Außenseitersein

Dirk Pope — Still!

Kasimira2.Oktober 2020

Still!” ist der neue Roman des deut­schen Autoren Dirk Pope, der aktu­ell für den Deut­schen Jugend­li­te­ra­tur­preis in der Kate­go­rie “Son­der­preis — Neue Talen­te” nomi­niert wur­de. Sein Vor­gän­ger­werk “Abge­fah­ren” muss­te in die­ser Hin­sicht letz­tes Jahr eben­falls dar­an glau­ben;-) War­um die­se Nomi­nie­run­gen gerecht­fer­tigt sind, das kann ich defi­ni­tiv nach­voll­zie­hen: “Still!” ist ein lite­ra­ri­sches Klein­od, eine Geschich­te her­aus­ra­gen­der erzäh­le­ri­scher Qua­li­tät. Ein Roman über das Anders­sein, über das Schwei­gen und über Freund­schaft. Ein Buch abseits des Main­streams — anders, schräg und vor Klug­heit und Raf­fi­nes­se strah­lend. Lese­tipp! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Mari­el­la spricht nicht mehr. Seit sich ihre Eltern getrennt haben. Schon frü­her hat sie nie viel gespro­chen, war mehr so der ein­sil­bi­ge Typ. “Mitt­ler­wei­le ist mir selbst eine Sil­be zu viel. Das hat auch mit mei­nen Eltern zu tun. Oder mit dem, was davon übrig geblie­ben ist. Ein letz­ter Rest, mit dem es nichts zu reden gibt. Und längst bin ich der Kno­ten in der Zun­ge, der ers­te und letz­te Buch­sta­be jedes Schwei­ge­ge­lüb­des, die Meis­te­rin des Still­seins, stil­ler als die schwär­zes­te Nacht, als der tiefs­te Oze­an.” (Zitat aus “Still!” S.10) Doch je lau­ter es zu Hau­se auf­grund der Strei­te­rei­en ihrer Eltern wur­de, des­to lei­ser wur­de Mari­el­la, bis sie irgend­wann gar nicht mehr sprach. Nicht zu Hau­se, nicht in der Schu­le. Nir­gend­wo mehr. Jetzt wohnt sie … Weiterlesen!

John Boyne — Mein Bruder heißt Jessica

Kasimira27.September 2020

Mein Bru­der heißt Jes­si­ca” ist der neu­es­te Roman des iri­schen Best­sel­ler­au­toren John Boy­ne (“Der Jun­ge im gestreif­ten Pyja­ma”). Über ein Tabu­the­ma, das in den letz­ten Jah­ren immer mal wie­der im Jugend­buch auf­taucht: Trans­se­xua­li­tät. Ein Jun­ge, der sich als Mäd­chen fühlt und sich outet. Inter­es­sant und fas­zi­nie­rend, weil nicht aus sei­ner Per­spek­ti­ve, son­dern aus der des jün­ge­ren Bru­ders erzählt. Ein­fühl­sam, mit­rei­ßend und mal wie­der bril­lant geschrie­ben. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Der nun 13-jäh­ri­ge Sam liebt sei­nen Bru­der Jason über alles. Denn Jason, der vier Jah­re älter ist, ist immer für ihn da. Wäh­rend ihre Eltern poli­tisch sehr ein­ge­bun­den sind — die Mut­ter ist Minis­te­rin, der Vater ihr Pri­vat­se­kre­tär — haben sich oft Au-Pairs um die Kin­der geküm­mert. Mei­ne Mut­ter sagt näm­lich, wenn sie ihren Wäh­lern nicht den Vor­rang gibt, ent­schei­den die sich bei der nächs­ten Wahl für die ande­re Par­tei, und dann geht das gan­ze Land vor die Hun­de. Und Dad sagt, es ist wich­tig, dass Mum immer mit einem gewal­ti­gen Vor­sprung gewinnt, wenn sie auf der Kar­rie­re­lei­ter noch wei­ter nach oben klet­tern will.” (Zitat aus “Mein Bru­der heißt Jes­si­ca” S.11) Erst als Sam zehn wur­de, und Jason 14, durf­te er allein… Weiterlesen!

