Monatliches Archiv: April 2021

Kerstin Gulden — Fair Play: Spiel mit, sonst verlierst du alles!

Kasimira25.April 2021

Fair Play: Spiel mit, sonst ver­lierst du alles!” ist das ers­te Jugend­buch der deut­schen Autorin Kers­tin Gul­den. Es stellt ein inter­es­san­tes Expe­ri­ment in den Vor­der­grund: eine Schul­klas­se nimmt an einem Wett­be­werb teil und ent­wi­ckelt eine App, die jeder Schü­ler sich her­un­ter­la­den kann, um ein umwelt­freund­li­ches Leben zu füh­ren. Über­zieht man sein Punk­te­kon­to mit all­zu vie­len umwelt­schäd­li­chen Aktio­nen, leuch­tet es rot und jeder kann es sehen! Ein Pro­jekt, das durch ent­ste­hen­de Grup­pen­dy­na­mi­ken, Aus­gren­zung und Mani­pu­la­ti­on all­mäh­lich außer Kon­trol­le gerät… Ein span­nen­der und mit einem bri­san­ten und wich­ti­gen The­ma aus­ge­stat­te­ten Thril­ler, der für eini­gen Gesprächs­stoff sorgt. Ide­al auch als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung. “Die Wel­le” meets “Ere­bos”, plus eine gro­ße Por­ti­on Umwelt­schutz! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Es ist die Idee der 17-jäh­ri­gen Kera. Eine Idee, die eine gan­ze Klas­se, eine gan­ze Schu­le auf den Kopf stel­len wird. Denn ihre Klas­se nimmt an einem För­der­wett­be­werb des Ber­li­ner Senats für die gym­na­sia­le Ober­stu­fe teil. The­ma: Wie man die Umwelt­kri­se lösen kann. Das Pro­jekt muss über drei Mona­te hin­weg lau­fen. “Das ist unser Expe­ri­ment!”, sage ich und mein Herz schlägt immer schnel­ler. “Wir machen sie sicht­bar. Auf unse­ren Social-Media-Sei­ten. Wenn mit einem Blick zu erken­nen ist, wie sehr jeder Ein­zel­ne von uns die Umwelt belas­tet… rei­ßen wir uns dann zusam­men?” (Zitat S.14) Wil­de Dis­kus­sio­nen bre­chen aus, doch ein Mit­schü­ler, der tat­säch­lich das tech­ni­sche Know-How besitzt, traut sichWeiterlesen!

Alexandra Kui — Trügerischer Sog

Kasimira21.April 2021

Trü­ge­ri­scher Sog” ist ein Thril­ler der deut­schen Autorin Alex­an­dra Kui. Sie ent­führt ihre Leser an die Nord­see, auf eine abge­le­ge­ne Insel. Dort soll eine unhar­mo­ni­sche Schul­klas­se von einer Leh­re­rin wie­der auf Spur gebracht wer­den. Eine Klas­sen­fahrt, auf der eine unge­woll­te Eigen­dy­na­mik ent­steht. Eine Geschich­te über Mob­bing, Mani­pu­la­ti­on und Macht. Mit­rei­ßend und unter­halt­sam geschrie­ben, aber auch hef­tig und ein biss­chen düs­ter. Für Jugend­li­che (Jungs & Mäd­chen glei­cher­ma­ßen) ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Kim schwärmt nicht nur heim­lich für sei­ne Mit­schü­le­rin Sara - die noch nicht all­zu lan­ge an ihrer Schu­le ist — son­dern ein wenig auch für sei­ne Klas­sen­leh­re­rin Frau Hop­pe. Das, obwohl bei­de ihn nicht wirk­lich bemer­ken. Im Unter­richt hat er Sara jedoch genau im Blick­feld: “Vor allem in den lang­wei­li­gen Stun­den muss­te ich mir größ­te Mühe geben, nicht dau­ernd ihre lan­gen Haa­re anzu­star­ren, die wie Wei­zen in der Son­ne glänz­ten, wenn sie sie lachend zurück­warf. Zum ande­ren, weil ich unab­hän­gig von mei­ner Ver­knallt­heit eine Hei­den­angst vor ihr hat­te. Das ging es mir wie allen ande­ren.” (Zitat aus “Trü­ge­ri­scher Sog” S.16) Denn Sara gibt in der Klas­se den Ton an, hat alle Mit­schü­ler im Griff. Sie kann bös­ar­tig und intri­gant sein. Hat sich längst mit den Anfüh­rern der Klasse… Weiterlesen!

