Monatliches Archiv: Mai 2021

Mel Wallis de Vries — Himmel oder Hölle?

Kasimira31.Mai 2021

Him­mel oder Höl­le?” ist bereits der sieb­te (unab­hän­gig von­ein­an­der zu lesen­de) Thril­ler der nie­der­län­di­schen Autorin Mel Wal­lis de Vries. Ein Ski-Aus­flug unter Freun­din­nen, ein uner­war­te­ter Ver­eh­rer und des­sen mys­te­riö­se Ver­gan­gen­heit sind die Zuta­ten die­ses Buches, das den Lesern eini­ges an Ner­ven­stär­ke abver­lan­gen wird! Soli­de erzählt, aber lei­der nicht so gut wie die Vor­gän­ger­ti­tel. Für taf­fe Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Mit ihren Freun­din­nen Robin, Lou­lou und Made­lief fährt die jun­ge Dani­elle wäh­rend der Früh­lings­fe­ri­en für ein paar Tage nach Ger­los (Öster­reich) um Ski­fah­ren zu gehen. Doch es läuft nicht wirk­lich per­fekt für sie. Die Unter­kunft, die Dani­elle gebucht hat, ist die letz­te Abstei­ge und beim Ski­fah­ren kommt sie auch nicht wirk­lich mit ihren geüb­ten Freun­din­nen mit: “Mein Magen dreht sich, und mei­ne Bei­ne sind wie aus Gum­mi. Ich füh­le mich wie am Ran­de des Grand Can­yons, so steil ist die Pis­te. Ich hät­te nicht mit­ge­hen sol­len. […] Ich traue mich weder vor noch zurück.” (Zitat aus “Him­mel oder Höl­le?” S.20) Beim Après-Ski lernt sie jedoch eines Abends Dan­te ken­nen, der sich mal nicht für ihre… Weiterlesen!

Sara Pennypacker — Hier im echten Leben

Kasimira22.Mai 2021

Ein klei­nes, lite­ra­ri­sches Schmuck­stück ist “Hier im ech­ten Leben” von der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Sara Pen­ny­pa­cker, die vor allem durch “Mein Freund Pax” Bekannt­heit erhielt. In ihrem neu­en (unab­hän­gig zu lesen­den) Roman stellt sie einen Jun­gen in den Vor­der­grund, der als in sich gekehr­ter Träu­mer und Außen­sei­ter eigent­lich an einem Feri­en­camp teil­neh­men soll, dann jedoch mit einem Mäd­chen ein ganz ande­res, uner­war­te­tes Aben­teu­er in einer ver­las­se­nen Kir­chen­rui­ne erlebt. Eine wun­der­schö­ne, jedes Gemüt erwär­men­de Geschich­te über Freund­schaft und Indi­vi­dua­li­tät, die Anders­ar­tig­keit posi­tiv her­vor­hebt. Ein wah­res Her­zens­buch — abso­lu­te Lese­emp­feh­lung!! Für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren und alle Erwach­se­ne, die mal wie­der etwas rich­tig schön Berüh­ren­des lesen wollen.

Der 11-jäh­ri­ge Ware ist ein Außen­sei­ter, ein Träu­mer. Lebt oft in sei­ner eige­nen Welt. “Ware war es gewohnt, dass Leu­te sich über ihn lus­tig mach­ten, weil er oft in Gedan­ken abdrif­te­te und nicht mit­be­kam, was um ihn her­um pas­sier­te.” (Zitat aus “Hier im ech­ten Leben” S.8) Und er liebt Rit­ter. Weiß alles über sie und wäre am liebs­ten auch einer. “Alles wäre viel ein­fa­cher gewe­sen, zumin­dest wenn man ein Rit­ter war. Rit­ter hat­ten ein Regel­buch — ihren Ehren­ko­dex -, das alles abdeck­te: Die­ses sollst du stets tun. Jenes sollst du stets unter­las­sen. Wenn man ein Rit­ter war, stand man immer am rich­ti­gen Ort.” (Zitat S.20) Als er die Som­mer­fe­ri­en bei sei­ner Groß­mutter ver­brin­gen, freut Ware sich rie­sig. Bei ihr kann er alles tun, was ihm gefällt. Und sei es nur, dass er… Weiterlesen!

