Ab 13 Jahren

Das Corona-Virus im Jugendbuch…

Kasimira24.März 2020

…das gibt es natür­lich noch nicht! So schnell ent­ste­hen im Kin­der- und Jugend­buch kei­ne Bücher über die­se uns alle momen­tan sehr beschäf­ti­gen­de The­ma­tik. Abge­se­hen von ein paar No-Name-Publishern oder E‑Book-Schnell­schüs­sen schafft dies der ers­te gro­ße Publi­kums­ver­lag (Piper Ver­lag) erst Mit­te Mai solch einen Titel (“Coro­na­vi­rus: 33 Fra­gen — 33 Ant­wor­ten”) in den Han­del zu brin­gen. Hier­bei han­delt es sich jedoch auch um ein Sach­buch für Erwach­se­ne und um kei­nen Roman. Zu was grei­fen also Jugend­li­che, die bereit sind sich mit die­sem The­ma aus­ein­an­der­zu­set­zen?

Fas­zi­nie­ren­der­wei­se gibt es eine Neu­erschei­nung, die im Janu­ar 2020 ins Deut­sche über­setzt wur­de, die inter­es­san­te Par­al­le­len zum Coro­na­vi­rus auf­zeigt“Der Hund, der die Welt ret­tet” von dem bri­ti­schen Autor Ross Wel­ford, erschie­nen im Cop­pen­rath Ver­lag. Hier bricht in Eng­land ein Hun­de­vi­rus aus, das auch schon auf den Men­schen über­springt und für eini­ge Todes­fäl­le bereits gesorgt hat. Und wo wur­de er erst­mals gesich­tet? InWeiterlesen!

Tobias Goldfarb — Niemandsstadt

Kasimira14.März 2020

Der deut­sche Autor, Regis­seur und Jour­na­list Tobi­as Gold­farb hat mit “Nie­man­ds­stadt” sein ers­tes Jugend­buch geschrie­ben. Ein fan­tas­ti­scher Roman über eine beson­de­re Par­al­lel­welt, in die ein jun­ges Mäd­chen immer wie­der abdrif­tet. Eine Geschich­te über Freund­schaft, über die Macht der Träu­me, der Magie und die der Maschi­nen. Geheim­nis­voll, anders und sprach­lich sehr schön erzählt. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren, die mal etwas Abseits des Main­streams lesen wol­len und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Jose­fi­nes Eltern füh­ren eine eher erfolg­lo­se Buch­hand­lung, die anstatt von Büchern haupt­säch­lich Sou­ve­nirs ver­kauft. Manch­mal hilft Jose­fi­ne dort aus. In der Schu­le ist sie eine Außen­sei­te­rin, wird von ihren Klas­sen­ka­me­ra­den “Josef” genannt, weil sie eher wie ein Jun­ge aus­sieht. “Wenn es jeman­den gibt, den man mit viel gutem Wilen und sämt­li­chen Augen zudrü­ckend als Freund bezeich­nen könn­te, dann ist das Eli. Eli und ich kom­men uns nicht in die Que­re, weil ich mein Leben nach innen und sie ihres nach außen lebt.” (Zitat aus “Nie­man­ds­stadt” S.20). Eli stellt ihr gan­zes Leben auf der Online­platt­form “Magick” zur Schau. Pos­tet und teilt jeden ihrer Momen­te dort. Jose­fi­ne hin­ge­gen ver­kriecht sich… Weiterlesen!

Erin Jade Lange — Firewall

Kasimira12.März 2020

Fire­wall” ist das aktu­el­le Buch der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Erin Jade Lan­ge. Eine Geschich­te über (Cyber-)Mobbing und neue radi­ka­le Geset­ze, die dies zu unter­bin­den ver­su­chen. Mit­ten dar­in drei jugend­li­che Hacker, die die­ses Sys­tem cras­hen wol­len, um selbst Gerech­tig­keit an Mob­ben­den zu üben. Ein span­nen­der, inter­es­sant erzähl­ter Roman, der vor allem Jungs gefal­len dürf­te! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Der Tag hat für Eli nicht beson­ders gut ange­fan­gen. In Spa­nisch erhält er eine glat­te 6 und nun wird sein Vater benach­rich­tigt wer­den. Und zuvor ist er auch noch vom Schul­schlä­ger Mal­colm in die Man­gel genom­men wor­den, weil er auf der Toi­let­te etwas mit­be­kom­men hat, das nicht für sei­ne Ohren bestimmt war: “Der hat­te irgend­ein Mäd­chen da rein­ge­schmug­gelt und…” Ich senk­te die Stim­me. “...und sie gezwun­gen, ’nen Schwan­ger­schafts­test zu machen, und dann ist er total aus­ge­tickt, weil er Schiss hat­te, ich könn­te irgend­wem davon erzäh­len.” (Zita aus “Fire­wall” S.14) Dann erhält Eli auch noch eine Nach­richt von… Weiterlesen!

