Monatliches Archiv: April 2020

Kelly Barnhill — Das Mädchen, das den Mond trank

Kasimira29.April 2020

Das Mäd­chen, das den Mond trank” von der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Kel­ly Barn­hill ist ein fan­tas­ti­scher Roman, der in ein Land wie aus einem Mär­chen ent­führt, von (angeb­lich) bösen Hexen berich­tet, von Mond­licht­ma­gie und einem ganz beson­de­ren, klei­nen Mäd­chen. Eine Geschich­te über den Mut ande­re Wege zu gehen, die Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät und die nach der Wahr­heit. Ein wirk­lich schö­nes Buch! Mit der rich­ti­gen Mischung aus Fan­ta­sie, Humor und Klug­heit erzählt. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Leser ab 10 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Es war ein­mal ein klei­nes Städt­chen — die Trau­ri­ge Stadt oder das Pro­tek­to­rat genannt — das zwi­schen einem rie­sen­gro­ßen Sumpf und einem bös­ar­ti­gen Wald lag. Die­ser barg die größ­ten Gefah­ren und konn­te nur auf einer Allee durch­quert wer­den. “Die Allee gehör­te Ältes­ten­rats­vor­ste­her Gher­land, und sei­ne Kol­le­gen durf­ten auch dar­an teil­ha­ben. Dem Ältes­ten­rat gehör­te auch der Sumpf. Und die Obst­gär­ten. Und jedes Haus im Pro­tek­to­rat.” (Zitat aus “Das Mäd­chen, das den Mond trank” S.10) Das arme Volk lebt von den Erzeug­nis­sen des Sump­fes, vom Schilf, aus denen sie sich die Schu­he fer­ti­gen, vom Sumpf­brei, den sie ihren Kin­dern zu essen geben, in der Hoff­nung, die­se mögen groß und stark wer­den. Wirk­lich groß und stark wer­den aller­dings nur … Weiterlesen!

Kayla Olson — Sandcastle Empire

Kasimira28.April 2020

Sand­cast­le Empi­re” ist das ers­te Buch der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Kay­la Olson. Ein dys­to­pi­scher Roman, der in einer — nach Umwelt­ka­ta­stro­phen und Krieg zer­stör­ten — Welt vier Jugend­li­che auf eine ver­meint­lich siche­re, letz­te Insel flüch­ten lässt. Doch erwar­tet sie dort wirk­lich Frie­den? Ein biss­chen “Robin­son Cru­soe”, ein biss­chen “Herr der Flie­gen” (aber mit ande­rer Moti­va­ti­on) und eine gro­ße Por­ti­on End­zeit­stim­mung und Wis­sen­schaft. Unter­halt­sam und aben­teu­er­lich. Aber mit erzäh­le­ri­schen Schwä­chen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

2057. Die Welt ist eine völ­lig ande­re. Natur­ka­ta­stro­phen, vor allem Über­schwem­mun­gen, zer­stör­ten den Lebens­raum der Men­schen. Küs­ten­re­gio­nen ver­san­ken im Meer, des­sen Spie­gel immer wei­ter anstieg. Die Über­flu­tun­gen sorg­ten dafür, dass Abwas­ser und ver­seuch­tes Trink­was­ser durch die Gegend flos­sen. Mit Ent­sal­zungs­fla­schen der Fir­ma Envi­ro­tec und aller­lei ande­rer Tech­no­lo­gien ver­such­te man dem Herr zu wer­den. Doch dann lös­te ein Skan­dal die­ser Fir­ma, der auf üble Wei­se auf das Ungleich­ge­wicht zwi­schen Arm und Reich auf­merk­sam macht, dafür, dass ein Krieg aus­bricht. Die “Wöl­fe” kom­men… Weiterlesen!

