Ab 16 Jahren

Lou Allori — Rotes Licht, grünes Licht: Wie weit würdest du gehen?

Kasimira3.Oktober 2022

Die fran­zö­si­sche Autorin Lou All­ori hat den Roman “Rotes Licht, grü­nes Licht: Wie weit wür­dest du gehen?” geschrie­ben, in Anleh­nung an die Erfolgs­se­rie Squid Game”eine Art Fan­fic­tion. Ein Jun­ge, der aus Geld­pro­ble­men her­aus an einem Spiel teil­nimmt, das mit einer gro­ßen Sum­me Geld lockt. Alle Teil­neh­mer tre­ten in ein­fa­chen Kin­der­spie­len gegen­ein­an­der an. Was sie jedoch nicht wis­sen, wer ver­liert, schei­det nicht nur aus dem Spiel aus, son­dern bezahlt auch mit dem Leben. Hef­tig und bru­tal. Soli­de erzählt — die Jugend­buch­ver­si­on mit ande­ren Spie­len als in der Serie, bleibt frü­hes­tens ab 16 Jah­ren emp­foh­len und für Erwach­se­ne, die nicht gera­de zart besai­tet sind.

Frank­reich. Will geht auf eine her­vor­ra­gen­de Uni­ver­si­tät. “Die Uni ist renom­miert. Sie ist die bes­te des Lan­des, und Stu­die­ren­de aus der gan­zen Welt rei­ßen sich dar­um, hier ihren Abschluss zu machen” (Zitat aus “Rotes Licht, grü­nes Licht: Wie weit wür­dest du gehen?” S.9) Er stu­diert dort BWL. Ist im zwei­ten Jahr. Doch er gehört nicht wirk­lich dazu. Wird von den ande­ren, meist rei­chen Stu­den­ten nicht akzep­tiert: “Wir­re brau­ne Locken, Aknen­ar­ben im Gesicht, […] blas­se Haut. Ein Spar­gel­tar­zan[…]. Mei­ne Kom­mi­li­to­nen ver­glei­chen sich mit mir und füh­len sich plötz­lich stark, gut aus­se­hend und wahr­schein­lich noch rei­cher, als sie es ohne­hin schon sind. Ihnen genügt ein Blick, um zu wis­sen, dass wir nicht in der­sel­ben Liga spie­len. Dass sie mich zer­drü­cken kön­nen wie ein läs­ti­ges Insekt.” (Zitat S.10) Will jobbt in einem Café und führt am Wochen­en­de Hun­de aus. Auch sei­ne Mut­ter hat meh­re­re Jobs. Sie ist allein­er­zie­hend und Will hat außer ihr keine… Weiterlesen!

Antonia Michaelis — Im Schatten des Märchenerzählers

Kasimira21.August 2022

Dass es von dem Best­sel­ler “Der Mär­chen­er­zäh­ler” eine Fort­set­zung geben würde, damit hät­te ich nie­mals gerech­net. Doch hier ist sie: “Im Schat­ten des Mär­chen­er­zäh­lers”, geschrie­ben von der deut­schen Autorin Anto­nia Michae­lis. Dies­mal steht Abels Sohn Eli­as im Mit­tel­punkt der Geschich­te. Er beob­ach­tet sei­ne Mut­ter, wie sie Brie­fe schreibt, an Abels Grab depo­niert und auch wel­che erhält. Lebt sein Vater etwa doch noch? Dann taucht plötz­lich wie­der ein neu­es Mär­chen auf und es gibt den ers­ten Toten… Sprach­ge­wal­tig und geheim­nis­voll — die­ses Buch übt eine gro­ße Fas­zi­na­ti­on aus und zieht sei­ne Leser erneut in einen Bann. Von einer Meis­te­rin des Erzäh­lens. Eine Lie­bes­ge­schich­te, ein Mär­chen, ein Thril­ler und so viel mehr. Bril­lan­te, anspruchs­vol­le Lite­ra­tur für Leser ab 16 Jah­ren und Erwach­se­ne, die bereit sind sich auf außer­ge­wöhn­li­che Geschich­ten einzulassen.

