Monatliches Archiv: April 2023

Kelly Oram — Starburst Effect

29.April 2023

Star­burst Effect” ist mitt­ler­wei­le der neun­te (ins Deut­sche über­setz­te) Roman der ame­ri­ka­ni­schen Best­sel­ler­au­torin Kel­ly Oram, die vor allem durch ihre “Cin­der & Ella”-Rei­he erfolg­reich wur­de. Im Mit­tel­punkt steht ein jun­ges Mäd­chen, wel­ches in der Schu­le beson­ders von ihrem Nach­barn gemobbt wird und zur Außen­sei­te­rin gewor­den ist. Doch als jener Nach­bar nach einem Sport­un­fall gesund­heit­lich ein­ge­schränkt ist und selbst zum Außen­sei­ter wird, kom­men die bei­den sich uner­war­tet näher… Eine Geschich­te über das Ver­zei­hen, über Aus­gren­zung und Mob­bing und der Suche nach sei­nem eige­nen Platz in der Gesell­schaft. Ein herz­er­grei­fen­der, schön emo­tio­nal erzähl­ter Roman, der Spaß zu lesen macht, auch wenn er im Mit­tel­teil ein wenig an Dra­ma­tik ver­liert. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Lilys Leben steht Kopf. Ihr Schwarm hat sie wegen einer ande­ren sit­zen­ge­las­sen, obwohl er sie erst vor Kur­zem das ers­te Mal geküsst hat. Ihre Eltern strei­ten stän­dig, schmei­ßen sogar Geschirr nach­ein­an­der. Und Lily muss des Öfte­ren auf ihren klei­nen Bru­der auf­pas­sen. Und dann gibt es da noch ihren Nach­barn Noah. Schon seit sie neun Jah­re alt waren, sind sie Nach­barn. “Noah sieht wirk­lich unglaub­lich gut aus — groß, brei­te Schul­tern, ein Six­pack, ein­dring­li­che bern­stein­far­be­ne Augen, dich­tes gold-brau­nes Haar, Wan­gen­kno­chen mit denen man Glas schnei­den könn­te, und Lip­pen, die einen davon träu­men las­sen, sie zu küs­sen. Außer­dem ist er ein wan­deln­des Kli­schee. Er ist der Star-Quar­ter­back, der mit der Anfüh­re­rin der Cheer­lea­de­rin­nen zusam­men ist, der belieb­tes­te Jun­ge der Schu­le, arro­gant, unhöf­lich, selbst­ver­liebt und ein ech­ter Tyrann.” (Zitat aus “Star­burst Effect” S.9). Noah ärgert Lily und mobbt sie zusam­men mit sei­nen Freun­den. Nutzt jede GelegenheitWeiterlesen!

Jay McLean — Be my first

22.April 2023

Be my first” ist der ers­te Teil der zwei­bän­di­gen New-Adult-Romance der aus­tra­li­schen Autorin Jay McLean. Im Mit­tel­punkt ein ange­hen­der Bas­ket­ball­bar-Star, der um sei­nen Traum kämpft und eine jun­ge Frau, die sich um ihre trau­ma­ti­sier­te und kran­ke Mut­ter küm­mern muss und für die Lie­be eigent­lich kei­nen Platz in ihrem Leben hat. Ein Roman mit erns­ten The­men, emo­tio­na­len Momen­ten, aber lei­der auch eini­gen erzäh­le­ri­schen Schwä­chen. Ein Auf­takt einer Rei­he, der mich etwas zwie­ge­spal­ten zurück­ge­las­sen hat. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Con­nor hat gro­ße Träu­me. Er will Pro­fi-Bas­ket­bal­ler wer­den. Mit sei­nem Vater ist er extra in einen ande­ren Bun­des­staat gezo­gen, weil sein Agent ihm dazu gera­ten hat. “Alles, was ich tun muss, ist zur Schu­le gehen, Bas­ket­ball spie­len und mei­nen Noten­durch­schnitt zu hal­ten — dann wird Ross dafür sor­gen, dass ich ein Sti­pe­di­um an einem der bes­ten D‑1-Col­leges bekom­me. Vier Jah­re. Col­lege­ab­schluss. NBA. Das Ziel: NBA-Fina­le.” (Zitat aus “Be my first” S.19) Doch er hat etwas Schwie­rig­kei­ten auf der neu­en Schu­le Anschluss zu fin­den, in sei­ner Bas­ket­ball­mann­schaft. Auch die Mäd­chen spie­len irgend­wie in einer ganz ande­ren Liga. “Wenn ich ehr­lich bin, füh­le ich mich hier ein­fach nur fehl am Platz, und jeden Mor­gen, wenn ich auf­wa­che, habe ich das Gefühl zu ertrin­ken.” (Zitat S.33) Bis er auf Ava trifft, die… Weiterlesen!

