Monatliches Archiv: Oktober 2023

Stella Tack — Ever & After: Der schlafende Prinz

29.Oktober 2023

Ever & After: Der schla­fen­de Prinz” ist der neu­es­te fan­tas­ti­sche Mär­chen­ro­man der deut­schen Best­sel­ler­au­torin Stel­la Tack. Mit ihrer unver­glei­chen frech-humor­vol­len Art hat sie eine Welt erschaf­fen, in der legen­dä­re Mär­chen­fa­mi­li­en leben, die jedoch durch einen ver­fluch­ten Prin­zen all ihre Magie ver­lo­ren habe und seit jeher dar­auf war­ten, dass eine von ihnen den schla­fen­den Prin­zen mit einem Kuss weckt, damit sie sich sie­ben Prü­fun­gen stel­len und ihre Kräf­te zurück­er­lan­gen kön­nen. Als der jun­gen Rain, deren Fami­lie von Schnee­witt­chen abstammt, genau das gelingt, bricht plötz­lich Cha­os aus. Denn Mär­chen kön­nen auch dun­kel, blu­tig und bis­sig sein. Ein herr­li­ches Lese­ver­gnü­gen! Mit Esprit, Charme, Witz und jeder Men­ge Action, eini­gen Hor­ror­ele­men­ten und ein wenig Roman­tik. Sehr gelun­ge­ne Unter­hal­tung. Für taf­fe Jugend­li­che ab 14 Jah­re und Erwachsene.

Die jun­ge Rain ist etwas ganz Beson­de­res. “In unse­ren Adern fließt blau­es Blut, altes Blut, mäch­ti­ges Blut. Wir und die ande­ren Mär­chen­fa­mi­li­en sind die letz­ten Erben von ech­ter Magie.” (Zitat aus “Ever & After: Der schla­fen­de Prinz” S.11) Sie und ihre Fami­lie stam­men von Schnee­witt­chen ab, sind direk­te Nach­fah­ren jener berühm­ten Figur. Denn einst haben die Göt­ter “…beson­ders viel­ver­spre­chen­den Men­schen magi­sche Gaben geschenkt und ihnen schwe­re Prü­fun­gen auf­er­legt. Wer die­se Prü­fun­gen erfolg­reich bestan­den hat­te, bekam die Gunst der Göt­ter und wur­de neben Unsterb­lich­keit auch mit Land und Reich­tum geseg­net.” (Zitat S.11) Hier­un­ter sind nicht nur Schnee­witt­chen, son­dern zum Bei­spiel auchWeiterlesen!

Erin Stewart — Was, wenn wir genug sind?

22.Oktober 2023

Was, wenn wir genug sind?” ist der zwei­te (Mental-Health)-Roman der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Erin Ste­wart, der völ­lig unab­hän­gig zu lesen ist. Sie erzählt die Geschich­te eines jun­gen Mäd­chens namens Lily, deren Leben völ­lig auf den Kopf gestellt wird, als ihre älte­re Schwes­ter nach einem Sui­zid­ver­such in eine Kli­nik und schließ­lich wie­der nach Hau­se kommt. Lily, die ziem­lich unter Druck steht, ver­sucht alles wie­der in Ord­nung zu brin­gen, auch das Cha­os und die Mons­ter in ihrem eige­nen Kopf, doch das erweist als gar nicht so ein­fach. Unter­stüt­zung erhält sie von einem neu­en Mit­schü­ler und Pro­jekt­part­ner, der jedoch eben­falls sein eige­nes Päck­chen zu tra­gen hat. Ein schmerz­li­cher Roman, der eini­ges an The­men im Reper­toire hat, mit denen man sich aus­ein­an­der­set­zen darf: Depres­si­on, bipo­la­re Stö­rung, Angst, Selbst­ver­let­zung, Sui­zid. Aber auch eine Lie­bes­ge­schich­te beinhal­tet und sprach­lich sehr schön, behut­sam und ein­fühl­sam geschrie­ben ist. Mit posi­ti­ver Bot­schaft: Du bist genug so, wie du bist! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Die 16-jäh­ri­ge Lily hat zu ihrer älte­ren Schwes­ter Ali­ce immer auf­ge­se­hen. Ali­ce, die mutig und aben­teu­er­lus­tig ist. “Als ich klein war, kurz nach Moms Tod, war das alles, was ich brauch­te. Sie­ben Schrit­te und ein Sprung, dann war ich sicher an Ali­ce’ Sei­te, wo mich die Mons­ter unter dem Bett nicht krie­gen konn­ten. Das Bes­te, was du tun kannst, riet sie mir, ist, dich mit den Mons­tern anzu­freun­den. Und irgend­wie hör­ten sie dadurch auf, mir Angst zu machen. So war Ali­ce. Tap­fer und klug, mit Ant­wor­ten auf alles.” (Zitat aus “Was, wenn wir genug sind?” S.57) Doch plötz­lich ist alles anders, als Lily ihre Schwes­ter eines Tages mit auf­ge­schnit­te­nen Puls­adern am Boden des Bade­zim­mers fin­det. Sie hat versucht … Weiterlesen!