Barry Jonsberg — Das ist kein Spiel

Kasimira9.März 2020

Mit sei­nem neu­en Taschen­buch beweist der aus­tra­li­sche Autor Bar­ry Jons­berg, dass er auch anders kann: “Das ist kein Spiel” ist dies­mal kein Roman mit erns­tem, aber humor­vol­lem Hin­ter­grund, son­dern ein Thril­ler gewor­den. Zum Glück ist die Ernst­haf­tig­keit und der Humor geblie­ben;-) Eine Fami­li­en­ge­schich­te über einen uner­war­te­ten Lot­to­ge­winn, eine noch uner­war­te­te Ent­füh­rung und einen Jun­gen, der mit­hil­fe von Logik, mathe­ma­ti­schen Fähig­kei­ten und der Spiel­theo­rie ver­sucht den Böse­wicht zu über­füh­ren. Gelun­gen erzählt und höchst unter­halt­sam! Ein ech­tes Lese­ver­gnü­gen. Für Jungs (und Mäd­chen) ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Der 16-jäh­ri­ge Jamie liebt sei­ne klei­ne, 7‑jährige Schwes­ter Phoebe über alles. Zu ihrem sechs­ten Geburts­tag hat er ihr einen Schlaf­an­zug mit mathe­ma­ti­schen For­meln dar­auf geschenkt. Den trägt sie seit­dem immer: “Eini­ge Glei­chun­gen waren ver­blasst, und das Gewe­be war vol­ler klei­ner Knöt­chen, aber auch das mach­te ihr nichts aus. Phoebe inter­es­sier­te sich nicht für Mathe­ma­tik. Sie inter­es­sier­te sich für Geschich­ten. Und sie inter­es­sier­te sich für mich, ihren Bru­der, und des­halb lieb­te sie den Schlaf­an­zug.” (Zitat aus “Das ist kein Spiel” S.16) Daher ist es auch kein Wun­der, dass… Weiterlesen!

Beth Anne Miller — By your side

Kasimira29.Februar 2020

Die Idee zu “By your side” kam der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Beth Anne Mil­ler tat­säch­lich beim Wan­dern in Schott­land. Hier­hin ent­führt sie auch ihre Leser auf die Isle of Skye. Eine Trek­king­tour, die die Prot­ago­nis­tin an ihre Gren­zen treibt, eine uner­war­te­te Lie­be und der Bal­last der Ver­gan­gen­heit — eine unter­halt­sa­me Lek­tü­re, die Lust macht auf Aben­teu­er und jede Men­ge Roman­tik bie­tet. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Es ist nicht gera­de eine Wan­de­rung für Anfän­ger. Und doch nimmt die jun­ge Ame­lia den 1‑wöchigen Hik­king-Trip in Angriff und reist vom fla­chen Long Island, New York nach Schott­land auf die Isle of Skye“Es fühl­te sich völ­lig falsch an, die­sen Trip ohne sie zu star­ten. Im Gegen­satz zu mir lieb­te Car­rie näm­lich alles, was irgend­wie mit Wan­dern zu tun hat­te. Wir mach­ten nor­ma­ler­wei­se alles zusam­men, nur eben das nicht.” (Zitat aus “By your side” S.9) Doch Car­rie liegt seit drei Wochen im Koma. Seit dem Auto­un­fall, bei dem sie sich gestrit­ten haben und Ame­lia einen Moment lang unacht­sam war. Ihr selbst ist nichts pas­siert, aber Car­rie ist … Weiterlesen!

