Schlagwort Archiv: Cbj

Barry Jonsberg — Der Riss in unserem Leben

Kasimira9.November 2022

Der Riss in unse­rem Leben” ist ein dys­to­pi­scher Roman des autra­li­schen Autoren Bar­ry Jons­berg. Er stellt zwei Geschwis­ter in den Mit­tel­punkt, die von ihren rei­chen Eltern sehr behü­tet und umwacht auf­wach­sen und immer auf­ein­an­der auf­pas­sen sol­len. Als die ein­ei­igen Zwil­lin­ge nach Jah­ren von Fern­un­ter­richt und Pri­vat­leh­rer end­lich auf eine rich­ti­ge Schu­le gehen dür­fen und ers­te, sozia­le Kon­tak­te knüp­fen, gerät auf einer Klas­sen­fahrt jedoch alles außer Kon­trol­le, als einer der Zwil­lin­ge sich ver­letzt. Was haben ihnen ihre Eltern ver­heim­licht? Ein auf­fal­lend schön und stim­mig erzähl­ter Roman, des­sen Geschich­te von Anfang an fas­zi­niert und in sei­nen Bann zieht. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Schon als klei­ne Kin­der muss­ten die Zwil­lin­ge Aman­da und Aiden ihrer Mut­ter ver­spre­chen, dass sie immer auf­ein­an­der acht­ge­ben: “Geschwis­ter sind immer da, um ein­an­der auf­zu­fan­gen, wenn einer fällt. Wenn irgend­et­was schief geht — und es muss nichts Gro­ßes sein wie ein Feu­er, es könn­te ein­fach sein, dass einer von euch trau­rig ist oder es ihm nicht gut geht -, dann soll­te der ande­re immer da sein und hel­fen. Immer!” (Zitat aus “Der Riss in unse­rem Leben” S.9) Aman­da, die 3 Minu­ten älter ist, ist taf­fer als Aidan, trifft meist die Ent­schei­dun­gen für sie bei­de. Aidan ist stil­ler, schwimmt schnel­ler als Aman­da, lässt sie aber immer gewin­nen. Jetzt sind sie von Queens­land nach Syd­ney gezo­gen und dür­fen — von ihren Eltern stets sehr über­wacht und behü­tet auf­ge­wach­sen — nach Jah­ren des Fern­un­ter­richts und Pri­vat­un­ter­richt auf eine rich­ti­ge Schu­le gehen. Vor allem Aman­da hat die größ­ten Hoff­nun­gen nun endlichWeiterlesen!

Eva Mozes Kor/ Lisa Rojany Buccieri — Ich habe den Todesengel überlebt

Kasimira27.September 2022

Ich habe den Todes­en­gel über­lebt” ist ein auto­bio­gra­fi­scher Roman über die aus Rumä­ni­en stam­men­de Eva Mozes Kor, die das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ausch­witz-Bir­ken­au und die medi­zi­ni­schen Expe­ri­men­te des Dr. Men­ge­le zusam­men mit ihrer Zwil­lings­schwes­ter Miri­am über­leb­te. Für Jugend­li­che geschrie­ben hat die­ses Buch die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Lisa Roja­ny Buc­cie­ri. Ein Zeit­do­ku­ment einer schreck­li­chen Ver­gan­gen­heit, eine Erin­ne­rung an die Grau­sam­kei­ten des Holo­causts. Aber gleich­zei­tig auch das Zeug­nis einer unheim­lich star­ken Per­sön­lich­keit, die immer wie­der um ihr Über­le­ben gekämpft hat. Das Taschen­buch, das 2012 bereits erschien, wur­de nun noch ein­mal aktua­li­siert und neu auf­ge­legt (plus Nach­ruf auf die Autorin, die 2019 ver­starb). Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren, die sich mit die­sem wich­ti­gen The­ma der deut­scher Geschich­te aus­ein­an­der­set­zen wol­len und inter­es­sier­te Erwachsene.

