Humor

Hans-Jürgen Feldhaus — Fünf auf Crashkurs

Hans-Jürgen Feldhaus - Fünf auf Crashkurs26.Juni 2018

Fünf auf Crash­kurs” von dem deut­schen Auto­ren Hans-Jür­gen Feld­haus ist ein Roman über eine Klas­sen­fahrt nach Süd­frank­reich, auf der sich fünf Schü­ler über­ra­schend näher kom­men, die zuvor über­haupt nichts mit­ein­an­der zu tun hat­ten. Ein Aben­teu­er­ro­man, ein Selbst­fin­dungs­trip, ein Comic-Roman — ein etwas oller Kla­mauk für Wenig­le­ser. Für Jungs ab 12 Jah­ren.

Eine Schul­klas­se auf Abschluss­fahrt. Den Real­ab­schluss in der Tasche, geht es jetzt mit zwei Leh­rern nach Süd­frank­reich. Die Ardè­che ent­lang im Kanu. Dar­un­ter auch fünf Schü­ler, die sich bis­her erfolg­reich aus dem Weg gegan­gen sind und nun in einem Zwei­er-Kanu und einem Drei­er-Kanu auf­ein­an­der­tref­fen: Die zwei Mäd­chen Tha­lia (ver­liebt in ihren Leh­rer Kai Schind­ler) und Judith (ihres Zei­chens Mus­ter­schü­le­rin): “Und Tha­lia in ihrem Kajak? Hübsch viel­leicht, allein dann aber auch nicht mehr, weil da muss­te dann eben Judith Schra­der ein­stei­gen. Was Tha­lia höchst brech­rei­zend fand und da hat­te sie mal was gemein­sam mit Judith. Die fand Tha­lia auch zum Kot­zen.” (Zitat S.15) Und die drei Jungs: Fynn (wird ger­ne über­se­hen, in allem eher mit­tel­mä­ßig), Cem (Macho mit gro­ßer Klap­pe, soll es schon fer­tig gebracht haben “drei Leh­rer in den Ruhe­stand zu bur­nou­ten” (Zitat S.30)) und Hel­ge (Typ: Boss, soll in… Weiterlesen!

Louis Sachar — Schlamm oder Die Katastrophe von Heath Cliff

Louis Sachar - Schlamm oder Die Katastrophe von Heath Cliff22.Februar 2018

Löcher“-Best­sel­ler­au­tor Lou­is Sachar hat mit „Schlamm oder Die Kata­stro­phe von Heath Cliff“ mal wie­der ein rich­tig gutes Jugend­buch geschrie­ben! Über eine plötz­li­che Infek­ti­ons­wel­le aus­ge­löst durch ein Schlamm­loch, wel­ches in einer Klein­stadt für größ­tes Cha­os sorgt. Äußerst unter­halt­sam, span­nend und mit einer schö­nen Pri­se Humor. Nun als Taschen­buch erschie­nen. Für Wenig­le­ser (vor allem Jungs) und alle ande­ren Jugend­li­chen ab 12 Jah­ren. Lese­tipp!

Penn­syl­va­nia. In dem klei­nen (fik­ti­ven) Städt­chen namens Heath Cliff gehen jeden Mor­gen gemein­sam zur Schu­le: die 5.Klässlerin Tama­ya und der 7.Klässler Mar­shall. Frü­her hat das Mäd­chen den älte­ren Jun­gen immer ein wenig ange­him­melt, doch in letz­ter Zeit ver­hält sich Mar­shall irgend­wie anders und möch­te nicht ein­mal in der Schu­le zusam­men mit ihr gese­hen wer­den. Sie gehen nur des­halb noch gemein­sam hin und zurück, weil Tama­yas Mut­ter ihre Toch­ter nicht allei­ne zur Schu­le gehen las­sen will. Ihr Weg führt sie stets um den Wald her­um, in den nie­mand der Kin­der hin­ein­ge­hen darf. Schau­er­ge­schich­ten ran­ken sich in der Schu­le dar­über. Auch die älte­ren Jungs, die neu­er­dings an dem Pau­sen­tisch von Tama­ya und ihren Freun­din­nen sit­zen, erzäh­len eine von dem geis­tes­ge­stör­ten Ein­sied­ler, der dort angeb­lich haust. Des­halb ist Tama­ya umso über­rasch­ter, als Mar­shall eines Tages plötz­lich eine Abkür­zung gehen will: mit­ten durch den Wald hin­durch! Da sie nicht allei­ne… Weiterlesen!