Ava Reed — Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen

Kasimira24.August 2020

Der Roman “AllesNichts. Und ganz viel dazwi­schen” von der deut­schen Autorin Ava Reed ist zugleich ihr per­sön­lichs­tes Buch. Die Autorin, die selbst angibt, unter einer Angst­stö­rung zu lei­den, erzählt die fik­ti­ve Geschich­te eines Mäd­chens, das kurz vor dem Abitur steht und auf ein­mal selt­sa­me Panik­at­ta­cken bekommt. Ein Leben, das aus den Fugen zu gera­ten droht. Ein im Jugend­buch bis­her noch eher sel­te­nes The­ma, bra­vou­rös und meis­ter­haft umge­setzt. Authen­tisch, unheim­lich bewe­gend und mit­rei­ßend geschrie­ben. Ein wich­ti­ges Buch. Lese­tipp! Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Leni hat gera­de die Som­mer­fe­ri­en hin­ter sich gelas­sen und star­tet in das neue Schul­jahr, als ihr auf ein­mal bewusst wird, dass es tat­säch­lich das letz­te Jahr vor ihrem Abitur ist. Die letz­ten Mona­te, um zu ent­schei­den, wohin der Weg ihrer Zukunft sie füh­ren wird. Was sie danach machen wird. Ob sie stu­die­ren oder eine Aus­bil­dung begin­nen oder ver­rei­sen soll. In wel­che Rich­tung ihr Leben gehen wird. Doch Leni kann all die­se Fra­gen ein­fach nicht beant­wor­ten“Ich wünsch­te, in mir wür­de sich auch nur eine Klei­nig­keit for­men, der Ansatz einer Ant­wort, aber da ist nichts als Lee­re. Ich weiß es nicht.” (Zitat aus “Alles. Nichts. Und ganz viel dazwi­schen” S.31) Da ist ein Raum vol­ler Mög­lich­kei­ten vor ihr und gleich­zei­tig eine gro­ße Enge… Weiterlesen!

Will Hill — After the fire

Kasimira24.Juli 2020

Einen wirk­lich bemer­kens­wer­ten Roman hat der bri­ti­sche Autor Will Hill geschrie­ben: “After the fire” wur­de zu Recht mit zahl­rei­chen Prei­sen aus­ge­zeich­net und ent­führt sei­ne Leser in das Leben einer Sek­te, die mit­ten in der Wüs­te lebt. Schreck­li­ches ist dort gesche­hen — es gab ein Feu­er, Schüs­se, zahl­rei­che Tote. Ein jun­ges Mäd­chen, das sich nun in einer Psych­ia­trie befin­det, schafft es erst all­mäh­lich Ver­trau­en zu fas­sen und von ihren Erleb­nis­sen zu erzäh­len. Ein auf­wüh­len­des, unglaub­lich mit­rei­ßen­des Buch, das auf beson­de­re Art und Wei­se erzählt wird. Eine Geschich­te, die in den Bann zieht und die man so schnell nicht mehr ver­ges­sen wird! LESETIPP!! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und vor allem Erwach­se­ne.

Texas. In der Wüs­te. Dort lebt die 17-jäh­ri­ge Moon­beam mit ihren Brü­dern und Schwes­tern. Die Legi­on Got­tes. Ein ein­ge­zäun­te Gelän­de, abge­si­chert von den Gefah­ren von drau­ßen. Hier ist sie in Sicher­heit, so sagt es der Pro­phet. Als sie noch ein klei­nes Kind war, sind ihre Eltern die­ser Glau­bens­ge­mein­schaft bei­getre­ten. Doch ihr Vater ist gestor­ben und ihre Mut­ter ist auch nicht mehr da. Dafür küm­mert sich Father John um sie. Er bekommt Bot­schaf­ten direkt von Gott und gibt sie an sie alle wei­ter. Berei­tet sie vor auf die letz­te gro­ße Schlacht, die bald kom­men wird. Frü­her durf­ten sie nochWeiterlesen!