Sarah Alderson — Everything we feel

Kasimira18.April 2021

Auf Roma­ne der bri­ti­schen Autorin Sarah Alder­son freue ich mich per­sön­lich immer sehr! Ihr neus­tes Buch heißt “Ever­ything we feel” und zeigt erneut, war­um sich die­se Autorin sich ein­fach zu lesen lohnt. Eine Lie­bes­ge­schich­te, die ein jun­ges Mäd­chen in den Mit­tel­punkt stellt, deren Fami­lie vor dem gewalt­tä­ti­gen Vater auf der Flucht ist und die sich uner­war­tet ver­liebt. Gefühl­voll, mit­rei­ßend und nie­mals kit­schig! Bes­te Unter­hal­tung für Romantiker*innen! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Las Vegas. Hier lebt die 18-jäh­ri­ge Zoey mit ihrer Fami­lie. Mit ihrer labi­len Mut­ter, der es gera­de erst wie­der ein wenig bes­ser geht und ihren bei­den jün­ge­ren Geschwis­tern Kate und Cole. Wir haben einen neu­en Nach­na­men ange­nom­men und sind an einen Ort gezo­gen, an dem uns nie­mand kennt, bis auf Chris­sy, die Moms Schwes­ter ist. Kei­ner von uns hat Social-Media-Accounts, mit Aus­nah­me von Kate, die aber einen fal­schen Namen nutzt und alle Ein­stel­lun­gen auf pri­vat gesetzt hat. Sie weiß, wie wich­tig das ist.” (Zitat aus “Ever­ything wie feel” S.31) Denn es las­tet eine schwe­re Ver­gan­gen­heit auf der Fami­lie, die Zoeys gewalt­tä­ti­gen Vater schließ­lich hin­ter Git­ter gebracht hat. Lan­ge Zeit hat er, der bei der Poli­zei arbei­te­te, die Fami­lie ter­ro­ri­siert und es unter den Tisch keh­ren kön­nen. Bis er ihre Mut­ter fast… Weiterlesen!

Manuela Inusa — Morgen und die Ewigkeit danach

Kasimira15.April 2021

Mor­gen und die Ewig­keit danach” ist der ers­te in einem gro­ßen Publi­kums­ver­lag erschei­nen­de Jugend­ro­man der deut­schen Best­sel­ler­au­torin Manue­la Inu­sa, die beson­ders mit ihrer “Vale­rie Lane”-Rei­he für Erwach­se­ne bekannt wur­de. Die Geschich­te eines Mäd­chens, die nach einem Sui­zid­ver­such in einer Kli­nik lan­det und auf­ge­hört hat zu spre­chen. Die Begeg­nung mit einem Jun­gen, der mehr­mals ver­sucht hat sich das Leben zu neh­men, gibt ihr neue Hoff­nung. Ein schmerz­vol­ler, aber sehr sen­si­bel und gefühl­voll erzähl­ter Roman, der sei­ne Prot­ago­nis­ten ernst nimmt. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 16-jäh­ri­ge Natha­lie hat ver­sucht sich das Leben zu neh­men. Mit Schlaf­ta­blet­ten. Doch sie wur­de recht­zei­tig gefun­den und ist jetzt in einer psych­ia­tri­schen Kli­nik gelan­det. Seit fünf­und­neun­zig Tagen hat sie kein Wort mehr gespro­chen. “Ich kann nicht. Wenn ich rede, wür­de ich mich viel­leicht wie ein leben­di­ges Wesen füh­len, und das will ich nicht. Inner­lich tot, das will ich sein. Ich habe nichts ande­res ver­dient. Ich bin tot seit dem Abend, an dem mein klei­ner Bru­der Hen­ry starb. An dem ich ihn ster­ben sah.” (Zitat aus “Mor­gen und die Ewig­keit danach” S.13) Ihre zwei bes­ten Freun­de, ihre Mut­ter, ihr Stief­va­ter, ihr leib­li­cher Vater, kei­ner kommt mehr an sie her­an. Denn ihr klei­ner Bru­der HenryWeiterlesen!

Jenn Bennett — Wiedersehen mit Lucky

Kasimira13.April 2021

Wie­der­se­hen mit Lucky” ist der neu­es­te Roman der in Deutsch­land zwar gebo­re­nen, aber in Ame­ri­ka leben­den Autorin Jenn Ben­nett. Eine Lie­bes­ge­schich­te, die zwei alte, ehe­mals bes­te Freun­de nach eini­gen Jah­ren wie­der auf­ein­an­der­tref­fen lässt. Als Kin­der waren Josie und Lucky unzer­trenn­lich, doch dazwi­schen ist viel pas­siert. Jetzt sind sich völ­lig fremd und sind erwach­sen gewor­den. Kann das was wer­den zwi­schen den bei­den? Aber auf Josies Fami­lie lan­det schein­bar ein Lie­bes­fluch… Eine herz­er­wär­men­de, wun­der­schö­ne Wohl­fühl-Lek­tü­re! Mit facet­ten­rei­chen Cha­rak­te­ren, schö­nen Dia­lo­gen und jeder Men­ge Tief­gang. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 17-jäh­ri­ge Josie hat ein tur­bu­len­tes Leben hin­ter sich. “Ihr müsst wis­sen, mei­ne Mut­ter und ich zie­hen oft um. Und mit oft mei­ne ich sie­ben Umzü­ge in den letz­ten fünf Jah­ren.. die Ost­küs­te hoch und run­ter, sie­ben ver­schie­de­ne Städ­te. Wir sind Pro­fis. Und hau­en schnel­ler aus einer Stadt ab als ein Mafio­so, dem jemand gesteckt hat, dass gleich die Cops vor sei­ner Tür ste­hen.” (Zitat aus “Wie­der­se­hen mit Lucky” S.8) Josies Mut­ter ist nie da, wenn sie sie braucht, hat stän­dig wech­seln­de Män­ner­be­kannt­schaf­ten, mit denen sie sich ver­gnügt. Ihre Arbeit als Buch­händ­le­rin wech­selt sie auch immer wie­der ger­ne, ihrem letz­ten Chef schrieb sie, er sol­le sich sei­nen Job in den Arsch schie­ben. Doch jetzt zie­hen die beiden… Weiterlesen!