Silas Matthes — Miese Opfer

Silas Matthes Miese Opfer19.Februar 2018

Mie­se Opfer” von Silas Mat­thes ist ein Jugend­buch, das damals im neu­en Imprint des Oetin­ger Ver­la­ges erschie­nen ist: Oetin­ger 34 - einer Krea­tiv­werk­statt, in dem eine ver­netz­te Com­mu­ni­ty gemein­sam an Buch­pro­jek­ten arbei­tet. Das Cover z.B. wur­de durch Abstim­mung ermit­telt. Der Roman eines noch recht jun­gen Auto­ren setzt sich mit Mob­bing inten­siv aus­ein­an­der. Jugend­sprach­lich. Direkt. Authen­tisch. Nun als preis­wer­te­re Aus­ga­be im Oetin­ger Taschen­buch Ver­lag erschie­nen. Beson­ders für Jungs ab 13 Jah­ren zu emp­feh­len.

Der 15-jäh­ri­ge Fred (eigent­lich Fer­di­nand) und Leo sind die bes­ten Freun­de. Sie hän­gen gemein­sam im Gewer­be­ge­biet her­um, schau­en Fil­me an, machen zusam­men Musik und sind dabei ein eige­nes Brett­spiel zu erfin­den: “Mir kam der Gedan­ke, dass ich Jah­re so ver­brin­gen könn­te, jah­re­lang mit Leo die Zeit ver­schwen­den, indem wir hier rum­hin­gen, uns irgend­wel­chen Scheiß aus­dach­ten, uns von der Son­ne zu Sta­tu­en bren­nen lie­ßen.” (Zitat aus “Mie­se Opfer” S.11). Alles könn­te so schön sein, wären da nicht Sebas­ti­an Dun­ker — den sie nur Dun­ker nen­nen — und sei­ne Freun­de, die die bei­den regel­mä­ßig fer­tig machen. Sie geben ihnen im Unter­richt Schlä­ge auf … Weiterlesen!

Ross Welford — Was du niemals tun solltest, wenn du unsichtbar bist

Ross Welford - Was du niemals tun solltest, wenn du unsichtbar bist31.Januar 2018

Der bri­ti­sche Autor Ross Wel­ford legt mit “Was du nie­mals tun soll­test, wenn du unsicht­bar bist” ein neu­es Buch vor. Über das Pro­blem plötz­lich unsicht­bar zu sein und die gleich­zei­ti­ge Chan­ce dabei. Schräg, humor­voll und mit einem wun­der­bar locker-flo­cki­gen Erzähl­ton geschrie­ben. Ein Roman, der wirk­lich Spaß zu lesen macht und gleich­zei­tig erns­te The­men anspricht. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Whit­ley Bay. Eine Stadt an der Nord­ost­küs­te Eng­lands. Hier lebt Esther mit ihrer Groß­mut­ter. Ihr Vater hat die Fami­lie ver­las­sen, als sie noch klein war. Ihre Mut­ter ist an Krebs gestor­ben, als sie drei Jah­re alt war. Jetzt ist sie zwölf und hat ein Gesicht vol­ler fie­ser Pickel, die ein­fach nicht weg­ge­hen wol­len. “Die Akne hat vor etwa einem Jahr mit einem klei­nen Pickel auf der Stirn ange­fan­gen. Ich stel­le mir oft vor, dass es die Vor­hut der Akne-Armee war. Der Spä­her hat dem Haupt­quar­tier Mel­dung erstat­tet, und inner­halb von ein paar Wochen hat­te ein gan­zes Regi­ment von Pus­teln und Mit­es­sern mein Gesicht ein­ge­nom­men, und nichts, was ich tat, konn­te sie zurück­schla­gen.” (Zitat aus “Was du nie­mals tun soll­test, wenn du unsicht­bar bist” S.19) In der Schu­le wird Esther des­halb von den bösen Knight-Zwil­lin­gen geär­gert, wes­halb sie alles Mög­li­che tut, um ihre Pickel end­lich los­zu­wer­den. Momen­tan tes­tet sie eine ganz beson­de­re Metho­de. Sie hat … Weiterlesen!

