Ab 12 Jahren

Ella Blix — Wild: Sie hören dich denken

Kasimira23.Mai 2020

“Wild: Sie hören dich den­ken” ist das zwei­te Werk von Ella Blix, hin­ter deren Pseud­onym sich die deut­schen Autorin­nen Ant­je Wag­ner und Tania Wit­te ver­ber­gen. Ein Natu­re-Sci­ence-Thril­ler der beson­de­ren Art, der in ein abge­le­ge­nes Camp inmit­ten des Wal­des ent­führt, wo eine Grup­pe jugend­li­cher Straf­tä­ter reso­zia­li­siert wer­den soll. Ein gro­ßes Aben­teu­er, ein Geflecht von unter­schied­li­chen Per­so­nen mit ihren ganz eige­nen Geheim­nis­sen und etwas Uner­war­te­tem, das im Dickicht lau­ert. Bedroh­lich. Mys­te­ri­ös. Span­nend. “Wood­wal­kers” für die älte­re Genera­ti­on? Fin­de es her­aus! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Vier Jugend­li­che. Ein Straf­camp. Mit­ten in den Tie­fen der Säch­si­schen Schweiz, in einer “wald­rei­chen Fels­land­schaft des Elb­sand­stein­ge­bir­ges” (Zitat aus “Wild: Sie hören dich den­ken” S.8). Sie woh­nen in spar­ta­ni­schen Holz­hüt­ten, dür­fen kei­ne elek­tri­schen Gerä­te mit­neh­men. Eine Stun­de am Tag wird der Gene­ra­tor ange­schal­tet, damit sie Licht haben. Es gibt eine Kom­post­toi­let­te. Und sie müs­sen zusam­men kochen, arbei­ten, put­zen und Gesprä­che füh­ren. Ab zehn Uhr dür­fen die Hüt­ten nicht mehr ver­las­sen wer­den. Wer sich nicht an die Regeln hält, bekommt… Weiterlesen!

Das Corona-Virus im Jugendbuch…

Kasimira24.März 2020

…das gibt es natür­lich noch nicht! So schnell ent­ste­hen im Kin­der- und Jugend­buch kei­ne Bücher über die­se uns alle momen­tan sehr beschäf­ti­gen­de The­ma­tik. Abge­se­hen von ein paar No-Name-Publis­hern oder E‑Book-Schnell­schüs­sen schafft dies der ers­te gro­ße Publi­kums­ver­lag (Piper Ver­lag) erst Mit­te Mai solch einen Titel (“Coro­na­vi­rus: 33 Fra­gen — 33 Ant­wor­ten”) in den Han­del zu brin­gen. Hier­bei han­delt es sich jedoch auch um ein Sach­buch für Erwach­se­ne und um kei­nen Roman. Zu was grei­fen also Jugend­li­che, die bereit sind sich mit die­sem The­ma aus­ein­an­der­zu­set­zen?

Fas­zi­nie­ren­der­wei­se gibt es eine Neu­erschei­nung, die im Janu­ar 2020 ins Deut­sche über­setzt wur­de, die inter­es­san­te Par­al­le­len zum Coro­na­vi­rus auf­zeigt“Der Hund, der die Welt ret­tet” von dem bri­ti­schen Autor Ross Wel­ford, erschie­nen im Cop­pen­rath Ver­lag. Hier bricht in Eng­land ein Hun­de­vi­rus aus, das auch schon auf den Men­schen über­springt und für eini­ge Todes­fäl­le bereits gesorgt hat. Und wo wur­de er erst­mals gesich­tet? InWeiterlesen!