Kathrine Nedrejord — Was Sara verbirgt

Kasimira8.April 2021

Was Sara ver­birgt” ist der zwei­te Roman der nor­we­gi­schen (und sami­schen) Autorin Kath­ri­ne Nedre­jord, der ins Deut­sche über­setzt wur­de. Erneut setzt sie die Geschich­te einer Freund­schaft in den Mit­tel­punkt, die auf eine har­te Belas­tungs­pro­be gestellt wird, als eines der bei­den Mäd­chen ver­ge­wal­tigt wird, aber nicht ver­ra­ten will, wer es gewe­sen ist. Eine Suche nach der Wahr­heit, eine Aus­ein­an­der­set­zung mit Scham und dem Wunsch zu ver­drän­gen. Ein wich­ti­ger Bei­trag zu #metoo, ein wich­ti­ges Buch, um Mut zu machen! Kurz­wei­lig (gera­de mal 154 Sei­ten), aber inten­siv und sehr berüh­rend zu lesen! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Karas­jok. Nor­we­gen. Laj­la und Sara sind bes­te Freun­din­nen. Auch wenn sie sehr unter­schied­lich sind. Sara ist “…klein und dun­kel­haa­rig, und ihre Erschei­nung hat etwas bei­na­he Feind­se­li­ges. Ich bin groß und blond und läch­le meis­tens, jeden­falls solan­ge wir die Spie­le gewin­nen.” (Zitat aus “Was Sara ver­birgt” S.10). Laj­la spielt Fuß­ball und Sara Gitar­re. Doch sie stam­men bei­de aus einer Fami­lie, in der die Müt­ter Sámi mit noma­di­schem Lebens­til sind. Ihre jewei­li­gen Väter hin­ge­gen sind schon immer sess­haft gewe­sen. “Die Noma­den gegen die Sess­haf­ten, und die Sess­haf­ten gegen die Noma­den. Sara und ich sind weder das eine noch das ande­re.” (Zitat S.10) Und hal­ten des­halb umso stär­ker zusam­men, auch in den Fron­ten, die sich zuwei­len in ihrem Schul­all­tag gebil­det haben. Ohne Sara wür­de LajlaWeiterlesen!

Elisabeth Herrmann — Ravna: Tod in der Arktis

Kasimira6.April 2021

Rav­na: Tod in der Ark­tis” ist der neu­es­te All-Age-Thril­ler der deut­schen Autorin Eli­sa­beth Herr­mann, die einen außer­ge­wöhn­li­chen Hand­lungs­ort für ihre Geschich­te gewählt hat: sie ent­führt ihre Leser nach Nor­we­gen in die Ark­tis. Als dort ein Mord pas­siert, wird das Leben einer jun­gen Frau, die gera­de als Poli­zei­prak­ti­kan­tin ihren Dienst ange­tre­ten hat, völ­lig auf den Kopf gestellt. Mit sprö­den, eigen­wil­li­gen Cha­rak­te­ren, gewal­ti­gen Land­schaf­ten und einer ganz beson­de­ren (sami­schen) Kul­tur. Fas­zi­nie­rend, anders und sehr unter­halt­sam. Mal ein ganz ande­rer Thril­ler! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Var­dø. Eine Stadt in Nor­we­gen. Weit über dem Polar­kreis der Ark­tis. Hier lebt die jun­ge Rav­na, die sich eben­so wie ihre Schwes­ter Inga gegen die sami­sche Tra­di­ti­on — sich um die Ren­tier­her­den der Fami­lie zu küm­mern — ent­schie­den hat. Nun beginnt sie ein Prak­ti­kum auf der Poli­zei­sta­ti­on in Var­dø. Auch wenn sie dort einen schwe­ren Start hat: “Alle kann­ten sich. Und des­halb wuss­ten sie auch, wer Rav­na war. Woher sie kam und dass sie zu denen gehör­te, denen man bes­ser erst ein­mal gar nichts zutrau­te.” (Zitat aus “Rav­na: Tod in der Ark­tis” S.11ff) Doch es lie­gen nur sechs Wochen Prak­ti­kum vor ihr, ehe sie ihrer Schwes­ter, die bereits nach Oslo gegan­gen ist, fol­gen wird. Dort war­ten dann drei Jah­re Poli­zei­schu­le auf sie. Nicht damit gerech­net hat Rav­na jedoch, dass sie gleich an ihrem ers­ten Tag… Weiterlesen!

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