Clémentine Beauvais — Die Königinnen der Würstchen

Clémentine Beauvais - Die Königinnen der Würstchen31.August 2017

Die fran­zö­si­sche Auto­rin Clé­men­ti­ne Beau­vais hat mit “Die Köni­gin­nen der Würst­chen” einen wirk­lich herr­li­chen (Gute-Laune-)Roman geschrie­ben. Über eine Wahl zum häss­lichs­ten Mäd­chen des Jah­res, Freund­schaft und einen ganz beson­de­ren Road­trip nach Paris. Erfri­schend anders, schräg und sehr humor­voll. Eine wah­re Lese­freu­de und schon jetzt eines mei­ner Lieb­lings­bü­cher! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Bourg-en-Bres­se. Jedes Jahr das glei­che Spiel. Malo ver­öf­fent­licht auf Face­book sei­ne per­sön­li­che Wahl der acht­zehn häss­lichs­ten Mäd­chen. Aber nur drei­en von ihnen ver­leiht er den Preis des häss­lichs­ten Mäd­chens — die “Wurst des Jah­res” in den Kate­go­ri­en Bron­ze, Sil­ber und Gold. Auch die 15-jäh­ri­ge Mireil­le ist die­ses Jahr wie­der unter den leid­vol­len “Gewin­nern”: “Es ist soweit, die Ergeb­nis­se sind auf Face­book erschie­nen: Ich bin Bron­ze-Wurst des Jah­res. Ich bin fas­sungs­los. Nach­dem ich zwei Jah­re hin­ter­ein­an­der zur Wurst des Jah­res in Gold gewählt wor­den bin, hielt ich mich für unschlag­bar, aber das war ein Irr­tum.” (Zitat aus “Die Köni­gin­nen der Würst­chen” S.9) Aber Mireil­le sieht das Gan­ze mit ihrer für sie typi­schen Art von Humor. Sie — die etwas über­ge­wich­tig ist — will sich von so einer Wahl nicht das Leben ver­mie­sen las­sen. Das ver­sucht sie auch der 16-jäh­ri­gen Astrid, die sie ver­stört und wei­nend auf­ge­sucht hat, klar zu machen. Die­se wohnt erst seit einem Jahr in Bourg-en-Bres­se, war vor­her in einer katho­li­schen Schwes­tern­schu­le und ist völ­lig scho­ckiert über… Weiterlesen!

Soman Chainani — The School for Good and Evil: Es kann nur eine geben

Soman Chainani School for Good and Evil15.Juli 2017

Der ers­te Teil der New York Times Best­sel­l­er­tri­lo­gie des ame­ri­ka­ni­schen Auto­ren Soman Chaina­ni ist nun end­lich als Taschen­buch erschie­nen: “The School for Good and Evil: Es kann nur eine geben” ent­führt sei­ne Leser in eine fan­tas­ti­sche Welt, in der die Haupt­fi­gu­ren zu Hel­den oder Böse­wich­ten aus­ge­bil­det wer­den, um schließ­lich in einem Mär­chen zu lan­den. Ein Buch über Gut und Böse, die Schwie­rig­keit, das eine vom ande­ren zu unter­schei­den und den Wert der Freund­schaft. Ein äußerst unter­halt­sa­mes Lese­ver­gnü­gen: aben­teu­er­lich, mär­chen­haft, sehr span­nend und zuwei­len höchst amü­sant — was will man mehr? Und sogar eine Ver­fil­mung könn­te bald Rea­li­tät wer­den: Uni­ver­sal Pic­tures hat sich bereits die Film­rech­te gesi­chert! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren.

Gaval­don. Ein klei­nes Dorf, umge­ben von Wald. Ein Dorf, das nie­mand ver­las­sen kann. Denn alle Wege durch den Wald füh­ren immer wie­der nach Gaval­don zurück. Hier leben Sophie und Aga­tha, die unter­schied­li­cher nicht sein könn­ten. Sophie, die sich fühlt, klei­det, benimmt, als wäre sie eine Prin­zes­sin und Aga­tha, die an einem Fried­hof wohnt, düs­te­re Klei­dung trägt und eben­so düs­te­re Gedan­ken hegt. Von den Dorf­be­woh­nern wird sie als Hexe ange­se­hen. Trotz­dem sind die bei­den Mäd­chen mit­ein­an­der befreun­det. Doch dann nähert sich… Weiterlesen!