Der 17-jäh­ri­ge Eli­as hat sei­nen Vater Abel nie ken­nen­ge­lernt. “Sein Vater hat­te Mär­chen erzählt. Aber man­che Mär­chen waren zu trau­rig. Er war so alt gewe­sen wie Eli­as jetzt, als er sich das Leben genom­men hat­te. Er hat­te nichts von Eli­as Exis­tenz gewusst.” (Zitat S.15) Mit Abels Schwes­ter Micha, die sei­ne Tan­te ist, ist Eli­as wie mit einer Schwes­ter zusam­men auf­ge­wach­sen. Die bei­den haben sich am Strand ver­ab­re­det, wol­len zusam­men spa­zie­ren gehen. Eli­as, der einen Hund hat, der wie ein Wolf aus­sieht, ist zu früh dran und gerät in einen… Weiterlesen!

Chris Kaspar — Pride & Pretty: Einen Tod musst du sterben

Kasimira9.April 2022

End­lich wie­der ein neu­er Thril­ler von der deut­schen Autorin Chris Kas­par“Pri­de & Pret­ty: Einen Tod musst du ster­ben” heißt ihr aktu­el­les Werk und stellt neben Mob­bing und dem Aus­tausch von Gos­sip vor allem Rache in den Vor­der­grund. Ein jun­ges Mäd­chen, das sich in eine ange­sag­te Cli­que ein­schleicht, um Ver­gel­tung zu üben und bald dar­auf erpresst wird. Eine schon etwas anspruchs­vol­le­re Geschich­te, die es in sich hat und immer wie­der raf­fi­nier­te Wen­dun­gen nimmt. Span­nungs­tech­nisch auf höchs­tem Niveau — die­ses Buch wird einen so schnell nicht mehr los­las­sen! Für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und Erwachsene.

Lynn hat es geschafft. Sie, die Neue am Col­le­ge, hat sich in DIE Cli­que der Schu­le ein­ge­schli­chen: die “Pret­ty Pen­nies”, bestehend aus Evie, ihrem Freund Pat und Vin­ce, der ihr Herz höher schla­gen lässt. Doch eigent­lich hat Lynn kei­ne Zeit für amou­rö­se Gefüh­le. “Vin­ce hält mich. Sei­ne Arme sind eine Zwangs­ja­cke, in die ich ich frei­wil­lig habe ein­wi­ckeln las­sen. Ich könn­te mich aus ihr befrei­en, weiß jedoch, dass zu viel davon abhängt, es nicht zu tun. In mir tobt ein Kampf, wie jedes Mal, wenn ich Vin­ce gegen­über­ste­he. Er ist mein Feind, nur mein Herz scheint das anders zu sehen. (Zitat aus “Pri­de & Pret­ty: Einen Tod musst du ster­ben” S.62) Denn sie hat einen Plan. Oder zumin­dest fast. Denn sie will… Weiterlesen!

Jennifer Benkau — A reason to stay

Kasimira20.Juli 2021

A rea­son to stay” ist der ers­te Teil einer zwei­bän­di­gen Rei­he (der aber auch in sich abge­schlos­sen gele­sen wer­den kann) der deut­schen Autorin Jen­ni­fer Ben­kau und ihre ers­te New-Adult-Romance und — wie die Autorin angibt — ihr per­sön­lichs­tes Buch. Eine jun­ge Frau, die eigent­lich nur ihr Leben in den Griff bekom­men will und uner­war­tet einem Stu­den­ten näher kommt, der mit jeder Frau nie mehr als eine Nacht ver­bringt. Ein Roman mit zwei recht erns­ten The­men. Sen­si­bel erzählt, roman­tisch und abso­lut bewe­gend. Ein wah­res Wech­sel­bad der Gefüh­le! Für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und für Erwachsene.

Die 20-jäh­ri­ge Sibyl, genannt Bil­ly, hat ihr Jura-Stu­di­um abge­bro­chen, die väter­li­chen Erwar­tun­gen ent­täuscht und schlägt sich nun mehr schlecht als recht durchs Leben. Ihr Ziel: unbe­dingt eine Stel­le in einem Muse­um ergat­tern, das wäre ihr größ­ter Traum. Als im Natur­kun­de­mu­se­um in Liver­pool ein Assis­tenz­platz für die Kura­ti­on aus­ge­schrie­ben ist, hofft sie auf einer Eröff­nungs­fei­er noch vor ihrem Vor­stel­lungs­ge­spräch ein paar Kon­tak­te zu knüp­fen. “Ich habe weder Stu­di­um noch Prak­ti­ka vor­zu­wei­sen, kei­ner­lei Emp­feh­lungs­schrei­ben, nie­man­den, der jeman­den kennt, der jeman­den kennt, der… Die Par­ty heu­te Abend ist mei­ne ein­zi­ge Chan­ce auf eine win­zig klei­ne und ver­mut­lich drin­gend not­wen­di­ge Dosis Vit­amin B. (Zitat aus “A rea­son to stay” S.13) Doch weil ihre Freun­din Oli­via dort auf einen unlieb­sa­men Ver­eh­rer, den sie geg­hos­tet hat, trifft, müs­sen die bei­den ärgerlicherweise… Weiterlesen!