Kim Liggett — The Grace Year

Kasimira13.April 2020

The Grace Year” von der ame­ri­ka­ni­schen (Background-)Sängerin und Autorin Kim Lig­gett ist ein dys­to­pi­scher Roman, der in ein klei­nes, mit­tel­al­ter­lich anmu­ten­des Ört­chen ent­führt, in dem aus Angst vor magi­schen Kräf­ten her­an­wach­sen­der Mäd­chen die­se für ein Jahr in die Wild­nis geschickt wer­den. Wenn sie zurück­kom­men, sol­len sie geheilt sein. Wenn sie zurück­kom­men. Denn nicht alle keh­ren zurück. Eine Geschich­te über Rebel­li­on, düs­te­re Geheim­nis­se einer ver­schwo­re­nen Gemein­schaft und Gefah­ren, die nicht nur dort laue­ren, wo man sie ver­mu­tet. Ein Roman über die Unter­drü­ckung der Frau­en, der zu Recht gehypt wur­de und ver­filmt wer­den soll. Äußerst span­nend und mit­rei­ßend, aber auch erschre­ckend und bru­tal! Für alle Fans von “Tri­bu­te von Panem” und “Report der Magd”. Für (nicht all­zu zart besai­te­te) Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Über das Gna­den­jahr darf in Gar­ner Coun­try nie­mand spre­chen. “Angeb­lich besit­zen wir die Macht, Män­ner aus ihren Bet­ten zu locken, Jun­gen in den Wahn­sinn zu trei­ben und Ehe­frau­en vor Eifer­sucht zum Rasen zu brin­gen. Sie glau­ben, unse­re Haut ver­strö­me ein star­kes Aphro­di­sia­kum: das wirk­sa­me Eli­xier der Jugend eines Mäd­chens zur Frau.” (Zitat aus “The Grace Year” S.9) Des­halb wird jeder Jahr­gang 16-jäh­ri­ger Mäd­chen für ein Jahr aus dem Dorf ver­bannt und in ein Lager in die Wild­nis geschickt. Dort sol­len sie… Weiterlesen!

Michaela Kastel — C’est la fucking vie

Kasimira6.April 2020

Was die öster­rei­chi­sche Autorin Michae­la Kas­tel da mit ihrem Roman “C’est la fuck­ing vie” geschrie­ben hat, ist außer­ge­wöhn­lich! Eine zer­stö­re­ri­sche, hef­ti­ge, ver­zwei­fel­te, lebens­pul­sie­ren­de Lie­bes­ge­schich­te, die sei­nes­glei­chen sucht. Im Mit­tel­punkt ein jun­ges Mäd­chen, das exzes­siv ihr Leben lebt, sich nie­mals ver­liebt, son­dern nur von einer Bett­ge­schich­te zu nächs­ten flüch­tet. Das sich nun der Lie­be und der Wahr­heit stel­len muss, als ihr bes­ter Freund mehr von ihr will. Frei­heit oder Bezie­hung? Ein Roman wie ein Tanz auf einem Draht­seil — in unvor­stell­ba­rer Höhe und ohne Sicher­heits­netz. Inten­siv. Unver­gess­lich. Ein­ma­lig. Und abso­lut lesens­wert! Für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Die 17-jäh­ri­ge San­dra, genannt San­ni, weiß genau was sie vom Leben will: Spaß, unver­gess­li­che Erin­ne­run­gen sam­meln, sich trei­ben las­sen und ein­fach nur genie­ßen. Mit­neh­men was geht. Ohne nach­zu­den­ken. Ohne Kom­pro­mis­se. Ein­fach mal ihren bes­ten Freund Niko küs­sen, wenn ihr auf einer Par­ty danach ist? Klar, war­um nicht. “Das ist Leben. Die­ser Kuss, die­ses Glück, wir bei­de inein­an­der ver­schlun­gen. Es soll ewig dau­ern. Hier, jetzt, in die­ser wun­der­schö­nen hei­ßen Som­mer­nacht ohne Sor­gen. Das sind die Momen­te, dieWeiterlesen!

Gabi Kreslehner — Nils geht

Kasimira4.April 2020

Nils geht” ist der neu­es­te Roman der öster­rei­chi­schen Autorin Gabi Kres­leh­ner. Eine kurz­wei­li­ge (144 Sei­ten lan­ge) Geschich­te über Mob­bing, die Fol­gen davon und den Mut, den es braucht, Zivil­cou­ra­ge zu zei­gen. Hin­zu­schau­en anstatt weg­zu­se­hen. Auf beson­de­re Art und Wei­se erzählt. Eine Geschich­te, die auf­rüt­telt und nach­denk­lich macht. Her­vor­ra­gend als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung geeig­net. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Nils ist ein Außen­sei­ter. Wird in der Schu­le geär­gert. Ist das Opfer. Eigent­lich schon immer. “Aber irgend­wie war der Nils immer komisch. Ein klei­ner Wicht, der sich nicht anpas­sen konn­te. Doo­fes Gesicht. Irre Bewe­gun­gen. Und dabei weiß der aber alles. Den kann man fra­gen, was man will, der weiß es. Ich mei­ne, da ist es doch kein Wun­der, dass die ihn schon immer im Visier hat­ten.” (Zitat aus “Nils geht” S.15) Momen­tan beson­ders im Visier hat ihn die Cli­que um den gut aus­se­hen­den, ver­mö­gen­den, aber ego­is­ti­schen Joe. Dazu gehö­ren die elfen­haf­te, wun­der­schö­ne Mila; der mani­pu­lie­ren­de, höchst auf­merk­sa­me, auf­dring­li­che Ras­mus und Fadi, der weiß wie Außen­sei­ter sich füh­len kön­nen, aber trotz­dem mit dem Strom schwimmt. Sie nen­nen ihn… Weiterlesen!