Kira Gembri — Wenn du dich traust

Kira Gembri Wenn du dich traust27.Mai 2020

Wenn du dich traust” von der deut­schen Autorin Kira Gembri beschäf­tigt sich mit einem The­ma, das in der Jugend­li­te­ra­tur immer mal wie­der auf­taucht: einer Zwangs­stö­rung. Sie lässt hier­bei ein Mäd­chen, wel­ches hier­un­ter lei­det auf einen äußerst chao­ti­schen, kri­mi­nel­len, jun­gen Mann sto­ßen. Lie­bes­ge­schich­te und Selbst­fin­dungs­trip inklu­si­ve. Unter­halt­sam, wit­zig und roman­tisch erzählt. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Frau­en­held und Dro­gen­dea­ler Jay hat sich in einer Psych­ia­trie, in der er sei­ne Sozi­al­stun­den ableis­ten muss, beim Geld­klau­en erwi­schen las­sen. Aus­ge­rech­net von einer Pati­en­tin. Von Lea, die an einer Zwangs­stö­rung lei­det. Immer wie­der muss sie alles Mög­li­che zäh­len, kann manch­mal gar nicht mehr damit auf­hö­ren. Ver­schie­de­ne Ritua­le erlau­ben es ihr nicht eher ins Bett zu gehen, ehe sie bei­spiels­wei­se hun­dert Mal den Herd kon­trol­liert oder sämt­li­che Strom­ste­cker aus ihren Steck­do­sen befreit hat. Stän­dig ver­sucht sie ihre Fami­lie vor allen mög­li­chen Hor­ror­vi­sio­nen, die sie sich aus­malt, zu beschüt­zen. Als sie jedoch in einer Not­si­tua­ti­on nicht ein­mal ihrem klei­nen Bru­der hel­fen kann, weil sie so von ihren Zwän­gen gefan­gen genom­men wird, legen ihre Eltern ihr Nahe sich in eine psych­ia­tri­sche Kli­nik zu bege­ben. Doch dort möch­te Lea nicht sein. Und weil sie auch nicht nach Hau­se zurück­kann, nötigt sie Jay zu einem Deal: Sie ver­rät… Weiterlesen!

Gabriele Clima — Der Sonne nach

Kasimira22.Mai 2020

Der ita­lie­ni­sche Autor Gabrie­le Cli­ma wur­de für sei­nen Roman “Der Son­ne nach” mit dem Ander­sen Pri­ze für das bes­te Jugend­buch aus­ge­zeich­net. Außer­dem schaff­te er es auf die Aus­wahl­lis­te des IBBY (Inter­na­tio­na­les Kura­to­ri­um für das Jugend­buch) als bes­tes Buch über einen behin­der­ten Jun­gen. Ein Road­mo­vie, eine Freund­schafts­ge­schich­te zwi­schen einem Unru­he­stif­ter und einem Jun­gen, der im Roll­stuhl sitzt. Flott und äußerst unter­halt­sam erzählt. Eine kurz­wei­li­ge, rund­her­um gelun­ge­ne Geschich­te, die im Gedächt­nis bleibt. Der Ver­lag wirbt mit “Ziem­lich bes­te Freun­de” für Jugend­li­che — ich sage “ziem­lich bes­te Unter­hal­tung” für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren;-) Und natür­lich für Erwach­se­ne. Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Ab 2021 übri­gens Prü­fungs­lek­tü­re für Haupt- und Real­schu­len.