Holly Goldberg Sloan & Meg Wolitzer — An Nachteule von Sternhai

Kasimira21.Mai 2021

Für den Roman “An Nacht­eu­le von Stern­hai” haben sich zwei groß­ar­ti­ge, ame­ri­ka­ni­sche Autorin­nen zusam­men­ge­tan: Hol­ly Gold­berg Slo­an und Meg Wolit­zer. Her­aus­ge­kom­men ist dabei eine wun­der­ba­re, warm­her­zig erzähl­te Freund­schafts- und Fami­li­en­ge­schich­te über zwei Mäd­chen, die eigent­lich auf kei­nen Fall mit­ein­an­der befreun­det sein wol­len und genau das Gegen­teil errei­chen. Ein aus­ge­spro­chen schö­nes Lese­ver­gnü­gen!! Eine Geschich­te, die ein­fach Spaß zu lesen macht und ein gutes Gefühl hin­ter­lässt. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren (super auch noch für 12-jäh­ri­ge!) und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 12-jäh­ri­ge Avery, die in New York lebt, intro­ver­tiert und äußerst klug ist, erhält eines Tages eine höchst selt­sa­me E‑Mail. Von einem Mäd­chen namens Bett, die weit ent­fernt von ihr wohnt, in Kali­for­ni­en und ihre Adres­se über das Inter­net her­aus­ge­fun­den hat. Betreff: “du kennst mich nicht”. Und dar­in ver­kün­det sie, dass ihre jewei­li­gen Väter, mit denen die bei­den Mäd­chen allei­ne woh­nen, ein­an­der wohl auf einer Bau­mes­se in Chi­ca­go ken­nen­ge­lernt haben. “Ich erklä­re dir jetzt nicht, woher ich das weiß, aber jeden­falls SIND DIE BEIDEN SEITDEM EIN PAAR. Was mich eigent­lich nichts angeht, nur dass es mich plötz­lich DOCH WAS ANGEHT, weil mein Vater aus hei­te­rem Him­mel auf die Idee gekom­men istWeiterlesen!

Philip Le Roy — Die Nacht der Acht

Kasimira12.Mai 2021

Die Nacht der Acht” ist das ers­te Jugend­buch des fran­zö­si­schen Autoren Phil­ip Le Roy. Eine Hor­ror­ge­schich­te, die ihre Leser in ein abge­le­ge­nes Haus in Süd­frank­reich ent­führt, in wel­chem acht Jugend­li­che eine Par­ty fei­ern wol­len. Ein beson­de­res Trink­spiel lässt sie ein­an­der die größ­ten Strei­che spie­len, um sich gegen­sei­tig zu erschre­cken. Doch dann droht das Spiel zu eska­lie­ren, als Ein­zel­ne von ihnen ver­schwin­den… Ein flott erzähl­ter Thril­ler mit jeder Men­ge Gru­sel­mo­men­te und einem hef­ti­gen Fina­le. Für taf­fe Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Der ver­mö­gen­de You­tuber Quen­tin lädt zu einer Par­ty ein. In das abge­le­ge­ne Anwe­sen sei­ner Eltern, die vor­über­ge­hend ver­reist sind. Alle ande­ren sie­ben Mit­glie­der sei­ner Cli­que: die attrak­ti­ve Camil­le, die intel­li­gen­te Marie, die sen­si­ble Léa, die durch­ge­knall­te Mat­hil­de, der über­ge­wich­ti­ge Maxi­me, der auf­rei­ße­ri­sche Meh­di und der schwu­le Juli­en. Sie neh­men kei­ner­lei Mit­glie­der in ihre Cli­que mehr auf und nen­nen sich die “Acht”: “Die Acht” waren exzen­trisch und gehör­ten zu den begab­tes­ten Schü­lern ihres Jahr­gangs. Die Coo­len, sag­ten die­je­ni­gen, die sie benei­de­ten. Idio­ti­sche Wich­tig­tu­er, sag­ten die, denen sie auf die Ner­ven gin­gen. Selbst die Leh­rer waren manch­mal über­for­dert von den unge­wöhn­li­chen Ideen der acht Schü­ler. (Zitat aus “Die Nacht der Acht” S.12) Als Quen­tin vor­schlägt, eine Hor­ror­nacht zu ver­an­stal­ten, sind die anderen Weiterlesen!