Sie sind zehn Jah­re alt, als die ein­ei­igen Zwil­lin­ge Eva und Miri­am mit ihren Geschwis­tern und Eltern nach Ausch­witz-Bir­ken­au depor­tiert wer­den. An der Selek­ti­ons­ram­pe wer­den sie getrennt und sehen ihre Eltern und Geschwis­ter nie wie­der. Weil sie Zwil­lin­ge sind, kom­men sie sofort zu Dr. Men­ge­le, der grau­sa­me Expe­ri­men­te an “sei­nen” Kin­dern durch­führt. So auch an Eva und ihrer Schwes­ter Miri­am. Als Eva eines Tages Krank­heits­er­re­ger gespritzt wer­den und sie… Weiterlesen!

Jenny Downham — Ich war der Lärm, ich war die Kälte

Kasimira14.August 2022

Ich war der Lärm, ich war die Käl­te” ist ein Roman der bri­ti­schen Schrift­stel­le­rin Jen­ny Down­ham. Die viel­fach aus­ge­zeich­ne­te Autorin beschäf­tigt sich in ihren Büchern wahr­lich mit kei­nen leich­ten The­men, doch sie ist eine begna­de­te Erzäh­le­rin! In die­sem Werk stellt sie ein jun­ges Mäd­chen in den Mit­tel­punkt, das mit Aggres­sio­nen zu kämp­fen hat, sich aber eigent­lich nur danach sehnt, geliebt zu wer­den. Ein höchst ein­drucks­vol­les Buch, inten­siv, bewe­gend und bril­lant geschrie­ben. Eine Fami­li­en­ge­schich­te, abseits des Main­streams, die man sich defi­ni­tiv nicht ent­ge­hen las­sen soll­te. Eines der bes­ten Bücher, das ich in den letz­ten Jah­ren gele­sen habe! Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne, die man wie­der etwas rich­tig, rich­tig Gutes lesen wollen!

Die 15-jäh­ri­ge Alex­an­dra, genannt Lexi, wird manch­mal wütend. Rich­tig aggres­siv. Dann schreit sie und gibt Din­ge von sich, die ihr hin­ter­her wie­der leid­tun. Dann macht sie Gegen­stän­de kaputt und stößt alle von sich. Seit sie­ben Jah­ren gehö­ren auch John mit sei­nem Sohn Kass, der drei Jah­re älter ist als sie und auf den Lexi heim­lich steht, zu ihrer Fami­lie. Iris ist das gemein­sa­me Kind der bei­den. Genau­so wun­der­schön wie ihre Mut­ter. In grö­ße­rer Gesell­schaft hat Lexi Pro­ble­me. Fühlt sich fehl am Platz, weiß nicht, was sie sagen soll, ohne anzu­ecken oder etwas falsch zu machen. Bei der Ver­lo­bungs­fei­er ihrer Eltern, die im Gar­ten statt­fin­det, soll sie deshalb… Weiterlesen!

Amelia Cadan — Blossom

Kasimira12.Juni 2022

Blossom” ist der Debüt­ro­man der deut­schen Autorin Ame­lia Cadan und zugleich der ers­te Band einer Dilo­gie, kann aber auch kom­plett eigen­stän­dig gele­sen wer­den. Ein roman­ti­scher Gen­tle­man, des­sen Herz gebro­chen wur­de, trifft auf eine taf­fe, eigen­sin­ni­ge Schön­heit, die eine hohe Mau­er um sich her­um auf­ge­baut hat und nor­ma­ler­wei­se nie­man­den in ihre Kar­ten schau­en lässt. Eine Lie­bes — und Fami­li­en­ge­schich­te, die durch Tief­gang, beson­de­re Cha­rak­te­re und gro­ße Gefüh­le glänzt. Ein Auf­takt, der sich lohnt. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Der 22-jäh­ri­ge Leith spielt Base­ball und stu­diert Jura. Soll die Kanz­lei sei­ner Fami­lie eines Tages über­neh­men. Doch ihn plagt Lie­bes­kum­mer, seit sei­ne lang­jäh­ri­ge Freun­din mit ihm Schluss gemacht hat. “Wir waren seit dem ers­ten Semes­ter zusam­men. Seit über drei Jah­ren. Wir sind immer eines die­ser Col­le­ge-Pär­chen gewe­sen, die alles gemein­sam machen und nir­gend­wo ohne den ande­ren auf­tau­chen.” (Zitat aus “Blossom” S.10) Als er die Thea­ter­pro­be zu “Romeo und Julia” heim­lich beob­ach­ten will, um her­aus­zu­fin­den, was am neu­en Freund sei­ner Ex so beson­ders sein soll, wird er von der eigen­wil­li­gen Jun, die die Haupt­rol­le der Julia spielt, erwischt… Weiterlesen!

