Ab 12 Jahren

John Boyne — Mein Bruder heißt Jessica

Kasimira27.September 2020

Mein Bru­der heißt Jes­si­ca” ist der neu­es­te Roman des iri­schen Best­sel­ler­au­toren John Boy­ne (“Der Jun­ge im gestreif­ten Pyja­ma”). Über ein Tabu­the­ma, das in den letz­ten Jah­ren immer mal wie­der im Jugend­buch auf­taucht: Trans­se­xua­li­tät. Ein Jun­ge, der sich als Mäd­chen fühlt und sich outet. Inter­es­sant und fas­zi­nie­rend, weil nicht aus sei­ner Per­spek­ti­ve, son­dern aus der des jün­ge­ren Bru­ders erzählt. Ein­fühl­sam, mit­rei­ßend und mal wie­der bril­lant geschrie­ben. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Der nun 13-jäh­ri­ge Sam liebt sei­nen Bru­der Jason über alles. Denn Jason, der vier Jah­re älter ist, ist immer für ihn da. Wäh­rend ihre Eltern poli­tisch sehr ein­ge­bun­den sind — die Mut­ter ist Minis­te­rin, der Vater ihr Pri­vat­se­kre­tär — haben sich oft Au-Pairs um die Kin­der geküm­mert. Mei­ne Mut­ter sagt näm­lich, wenn sie ihren Wäh­lern nicht den Vor­rang gibt, ent­schei­den die sich bei der nächs­ten Wahl für die ande­re Par­tei, und dann geht das gan­ze Land vor die Hun­de. Und Dad sagt, es ist wich­tig, dass Mum immer mit einem gewal­ti­gen Vor­sprung gewinnt, wenn sie auf der Kar­rie­re­lei­ter noch wei­ter nach oben klet­tern will.” (Zitat aus “Mein Bru­der heißt Jes­si­ca” S.11) Erst als Sam zehn wur­de, und Jason 14, durf­te er allein… Weiterlesen!

Donna Freitas — Wie viel Leben passt in eine Tüte?

Kasimira18.September 2020

Jetzt schon ein drit­tes Mal neu auf­ge­legt wor­den, das ist der außer­ge­wöhn­li­che Titel “Wie viel Leben passt in eine Tüte?” von der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Don­na Frei­tas. Ein wun­der­schö­nes Buch, das sich immer wie­der zu lesen lohnt! Und das berüh­ren wird — über Abschied und Tod, Lie­be und Lust, das Leben wie­der zu genie­ßen. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren. Und inter­es­sier­te Erwach­se­ne. Emp­feh­lens­wert!

Das Leben der nun 16-jäh­ri­gen Rose hat sich voll­kom­men ver­än­dert, seit ihre Mut­ter an Krebs gestor­ben ist. Sie geht nicht mehr auf Par­tys, sie hat das Cheer­lea­ding abge­bro­chen. Sie mag kei­ne Musik mehr hören, weil sie dann nur noch trau­rig ist. Und in der Bezie­hung zu ihrem Freund Chris, dem erfolg­rei­chen Quar­ter­back der Schu­le, läuft auch nicht mehr alles rund. Rose mag sei­ne Berüh­run­gen nicht mehr, kann sei­ne Nähe manch­mal nicht ertra­gen. Ihr älte­rer Bru­der Jim lebt nicht mehr bei ihnen zu Hau­se, er stu­diert bereits. Des­halb muss Rose sich auch noch allein um ihren Vater küm­mern, der von Zeit zu Zeit zu viel… Weiterlesen!

Jutta Nymphius — Oben ohne

Kasimira17.September 2020

Oben ohne” von der deut­schen Autorin Jut­ta Nym­phi­us ist ein Roman, der ein Mäd­chen in den Mit­tel­punkt stellt, das mit ihrem Aus­se­hen nicht zufrie­den ist. Auf dem Weg zur Selbst­fin­dung stol­pert sie über so man­ches Hin­der­nis. Eine Geschich­te über Schön­heit, Selbst- und Kör­per­be­wusst­sein und Freund­schaft. Ein­fühl­sam und unter­halt­sam geschrie­ben. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren.