Svenja K. Buchner — Bis die Zeit verschwimmt

Kasimira28.Februar 2020

Bis die Zeit ver­schwimmt” ist der ers­te Jugend­ro­man der deut­schen Autorin Sven­ja K. Buch­ner. Dass die Autorin zudem Psy­cho­lo­gie stu­diert hat, das merkt man! Ein trau­ri­ge, aber äußerst tief­grün­di­ge Geschich­te über die Fol­gen eines Amok­laufs und den Tod der bes­ten Freun­din, der das Leben eines jun­gen Mäd­chens völ­lig aus den Fugen gera­ten lässt. Schmerz­voll, bewe­gend und sprach­lich zudem bril­lant erzählt. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Sie sind bes­te Freun­din­nen und das schon seit Ewig­kei­ten. Hele­ne und Cas­sie. Doch ein Amok­lauf an ihrer Schu­le über­schat­tet alles. “Und die gan­ze Zeit über war­te ich auf ihr Gesicht, dar­auf, dass sie end­lich raus­kommt, dar­auf, dass ich sie in den Arm neh­men und nach Hau­se brin­gen darf. Doch sie kommt nicht, weder in die die­sem Atem­zug noch im nächs­ten, und das, obwohl jeder ein­zel­ne mich mehr schmerzt als alles Leid die­ser Erde es je könn­te.” (Zitat aus “Bis die Zeit ver­schwimmt” S.8ff) Denn Cas­sie wur­de von dem Täter erschos­sen. Sie ist eine derWeiterlesen!

A Good Girl’s Guide to Murder

Kasimira4.Januar 2020

A Good Girl’s Gui­de to Mur­der” ist das Debüt der bri­ti­schen Autorin Hol­ly Jack­son. Ein Kri­mi, der auf beson­de­re Art und Wei­se erzählt wird. Beglei­tet von (Gesprächs-)Protokollen rollt ein jun­ges Mäd­chen für ein Schul­pro­jekt einen abge­schlos­se­nen Fall neu auf. Weil sie nicht glau­ben kann, dass der­je­ni­ge, der damals für schul­dig befun­den wur­de, tat­säch­lich der Täter war. Und stößt auf eini­ge Unge­reimt­hei­ten. Unter­halt­sam. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Vor fünf Jah­ren ist Andie Bell spur­los ver­schwun­den. Blut­spu­ren an ihrem Wagen deu­ten auf einen Mord hin. Doch ihre Lei­che wur­de nie­mals gefun­den. Den Täter hat man hin­ge­gen schnell über­führt. Es muss ihr dama­li­ger Freund Sal gewe­sen sein. Er hat­te sei­ne Freun­de für sich lügen las­sen, sich ein zeit­li­ches Ali­bi ver­schafft für einen Zeit­punkt, zu dem kei­ner weiß, was er in die­ser Zeit­span­ne wirk­lich getan hat. Fin­ger­ab­drü­cke in ihrem Wagen. Ein Geständ­nis: “ich war es.Weiterlesen!

Megan Miranda — Trügerisch

Kasimira15.Dezember 2019

Die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Megan Miran­da hat mit “Trü­ge­risch” einen Thril­ler geschrie­ben, der auf eine ganz beson­de­re Art erzählt wird. Frag­men­te des Erin­nerns ste­hen hier­bei im Mit­tel­punkt, aus­ge­löst durch Gegen­stän­de eines Zim­mers, die ein jun­ges Mäd­chen in Kis­ten packen soll, als ihr Exfreund bei einem Unfall ums Leben kommt und die plötz­lich ein ganz neu­es Bild zu erge­ben schei­nen. Was ist damals wirk­lich gesche­hen? Wer war ihr Exfreund wirk­lich? Eine fas­zi­nie­ren­de Spu­ren­su­che mit einer sehr ange­neh­men Spra­che. Die­se Geschich­te zieht dich schnell in ihren Bann! LESETIPP!! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne und alle Fans von “Tote Mäd­chen lügen nicht”.