Ruth Stiller — Almost true crime: Wer nicht liebt, muss sterben

10.April 2023

Almost True Crime: Wer nicht liebt muss ster­ben”  von der deut­schen Autorin Ruth Stil­ler ist der Auf­takt einer neue True-Crime-Rei­he des Thie­ne­mann Ver­lags. In sich abge­schlos­se­ne Bän­de, die Geschich­ten erzäh­len, die auf wah­ren Bege­ben­hei­ten beru­hen, aber mit jede Men­ge Fik­ti­on ange­rei­chert wur­den. In die­sem Buch steht die Lie­be zwei­er höchst unter­schied­li­cher Mäd­chen im Vor­der­grund, die sich gemein­sam in der Spray­er-Sze­ne bewe­gen und von denen eine ster­ben wird. Die Hin­ter­grün­de hier­zu dür­fen die Leser*innen lang­sam ent­rät­seln. Unter­halt­sam — eine sorg­fäl­ti­ge Mileu­stu­die ver­schie­de­ner gesell­schaft­li­cher Schich­ten, die auf­ein­an­der­tref­fen. Wenn Jugend­li­che mor­den… Lei­der aktu­el­ler denn je. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 16-jäh­ri­ge Maja ist unglück­lich, weil ihre bes­te Freun­din Drie­ke weg­ge­zo­gen ist. “Maja ver­ließ das Haus nicht mehr. War­um auch? Drie­ke war weg. Es gab dort drau­ßen also nichts und nie­man­den, der es wert gewe­sen wäre.” (Zitat aus “Wer nicht liebt, muss ster­ben” S.6) Sie geht nur noch zur Schu­le und dann gleich wie­der nach Hau­se. Ihr Zim­mer hat sie schwarz ange­malt. Sie hasst Men­schen. Bleibt am liebs­ten für sich. Ihre Eltern füh­ren ein luxu­riö­ses Hotel, sind stän­dig am Arbei­ten. Nur ihre Mut­ter hat ab und zu Migrä­ne, dann muss Maja sich um sie küm­mern. “Ihr Vater hat­te dafür sel­ten Zeit. Sein indi­vi­du­el­les Nobel­ho­tel stand in den Rei­se­füh­rern, sein Gesicht für Qua­li­tät und den immer glei­chen Stand­art. Prä­senz war gefragt.” (Zitat S.8ff) Doch dann kommt eine neue Mitschülerin… Weiterlesen!