Rose Snow — 12: Das erste Buch der Mitternacht

Kasimira2.April 2020

12: Das ers­te Buch der Mit­ter­nacht” ist der neu­es­te Roman­ta­sy-Roman von Rose Snow. Hin­ter die­sem Psyeud­onym ver­ber­gen sich zwei deutsch-öster­rei­chi­sche Autorin­nen: Ulri­ke Mayr­ho­fer und Car­men Schmit. Der Auf­takt einer Rei­he stellt eine beson­de­re Traum­welt in den Vor­der­grund, in die ein Mäd­chen zu gelan­gen ver­sucht, um ihren Freund aus dem Koma zu ret­ten. Fan­ta­sie­voll und mit sprit­zi­gen Dia­lo­gen. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Seat­tle. Die 19-jäh­ri­ge Har­per weiß noch nicht so recht, was sie mit ihrem Leben anfan­gen soll. Sie zeich­net ger­ne, hat sogar mal über­legt ein Kunst­stu­di­um anzu­fan­gen. Aber das Geld dafür fehlt. Sie jobbt in einem Schuh­la­den um auch ihre Mie­te für ihre WG mit ihrem bes­ten Freund Scott bezah­len zu kön­nen. Doch jetzt steht ihr Leben Kopf, seit sie vor vier Wochen mit ihrem Freund Phoe­nix einen Auto­un­fall gebaut hat. “Seit vier Wochen beglei­tet mich die­se Schuld, als wür­de sie eine ver­damm­te Aus­zeich­nung dafür bekom­men, mich über­all­hin zu ver­fol­gen. Sie ist da, Tag und Nacht. Seit acht­und­zwan­zig Tagen gehört sie zu mir wie das Mut­ter­mal über mei­ner Lip­pe, das ich noch nie lei­den konn­te.” (Zitat aus “12: Das ers­te Buch der Mit­ter­nacht” S.9) Har­per, die ein wenig getrun­ken hat­te, saß am Steu­er, alsWeiterlesen!

Michael Sieben — Ponderosa

Kasimira1.April 2020

Pondero­sa” ist der Debüt­ro­man des deut­schen Autoren Micha­el Sie­ben, der in den Mit­tel­punkt sei­ner kurz­wei­li­gen Geschich­te drei Jugend­li­che stellt, deren Leben durch das Ver­schwin­den eines Nach­barn auf den Kopf gestellt wird. Ein Roman über das Erwach­sen­wer­den, über Freund­schaft und das sich unwei­ger­li­che Ver­än­dern die­ser. Bedacht­sam und authen­tisch erzählt. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Vor allem für Jungs ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Eine klei­ne Sied­lung nahe Frank­furt. Der 15-jäh­ri­ge Kris­ti­an, genannt Kris, ist froh als nach den Oster­fe­ri­en sei­ne zwei bes­ten Freun­de end­lich wie­der zurück sind: Der coo­le Juri, den er schon seit Ewig­kei­ten kennt (er war auf Fur­te­ven­tu­ra) und Jose­phi­ne, die alle Josie nen­nen (sie war in Stutt­gart bei Freun­den). Jetzt tref­fen sie sich wie­der in “ihrer” klei­nen Hüt­te, mit dem Blick auf die Auto­bahn­brü­cke, die sich durch das Tal zieht. “Es gibt nur einen Raum mit zwei Fens­tern, bei einem ist die Schei­be zer­bro­chen, wir haben es mit Plas­tik­fo­lie und Krepp­band zuge­klebt. Über dem Ein­gang beginnt das Flach­dach zu brö­ckeln, an einer Stel­le ragt die Spit­ze eines ros­ti­gen Stahl­git­ters aus dem Beton. […] Ram­bo was here steht mit Edding an der Außen­wand, dane­ben FICKEN, knall­rot.” (Zitat aus “Pondero­sa” S.19ff) Es war Josies Idee die Hüt­te “Pondero­sa” zu nen­nen. Genau­so wie es auf dem Schild stand, das Josies ver­stor­be­ner Vater über sei­nem Schre­ber­gar­ten frü­her hän­gen hat­te. “So heißt die Ranch aus Bonan­za, hat Josie uns erklärt, kennt ihr doch, oder? Juri und ich haben genickt, kla­ro, kennt doch jeder. Zu Hau­se haben wir dann erst mal gegoo­gelt, was bit­te Weiterlesen!