Kenneth Oppel — Bloom: Die Apokalyse beginnt in deinem Garten

Kasimira18.März 2020

Bloom: Die Apo­ka­lyp­se beginnt in dei­nem Gar­ten” ist der neus­te dys­to­pi­sche (Horror-)Roman des kana­di­schen Schrift­stel­lers Ken­neth Oppel. Der Auf­takt einer Tri­lo­gie mit Sci­ence-Fic­tion-Ele­men­ten. Eine Geschich­te über ein schwar­zes Gras, das die gesam­te Welt zu über­wu­chern droht und die Men­schen schließ­lich sogar direkt angreift. Mit­ten­drin drei Jugend­li­che, die erstaun­li­che Ver­än­de­run­gen durch­le­ben. Erschre­ckend, dra­ma­tisch und sehr action­reich. Für Jugend­li­che (beson­ders Jungs!) ab 12 Jah­ren, die gute Ner­ven haben. Und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Salt Spring Island. Auf einer kana­di­schen Insel im pazi­fi­schen Oze­an. Hier leben Ana­ya, Petra und Seth. Petra und Ana­ya waren ein­mal bes­te Freun­din­nen. Bis sie auf­grund ver­schie­de­ner Vor­komm­nis­se getrenn­te Wege gin­gen. Gemein­sam haben sie aller­dings immer noch eines: sie lei­den an star­ken All­er­gien. Vor allem Ana­ya: Im Prin­zip war sie gegen alles all­er­gisch. Glu­ten, Eier, Milch. Rauch und Staub. Es gab gan­ze Mona­te, gegen die sie All­er­gien ent­wi­ckelt hat­te. Im April und Mai waren es die Pol­len von den Bäu­men. Im Juni Grä­ser. Im Juli immer noch Grä­ser, aber auch noch Schim­mel­spo­ren.” (Zitat aus “Bloom: Die Apo­ka­lyp­se beginnt in dei­nem Gar­ten” S.13) Stän­dig ist Ana­ya ver­schnupft, hat ver­quol­le­ne Augen und zudem noch unzäh­li­ge… Weiterlesen!

Stepha Quitterer — Weltverbessern für Anfänger

Kasimira7.März 2020

Welt­ver­bes­sern für Anfän­ger” ist das ers­te Jugend­buch der deut­schen Autorin Ste­pha Quit­te­rer. Das Manu­skript wur­de 2019 für den Olden­bur­ger Kin­der- und Jugend­buch­preis nomi­niert. Eine Geschich­te über Jugend­li­che, die für ein Schul­pro­jekt und den mög­li­chen Gewinn einer Klas­sen­rei­se nach Tal­linn die Welt ver­bes­sern sol­len. Ein Alten­heim und eine eigent­lich zer­strit­te­ne Klas­se in den Haupt­rol­len. Ein locke­rer-flo­cki­ger Kla­mauk mit viel Iro­nie. Unter­halt­sam und zum Teil nach­denk­lich machend. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren.

Der Tag fängt für Min­na nicht gera­de ide­al an. Ihre ver­hass­te Latein­leh­re­rin Frau Grie­sin­ger bestraft die Klas­se nach einem ges­tern geschrie­be­nen, unan­ge­kün­dig­ten Test mit eben genau dem glei­chen Test noch ein­mal, weil die­ser so schlecht aus­ge­fal­len ist und sie dem Direk­tor “bewei­sen” will, dass die Klas­se ein­fach nur zu faul zum Ler­nen ist. Als Min­na und ein paar ande­re sich wei­gern die­sen ein zwei­tes Mal zu schrei­ben, erhal­ten sie einen Ver­weis, den sie auch noch von ihren Eltern unter­schrei­ben las­sen sol­len. Minnas Eltern sind… Weiterlesen!

Jana Hoch — Royal Horses: Kronenherz

Kasimira18.Januar 2020

Die deut­sche Autorin Jana Hoch star­tet mit “Kro­nen­herz” den ers­ten Band der geplan­ten “Roy­al Hor­ses”-Tri­lo­gie. Eine fas­zi­nie­ren­de Kom­bi­na­ti­on aus Pfer­den, Roman­tik und den Royals. Ein Mäd­chen mit­ten auf einem Gestüt der Königs­fa­mi­lie. Zwi­schen dunk­len Geheim­nis­sen aus ihrer eige­nen Ver­gan­gen­heit, Skan­da­len und einer uner­war­te­ten Lie­be. Ein sehr gelun­ge­ner Auf­takt. Span­nend, unter­halt­sam, roman­tisch — der per­fek­te Schmö­ker für Mäd­chen ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die jun­ge Gre­ta ist auf der Flucht vor ihrer Ver­gan­gen­heit. Jemand hat etwas in der Hand gegen sie. Am liebs­ten möch­te sie sich mit all dem gar nicht mehr aus­ein­an­der­set­zen. Möch­te sich ver­krie­chen. Und bloß nicht zurück zu ihren Eltern nach Deutsch­land zie­hen müs­sen, mit denen sie schon so oft umge­zo­gen ist. Jetzt, wo sie end­lich in Lon­don bei ihrem Bru­der lebt. Doch wenn her­aus kommt, was pas­siert ist, könn­te genau das pas­sie­ren. Eine Rück­zugs­mög­lich­keit ver­schafft ihr der Paten­on­kel ihres Bru­ders, der auch mit den Royals bekannt ist. Er besorgt ihr einen Feri­en­job auf… Weiterlesen!