Karen M. McManus — You will be the death of me

Kasimira3.Januar 2022

You will be the death of me” ist bereits der fünf­te Thril­ler der ame­ri­ka­ni­schen Best­sel­ler­au­torin Karen M.McManus, der ins Deut­sche über­setzt wur­de. Unab­hän­gig von ihren ande­ren Büchern zu lesen. Drei Jugend­li­che, die die Schu­le schwän­zen und mit­ten in einen Mord­fall hin­ein­ge­ra­ten — das sind die Zuta­ten ihres aktu­el­len Werks, gar­niert mit amou­rö­sen Ver­wick­lun­gen und gro­ßen Geheim­nis­sen, die ans Tages­licht kom­men. Die Meis­te­rin der Span­nung lie­fert wie­der bes­te Unter­hal­tung! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Drei Mal war Ivy Jahr­gangs­spre­che­rin. Nun hat sie die Wahl ver­lo­ren. Und das aus­ge­rech­net gegen Bri­an “Boney” Maho­ney. Den Klas­sen­clown. “Der nur aus Scheiß kan­di­diert hat. Mit dem Slo­gan: “Wer für Boney votiert, dem wird Chil­len garan­tiert.” (Zitat aus “You will be the death of me” S.11). Das trifft die ambi­tio­nier­te, ehr­gei­zi­ge Ivy sehr, die immer im Schat­ten ihres gro­ßen Bru­ders Dani­el steht, bei dem ein beson­ders hoher IQ fest­ge­stellt wur­de “Ich habe ver­sucht, mir nichts anmer­ken zu las­sen, aber es tut ver­dammt weh. Die Schü­ler­mit­ver­wal­tung ist genau mein Ding gewe­sen. Das ein­zi­ge Gebiet, auf dem ich je bes­ser als Dani­el war.” (Zitat S.11) Sie muss für ihren schu­li­schen Erfolg hart kämp­fen, wäh­rend Dani­el ein­fach alles so zufliegt. Wäh­rend der High­school hat sie an kei­nem ein­zi­gen Tag gefehlt, aus Angst von den ande­ren abge­hängt zu wer­den. Nur ein­mal — in der sechs­ten Klas­se — hat sie mit zwei Jungs… Weiterlesen!

Alexandra Kui — Trügerischer Sog

Kasimira21.April 2021

Trü­ge­ri­scher Sog” ist ein Thril­ler der deut­schen Autorin Alex­an­dra Kui. Sie ent­führt ihre Leser an die Nord­see, auf eine abge­le­ge­ne Insel. Dort soll eine unhar­mo­ni­sche Schul­klas­se von einer Leh­re­rin wie­der auf Spur gebracht wer­den. Eine Klas­sen­fahrt, auf der eine unge­woll­te Eigen­dy­na­mik ent­steht. Eine Geschich­te über Mob­bing, Mani­pu­la­ti­on und Macht. Mit­rei­ßend und unter­halt­sam geschrie­ben, aber auch hef­tig und ein biss­chen düs­ter. Für Jugend­li­che (Jungs & Mäd­chen glei­cher­ma­ßen) ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Kim schwärmt nicht nur heim­lich für sei­ne Mit­schü­le­rin Sara - die noch nicht all­zu lan­ge an ihrer Schu­le ist — son­dern ein wenig auch für sei­ne Klas­sen­leh­re­rin Frau Hop­pe. Das, obwohl bei­de ihn nicht wirk­lich bemer­ken. Im Unter­richt hat er Sara jedoch genau im Blick­feld: “Vor allem in den lang­wei­li­gen Stun­den muss­te ich mir größ­te Mühe geben, nicht dau­ernd ihre lan­gen Haa­re anzu­star­ren, die wie Wei­zen in der Son­ne glänz­ten, wenn sie sie lachend zurück­warf. Zum ande­ren, weil ich unab­hän­gig von mei­ner Ver­knallt­heit eine Hei­den­angst vor ihr hat­te. Das ging es mir wie allen ande­ren.” (Zitat aus “Trü­ge­ri­scher Sog” S.16) Denn Sara gibt in der Klas­se den Ton an, hat alle Mit­schü­ler im Griff. Sie kann bös­ar­tig und intri­gant sein. Hat sich längst mit den Anfüh­rern der Klasse… Weiterlesen!

