzte Haltestelle28.April 2017

Die letz­te Hal­te­stel­le” von der kana­di­schen Auto­rin Sharon E. McK­ay ist ein his­to­ri­scher Roman, der wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs in den Nie­der­lan­den spielt. Eine Geschich­te über ein jüdi­sches Mäd­chen auf der Flucht, zwei uner­war­tet muti­ge Brü­der, Zivil­cou­ra­ge und Mensch­lich­keit in Zei­ten des Schre­ckens. Ver­se­hen mit vie­len Zeich­nun­gen. Bewe­gend und alters­ge­recht für Kin­der ab 9 Jah­ren erzählt.

1942. In den Nie­der­lan­den. Die 6-jäh­ri­ge Bea­trix ist auf der Flucht mit ihrer Mut­ter. Die bei­den sind Juden und haben es seit der Beset­zung der Deut­schen äußerst schwer, denn “Die Natio­nal­so­zia­lis­ten hass­ten vor allem die Juden. Die Nazis glaub­ten, die Juden trü­gen die Schuld am gro­ßen Unglück der Welt.” (Zitat aus “Die letz­te Hal­te­stel­le” S.20) Jetzt hat Bea­trix’ Mut­ter einen Tipp bekom­men, wer ihre Toch­ter bei sich auf­neh­men und schüt­zen kön­ne. Sie müs­sen nur ein paar Häu­ser­blocks weit lau­fen und fünf Hal­te­stel­len mit der Stra­ßen­bahn fah­ren. Dort erwar­tet sie eine Frau mit grü­nem Hut, die Bea­trix in Sicher­heit brin­gen soll. Doch die Mut­ter erreicht die­se Hal­te­stel­le nie. Denn ein Sol­dat steigt unter­wegs zu und kon­trol­liert die Papie­re der Insas­sen. Bea­trix’ Mut­ter nimmt er gleich mit, als er sieht, dass sie Jüdin ist. Ehe er das Kind eben­falls auf­for­dern kann mit ihm zu kom­men und abzu­trans­por­tie­ren, mischt sich uner­war­tet ein … Weiterlesen!