Amy Giles — Jene Nacht ist unser Schatten

Kasimira8.Mai 2021

Jene Nacht ist unser Schat­ten” ist der zwei­te Roman der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Amy Giles, der (übri­gens von Isa­bel Abe­di) ins Deut­sche über­setzt wur­de. Hier wer­den ein Jun­ge und ein Mäd­chen in den Mit­tel­punkt gestellt, die nach einer Mas­sen­schie­ße­rei bei­de ihre jeweils gro­ßen Brü­der ver­lo­ren haben und ein­an­der nun uner­war­tet näher­kom­men. Eine Geschich­te über Ver­lust, Trau­er­be­wäl­ti­gung und die Lie­be. Schmerz­haft, berüh­rend und sehr sen­si­bel erzählt. Kommt für mich aller­dings lei­der nicht her­an an den den Vor­gän­ger “Jetzt ist alles, was wir haben” (unab­hän­gig von­ein­an­der zu lesen). Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne, die sich nicht scheu­en sich mit erns­ten The­men auseinanderzusetzen.

Ein Jahr ist es her, dass die 17-jäh­ri­ge Jess ihren älte­ren Bru­der Ethan bei einer Mas­sen­schie­ße­rei im Kino ver­lo­ren hat. Doch noch immer steht ihr Leben völ­lig Kopf: “An man­chen Mor­gen dau­ert es ein biss­chen län­ger, bis ich die Kur­ve krie­ge und bereit bin, mich einem wei­te­ren Tag ohne sie zu stel­len, selbst jetzt noch, nach einem Jahr.” (Zitat aus “Jene Nacht ist unser Schat­ten” S.6) Sie ver­misst ihren Bru­der. Und jetzt auch ihre bes­te Freun­din Maris­sa, die mitt­ler­wei­le in einer Pri­vat­schu­le mit psy­cho­lo­gi­scher Betreu­ung gelan­det ist, weil sie mit den Fol­gen des Amoklaufs… Weiterlesen!

Tahereh Mafi — Wie du mich siehst

Kasimira2.Mai 2021

Die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Taher­eh Mafi hat nach ihrer dys­to­pi­schen Erfolgs­rei­he “Ich fürch­te mich nicht” ein sehr per­sön­li­ches Buch her­aus­ge­bracht: “Wie du mich siehst” ist ein Roman, der ein Mäd­chen in den Mit­tel­punkt stellt, das eben­so wie sie ira­ni­scher Abstam­mung ist und in ihrem ame­ri­ka­ni­schen All­tag wegen des Tra­gen eines Kopf­tuchs unter Vor­ur­tei­len, Hass und Dis­kri­mi­nie­rung lei­det. Break­dance und eine ers­te Lie­be hel­fen ihr mit all dem bes­ser zurecht­zu­kom­men. Eine außer­or­dent­lich schön erzähl­te Geschich­te — ein wich­ti­ges Buch über Tole­ranz und Frem­den­feind­lich­keit. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwachsene.

Shirin ist Mus­li­ma. Ihre Fami­lie stammt aus dem Iran. Doch sie und ihr älte­rer Bru­der Navid wur­den in Ame­ri­ka gebo­ren. Aber weil sie ein Kopf­tuch trägt, wird Shirin in der Schu­le oft ange­gan­gen. Gera­de dass ihre Fami­lie häu­fig umzieht, führt nicht unbe­dingt dazu, dass es für sie im All­tag leich­ter wird. “Es mach­te mich wütend, weil ich wuss­te, wie lang mei­ne Mit­schü­ler brau­chen wür­den, bis sie end­lich ein­sa­hen, dass ich nicht gemein­ge­fähr­lich war und dass man vor mir kei­ne Angst haben muss­te. Es mach­te mich wütend, weil ich wuss­te, wie unfass­bar vielWeiterlesen!