Die 13-jäh­ri­ge Ame­lie ist mit ihrem Leben nicht wirk­lich zufrie­den. Sie wäre ger­ne mit den bei­den Klas­sen­schön­hei­ten Celi­na und Lina befreun­det, ist es aber irgend­wie nicht, son­dern hinkt nur hin­ter­her. Sie hät­te ger­ne Eltern, die sich nicht stän­dig strei­ten. Sie wür­de ger­ne von ihrem Schwarm Eli­as bemerkt wer­den: Eli­as ist nicht irgend­ein Jun­ge, Eli­as ist ein Event. Eine Sen­sa­ti­on. Fin­de ich jeden­falls. […] Er kann es wirk­lich mit jedem Model oder Schau­spie­ler auf­neh­men” (Zitat aus “Oben ohne” S.32) Und Ame­lie hät­te ger­ne einen schö­ne­ren Kör­per. Eine Ober­wei­te ist bei ihr so gut wie nicht vor­han­den, dafür steht ihr Bauch… Weiterlesen!

Bettina Belitz — Ein Schimmer von Glück

Kasimira3.September 2020

In “Ein Schim­mer von Glück” zeigt die deut­sche Autorin Bet­ti­na Belitz, dass sie neben opu­len­ter Fan­ta­sy (“Split­ter­herz”-Tri­lo­gie) und groß­ar­ti­gen Lie­bes­ge­schich­ten auch mit Pfer­den etwas anfan­gen kann. Dies ist bereits ihr drit­ter (unab­hän­gig) zu lesen­der Roman, in dem eines die­ser Paar­hu­fer eine ganz beson­de­re Rol­le spielt. Wäh­rend ihre letz­ten bei­den Bücher tat­säch­lich auch für Jungs waren, ist das aktu­el­le Werk dies­mal ein rei­nes Mäd­chen­buch. Eine Geschich­te über Selbst­fin­dung, die Ret­tung eines kran­ken Pfer­des und eine ent­ste­hen­de Lie­be. Gefühl­voll und sehr unter­halt­sam geschrie­ben. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Mäd­chen ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 15-jäh­ri­ge Mira (die eigent­lich Mira­cle heißt) ist gera­de mit ihrer Mut­ter auf dem Weg zum Flug­ha­fen. Seit vier Jah­ren haben sie kei­nen Urlaub mehr gemacht. Doch die heiß ersehn­te Rei­se nach Mal­lor­ca wird durch einen über­ra­schen­den Anruf jäh zunich­te gemacht. Denn Miras Vater (und Exmann ihrer Mut­ter), den sie schon seit Ewig­kei­ten nicht mehr gese­hen hat, hat Mist gebaut. Er hat wohl vor län­ge­rer Zeit einen… Weiterlesen!

Ruth Lauren — Valor: Die Verschwörung im Königreich

Ruth Lauren - Valor: Die Verschwörung im Königreich21.August 2020

Valor: Die Ver­schwö­rung im König­reich” ist der Debüt­ro­man der bri­ti­schen Autorin Ruth Lau­ren und zugleich der Auf­takt einer neu­en Rei­he. Eine Geschich­te über ein tap­fe­res Mäd­chen, das — um ihre Schwes­ter zu ret­ten — zu allem bereit ist. Eine klei­ne “Kat­niss Ever­deen” mit­ten in einem Land wie aus “Das Lied von Eis und Feu­er”. Ein unglaub­li­cher Page­tur­ner! Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Lese­tipp für Jugend­li­che frü­hes­tens ab 11 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Im König­reich Dem­ido­va. Die 13-jäh­ri­ge Valor besucht mit ihren Eltern eine rie­si­ge Ver­samm­lung vor den Toren des Schlos­ses. Dort soll­te eigent­lich die Spiel­uhr — “das schöns­te Kunst­werk im gan­ze Reich” (Zitat aus “Valor: Die Ver­schwö­rung im König­reich” S.12) an das Reich von Mad­ad­an­skya über­ge­ben wer­den, als Zei­chen eines Frie­dens­ab­kom­mens. Doch die Spiel­uhr wur­de gestoh­len. Und aus­ge­rech­net Sasha, Valors Zwil­lings­schwes­ter soll die Die­bin gewe­sen sein! Jetzt fin­det trotz­dem ein klei­ner Fest­akt statt: “Die öffent­li­che Zere­mo­nie wird als Zei­chen des guten Wil­lens abge­hal­ten, aber Vater sagt, das Abkom­men wer­de erst unter­zeich­net, wenn die Spiel­uhr gefun­den ist.” (Zitat S.12) Das weiß Valors Vater des­we­gen so gut, weil er … Weiterlesen!

