Ab 14 Jahren

Lea Coplin — Nichts ist gut. Ohne dich.

Lea Coplin Nichts ist gut. Ohne dich.20.April 2018

Die deut­sche Auto­rin Lea Cop­lin, die unter Pseud­onym schreibt, hat mit “Nichts ist gut. Ohne dich.” ein neu­es Jugend­buch ver­öf­fent­licht. Eine Geschich­te über eine gro­ße Schuld, Schick­sals­schlä­ge und eine uner­war­te­te Lie­be. Ein Roman, der unter die Haut geht und vol­ler Gefühl geschrie­ben ist. Die deut­sche Ant­wort auf Col­le­en Hoo­ver — hier ist sie! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Mün­chen. Die 18-jäh­ri­ge Jana lebt seit eini­ger Zeit bei ihrer älte­ren Schwes­ter Marie, die in einer Anwalts­kanz­lei arbei­tet. Sie selbst weiß noch nicht so recht, was sie stu­die­ren soll und arbei­tet aus­hilfs­wei­se meh­re­re Nach­mit­ta­ge die Woche in einer Buch­hand­lung. Doch dann trifft sie aus­ge­rech­net in die­sem klei­nen Buch­la­den auf einen Teil ihrer Ver­gan­gen­heit. Auf Lean­der. “Bis ich mich ahnungs­los auf­rich­te und ihm in die Augen bli­cke. Sie sind blau. Oder sie waren es, bevor jemand dahin­ter das Licht aus­ge­knipst hat. Ich weiß sehr genau, wann das war. Ich weiß ganz genau, wann Lean­ders strah­len­des Leben in tie­fe Schat­ten ver­sank. Und wes­halb. Ich weiß das. Auf den Tag genau.” (Zitat aus “Nichts ist gut. Ohne dich.” S.8) Denn mit Lean­der ver­bin­det Jana ein schreck­li­cher Teil ihrer Kind­heit. Seit sechs Jah­ren… Weiterlesen!

Stephanie Perkins — JEMAND ist in deinem Haus

Stephanie Perkins - JEMAND ist in deinem Haus18.April 2018

Dass die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Ste­pha­nie Per­kins neben erfolg­rei­chen Lie­bes­ro­ma­nen auch einen rich­tig tol­len Thril­ler schrei­ben kann, das beweist sie mit ihrem aktu­el­len Werk: JEMAND ist in dei­nem Haus”. Das Buch schaff­te es inner­halb kür­zes­ter Zeit auf die New York Times Best­sel­ler­lis­ten — zu Recht! Eine wahr­lich packen­de Geschich­te über einen Seri­en­kil­ler, die Schat­ten der Ver­gan­gen­heit und ein Katz- und Maus­spiel in der länd­li­chen Idyl­le von Nebras­ka. Nichts für schwa­che Ner­ven! Aber mit atem­lo­ser Span­nung erzählt. Lese­tipp. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Osbor­ne. Ein klei­nes (fik­ti­ves) Städt­chen in der Ein­öde Nebras­kas. Hier lebt die jun­ge Maka­ni nun schon seit einem Jahr bei ihrer Groß­mut­ter. Ihre Eltern, mit denen sie zuvor auf Hawaii gelebt hat, haben sie dort­hin geschickt. Zum einen, da sie sich mit­ten im Schei­dungs­krieg befin­den und zum ande­ren, weil sie ihre Groß­mut­ter unter­stüt­zen soll, die selt­sa­me Schlaf­wan­del­an­fäl­le hat und dabei die ver­rück­tes­ten Din­ge tut (wie ihren Nach­barn mit einer Gar­ten­sche­re zu atta­ckie­ren). Doch es gibt noch einen wei­te­ren Grund, wes­halb Maka­ni hier ist: “Ihre Eltern hat­ten ihr auch in den bes­ten Zei­ten nicht viel Auf­merk­sam­keit geschenkt und sie hat­ten sich erst getrennt, als es zu die­sem Vor­fall am Strand gekom­men war. Danach …konn­ten sie Maka­ni über­haupt nicht mehr anschau­en. SieWeiterlesen!