Christian Linker — Toxische Macht

C23.Februrar 2021

Toxi­sche Macht” ist der neue Roman des deut­schen Autoren Chris­ti­an Lin­ker. Er stellt eine jun­ge Stu­den­tin in den Mit­tel­punkt, die unbe­ab­sich­tigt die rich­ti­gen Wor­te zur rich­ti­gen Zeit von sich gibt und an die Spit­ze der neu­en Par­tei FUTURE lan­det und tat­säch­lich kurz davor ist Bun­des­kanz­le­rin zu wer­den. Doch aus­ge­rech­net ihr Ex-Freund scheint dies ver­hin­dern zu wol­len und plant einen Mord­an­schlag auf sie. Fas­zi­nie­rend und sehr unter­halt­sam. Für poli­tisch inter­es­sier­te Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und Erwachsene.

Con­stan­ze, genannt Coco, 24 Jah­re alt und VWL-Stu­den­tin, hat einen Höhen­flug hin­ter sich. “Den Tag heu­te mit­ge­rech­net, ist sie wäh­rend des Wahl­kampfs ein­hun­dert­drei­mal auf­ge­tre­ten, in ein­hun­dert­drei ver­schie­de­nen Städ­ten, manch­mal drei an einem Tag, erst ges­tern waren sie noch in… ja, wo denn bloß?” (Zitat aus “Toxi­sche Macht” S.7) Die Wahl steht kurz bevor und sie, die an die Spit­ze der in Coro­na-Zei­ten neu gegrün­de­ten Par­tei FUTURE gelangt ist, könn­te die nächs­te Bun­des­kanz­le­rin wer­den! Noch vor zwei Jah­ren hät­te Coco dies nie­mals für mög­lich gehal­ten. Ein biss­chen die Welt ret­ten, mal mit ihrer Freun­din Tabea an einer Demons­tra­ti­on teil­neh­men, ein biss­chen “Fri­days-For-Future” unter­stüt­zen, das war voll ihrs. Aber so rich­tig in die Politik… Weiterlesen!

Colleen Hoover — Nur noch ein einziges Mal

Kasimira14.November 2020

Nur noch ein ein­zi­ges Mal” von der ame­ri­ka­ni­schen Best­sel­ler­au­torin Col­le­en Hoo­ver ist nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Ein Roman über gro­ße Gefüh­le und wie schnell die­se zer­bre­chen kön­nen. Eine packen­de, höchst unter­halt­sa­me und emo­tio­na­le Geschich­te von einer Meis­te­rin des Erzäh­lens. Damals weni­ge Tage nach Erschei­nen bereits auf der Spie­gel-Best­sel­ler­lis­te gelan­det — zu Recht! Eines ihrer per­sön­lichs­ten und (mei­ner Mei­nung nach) bes­ten Bücher. Für rei­fe Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und für Erwachsene.

Vor zwei Jah­ren ist die 23-jäh­ri­ge Lily erst nach Bos­ton gezo­gen, als sie in ihr Hei­mat­dorf zurück­fährt, um ihren Vater zu beer­di­gen. Ihren Vater, den Bür­ger­meis­ter, den sie gehasst hat. Der ihre Mut­ter regel­mä­ßig schlug und nach außen hin den Schein wahr­te, als sei alles in bes­ter Ord­nung. Als sie eine Trau­er­re­de hal­ten soll, um zu erwäh­nen, was sie an ihm schät­ze, fällt ihr ein­fach nichts ein. Sie steht vor­ne vor den Gäs­ten und kann ein­fach kei­ne Eigen­schaft auf­zäh­len, die sie an ihm moch­te und bricht schließ­lich ab. Zurück in Bos­ton will Lily ein­fach nur ihre Ruhe haben zum Nach­den­ken über alles und flüch­tet sich auf das Dach eines Hoch­hau­ses. Dort trifft sie uner­war­tet auf jeman­den, der eben­falls mit sei­nen Gefüh­len der Wut an die­sen Ort geflüch­tet ist. Ryle. Ein ange­hen­der Neu­ro­chir­urg, der am heu­ti­gen Tag einen klei­nen Jun­gen auf dem Ope­ra­ti­ons­tisch ver­lo­ren hat“Er sieht mich an. Sieht mich rich­tig an. Als sein Blick mei­nen trifft, kommt es mir vor, als wür­de er meineWeiterlesen!