Juliane Breinl — Graue Wolken im Kopf

Juliane Breinl Graue Wolken im Kopf18.Juni 2020

Die deut­sche Autorin Julia­ne Breinl hat mit “Graue Wol­ken im Kopf” einen Roman geschrie­ben, der — wie der Titel schon ver­lau­ten lässt — sich mit einem erns­ten The­ma beschäf­tigt: Depres­si­on bei Jugend­li­chen. Die Geschich­te eines jun­ge Mäd­chens, die unwis­sent­lich in solch eine hin­ein­rutscht, ehe sie begreift, was über­haupt mit ihr los ist. Ein auf­klä­ren­des und bewe­gend erzähl­tes Buch. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 15-jäh­ri­ge Tizia­na ist hübsch, beliebt und hat neben­bei auch sehr gute Noten. Jetzt geht es auf den Abschluss zu und da braucht sie noch ein­mal rich­tig viel Power. Sie will Klas­sen­bes­te wer­den und anschlie­ßend gleich das Fach­ab­itur machen. Denn um an der Jour­na­lis­ten­schu­le genom­men zu wer­den, auf die sie gehen möch­te, muss man schon ein Aus­nah­me­ta­lent sein. Des­halb nimmt sie mit ihrer bes­ten Freun­din Vivi­an auch an einem Foto­pro­jekt teil, bei dem sie Obdach­lo­se inter­view­en und foto­gra­fie­ren soll. Neben­bei arbei­tet sie nicht nur für die Schü­ler­zei­tung, son­dern ist eben­falls Mit­glied in einem Vol­ley­ball­ver­ein. Frei­zeit hat sie kaum noch. Das nervt vor allem Vivi­an: Wir sehen uns seit WochenWeiterlesen!

Ella Blix — Wild: Sie hören dich denken

Kasimira23.Mai 2020

“Wild: Sie hören dich den­ken” ist das zwei­te Werk von Ella Blix, hin­ter deren Pseud­onym sich die deut­schen Autorin­nen Ant­je Wag­ner und Tania Wit­te ver­ber­gen. Ein Natu­re-Sci­ence-Thril­ler der beson­de­ren Art, der in ein abge­le­ge­nes Camp inmit­ten des Wal­des ent­führt, wo eine Grup­pe jugend­li­cher Straf­tä­ter reso­zia­li­siert wer­den soll. Ein gro­ßes Aben­teu­er, ein Geflecht von unter­schied­li­chen Per­so­nen mit ihren ganz eige­nen Geheim­nis­sen und etwas Uner­war­te­tem, das im Dickicht lau­ert. Bedroh­lich. Mys­te­ri­ös. Span­nend. “Wood­wal­kers” für die älte­re Genera­ti­on? Fin­de es her­aus! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Vier Jugend­li­che. Ein Straf­camp. Mit­ten in den Tie­fen der Säch­si­schen Schweiz, in einer “wald­rei­chen Fels­land­schaft des Elb­sand­stein­ge­bir­ges” (Zitat aus “Wild: Sie hören dich den­ken” S.8). Sie woh­nen in spar­ta­ni­schen Holz­hüt­ten, dür­fen kei­ne elek­tri­schen Gerä­te mit­neh­men. Eine Stun­de am Tag wird der Gene­ra­tor ange­schal­tet, damit sie Licht haben. Es gibt eine Kom­post­toi­let­te. Und sie müs­sen zusam­men kochen, arbei­ten, put­zen und Gesprä­che füh­ren. Ab zehn Uhr dür­fen die Hüt­ten nicht mehr ver­las­sen wer­den. Wer sich nicht an die Regeln hält, bekommt… Weiterlesen!

Das Corona-Virus im Jugendbuch…

Kasimira24.März 2020

…das gibt es natür­lich noch nicht! So schnell ent­ste­hen im Kin­der- und Jugend­buch kei­ne Bücher über die­se uns alle momen­tan sehr beschäf­ti­gen­de The­ma­tik. Abge­se­hen von ein paar No-Name-Publis­hern oder E‑Book-Schnell­schüs­sen schafft dies der ers­te gro­ße Publi­kums­ver­lag (Piper Ver­lag) erst Mit­te Mai solch einen Titel (“Coro­na­vi­rus: 33 Fra­gen — 33 Ant­wor­ten”) in den Han­del zu brin­gen. Hier­bei han­delt es sich jedoch auch um ein Sach­buch für Erwach­se­ne und um kei­nen Roman. Zu was grei­fen also Jugend­li­che, die bereit sind sich mit die­sem The­ma aus­ein­an­der­zu­set­zen?