Susanne Fischer — Wolkenkönigin

Susanne Fischer - Wolkenkönigin10.April 2018

Wol­ken­kö­ni­gin” von der deut­schen Auto­rin Susan­ne Fischer ist ein Roman über das Leben in schwie­ri­gen Fami­li­en­ver­hält­nis­sen und das Erwach­sen­wer­den zwi­schen allen Stüh­len. Nicht weiß, nicht schwarz, mal rich­tig, mal falsch — wer weiß das in dem Alter denn schon so genau? Eine Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät, der Wahr­heit und der Lie­be. In ruhi­gen Tönen erzählt und sanft cho­reo­gra­fiert. Mit einem unge­wöhn­li­chen Ende. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Ihre Mut­ter raucht zu viel und inter­es­siert sich zu wenig. Für die 15-jäh­ri­ge Corin­na und ihr Leben. “Sie sieht aus dem Fens­ter und lächelt. Ich weiß nicht, ob da etwas Lus­ti­ges zu sehen ist, wahr­schein­lich nicht. So ist sie immer, irgend­wie nicht ganz bei der Sache. Manch­mal stel­le ich mir vor, sie ist eine Außer­ir­di­sche und war­tet auf das Raum­schiff, das sie end­lich abholt.” (Zitat aus “Wol­ken­kö­ni­gin” S.10) Den Namen der Schu­le ihrer Toch­ter? Ein Wun­der, wenn sie den mal weiß. Dass sie für Prü­fun­gen ler­nen soll? Dazu wür­de ihre Mut­ter sie nie­mals auf­for­dern. Sie ist ohne­hin froh, wenn Corin­na Ver­ant­wor­tung über­nimmt. Wenn sie sich um den behin­der­ten, klei­nen Bru­der küm­mert, mit dem die Mut­ter nicht immer klar kommt. Der manch­mal ein­fach anfängt zu … Weiterlesen!

Reiner Engelmann — Der Buchhalter von Auschwitz: Die Schuld des Oskar Gröning

Reiner Engelmann - Der Buchhalter von Auschwitz: Die Schuld des Oskar Gröning30.März 2018

Der deut­sche Autor Rei­ner Engel­mann hat ein wei­te­res Buch über den Holo­caust geschrie­ben“Der Buch­hal­ter von Ausch­witz: Die Schuld des Oskar Grö­ning”. Dies­mal wid­met er sich erst­mals der Per­spek­ti­ve des Täters zu, anstatt nur aus der Sicht des Opfers zu schrei­ben. Er rückt Oskar Grö­ning, der jetzt vor Kur­zem erst ver­stor­ben ist, in den Mit­tel­punkt sei­nes bio­gra­fi­schen Buches. Eine Geschich­te über Schuld, das Leben in Ausch­witz und den Wer­de­gang eines Man­nes, der sich nur als klei­nes “Räd­chen im Getrie­be” sah, nicht aber als Täter. Ein erschre­cken­des, hef­ti­ges — aber ein wich­ti­ges Buch. Für rei­fe Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Oskar Grö­ning wur­de in Nien­burg gebo­ren und begann als 17-jäh­ri­ger eine Aus­bil­dung als Bank­kauf­mann. Als Mit­glied der Hit­ler­ju­gend schloss er sich schließ­lich auch der Waf­fen-SS an. Woll­te teil­hal­ben an der Macht, auf der Sie­ger­sei­te ste­hen. Mit 21 Jah­ren erhielt er einen ganz beson­de­ren Auf­trag, der es sogar ver­lang­te, dass er eine Ver­schwie­gen­heits­klau­sel unter­schrieb. Er lan­de­te in Ausch­witz. Dort im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger wur­de erWeiterlesen!

