Monatliches Archiv: Februar 2024

Kayvion Lewis — Thieves’ Gambit: Wer alles gewinnen will, muss alles riskieren

25.Februar 2024

Thie­ves’ Gam­bit” von der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Kay­vi­on Lewis, die mitt­ler­wei­le auf den Baha­mas lebt, ist der ers­te Teil einer geplan­ten Thril­ler­rei­he. Rosa­lyn ist die Toch­ter einer Fami­lie vol­ler Die­be, beherrscht alle Tricks und geht regel­mä­ßig neu­en Auf­trä­gen nach. Als ihre Mut­ter bei einem Coup über­ra­schend gefan­gen genom­men wird, muss Rosa­lyn Löse­geld auf­trei­ben. Eine Mil­li­ar­de Dol­lar! Da sie die­ses selbst mit Dieb­stäh­len inner­halb eines Monats nie­mals zusam­men­be­kom­men wür­de, muss sie am Thie­ves’ Gam­bit teil­neh­men, einem Wett­be­werb unter Die­ben. Wer gewis­se Auf­trä­ge erle­digt, hat einen Wunsch frei! Doch die Kon­kur­renz ist groß und nur einer kann gewin­nen! Ein höchst tem­po­rei­ches und action­las­ti­ges Buch, das aller­bes­te Unter­hal­tung bie­tet und das man kaum aus den Hän­den legen möch­te! Für alle Fans von “Inhe­ri­tance Games”, “Oce­ans Ele­ven” und “Squid Game”. Ver­fil­mung bereits in Pla­nung. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­re und Erwachsene.

Die 17-jäh­ri­ge Rosa­lyn stammt aus einer Fami­lie von Die­ben. Schon in der drit­ten Gene­ra­ti­on sind sie regel­mä­ßig auf Beu­te­zug. Mit ihrer Mut­ter und ihrer Tan­te lebt sie auf einer Insel in der Kari­bik. Für ihre Auf­trä­ge tou­ren sie durch die gan­ze Welt­ge­schich­te und steh­len, was ihre Kli­en­ten haben wol­len. “Ich griff nach dem ganz hin­ten ste­hen­den Bild. Eine Grup­pe strah­len­der Col­lege­stu­den­ten posier­te auf der Trep­pe eines Back­stein­ge­bäu­des. In der unte­ren Ecke war in ordent­li­cher schwar­zer Schrift zu lesen: Ers­tes Semes­ter. Erin­ne­run­gen. Bezie­hun­gen. Das Bild konn­te ich steh­len, aber das ande­re nicht. Wenn ich so etwas woll­te, muss­te ich es mir selbst ver­die­nen. Fern von zu Hau­se. Von Mom.” (Zitat aus “Thie­ves’ Gam­bit” S.9) Doch Rosa­lyn sehnt sichWeiterlesen!

Danny Wattin — Davids Dilemma: Eine unglückliche Verkettung nicht ganz so weiser Entscheidungen

18.Februar 2024

Davids Dilem­ma: Eine unglück­li­che Ver­ket­tung nicht ganz so wei­ser Ent­schei­dun­gen” ist ein Romen des schwe­di­schen Autor Dan­ny Wat­tin. Er, der selbst Jude ist, stellt einen jüdi­schen Jun­gen in den Mit­tel­punkt, der in Schwe­den lebt und sei­ne Reli­gi­on bis­her immer geheim­ge­hal­ten hat, um nicht anzu­ecken, sich aber eines Tages ver­plap­pert und damit eine Ket­te an Ereig­nis­sen in Gang setzt, die er selbst bald nicht mehr kon­trol­lie­ren kann. Denn auf ein­mal ist er beliebt gewor­den und sogar die hüb­sche Maja scheint sich für ihn zu inter­es­sie­ren. Doch nicht alle sind ihm wohl­ge­son­nen und auch ein paar Neo­na­zis und mob­ben­de Mit­schü­ler haben ihn bald auf dem Kicker. Und weil David unbe­dingt dazu­ge­hö­ren möch­te und nie­man­den vor den Kopf sto­ßen möch­te, ver­strickt er sich bald in immer mehr Lügen und Halb­wahr­hei­ten… Ein skur­ri­ler, schwarz­hu­mo­ri­ger Roman, der sich mit erns­ten The­men wie Anti­se­mi­tis­mus, Rechts­extre­mis­mus, Mob­bing und der Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät aus­ein­an­der­setzt, an man­chen Stel­len herr­lich komisch ist, aber auch viel Stoff zum Nach­den­ken und für Dis­kus­sio­nen bie­tet. Ide­al als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Schwe­den. David ist ein Träu­mer. Er träumt von Mäd­chen, mit denen er zusam­men sein könn­te, hat aber lei­der kei­ne Freun­din. “Da mei­ner Ver­wandt­schaft die übli­chen Gren­zen der Scham unbe­kannt sind, wer­de ich zu Hau­se oft über mein Lie­bes­le­ben aus­ge­fragt. Und wenn sich her­aus­stellt, dass es nicht exis­tiert, dann sehen mich alle für gewöhn­lich mit­lei­dig an, als ob mit mir irgend­was ernst­haft nicht stimmt.” (Zitat aus “Davids Dilem­ma” S.12). Sei­ne Oma rät ihm, Arzt zu wer­den. Dann wür­den die Mäd­chen Schlan­ge bei ihm ste­hen. Aber dazu muss er erst ein­mal die Schu­le über­ste­hen. Dort ist er ein Außen­sei­ter. Hat nur einen ein­zi­gen Freund namens Micke, der eben­so am Ran­de der Gesell­schaft steht und zudem noch gemobbt wird. David ist Jude. Sei­ne Fami­lie stammt ursprüng­lich aus… Weiterlesen!