Fas­zi­nie­ren­der­wei­se gibt es eine Neu­erschei­nung, die im Janu­ar 2020 ins Deut­sche über­setzt wur­de, die inter­es­san­te Par­al­le­len zum Coro­na­vi­rus auf­zeigt“Der Hund, der die Welt ret­tet” von dem bri­ti­schen Autor Ross Wel­ford, erschie­nen im Cop­pen­rath Ver­lag. Hier bricht in Eng­land ein Hun­de­vi­rus aus, das auch schon auf den Men­schen über­springt und für eini­ge Todes­fäl­le bereits gesorgt hat. Und wo wur­de er erst­mals gesich­tet? InWeiterlesen!

Kenneth Oppel — Bloom: Die Apokalyse beginnt in deinem Garten

Kasimira18.März 2020

Bloom: Die Apo­ka­lyp­se beginnt in dei­nem Gar­ten” ist der neus­te dys­to­pi­sche (Horror-)Roman des kana­di­schen Schrift­stel­lers Ken­neth Oppel. Der Auf­takt einer Tri­lo­gie mit Sci­ence-Fic­tion-Ele­men­ten. Eine Geschich­te über ein schwar­zes Gras, das die gesam­te Welt zu über­wu­chern droht und die Men­schen schließ­lich sogar direkt angreift. Mit­ten­drin drei Jugend­li­che, die erstaun­li­che Ver­än­de­run­gen durch­le­ben. Erschre­ckend, dra­ma­tisch und sehr action­reich. Für Jugend­li­che (beson­ders Jungs!) ab 12 Jah­ren, die gute Ner­ven haben. Und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Salt Spring Island. Auf einer kana­di­schen Insel im pazi­fi­schen Oze­an. Hier leben Ana­ya, Petra und Seth. Petra und Ana­ya waren ein­mal bes­te Freun­din­nen. Bis sie auf­grund ver­schie­de­ner Vor­komm­nis­se getrenn­te Wege gin­gen. Gemein­sam haben sie aller­dings immer noch eines: sie lei­den an star­ken All­er­gien. Vor allem Ana­ya: Im Prin­zip war sie gegen alles all­er­gisch. Glu­ten, Eier, Milch. Rauch und Staub. Es gab gan­ze Mona­te, gegen die sie All­er­gien ent­wi­ckelt hat­te. Im April und Mai waren es die Pol­len von den Bäu­men. Im Juni Grä­ser. Im Juli immer noch Grä­ser, aber auch noch Schim­mel­spo­ren.” (Zitat aus “Bloom: Die Apo­ka­lyp­se beginnt in dei­nem Gar­ten” S.13) Stän­dig ist Ana­ya ver­schnupft, hat ver­quol­le­ne Augen und zudem noch unzäh­li­ge… Weiterlesen!

Stepha Quitterer — Weltverbessern für Anfänger

Kasimira7.März 2020

Welt­ver­bes­sern für Anfän­ger” ist das ers­te Jugend­buch der deut­schen Autorin Ste­pha Quit­te­rer. Das Manu­skript wur­de 2019 für den Olden­bur­ger Kin­der- und Jugend­buch­preis nomi­niert. Eine Geschich­te über Jugend­li­che, die für ein Schul­pro­jekt und den mög­li­chen Gewinn einer Klas­sen­rei­se nach Tal­linn die Welt ver­bes­sern sol­len. Ein Alten­heim und eine eigent­lich zer­strit­te­ne Klas­se in den Haupt­rol­len. Ein locke­rer-flo­cki­ger Kla­mauk mit viel Iro­nie. Unter­halt­sam und zum Teil nach­denk­lich machend. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren.

Der Tag fängt für Min­na nicht gera­de ide­al an. Ihre ver­hass­te Latein­leh­re­rin Frau Grie­sin­ger bestraft die Klas­se nach einem ges­tern geschrie­be­nen, unan­ge­kün­dig­ten Test mit eben genau dem glei­chen Test noch ein­mal, weil die­ser so schlecht aus­ge­fal­len ist und sie dem Direk­tor “bewei­sen” will, dass die Klas­se ein­fach nur zu faul zum Ler­nen ist. Als Min­na und ein paar ande­re sich wei­gern die­sen ein zwei­tes Mal zu schrei­ben, erhal­ten sie einen Ver­weis, den sie auch noch von ihren Eltern unter­schrei­ben las­sen sol­len. Minnas Eltern sind… Weiterlesen!