Adriana Popescu — Mein Sommer auf dem Mond

Adriana Popescu - Mein Sommer auf dem Mond22.März 2018

Das Buch mit dem coo­len Titel “Mein Som­mer auf dem Mond” ist das neu­es­te Buch der Mün­che­ner Auto­rin Adria­na Popes­cu. Ein Roman über vier Jugend­li­che, die ihren Som­mer in einer psych­ia­tri­schen Kli­nik ver­brin­gen, um dort ihren Pro­ble­men auf den Grund zu gehen. Eine Geschich­te über Freund­schaft, Mut und die Chan­ce gemein­sam stark zu sein. Für alle Fans von “Der Club der roten Bän­der”. Mit einer gewis­sen Leich­tig­keit erzählt trotz erns­ter The­ma­ti­ken — gleich­zei­tig zutiefst ergrei­fend und emo­tio­nal. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Für ihre Mut­ter sieht es aus wie ein Inter­nat aus einem Enid Bly­ton-Roman, für ihren Vater wie Hog­warts. Doch für die 16-jäh­ri­ge Fran­zis­ka, die von allen Frit­zi genannt wird, ist es nur eine Ein­rich­tung für psy­chisch Kran­ke auf der Insel Rügen, auf der sie nun ihren Som­mer ver­brin­gen wird. Denn Frit­zi wird immer wie­der von Panik­at­ta­cken über­fal­len — etwas, das ihr gar nicht gefällt: “Weil ich stän­dig Angst habe, dass es wie­der pas­siert, und ich irgend­wann gar nichts mehr kann. […] Ich will ein­fach nur nor­mal sein. Ich will mich nicht in mei­nem Zim­mer ver­ste­cken müs­sen, weil ich nur dort sicher bin.” (Zitat aus “Mein Som­mer auf dem Mond” S.134ff) Nun ist sie hier und lan­det in einer Grup­pe mit Weiterlesen!

Cath Crowley — Das tiefe Blau der Worte

Cath Crowley - Das tiefe Blau der Worte20.März 2018

Das tie­fe Blau der Wor­te” ist das neue Buch von der aus­tra­li­schen Auto­rin Cath Crow­ley. Der Ado­les­zenz­ro­man stellt neben der Sehn­sucht nach der Lie­be und der Ver­ar­bei­tung von Trau­er auch die Lite­ra­tur in den Vor­der­grund. Ein ein­fühl­sam erzähl­tes Werk mit eine teil­wei­se schön poe­ti­schen Spra­che. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Grace­town. Ein klei­ner Vor­ort von Mel­bourne. In einem Brief hat Rachel Hen­ry end­lich ihre Lie­be gestan­den. Dem Jun­gen, den sie schon seit 10 Jah­ren kennt, als ihren bes­ten Freund nennt und der eine stän­di­ge On-Off-Bezie­hung mit einer ande­ren führt: “Ich lege die­sen Brief zwi­schen die Sei­ten mit “J.Alfred Pruf­rocks Lie­bes­ge­sang”, weil du das Gedicht liebst und weil ich dich lie­be. Ich weiß, du bist mit Amy zusam­men, aber scheiß drauf — sie liebt dich nicht, Hen­ry. Sie liebt sich selbst, und zwar ziem­lich. […] Mor­gen fah­re ich. Bit­te ruf mich an, wenn du das hier liest, egal wie spät es ist.” (Zitat aus “Das tie­fe Blau der Wor­te S.9) Doch Hen­ry, dem sie sogar einen Hin­weis auf die­sen Brief hin­ter­ließ, hat sich nicht bei ihr gemel­det. Er hat sich nicht ein­mal von ihr ver­ab­schie­det, als sie mit ihrer Fami­lie nach Sea Ridge in das Haus ihrer Groß­mut­ter zog, die drin­gend Hil­fe benö­tig­te. Nun sind drei Jah­re ver­gan­gen und seit­dem ist viel pas­siert. Denn Rachels Bru­der Cal ist… Weiterlesen!