Louise O’Neill — Du wolltest es doch

Kasimira5.September 2020

Du woll­test es doch” von der iri­schen Autorin Loui­se O’N­eill wur­de mehr­fach aus­ge­zeich­net und stand in Irland eini­ge Zeit auf Platz 1 der Best­sel­ler­lis­te. Der Roman — der gleich­zei­tig ein Bei­trag zur #metoo-Debat­te ist — stellt ein Mäd­chen in den Vor­der­grund, das Opfer eines sexu­el­len Über­griffs wur­de. Selbst schuld oder nicht? Die Geschich­te ver­langt dem Leser emo­tio­nal eini­ges ab. Und sie regt zum Nach­den­ken an. Hef­tig. Bewe­gend. Wich­tig! Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und Erwachsene.

Die 18-jäh­ri­ge Emma ist wun­der­schön. Und das weiß sie. Nicht nur, weil sie es von ihrer Mut­ter fast jeden Mor­gen gesagt bekommt, son­dern weil sie vor allem vom männ­li­chen Geschlecht stets beson­de­re Bestä­ti­gung bekommt. Weil sie jeden, den sie will, ein­fach haben kann. Auf einer Par­ty, die sie mit ihren drei bes­ten Freun­din­nen Ali, Mag­gie und Jamie besucht, will sie Jack her­um­krie­gen. Und kün­digt dies bereits vor­her im Kreis ihrer Freun­din­nen an. “Du gehst aber nicht so zur Par­ty, oder?”, sagt er. Ich strei­che über mein neu­es Kleid. Es ist schwarz, mit einem Aus­schnitt bis zum Nabel und sehr, sehr kurz.” (Zitat S.72) Doch, das tut Emma, ent­ge­gen des Kom­men­tars ihres Bru­ders. Sie weiß, wie… Weiterlesen!

Das Corona-Virus im Jugendbuch…

Kasimira24.März 2020

…das gibt es natür­lich noch nicht! So schnell ent­ste­hen im Kin­der- und Jugend­buch kei­ne Bücher über die­se uns alle momen­tan sehr beschäf­ti­gen­de The­ma­tik. Abge­se­hen von ein paar No-Name-Publis­hern oder E‑Book-Schnell­schüs­sen schafft dies der ers­te gro­ße Publi­kums­ver­lag (Piper Ver­lag) erst Mit­te Mai solch einen Titel (“Coro­na­vi­rus: 33 Fra­gen — 33 Ant­wor­ten”) in den Han­del zu brin­gen. Hier­bei han­delt es sich jedoch auch um ein Sach­buch für Erwach­se­ne und um kei­nen Roman. Zu was grei­fen also Jugend­li­che, die bereit sind sich mit die­sem The­ma auseinanderzusetzen?

Fas­zi­nie­ren­der­wei­se gibt es eine Neu­erschei­nung, die im Janu­ar 2020 ins Deut­sche über­setzt wur­de, die inter­es­san­te Par­al­le­len zum Coro­na­vi­rus auf­zeigt“Der Hund, der die Welt ret­tet” von dem bri­ti­schen Autor Ross Wel­ford, erschie­nen im Cop­pen­rath Ver­lag. Hier bricht in Eng­land ein Hun­de­vi­rus aus, das auch schon auf den Men­schen über­springt und für eini­ge Todes­fäl­le bereits gesorgt hat. Und wo wur­de er erst­mals gesich­tet? InWeiterlesen!