Eloy Moreno — Unsichtbar

8.April 2023

Der spa­ni­sche, preis­ge­krön­te Autor Eloy Moreno hat mit “Unsicht­bar” einen Roman geschrie­ben, der unver­gess­lich sein wird — hat man ihn ein­mal gele­sen! Er setzt ein wich­ti­ges Zei­chen im Kampf gegen Mob­bing, für Zivil­cou­ra­ge und für akti­ves Han­deln, anstatt weg­zu­se­hen. Dazu stellt der Autor die Lei­dens­ge­schi­che eines namen­lo­sen Jun­gen in den Mit­tel­punkt, der in der Schu­le gemobbt wird. Zu Beginn der Geschich­te weiß man bereits, dass es einen Unfall gab, dass er nun im Kran­ken­haus ist und alle Gescheh­nis­se nun nach und nach auf­ge­deckt wer­den. Was ist wirk­lich pas­siert? Mit die­sem Jun­gen, der die Fähig­keit ent­wi­ckeln muss­te unsicht­bar zu wer­den und nun plötz­lich wie­der sicht­bar ist? Ein tra­gi­scher, unheim­lich ergrei­fen­der, auf kla­re, nüch­ter­ne Art erzähl­ter Roman, der zu Her­zen geht, der an die Sub­stanz geht, der zer­stört und heilt, glei­cher­ma­ßen. Ein unfass­bar wich­ti­ges Buch. Eines, das geschrie­ben wer­den muss­te — und eines, das vor allem gele­sen wer­den muss! Her­vor­ra­gend als Unter­richts­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung geeig­net oder um sich mit der Mob­bing-The­ma­tik aus­ein­an­der­zu­set­zen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Der namen­lo­se Jun­ge hat einen Unfall gehabt. Jetzt ist er im Kran­ken­haus. “An alles, was in den Wochen vor dem Unfall pas­siert ist, kann ich mich genau erin­nern, aber an nichts, was seit­her pas­siert ist. Ab und zu kom­men Sin­nes­ein­drü­cke: das Gefühl zu ertrin­ken, durch die Luft zu flie­gen, dass jemand mir Feu­er in den Mund steckt, ein Geräusch, das alles ande­re über­tönt.” (Zitat aus “Unsicht­bar” S.23) Jetzt ist er in sei­nem Kran­ken­zim­mer auf­ge­wacht, soll wohl zwei Tage am Stück geschla­fen haben. Er hat eine Ver­let­zung am Kopf, im Gesicht, sie haben sei­ne Haa­re weg­schnei­den müs­sen. Nun soll auch noch ein Psy­cho­lo­ge kom­men und mit ihm spre­chen. Vor dem möch­te er am liebs­ten so tun, als wäre er ganz… Weiterlesen!

Franzi Kopka — Gameshow: Der Preis der Gier

4.April 2023

Game­show: Der Preis der Gier” ist das Debüt der deut­schen Autorin Fran­zi Kop­ka. Ein dys­to­pi­scher Roman, der in eine Welt in der Zukunft ent­führt, in wel­cher Wett­spie­le hoch im Kurs ste­hen und Klas­sen­un­ter­schie­de durch hohen Ein­satz über­wun­den wer­den kön­nen. Ver­liert man, kann man jedoch auch ganz tief fal­len und selbst zur Spiel­fi­gur in einer Are­na wer­den und mit dem eige­nen Leben bezah­len. Die “Casi­no-Ver­si­on” von “Tri­bu­te von Panem” — ein viel­ver­spre­chen­der Auf­takt einer zwei­tei­li­gen Rei­he. Eine Geschich­te über mensch­li­che Gier. Ein äußerst fas­zi­nie­ren­des, ein­falls­rei­ches Set­ting mit jeder Men­ge Span­nung! Für taf­fe Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

New Lon­don. Im Jahr 2126. Hier lebt die 17-jäh­ri­ge Cass mit ihrem Vater in der rela­tiv luxoriö­sen Pla­tin-Zone. Die Men­schen sind in unter­schied­li­che Klas­sen ein­ge­teilt, je nach­dem wie vie­le Coins sie besit­zen, bezie­hungs­wei­se sich durch Wet­ten erspielt haben. Das höchs­te Ziel: die wei­ße Zone. Dort­hin hat es jetzt auch end­lich Cass’ bes­te Freun­din Eli­za mit ihrer Fami­lie geschafft, von der sie sich bald ver­ab­schie­den muss. “Ich weiß, dass ich mich freu­en soll­te. Eli­zas Eltern haben geschafft, wonach wir alle stre­ben. Sie haben genug Coins erspielt, um sich ein Ticket für die wei­ße Zone kau­fen zu kön­nen. In einer Woche wird Eli­za das Leben als Gam­ble­rin hin­ter sich las­sen, alle blu­ti­gen Wet­ten, aber auch mich. (Zitat S.14) Das neu erschaf­fe­ne Lon­don lebt vom Wett­ge­schäft. Sein erspiel­tes Ver­mö­gen trägt man direkt aufWeiterlesen!

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