Erin Beaty — Vertrauen und Verrat

Erin Beaty - Vertrauen und Verrat19.März 2018

Ver­trau­en und Ver­rat” von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Erin Bea­ty ist der ers­te Teil einer neu­en Fan­ta­sy-Tri­lo­gie namens “Kampf um Demo­ra”. Es ent­führt sei­ne Leser in ein fer­nes Reich, in dem es neben krie­ge­ri­schen Kämp­fen auch eine Ver­kupp­lungs­tra­di­ti­on gibt, durch wel­che ade­li­ge, jun­ge Frau­en ihre zukünf­ti­gen Part­ner fin­den sol­len. Eine Geschich­te über die Lie­be, Spio­na­ge und Intri­gen. Ein opu­len­tes Werk mit einem fas­zi­nie­ren­den Plot. Unter­halt­sam, aber mit Schwä­chen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Im Reich Demo­ra, in einer fer­nen Zeit. Die Eltern der 16-jäh­ri­gen Sage leben nicht mehr. Jetzt wohnt das Mäd­chen bei ihrem Onkel und ihrer Tan­te. Und unter­rich­tet deren Kin­der neben­bei, was ihr beson­ders viel Freu­de berei­tet. Auch ihr Vater, der Falk­ner war, und mit dem Sage frü­her oft durchs Land gereist ist, hat ihr immer ger­ne etwas bei­ge­bracht. Doch jetzt will ihr Onkel — ein Ade­li­ger — dass sie bei einer Kupp­le­rin vor­stel­lig wird, um sich ver­hei­ra­ten zu las­sen“Sage rang um Wor­te. Die Hohe Kupp­le­rin nahm nur Kan­di­da­tin­nen auf, die adlig, reich oder außer­ge­wöhn­lich waren. Und Sage war nichts von alle­dem. “Aber war­um soll­te sie mich akzep­tie­ren?” “Weil du Weiterlesen!

Ashley Herring Blake — Eine Handvoll Lila

16.März 2018

Dass die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Ash­ley Her­ring Bla­ke tol­le Fami­li­en­ge­schich­ten schrei­ben kann, hat sie bereits mit ihrem ers­ten Roman “Lie­be ist wie Dra­chen­stei­gen” unter Beweis gestellt. “Eine Hand­voll Lila” ist ihr zwei­tes und neu­es­tes Buch, das übers Erwach­sen­wer­den, über die Lie­be zwi­schen zwei Mäd­chen und eine kom­pli­zier­te Fami­li­en­si­tua­ti­on berich­tet. Berüh­rend und beson­ders sen­si­bel erzählt. Ein Feu­er­werk der Emo­tio­nen! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Cape Kathe­ri­ne. In einem klei­nen (fik­ti­ven) Ört­chen in Neu­eng­land. Noch ein klei­nes Kind war Grace, als ihr Vater, an den sie sich kaum mehr erin­nern kann, in Afgha­ni­stan starb. Seit­dem lebt sie mit ihrer Mut­ter mal hier, mal dort. Je nach­dem mit wel­chem Mann die­se gera­de liiert ist: “Ich habe schon lan­ge den Über­blick ver­lo­ren, mit wie vie­len Typen Mom in den seit­dem vier­zehn Jah­ren “zusam­men war”. Und die durch die Bank weg alle die Ehre hat­ten, unge­fähr zehn Minu­ten lang “Der Rich­ti­ge” zu sein. (Zitat aus “Eine Hand­voll Lila” S.10) Jetzt ist Grace gera­de von einem zwei­wö­chi­gen Kla­vier-Work­shop aus Bos­ton zurück­ge­kehrt und schon hat ihre Mut­ter wie­der … Weiterlesen!