Neal Shusterman, Andrés Vera Martínez — Fenster in der Nacht: Geschichten der Hoffnung

11.Februar 2024

Fens­ter in der Nacht: Geschich­ten der Hoff­nung” ist eine Gra­phic Novel des ame­ri­ka­ni­schen Autoren Neal Shus­ter­man (illus­triert von Andrés Vera Mar­tí­nez). Das Buch ent­hält fünf Kurz­ge­schich­ten über den Holo­caust, die auf eine Art und Wei­se geschrie­ben sind, wie sie noch nie erzählt wur­den! Der Autor ver­knüpft his­to­ri­sche Bege­ben­hei­ten mit einen Hauch von Fan­tas­tik. Was wäre, wenn…? Wenn plötz­lich Din­ge mög­lich gewe­sen wären, die gar nicht mög­lich sind? Din­ge, die Zuflucht, Ret­tung und vor allem Hoff­nung bedeu­ten? Wenn Men­schen aus Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern geret­tet wer­den kön­nen, weil die Legen­de des Golem leben­dig wird. Wenn eine Flucht von däni­schen Juden über das Meer rea­li­sier­bar ist, weil ein Stab aus Holz ver­sun­ke­ne Schif­fe aus dem Meer empor­tau­chen lässt. Wenn ein Fens­ter in der Nacht in einem Raum, in dem jüdi­sche Schwes­tern sich ver­steckt hal­ten, plötz­lich die Pfor­te zu einer ande­ren Welt wird. Ein bemer­kens­wer­tes, wich­ti­ges Buch, das ver­gan­ge­ne Ereig­nis­se aus einem ganz ande­ren Blick­win­kel beschreibt und den­noch his­to­ri­schen Kon­text und Bei­spie­le wah­rer Mensch­lich­keit in Zei­ten des Schre­ckens nach jedem Kapi­tel erklä­rend abbil­det. Ein­dring­lich, span­nend und uner­war­tet erzählt und vor allem für eine Ziel­grup­pe geschrie­ben, die sich mit dem The­ma Holo­caust viel­leicht noch nicht inten­siv aus­ein­an­der­ge­setzt hat. Ab 12 Jah­ren und für Erwachsene.

Drei jüdi­sche Schwes­tern, deren Eltern ins Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger gesteckt wur­den, und die von einer alten Dame in ihrem Haus ver­steckt wer­den. Aus dem Fens­ter dür­fen sie nicht schau­en. Nie­mand darf sie sehen. Die Vor­hän­ge sind zuge­zo­gen. Doch manch­mal spi­ckeln sie hin­aus. Und sehen etwas, durch das Fens­ter, das es eigent­lich gar nicht geben dürf­te… Als der Boten­jun­ge, der ihnen Essen bringt, sich ver­rät, kom­men ihnen… Weiterlesen!

Kiran Millwood Hargrave — Leila und der blaue Fuchs

8.Februar 2024

End­lich wie­der etwas Neu­es von der bri­ti­schen Autorin Kiran Mill­wood Har­gra­ve! “Lei­la und der blaue Fuchs” ist ihr aktu­el­les Werk, das erneut kon­ge­ni­al von ihrem Ehe­mann Tom de Fres­ton illus­triert wur­de. Dies­mal ist der Roman ganz in Blau­tö­nen gehal­ten und erzählt die Geschich­te von Lei­la, die mit ihrer Fami­lie aus Syri­en geflo­hen ist und bei ihrer Tan­te in Groß­bri­tan­ni­en lebt und nach sechs Jah­ren end­lich ihre Mut­ter wie­der­sieht, die in Nor­we­gen als Wis­sen­schaft­le­rin arbei­tet. Gemein­sam bege­ben sich die bei­den mit einem Schiff auf die Rei­se in die Ark­tis, wo die Mut­ter eine Polar­füch­sin ver­folgt. Eine ganz beson­de­re Füch­sin, die uner­klär­li­cher­wei­se kilo­me­ter­weit das Land über­quert. Eine Aben­teu­er­rei­se in ein Land aus Eis, eine Mut­ter-Toch­ter-Geschich­te, ein Roman über das The­ma Migra­ti­on und ein Plä­doy­er dafür, dass man manch­mal Gren­zen über­win­den muss, um anzu­kom­men und über die Sehn­sucht dazu­zu­ge­hö­ren und ein Zuhau­se zu fin­den. Eine bemer­kens­wer­te, außer­ge­wöhn­li­che Geschich­te, die sich defi­ni­tiv zu lesen lohnt und auf wah­ren Bege­ben­hei­ten beruht. Für Jugend­li­che ab 11 Jah­ren und Erwachsene.

Lei­la lebt in Groß­bri­tan­ni­en, bei ihrer Tan­te Amma und ihre Cou­si­ne Mona. “An ihre Hei­mat kann sich Lei­la kaum noch erin­nern, und Mona redet nicht dar­über. Amma erzählt manch­mal von den Märk­ten, die offen unter der Hit­ze lie­gen, mit Ber­gen von Früch­ten, von denen sie nur die ara­bi­schen Namen kennt, von ihrer Woh­nung mit der Kli­ma­an­la­ge in jedem Raum und den hand­ge­web­ten Tep­pi­chen, die sie zurück­las­sen muss­ten. […] All die­se Erin­ne­run­gen füh­len sich wie Träu­me an, die bereits ver­blas­sen, wenn sie aus­ge­spro­chen wur­den.” (Zitat S.14ff) Sie stam­men aus Damas­kus, Syri­en. Muss­ten flie­hen, als LeilaWeiterlesen!

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