Erin Jade Lange — Halbe Helden

Erin Jade Lange Halbe Helden13.Juli 2017

Ein rich­tig coo­les Buch hat die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Erin Jade Lan­ge geschrie­ben: “Hal­be Hel­den”. Ein Roman über Freund­schaft, Inte­gra­ti­on eines Jun­gen mit Down-Syn­drom und der Suche nach dem Vater. Unter­halt­sam, mit viel Humor erzählt und mit ein wenig Tief­gang. Ein idea­les Buch für Wenig-Leser, Jungs und alle ande­ren Jugend­li­chen ab 14 Jah­ren. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen.

Colum­bia, Mis­sou­ri. Der 16-jäh­ri­ge Dane ist nicht gera­de für sei­ne sanf­te Wesens­art bekannt. In der Schu­le schreibt er zwar Best­no­ten, muss­te aber schon x-Mal nach­sit­zen, weil er sich mit ande­ren geprü­gelt hat. Sei­ne Aggres­si­ons­schwel­le liegt beson­ders nied­rig und da kann ein fal­scher Blick, ein fal­sches Wort, eine noch fal­sche­re Ges­te schon mal dar­in enden, dass “ein Typ aus sei­nem Auto gezerrt wur­de und eine Lek­ti­on in Sachen Stra­ßen­rand­de­mut ver­passt bekam” (Zitat aus “Hal­be Hel­den”, S.7). Manch­mal juckt es Dane ein­fach in den Fin­gern. Es ist ein Krib­beln, dass sich durch sei­ne gan­zen Hän­de zieht, bis in die Fin­ger­spit­zen hin­ein. “Der ein­zi­ge Weg, es los­zu­wer­den, war, die Hän­de zur Faust zu bal­len und die­ser Faust einen Lan­de­platz zu bie­ten.” (Zitat S.7). Bei sei­ner letz­ten Prü­ge­lei hat ihn jedoch ein selt­sa­mer Jun­ge beob­ach­tet, der den Blick gar nicht abwen­den konn­te, von dem, was Dane tat und den er erst … Weiterlesen!

Kira Gembri — Ein Teil von uns

Kira Gembri Ein Teil von uns15.Juni 2017

Ein Teil von uns” ist ein Roman der jun­gen, deut­schen Auto­rin Kira Gem­bri. Wie auch in ihrem vor­he­ri­gen Buch “Wenn du dich traust” geht ihr Erfolgs­re­zept auf: Man neh­me ein erns­tes The­ma (dies­mal: Organ­spen­de), mische es mit einer roman­tisch-sprit­zi­gen Lie­bes­ge­schich­te und füge noch eine gro­ße Por­ti­on Selbst­fin­dung und das Aus­bre­chen aus alten Mus­tern hin­zu. Fer­tig ist der Schmö­ker für jun­ge Erwach­se­ne, der sich sehr unter­halt­sam und mit einer ange­neh­men Pri­se Humor liest. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen! Für Jugend­li­che ab 14, und beson­ders auch für älte­re Leser.

Seit lan­ger Zeit geht der nun 19-jäh­ri­ge Aaron zur Dia­ly­se. Sei­ne Nie­ren haben ihre Funk­ti­on ein­ge­stellt. Manch­mal ist er sogar bereits erschöpft, wenn er nur eine Trep­pe nach oben steigt. So zu tun, als wäre alles per­fekt, das gelingt ihm nicht: “Alle Men­schen waschen ihre Kla­mot­ten, man­che waschen Geld und ich wasche eben mein Blut. Kein The­ma, oder? Aber nur ein Idi­ot wür­de mir die­ses Thea­ter abkau­fen.” (Zitat aus “Ein Teil von uns” S.9). Lan­ge war­tet Aaron schon auf ein Spen­der­or­gan, um end­lich wie­der ein nor­ma­les Leben zu haben. Die 19-jäh­ri­ge Anto­nia, genannt Nia, führt ein von ihren Eltern vor­her­be­stimm­tes Leben. Sie soll Anwäl­tin wer­den — eben­so wie ihre Erzeu­ger — und lernt flei­ßig für ihr Stu­di­um. Oft ist sie unsi­cher, aber sie ver­sucht … Weiterlesen!

Nicola Yoon — Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

Nicola Yoon - Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt20.April 2017

Du neben mir und zwi­schen uns die gan­ze Welt” von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Nico­la Yoon läuft bald im Kino an und ist pas­send dazu jetzt als Taschen­buch erschie­nen. Ein Roman über eine sel­te­ne Immun­krank­heit, durch die ein jun­ges Mäd­chen ihr Leben lang ihr Haus nicht ver­las­sen hat und eine uner­war­te­te Lie­be. Gefühl­voll, roman­tisch, humor­voll — ange­rei­chert mit einem Sam­mel­su­ri­um an Noti­zen und Zeich­nun­gen. Die­ses Buch kann sich defi­ni­tiv sehen las­sen, sowohl optisch (bezieht sich auf die Hard­co­ver-Aus­ga­be, sie­he unten), als auch inhalt­lich! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren.