Der 16-jäh­ri­ge Dario hat mal wie­der Mist gebaut. Eine Tür­klin­ke ist ihm in sei­nem Wut­aus­bruch zum Opfer gefal­len, die Leh­re­rin hat ihn sofort zum Direk­tor geschickt, als er ver­är­gert aus dem Klas­sen­zim­mer gestürmt ist und laut die Türe zuknal­len ließ“Du bist eine Nie­te, Dario, aus dir wird nie was”, hat­te sie zu ihm gesagt. “Das weiß doch jeder, oder? Auch dein Vater. Des­we­gen hat er sich ja davon­ge­macht.” Das hat­te sie zu ihm gesagt, vor der gan­zen Klas­se, ein­fach so, als ob nichts dabei wäre.” (Zitat aus “Der Son­ne nach” S.7) Dass sei­ne ver­hass­te Leh­re­rin in Nie­te nann­te, dar­an war er schon gewöhnt. Aber nun ver­don­nert ihn der Direk­tor … Weiterlesen!

Gabi Kreslehner — Nils geht

Kasimira4.April 2020

Nils geht” ist der neu­es­te Roman der öster­rei­chi­schen Autorin Gabi Kres­leh­ner. Eine kurz­wei­li­ge (144 Sei­ten lan­ge) Geschich­te über Mob­bing, die Fol­gen davon und den Mut, den es braucht, Zivil­cou­ra­ge zu zei­gen. Hin­zu­schau­en anstatt weg­zu­se­hen. Auf beson­de­re Art und Wei­se erzählt. Eine Geschich­te, die auf­rüt­telt und nach­denk­lich macht. Her­vor­ra­gend als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung geeig­net. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Nils ist ein Außen­sei­ter. Wird in der Schu­le geär­gert. Ist das Opfer. Eigent­lich schon immer. “Aber irgend­wie war der Nils immer komisch. Ein klei­ner Wicht, der sich nicht anpas­sen konn­te. Doo­fes Gesicht. Irre Bewe­gun­gen. Und dabei weiß der aber alles. Den kann man fra­gen, was man will, der weiß es. Ich mei­ne, da ist es doch kein Wun­der, dass die ihn schon immer im Visier hat­ten.” (Zitat aus “Nils geht” S.15) Momen­tan beson­ders im Visier hat ihn die Cli­que um den gut aus­se­hen­den, ver­mö­gen­den, aber ego­is­ti­schen Joe. Dazu gehö­ren die elfen­haf­te, wun­der­schö­ne Mila; der mani­pu­lie­ren­de, höchst auf­merk­sa­me, auf­dring­li­che Ras­mus und Fadi, der weiß wie Außen­sei­ter sich füh­len kön­nen, aber trotz­dem mit dem Strom schwimmt. Sie nen­nen ihn… Weiterlesen!

Tom Limes — Voll verkackt ist halb gewonnen

Kasimira13.Februar 2020

Voll ver­kackt ist halb gewon­nen” ist der zwei­te Roman des Köl­ner Autoren Tom Limes. Ein Roman über Schul­ver­sa­ger und eine letz­te ret­ten­de Qua­li­fi­ka­ti­ons­maß­nah­me, in die 4 Jugend­li­che gesteckt wer­den, die auf­ge­hört haben an ihre Träu­me zu glau­ben und die Grün­de dafür, war­um ihr Leben so schwer gewor­den ist, in ein Video packen um mit allen abzu­rech­nen. Und dann doch plötz­lich wie­der Hoff­nung schöp­fen. Flott erzählt und äußerst authen­tisch. Der Autor, der seit Jahr­zehn­ten als Coach mit schul­ge­plag­ten Jugend­li­chen arbei­tet, weiß genau, wovon er schreibt. Eine Geschich­te, die Mut macht! Für Mathe-Muf­fel, Schul­has­ser, Träu­me­ver­lie­rer und für alle ande­ren Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne. Nun neu als Taschen­buch erschie­nen.

Der 17-jäh­ri­ge Juli­an war mal im Gym­na­si­um gewe­sen. Doch nun hat er nicht ein­mal mehr sei­nen Haupt­schul­ab­schluss geschafft. Vor allem mit Mathe­ma­tik steht er auf dem Kriegs­fuß. “Ab der Sieb­ten buch­te ich in Mathe ein sta­bi­les Sech­ser­abo und bei einem der­ma­ßen nied­ri­gen mathe­ma­ti­schen Tief­flug konn­te mein so oft gelob­tes “sprach­li­ches Talent” auf Dau­er eben auch nichts mehr wett­ma­chen.” (Zitat aus “Voll ver­kackt ist halb gewon­nen” S.8) Egal wie oft er es ver­sucht hat, auch mit Hil­fe von Leh­rern und The­ra­peu­ten, er ver­steht die Welt derWeiterlesen!