Ava Reed — Die Stille meiner Worte

15.Oktober 2019

Die Stil­le mei­ner Wor­te” der deut­schen Autorin und Blog­ge­rin Ava Reed ist nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Ein Roman, der nicht nur mit einem bild­schö­nen Cover ver­zau­bert, son­dern vor allem mit der kraft­vol­len, poe­ti­schen Spra­che! Eine Geschich­te über das Zer­bre­chen, über Trau­er und Schuld. Und über einen ganz beson­de­ren Ort, um all dies zu ver­ar­bei­ten. Ein her­aus­ra­gen­des, äußerst ergrei­fen­des Buch. Lese­tipp! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Die 17-jäh­ri­ge Han­nah ist in tie­fer Trau­er ver­sun­ken. “Alles in mir schmerzt. Es ist die Art von Schmerz, die so stark ist, dass man ihn nicht mehr zei­gen kann, weil er eine Gren­ze über­schrit­ten hat. Die Art, die man nicht her­aus­las­sen kann, weil jeder Schrei, jedes Wort und jede Trä­ne zu wenig wären für ihn.” (Zitat aus “Die Stil­le mei­ner Wor­te” S.11) Han­nah spricht nicht mehr. Sie bringt kein ein­zi­ges Wort mehr her­aus. Seit Izzy tot ist. Ihre Zwil­lings­schwes­ter. Denn nun wird sie nie wie­der ganz sein. “Du bist gegan­gen und du hast so viel mit­ge­nom­men. Es ist, als hät­test du mir mein Wor­te genom­men, mei­ne Spra­che und Stim­me. Als hät­test du mir Weiterlesen!

Alex Gino — George

Alex Gino George28.August 2019

Alex Gino hat mit “Geor­ge” ein ganz außer­ge­wöhn­li­ches Buch geschrie­ben. Eine herz­er­wär­men­de Geschich­te über das Anders­sein und den Mut, zu sich selbst zu ste­hen. Und über ein Tabu­the­ma in der Jugend­li­te­ra­tur: Trans­se­xua­li­tät. Ein Jun­ge, der sich selbst als Mäd­chen fühlt und es eines Tages wagt, dies sei­ner Umwelt zu geste­hen. Authen­tisch und sehr ergrei­fend. Ein Roman, der erzählt wer­den muss­te. Für Jugend­li­che jeg­li­chen Alters (frü­hes­tens ab 10 Jah­ren) und Erwach­se­ne.

Der 10-jäh­ri­ge Geor­ge geht in die 4.Klasse. Manch­mal wäre er ger­ne jemand anders. Irgend­je­mand. Nur nicht er selbst. In der Schu­le wird er von zwei Jun­gen geär­gert. Mit dem einem von ihnen war er sogar ein­mal befreun­det gewe­sen: “He, da heult irgend­ein Mäd­chen wegen einer toten Spin­ne.” “Das ist kein Mäd­chen. Das ist Geor­ge.” “Wo ist da der Unter­schied?” Geläch­ter ertön­te.” (Zitat aus “Geor­ge” S.20) Aber was für die ande­ren nur ein Witz ist, ist für Geor­ge bit­te­rer Ernst. Er fühlt sich tat­säch­lich wie ein Mäd­chen. Bei Video­spie­len mit sei­nem Bru­der wür­de er am liebs­ten die Prin­zes­sin als Figur wäh­len. Er mag rosa, aber kein blau. “Geor­ge hass­te die Jun­gen­toi­let­te. […] hass­te die blau­en Flie­sen an den Wän­den, die einen immer dar­an erin­ner­ten, wo man war, als ob das ange­sichts der Uri­na­le nicht offen­sicht­lich genug wäre. Der gan­ze Raum war aus­schließ­lich für Jun­gen gemacht, und wenn Jun­gen hier waren, dann rede­ten sie stän­dig über das, was zwi­schen ihren Bei­nen war.” (Zitat S.25) Hin­ter sei­nen alten Spiel­sa­chen hat Geor­ge Weiterlesen!

Maren Dammann — Marwani: Mitten ins Herz

22.August 2019

Mar­wa­ni: Mit­ten ins Herz” von der deut­schen Autorin Maren Dam­mann lässt Mäd­chen- und Pfer­de­lieb­ha­ber­her­zen höher schla­gen! Ein Mäd­chen im Roll­stuhl, das nach einem Unfall durch ein unge­zähm­tes Pferd zurück ins Leben fin­det. Ein biss­chen “Ost­wind”, ein biss­chen Lie­bes­ge­schich­te plus das The­ma Behin­de­rung. Unter­halt­sam, ein biss­chen sen­ti­men­tal manch­mal, aber treff­si­cher für die Ziel­grup­pe! Für Mäd­chen ab 11 Jah­ren, die sich nach einer mit­rei­ßen­den Som­mer­lek­tü­re seh­nen.