Elisabeth Herrmann — Ravna: Tod in der Arktis

Kasimira6.April 2021

Rav­na: Tod in der Ark­tis” ist der neu­es­te All-Age-Thril­ler der deut­schen Autorin Eli­sa­beth Herr­mann, die einen außer­ge­wöhn­li­chen Hand­lungs­ort für ihre Geschich­te gewählt hat: sie ent­führt ihre Leser nach Nor­we­gen in die Ark­tis. Als dort ein Mord pas­siert, wird das Leben einer jun­gen Frau, die gera­de als Poli­zei­prak­ti­kan­tin ihren Dienst ange­tre­ten hat, völ­lig auf den Kopf gestellt. Mit sprö­den, eigen­wil­li­gen Cha­rak­te­ren, gewal­ti­gen Land­schaf­ten und einer ganz beson­de­ren (sami­schen) Kul­tur. Fas­zi­nie­rend, anders und sehr unter­halt­sam. Mal ein ganz ande­rer Thril­ler! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Var­dø. Eine Stadt in Nor­we­gen. Weit über dem Polar­kreis der Ark­tis. Hier lebt die jun­ge Rav­na, die sich eben­so wie ihre Schwes­ter Inga gegen die sami­sche Tra­di­ti­on — sich um die Ren­tier­her­den der Fami­lie zu küm­mern — ent­schie­den hat. Nun beginnt sie ein Prak­ti­kum auf der Poli­zei­sta­ti­on in Var­dø. Auch wenn sie dort einen schwe­ren Start hat: “Alle kann­ten sich. Und des­halb wuss­ten sie auch, wer Rav­na war. Woher sie kam und dass sie zu denen gehör­te, denen man bes­ser erst ein­mal gar nichts zutrau­te.” (Zitat aus “Rav­na: Tod in der Ark­tis” S.11ff) Doch es lie­gen nur sechs Wochen Prak­ti­kum vor ihr, ehe sie ihrer Schwes­ter, die bereits nach Oslo gegan­gen ist, fol­gen wird. Dort war­ten dann drei Jah­re Poli­zei­schu­le auf sie. Nicht damit gerech­net hat Rav­na jedoch, dass sie gleich an ihrem ers­ten Tag… Weiterlesen!

Karen M. McManus — The Cousins

Kasimira25.Dezember 2020

The Cou­sins” ist der neu­es­te Thril­ler der ame­ri­ka­ni­schen Best­sel­ler­au­torin Karen M.McManus, die durch “One of us is lying” bekannt wur­de. Drei Cou­sins, die sich nicht groß ken­nen und die ihren Som­mer bei ihrer ver­mö­gen­den Groß­mutter ver­brin­gen sol­len. Der Frau, die ihre vier Kin­der vor län­ge­rer Zeit ent­erbt hat­te. War­um? Was ist damals pas­siert? Eine Geschich­te über Fami­li­en­ge­heim­nis­se, eine Ver­gan­gen­heit, die bis in die Gegen­wart dringt und drei Jugend­li­chen, die all dem lang­sam auf die Spur kom­men. Unter­halt­sam und mit eini­gen inter­es­san­ten Wen­dun­gen, aber lei­der nicht ganz so span­nend wie die Vor­gän­ger­wer­ke. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und für inter­es­sier­te Erwachsene.

Mil­ly, Aubrey und Jonah. Sie sind ver­wandt. Sie sind zwei Cou­si­nen und ein Cou­sin, doch sie ken­nen ein­an­der nicht wirk­lich. Kon­takt haben ihre Eltern nicht mehr groß zuein­an­der. Es waren einst vier Geschwis­ter, die auf einer 12 Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ße Insel groß wur­den: “…eine unschein­ba­re klei­ne Insel vor der Küs­te von Mas­sa­chu­setts. Gull Cove Island war ein kaum bekann­tes Para­dies für Künst­ler und Hip­pies, bis Abra­ham Sto­ry es in das ver­wan­del­te, was es heu­te ist: ein Ort, an dem sehr rei­che und semi­be­rühm­te Leu­te lächer­lich viel Geld dafür aus­ge­ben, so zu tun, als wür­denWeiterlesen!