Seit 17 Jah­ren hat Made­li­ne ihr Haus nicht ver­las­sen. Jetzt hat sie gera­de ihren 18.Geburtstag gemein­sam mit ihrer Mut­ter und mit Car­la, ihrer per­sön­li­chen Voll­zeit­kran­ken­schwes­ter, gefei­ert. Das Mäd­chen lei­det unter einer äußerst sel­te­nen Immun­krank­heit: Im Grun­de bin ich all­er­gisch gegen die Welt. Alles kann einen Anfall aus­lö­sen. Es könn­ten die Che­mi­ka­li­en im Putz­mit­tel sein, mit dem der Tisch abge­wischt wur­de, den ich gera­de berührt habe. Es könn­te das Par­füm von irgend­wem sein. Oder das exo­ti­sche Gewürz in mei­nem Essen. […] Mei­ne Mom sagt, dass ich als Klein­kind ein paar­mal bei­na­he gestor­ben wäre.” (Zitat aus “Du neben mir und zwi­schen uns die gan­ze Welt”, S.12) Men­schen sieht sie so gut wie nie. Sie wird per Inter­net unter­rich­tet. Nur sehr sel­ten kommt ein Leh­rer zu ihr ins Haus. Denn jeder, der hin­ein will, muss durch eine Sicher­heits­schleu­se und sich dekon­ta­mi­nie­ren las­sen. Frem­de müs­sen ihre Krank­heits­ge­schich­te… Weiterlesen!

Luc Blanvillain — Tagebuch eines Möchtegern-Versagers

Luc Blanvillain Tagebuch eines Möchtegern-Versagers15.März 2017

Tage­buch eines Möch­te­gern-Ver­sa­gers” von dem fran­zö­si­schen Auto­ren Luc Blan­vil­lain ist ein Roman über einen hoch­in­tel­li­gen­ten Jun­gen, der einen höchst unge­wöhn­li­chen Weg wählt, um mehr Frei­raum von sei­nen Eltern zu bekom­men. Ein Kata­stro­phen­be­richt der beson­de­ren Art. Für alle Fans von “Greg’s Tage­buch” und den Lesern von Marie-Aude Murail. Eine bezau­bern­de Geschich­te mit der rich­ti­gen Mischung aus Ernst­haf­tig­keit und Humor. Klas­se! Für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren (ins­be­son­de­re Jungs, die nicht so ger­ne lesen).

Der 12-jäh­ri­ge Nils ist ein über­aus schlau­er Jun­ge: “Die Art Schü­ler, dem die ande­ren — vor allem mei­ne gro­ße Schwes­ter — am liebs­ten eine rein­hau­en wür­den. Ein Noten­durch­schnitt von 1,1. Nicht 1,0, damit man mir nicht wirk­lich eine rein­haut. Die Art von Schü­ler, die bei einer Klas­sen­ar­beit sofort anfängt, in einem Zug die Ant­wort run­ter­zu­krit­zeln, eine hal­be Stun­de vor­her abgibt und sich ein Buch aus der Biblio­thek holen darf, um die Zeit tot­zu­schla­gen, bis die ande­ren end­lich fer­tig sind.” (Zitat S.6) Freun­de hat Nils nicht wirk­lich. Jetzt nach den Som­mer­fe­ri­en soll er auf eine neue Schu­le, die eher sei­nen Fer­tig­kei­ten ent­spricht. Fer­tig­kei­ten, die er nicht nur durch Wis­sen und Intel­li­genz, son­dern vor allem dem enor­men Leis­tungs­druck sei­ner Eltern zu ver­dan­ken hat. Sein Vater ist Biblio­the­kar und für sei­ne sprach­lich-lite­ra­ri­schen Talen­te ver­ant­wort­lich. Sei­ne Mut­ter, die als Inge­nieu­rin arbei­tet, für sei­ne mathe­ma­ti­schen Fähig­kei­ten. Schon von klein auf haben sie ihn zu Höchst­leis­tun­gen ange­spornt. Im Gegen­satz zu … Weiterlesen!