Tahereh Mafi — Wie du mich siehst

Kasimira7.Dezem­ber 2019

Die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Taher­eh Mafi hat nach ihrer dys­to­pi­schen Erfolgs­rei­he “Ich fürch­te mich nicht” ein sehr per­sön­li­ches Buch her­aus­ge­bracht: “Wie du mich siehst” ist ein Roman, der ein Mäd­chen in den Mit­tel­punkt stellt, das eben­so wie sie ira­ni­scher Abstam­mung ist und in ihrem ame­ri­ka­ni­schen All­tag wegen des Tra­gen eines Kopf­tuchs unter Vor­ur­tei­len, Hass und Dis­kri­mi­nie­rung lei­det. Break­dance und eine ers­te Lie­be hel­fen ihr mit all dem bes­ser zurecht­zu­kom­men. Eine außer­or­dent­lich schön erzähl­te Geschich­te — ein wich­ti­ges Buch über Tole­ranz und Frem­den­feind­lich­keit. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Shirin ist Mus­li­ma. Ihre Fami­lie stammt aus dem Iran. Doch sie und ihr älte­rer Bru­der Navid wur­den in Ame­ri­ka gebo­ren. Aber weil sie ein Kopf­tuch trägt, wird Shirin in der Schu­le oft ange­gan­gen. Gera­de dass ihre Fami­lie häu­fig umzieht, führt nicht unbe­dingt dazu, dass es für sie im All­tag leich­ter wird. “Es mach­te mich wütend, weil ich wuss­te, wie lang mei­ne Mit­schü­ler brau­chen wür­den, bis sie end­lich ein­sa­hen, dass ich nicht gemein­ge­fähr­lich war und dass man vor mir kei­ne Angst haben muss­te. Es mach­te mich wütend, weil ich wuss­te, wie unfass­bar vielWeiterlesen!

Lucinde Hutzenlaub — Ich bin V wie Vincent

8.September 2019

Die deut­sche Autorin Lucin­de Hutzen­laub hat mit “Ich bin V wie Vin­cent” einen Roman geschrie­ben, der sich auf bewe­gen­de Art und Wei­se mit dem The­ma Mob­bing aus­ein­an­der­setzt. Ein Jun­ge, der nach einem Umzug als Neu­er in der Klas­se zum Außen­sei­ter wird und durch eine beson­de­re Metho­de es schafft auf die­se Miss­stän­de auf­merk­sam zu machen. Ein wich­ti­ges Buch, das Mut macht, zu sich selbst zu ste­hen, den Mund auf­zu­ma­chen und sich nicht unter­krie­gen zu las­sen! Unter­halt­sam und mit­rei­ßend geschrie­ben. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Der 16-jäh­ri­ge Milo ist nicht wirk­lich glück­lich dar­über mit sei­ner Fami­lie von Nami­bia, wo er auf eine deut­sche Schu­le gegan­gen ist, nun gleich ganz nach Deutsch­land zu zie­hen. Doch sein Vater hat sei­nen Job als Inge­nieur ver­lo­ren und jetzt steht ein beruf­li­cher Neu­an­fang bevor. Milo ver­misst sei­ne Freun­de, das regel­mä­ßi­ge Bas­ket­ball­spie­len unter der Son­ne Afri­kas und über­haupt hat er sich das Leben hier ganz anders vor­ge­stellt. Denn in der Schu­le trifft er auf Max. Max, der in sei­ne Klas­se geht und ihm den Schul­all­tag bald zur Höl­le macht. “Oh Gott. In was war er da nur rein­ge­ra­ten? Eines war auf jeden Fall völ­lig klar: Sie hat­tenWeiterlesen!