In dem Leben der jun­gen Mira ist nichts mehr so wie es ein­mal war. Nach einem Auto­un­fall mit ein paar Freun­den spürt sie ihre Bei­ne nicht mehr. “Mach dir kei­ne Hoff­nung. Erspar die die Ent­täu­schung”, hat­te ein Arzt ihr gera­ten und der Phy­sio­the­ra­peut war noch direk­ter gewe­sen: “Stell dich dar­auf ein, dass du dein gan­zes Leben lang auf den Roll­stuhl ange­wie­sen sein wirst.(Zitat aus “Mar­wa­ni: Mit­ten ins Herz” S.21) Da das Woh­nen im drit­ten Stock mit ihrer Behin­de­rung schwer mach­bar ist, zie­hen ihre Eltern mit ihr und Miras jün­ge­ren Schwes­ter Kathie kur­zer­hand… Weiterlesen!

Holly Goldberg Sloan & Meg Wolitzer — An Nachteule von Sternhai

22.Juli 2019

Für den Roman “An Nacht­eu­le von Stern­hai” haben sich zwei groß­ar­ti­ge, ame­ri­ka­ni­sche Autorin­nen zusam­men­ge­tan: Hol­ly Gold­berg Slo­an und Meg Wolit­zer. Her­aus­ge­kom­men ist dabei eine wun­der­ba­re, warm­her­zig erzähl­te Freund­schafts- und Fami­li­en­ge­schich­te über zwei Mäd­chen, die eigent­lich auf kei­nen Fall mit­ein­an­der befreun­det sein wol­len und genau das Gegen­teil errei­chen. Ein aus­ge­spro­chen schö­nes Lese­ver­gnü­gen!! Eine Geschich­te, die ein­fach Spaß zu lesen macht und ein gutes Gefühl hin­ter­lässt. Für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren (super auch noch für 12-jäh­ri­ge!) und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 12-jäh­ri­ge Avery, die in New York lebt, intro­ver­tiert und äußerst klug ist, erhält eines Tages eine höchst selt­sa­me E‑Mail. Von einem Mäd­chen namens Bett, die weit ent­fernt von ihr wohnt, in Kali­for­ni­en und ihre Adres­se über das Inter­net her­aus­ge­fun­den hat. Betreff: “du kennst mich nicht”. Und dar­in ver­kün­det sie, dass ihre jewei­li­gen Väter, mit denen die bei­den Mäd­chen allei­ne woh­nen, ein­an­der wohl auf einer Bau­mes­se in Chi­ca­go ken­nen­ge­lernt haben. “Ich erklä­re dir jetzt nicht, woher ich das weiß, aber jeden­falls SIND DIE BEIDEN SEITDEM EIN PAAR. Was mich eigent­lich nichts angeht, nur dass es mich plötz­lich DOCH WAS ANGEHT, weil mein Vater aus hei­te­rem Him­mel auf die Idee gekom­men istWeiterlesen!

Vera Kissel — Was die Welle nahm

6.Juli 2019

Der Roman “Frei­schwim­men” (im Hard­co­ver: “Was die Wel­le nahm“) von der deut­schen Autorin Vera Kis­sel erzählt die Geschich­te eines Jun­gen auf der Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät, auf der Suche nach der Wahr­heit. Über sei­nen Vater, der bei einem Tsu­na­mi in Thai­land ums Leben kam. Ein ein­fühl­sa­mes Por­trät eines Jugend­li­chen, des­sen Leben sich mit einem Schlag ver­än­dert. Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Ab 12 Jah­ren.

Lukas ist 14. Er lebt in Ber­lin-Neu­kölln und hat zwei Wochen sturm­frei. So lan­ge ist sei­ne Mut­ter mit ihrem Freund am Boden­see. Er muss sich zwar jeden Tag bei ihr mel­den und auch Oma und Opa ab und zu mal einen Besuch abstat­ten, aber ansons­ten hat er alle Frei­hei­ten. Ent­we­der geht er sei­ne täg­li­chen 3000 Meter schwim­men, bas­telt mit einem Freund an des­sen Auto her­um oder denkt an Anni­ka – das Mäd­chen, in das er ver­liebt ist. Doch dann geschieht etwas, das ihn völ­lig aus der Bahn wirft: auf der Suche nach einem The­ma, über das er mit Mathe­crack Anni­ka reden könn­te, greift er zu einem alten Mathe­ma­tik­buch sei­ner Mut­ter, aus dem ein Brief her­aus­fällt. Ein Brief, der mit der Ver­gan­gen­heit sei­nes ver­stor­be­nen Vaters zu tun hat. Sein Vater, über des­sen Tod stets geschwie­gen wur­de. Lukas war damals vier, als er bei einem Tsu­na­mi… Weiterlesen!