Alex Gino — George

Alex Gino George28.August 2019

Alex Gino hat mit “Geor­ge” ein ganz außer­ge­wöhn­li­ches Buch geschrie­ben. Eine herz­er­wär­men­de Geschich­te über das Anders­sein und den Mut, zu sich selbst zu ste­hen. Und über ein Tabu­the­ma in der Jugend­li­te­ra­tur: Trans­se­xua­li­tät. Ein Jun­ge, der sich selbst als Mäd­chen fühlt und es eines Tages wagt, dies sei­ner Umwelt zu geste­hen. Authen­tisch und sehr ergrei­fend. Ein Roman, der erzählt wer­den muss­te. Für Jugend­li­che jeg­li­chen Alters (frü­hes­tens ab 10 Jah­ren) und Erwachsene.

Der 10-jäh­ri­ge Geor­ge geht in die 4.Klasse. Manch­mal wäre er ger­ne jemand anders. Irgend­je­mand. Nur nicht er selbst. In der Schu­le wird er von zwei Jun­gen geär­gert. Mit dem einem von ihnen war er sogar ein­mal befreun­det gewe­sen: “He, da heult irgend­ein Mäd­chen wegen einer toten Spin­ne.” “Das ist kein Mäd­chen. Das ist Geor­ge.” “Wo ist da der Unter­schied?” Geläch­ter ertön­te.” (Zitat aus “Geor­ge” S.20) Aber was für die ande­ren nur ein Witz ist, ist für Geor­ge bit­te­rer Ernst. Er fühlt sich tat­säch­lich wie ein Mäd­chen. Bei Video­spie­len mit sei­nem Bru­der wür­de er am liebs­ten die Prin­zes­sin als Figur wäh­len. Er mag rosa, aber kein blau. “Geor­ge hass­te die Jun­gen­toi­let­te. […] hass­te die blau­en Flie­sen an den Wän­den, die einen immer dar­an erin­ner­ten, wo man war, als ob das ange­sichts der Uri­na­le nicht offen­sicht­lich genug wäre. Der gan­ze Raum war aus­schließ­lich für Jun­gen gemacht, und wenn Jun­gen hier waren, dann rede­ten sie stän­dig über das, was zwi­schen ihren Bei­nen war.” (Zitat S.25) Hin­ter sei­nen alten Spiel­sa­chen hat George Weiterlesen!

Christina Stein — Wonderland

Christina Stein - Wonderland23.April 2019

Die deut­sche Autorin Chris­ti­na Stein hat einen Thril­ler geschrie­ben, der es in sich hat: “Won­der­land”. Eine Geschich­te, die eine Grup­pe jun­ger Erwach­se­ner an ihre Gren­zen treibt und Haupt­fi­gu­ren eines Spiels wer­den lässt, das mit dem Tod enden kann. Ein Rea­li­ty­ga­me der beson­de­ren Art: “Big Bro­ther” meets “Dschun­gel­camp” meets Ste­phen King. Ner­ven­kit­zel und Hor­ror pur — nichts für Zart­be­sai­te­te. Aber mit atem­lo­ser Span­nung. Ein wirk­lich gelun­ge­nes Buch, die­se Autorin muss man sich mer­ken! Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und Erwachsene.

Die 20-jäh­ri­ge Eli­sa­beth ist schwer herz­krank. Wie lan­ge sie noch leben wird, man weiß es nicht. Um sie aus ihrer Trau­er und Lethar­gie zu befrei­en, haben ihre Freun­din­nen Ame­lie und Nel­li sie über­re­det auf Welt­rei­se zu gehen. Mit einem Around-the-World-Ticket im Gepäck sind sie momen­tan in Thai­land gelan­det und bereits in Beglei­tung von zwei neu­en Bekannt­schaf­ten, die Ame­lie und Nel­li unter­wegs auf­ge­ga­belt haben: Ben und Colin. In einem Hotel ler­nen die Fünf Jacob ken­nen, der sie auf eine Pri­vat­par­ty in die Vil­la sei­nes Onkels ein­lädt. Eine Traum­lo­ca­ti­on direkt am Meer. Ein wah­res “Won­der­land”: “Es ist ein Ort, den man nur ein­mal im Leben betritt. In den man hin­ein­fällt wie Ali­ce ins Wun­der­land, aus Ver­se­hen und unver­mit­telt, auf die­se selt­sa­me und wun­der­sa­me Art und Wei­se.” (Zitat S.5) Doch die Idyl­le trügt, denn… Weiterlesen!

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