Cal­eb ist tot. Mit dem Auto von einer Hoch­was­ser-Flut­wel­le erfasst wor­den, als er über eine Brü­cke fuhr. Kurz nach­dem er Jes­sa bei einem ihrer Wett­kämp­fe zusah. Jes­sa, mit der er eigent­lich nicht mehr zusam­men war. Den­noch geben eini­ge ihr indi­rekt die Schuld an sei­nem Tod“Die Leu­te glau­ben: Cal­eb woll­te mich um Ver­zei­hung bit­ten (ein Gerücht), es noch mal pro­bie­ren (ein ande­res) oder mir sagen, dass er mich noch liebt (unbe­stä­tigt, aber eine schö­ne Vor­stel­lung). Doch ich wies ihn zurück, sag­te irgend­was, das ihn dazu brach­te, wütend weg­zu­fah­ren, er pass­te nicht rich­tig auf und starb. Ursa­che. Wir­kung.” (Zitat S.141) Auch Cal­ebs Mut­ter und sei­ne klei­ne Schwes­ter Mia sind auf Jes­sa nicht mehr gut zu spre­chen. Trotz­dem bit­tet die Mut­ter… Weiterlesen!

Lindsay Galvin — Abgründige Geheimnisse

Kasimira8.Dezember 2019

Abgrün­di­ge Geheim­nis­se” ist das Debüt der bri­ti­schen Autorin Lind­say Gal­vin. Ein Umwelt­thril­ler der beson­de­ren Art. Über eine tro­pi­sche Insel, Expe­ri­men­te an Men­schen und die Krebs­for­schung. Inmit­ten zwei Schwes­tern, von denen eine auf etwas Unfass­ba­res stößt. Mit­rei­ßend und geheim­nis­voll geschrie­ben. Ein Buch, bei dem man etwas ganz ande­res bekommt, als man erwar­tet. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 14-jäh­ri­ge Aster und ihre drei Jah­re jün­ge­re Schwes­ter Pop­py befin­den sich auf dem Flug nach Neu­see­land. Beglei­tet von einer Anstands­da­me und Bekannt­schaft machend mit dem sym­pa­thi­schen Sam, einem Sitz­nach­barn, lan­den sie schließ­lich in Gis­bor­ne, wo ihre Tan­te Iona sie abholt. “Wir haben Mums Schwes­ter seit Jah­ren kaum zu Gesicht bekom­men. Und konn­ten sie auch nicht errei­chen, als Mum im Ster­ben lag, weil sie zur sel­ben Zeit ande­re Krebs­pa­ti­en­ten behan­delt hat.” (Zitat aus “Abgrün­di­ge Geheim­nis­se” S.18) Jetzt nach dem Tod der Mut­ter hat Iona das Sor­ge­recht der bei­den erhal­ten und hat die Mäd­chenWeiterlesen!

Tahereh Mafi — Wie du mich siehst

Kasimira7.Dezem­ber 2019

Die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Taher­eh Mafi hat nach ihrer dys­to­pi­schen Erfolgs­rei­he “Ich fürch­te mich nicht” ein sehr per­sön­li­ches Buch her­aus­ge­bracht: “Wie du mich siehst” ist ein Roman, der ein Mäd­chen in den Mit­tel­punkt stellt, das eben­so wie sie ira­ni­scher Abstam­mung ist und in ihrem ame­ri­ka­ni­schen All­tag wegen des Tra­gen eines Kopf­tuchs unter Vor­ur­tei­len, Hass und Dis­kri­mi­nie­rung lei­det. Break­dance und eine ers­te Lie­be hel­fen ihr mit all dem bes­ser zurecht­zu­kom­men. Eine außer­or­dent­lich schön erzähl­te Geschich­te — ein wich­ti­ges Buch über Tole­ranz und Frem­den­feind­lich­keit. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Shirin ist Mus­li­ma. Ihre Fami­lie stammt aus dem Iran. Doch sie und ihr älte­rer Bru­der Navid wur­den in Ame­ri­ka gebo­ren. Aber weil sie ein Kopf­tuch trägt, wird Shirin in der Schu­le oft ange­gan­gen. Gera­de dass ihre Fami­lie häu­fig umzieht, führt nicht unbe­dingt dazu, dass es für sie im All­tag leich­ter wird. “Es mach­te mich wütend, weil ich wuss­te, wie lang mei­ne Mit­schü­ler brau­chen wür­den, bis sie end­lich ein­sa­hen, dass ich nicht gemein­ge­fähr­lich war und dass man vor mir kei­ne Angst haben muss­te. Es mach­te mich wütend, weil ich wuss­te, wie unfass­bar vielWeiterlesen!