Claudia Praxmayer — Bienenkönigin

Kasimira9.März 2020

Die deut­sche Bio­lo­gin und enga­gier­te Tier­schüt­ze­rin hat nun nach eini­gen Sach­bü­chern und Thril­lern für Erwach­se­ne mit “Bie­nen­kö­ni­gin” ihr ers­tes Jugend­buch vor­ge­legt. Eine Geschich­te über das Bie­nenster­ben, eine hoch­ent­wi­ckel­te Droh­ne und eine Ver­schwö­rung, der eine Grup­pe von Jugend­li­chen auf den Grund geht. Hoch­span­nend, fas­zi­nie­rend und genau­so flott erzählt wie ein Thril­ler erzählt sein soll­te! Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und für Erwachsene.

San Fran­cis­co. Melis­sa, genannt Mel, hat das Col­le­ge abge­schlos­sen und weiß nicht wirk­lich, wie es beruf­lich für sie wei­ter­ge­hen soll. Wenn es nach ihre Mut­ter gin­ge, soll sie eben­so eine aka­de­mi­sche Lauf­bahn ein­ge­hen, ihr Vater hät­te es am liebs­ten, sie wür­de auch als Köchin in einem Restau­rant arbei­ten, so wie er. Doch damit sie den Kopf hat sich frei zu ent­schei­den, was sie mit ihrem Leben anfan­gen will, hat ihr Vater ihr einen Deal vor­ge­schla­gen: “Ich gebe dir ein Jahr, in dem du her­aus­fin­den kannst, was du wirk­lich willst. Du wirst mit dem Geld, das ich dir monat­lich über­wei­sen wer­de, zwar kei­ne gro­ßen Sprün­ge machen, aber es wird zum Leben rei­chen.” (Zitat aus “Bie­nen­kö­ni­gin” S.32). Jetzt lebt Mel bereits seit eini­ger Zeit in einer Weiterlesen!

Elisabeth Herrmann — Zartbittertod

Kasimira10.Februar 2020

Die deut­sche Best­sel­ler­au­torin Eli­sa­beth Herr­mann legt einen All-Age-Thril­ler vor und ent­führt sei­ne Leser in ein dunk­les Stück deut­scher Geschich­te: die Kolo­ni­al­zeit in Deutsch-Süd­west­afri­ka. Ver­bun­den mit der Fami­li­en­tra­di­ti­on einer Scho­ko­la­den­ma­nu­fak­tur stellt sie ein jun­ges Mäd­chen in den Mit­tel­punkt, das sich auf die Spu­ren der Ver­gan­gen­heit ihres Urgroß­va­ters begibt und Schreck­li­ches her­aus­fin­det. Inter­es­san­te The­men, span­nen­de Umset­zung — ein äußerst unter­halt­sa­mes Lese­ver­gnü­gen! Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Mei­ßen. Eine Stadt in Sach­sen. Hier lebt die 19-jäh­ri­ge Mia mit ihren zwei Brü­dern und ihren Eltern, die eine klei­ne Cho­co­la­te­rie betrei­ben. Fami­li­en­tra­di­ti­on seit der Urgroß­va­ter Jakob Arn­holt sie gegrün­det hat. Über ihn weiß man lei­der nur wenig. Aber es hängt ein Foto von ihm und dem Mann, der ihn aus­ge­bil­det hat, in dem Laden­ge­schäft von Mias Fami­lie. “Das links ist Gott­lob Her­der und rechts dein Urgroß­va­ter Jakob Arn­holt.” “Ich weiß.” Mia kann­te die Namen. Sie wuss­te sogar, wo das Foto auf­ge­nom­men wor­den war: in Lüne­burg, kurz vor dem ers­ten Welt­krieg. Dort hat­te Jakob eine Leh­re als Zucker­bä­cker gemacht, und zwar bei Her­der, dem Grün­der einer der größ­ten deut­schen Scho­ko­la­den­fa­bri­ken.” (Zitat S.11ff) Jakob war schwarz. Er kam mit Gott­lieb Her­der von Deutsch-Süd­west­afri­ka nach Deutsch­land. War­um, das weiß nie­mand. Nur dass er… Weiterlesen!

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