Oliver Scherz — Sieben Tage Mo

15.Oktober 2023

Sie­ben Tage Mo” ist ein Roman des deut­schen Autoren und Schau­spie­ler Oli­ver Scherz. Er erzählt die Geschich­te zwei­er unglei­cher Brü­der. Karl und sein Bru­der Moritz, genannt Mo, der geis­tig behin­dert ist. Auf­op­fe­rungs­voll küm­mert sich Karl um Mo, wenn die Mut­ter arbei­ten muss. Zusam­men erle­ben sie die ver­rück­tes­ten Aben­teu­er. Doch manch­mal möch­te Karl am liebs­ten mit sei­nen Freun­den Fuß­ball spie­len oder ein Mäd­chen aus sei­ner Par­al­lel­klas­se tref­fen. Als er Mo eines Tages für ein paar Stun­den allein lässt, obwohl er eigent­lich auf ihn hät­te auf­pas­sen sol­len, gerät alles außer Kon­trol­le… Ein wich­ti­ges Buch zum The­ma Inklu­si­on und Diver­si­tät. Eine außer­ge­wöhn­li­che Geschwis­ter­ge­schich­te über den Umgang mit einer Behin­de­rung in einer Fami­lie, über Frei­heits­drang und Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein. Unter­halt­sam, authen­tisch und sehr ein­fühl­sam erzählt. Für Jugend­li­che ab 10 Jahren.

Karl ist 12 Jah­re alt. Sein Zwil­lings­bru­der Moritz, genannt Mo, ist drei Minu­ten älter als er. Doch bei ihrer Geburt bekam Mo zu wenig Sau­er­stoff durch die Nabel­schnur und ist seit­dem geis­tig behin­dert. “Wenn er vor einem stand, merk­te man nicht gleich, dass er anders tick­te als die meis­ten. Dass er so unglaub­lich bescheu­er­te Sachen machen konn­te, obwohl er schon zwölf war. […] er trug eine Bril­le mit dicken Glä­sern. Und wenn man ihm eine Fra­ge stell­te, konn­te man in den ver­grö­ßer­ten Augen sehen, wie sich sei­ne Gedan­ken beweg­ten. Lang­sam wie die Mol­che im Tüm­pel, wenn sie sich vor dem Win­ter im Schlamm ein­gru­ben. Manch­mal auch blitz­ar­tig, kreuz und quer durch­ein­an­der­zu­ckend.” (Zitat aus “Sie­ben Tage Mo” S.12ff) Mo ist anders als die ande­ren Kin­der. Er kann vie­le DingeWeiterlesen!

Juli Zeh, Elisa Hoven: Der war’s

8.Oktober 2023

Die deut­sche Juris­tin und Best­sel­ler­au­torin Juli Zeh hat gemein­sam mit Juris­tin Eli­as Hoven einen Kin­der­ro­man geschrie­ben, der sich mit Gerech­tig­keit, Vor­ur­tei­len und der Bedeu­tung der Unschulds­ver­mu­tung aus­ein­an­der­setzt. Die Geschich­te einer Schul­klas­se, in der geklau­te Pau­sen­bro­te für gro­ßen Wir­bel sor­gen und schließ­lich sogar zu einer von den Kin­dern insze­nier­ten Gerichts­ver­hand­lung füh­ren, in der die Schuld­fra­ge geklärt wird. Ein sehr lehr­rei­cher und unter­halt­sa­mer Roman, der von Lena Hes­se pas­send illus­triert wird. Für Kin­der ab 8 Jah­ren pri­ma geeig­net, aber auch für älte­re Wenig-Leser*innen und Jugend­li­che bis 11 Jahren.

Marie aus der 6a, die sogar Klas­sen­spre­che­rin ist, ist das belieb­tes­te Mäd­chen in ihrer Klas­se. Das fin­den vor allem ihre Freun­din­nen Chloe, Pina und Elfi, die immer die glei­che Klei­dung anzie­hen wie Marie. Jeden Abend schreibt sie ihnen, was das Out­fit am nächs­ten Tag ist. Auch kuli­na­risch ist die per­fek­te Marie bes­tens gerüs­tet. Jeden Mor­gen gibt ihre Mut­ter ihr ein äußerst lecke­res Sand­wich mit. “Zum Bei­spiel Voll­korn­brot mit Auber­gi­nen-Cous­cous-Peter­si­li­en-Auf­strich. Oder Kür­bis­brot mit Rucu­la-Creme und Pini­en­ker­nen. Marie ist stolz auf ihre Super­sand­wi­ches, denn nie­mand in der Klas­se hat so tol­le Bro­te wie sie.” (Zitat aus “Der war’s” S.8ff) Doch seit eini­ger Zeit wird ihr Super­sand­wich regel­mä­ßig geklaut. Und kei­ner hat eine Ahnung, wer aus der Klas­se das sein könn­te. Tor­ben, des­sen Vater bei der Poli­zei arbei­tet, rät ihr… Weiterlesen!

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