Katie McGarry — Dein Lächeln an diesen verdammten Tagen

Katie McGarry Dein Lächeln an diesen verdammten Tagen15.März 2018

Noah und Echo. Lie­be kennnt kei­ne Gren­zen” von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Katie McGar­ry hat den Titel geän­dert und heißt im neu erschie­ne­nen Taschen­buch nun “Dein Lächeln an die­sen ver­damm­ten Tagen”. Eine Lie­bes­ge­schich­te vol­ler Emo­tio­nen, unaus­ge­spro­che­ner Geheim­nis­se und ein wenig Ero­tik. Ein Buch, das schnell süch­tig macht!! Die neue Simo­ne Elke­les könn­te man fast sagen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Echo und Noah. Sie bei­de haben Men­schen ver­lo­ren, die sie geliebt haben. Die jun­ge Echo ihren älte­ren Bru­der, der als Sol­dat im Ein­satz sein Leben gelas­sen hat. Und Noah sei­ne Eltern. Jetzt kämpft der Bad Boy um das Sor­ge­recht sei­ner zwei Brü­der, die wie er in einer Pfle­ge­fa­mi­lie sind. Doch seit Noah sich gegen sei­nen ehe­ma­li­gen gewal­tä­ti­gen Pfle­ge­va­ter, zur Wehr gesetzt hat, hat er schlech­te Kar­ten. Nie­mand glaub­te ihm und sei­ne Brü­der darf er nur noch ganz sel­ten besu­chen. Die Adres­se ihrer Pfle­ge­fa­mi­lie kennt er nicht. Sie steht in den Akten der neu­en The­ra­peu­tin, die ihn an der Schu­le in ein Pilot­pro­jekt auf­ge­nom­men hat und sich um ihn küm­mern will. Auch Echo hat Inter­es­se an die­sen Akten. Sie, die frü­her eines der belieb­tes­ten Mäd­chen der Schu­le war, hat nach einer schick­sal­haf­ten Nacht furcht­ba­re Nar­ben… Weiterlesen!

Gavriel Savit — Anna und der Schwalbenmann

13.März 2018

Der ame­ri­ka­ni­sche Autor und Schau­spie­ler Gavri­el Savit hat sein ers­tes Buch geschrie­ben: “Anna und der Schwal­ben­mann”. Ein Roman über den Ver­lust des Vaters, das Über­le­ben eines klei­nen Mäd­chens in Zei­ten des Krie­ges und einen geheim­nis­vol­len Mann an deren Sei­te. Ein Buch, das die Spra­che und deren Kom­ple­xi­tät sehr klug in Wor­te fasst und in eben einer sol­chen sehr sehr schön erzählt ist. Die­ses Buch hat das Zeug zum moder­nen Klas­si­ker! Für alle Fans von “Der Jun­ge im gestreif­ten Pyja­ma” und “Die Bücher­die­bin”. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und vor allem Erwach­se­ne.

Kra­kau. Es ist der 6. Novem­ber 1939. Anna ist erst 7 Jah­re alt. Und sie ahnt noch nicht, dass heu­te der Tag ist, an dem sie ihren Vater ver­lie­ren und nie wie­der sehen wird. Polen ist von den Deut­schen besetzt wor­den. Jene haben die “Son­der­ak­ti­on Kra­kau” ins Leben geru­fen, um Intel­lek­tu­el­le und Aka­de­mi­ker zu besei­ti­gen und ins Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger zu ver­frach­ten. Annas Vater ist Aka­de­mi­ker. Er ist Spra­chen-Pro­fes­sor und spricht neun Spra­chen. Eben­so wie Anna, die viel von ihm ler­nen durf­te. “Alle Men­schen waren an eine Spra­che gefes­selt, im bes­ten Fall an zwei oder drei, nur Annas Vater schien voll­kom­men frei zu sein von die­sen Gren­zen, die jeden sonst in der wei­ten, bun­ten Land­schaft von Kra­kau ein­ge­schlos­sen. Er war auf kei­ne Art zu spre­chen beschränkt. Er konn­te sein, was er woll­te. […] Statt eine Spra­che an sei­ne Toch­ter wei­ter­zu­ge­ben, die sie bestimm­te, schenk­te Annas Vater ihr die gan­ze Viel­falt der Spra­chen, die er kann­te…” (Zitat S.14) An jedem Tag der Woche sprach er mit ihrWeiterlesen!