Amoklauf

Adriana Popescu — Was wir nicht sagen können

10.April 2026

Was wir nicht sagen kön­nen” ist der neu­es­te Buch der deut­schen Autorin Adria­na Popes­cu. Ein Coming-of-Age-Roman, der an einer Pri­vat­schu­le spielt und zwei Jugend­li­che zeigt, die ein­an­der lang­sam näher kom­men. Lenn­ox, der ein schwe­res Geheim­nis mit sich trägt und auf einen Neu­an­fang hofft. Und Katha­ri­na, die von den Erwar­tun­gen ihrer Eltern erdrückt wird und sich eigent­lich nur danach sehnt Kla­vier­spie­len zu dür­fen und ihren eige­nen Weg zu gehen. Ein sehr ruhig cho­reo­gra­fier­ter Roman vol­ler Tief­grün­dig­keit, der inten­siv und emo­tio­nal erzählt wird. Zwi­schen­mensch­li­ches sen­si­bel zu beschrei­ben, das kann die Autorin ein­fach! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Ein Schwei­zer Eli­te­inter­nat. Der jun­ge Lenn­ox taucht dort ein paar Wochen nach Schul­jah­res­be­ginn auf. “Nichts von mir gehört hier­her. Nicht mein Kof­fer, den ich vor­hin in den vier­ten Stock mei­nes Boar­ding Hou­ses geschleppt habe und bei dem die Rol­len nicht mehr so recht wol­len, weil sie in den letz­ten zwei Jah­ren vier Umzü­ge durch­ma­chen muss­ten. Nicht mei­ne Turn­schu­he, die viel zu durch­ge­latscht für die­sen edlen Kies­weg sind. Und sicher nicht ich, mit den gro­ßen fra­gen­den Augen, mit denen ich ver­su­che, das alles hier zu ver­ste­hen, ein­zu­ord­nen und dadurch sofort ver­ra­te, dass ich der Neue hier bin.” (Zitat aus “Was wir nicht sagen kön­nen” S.9). Lenn­ox hofft aufWeiterlesen!

Erin Bow — Alpakas, Agate und mein neues Leben

18.Mai 2025

Alpa­kas, Aga­te und mein neu­es Leben” ist ein Roman der viel­fach aus­ge­zeich­ne­ten ame­ri­ka­nisch-kana­di­schen Autorin Erin BowSie erzählt die Geschich­te des 12-jäh­ri­gen Simon, der eine trau­ri­ge Berühmt­heit erhielt, als er einen Amok­lauf an sei­ner Schu­le als Ein­zi­ger aus sei­ner Klas­se über­leb­te. Mit sei­ner Fami­lie flüch­tet er zwei Jah­re spä­ter an den ein­zi­gen Ort in ganz Ame­ri­ka, an dem es kein Inter­net gibt, in der Hoff­nung ein neu­es Leben zu begin­nen, ohne dass ihn jemand erkennt und er die trau­ma­ti­sche Ver­gan­gen­heit end­lich hin­ter sich las­sen kann. Er fin­det rasch Freun­de: Kevin mit den grü­nen Haa­ren, des­sen Mut­ter Wis­sen­schaft­le­rin ist und die autis­ti­sche Aga­te, die plant eine Fake-Nach­richt an Ali­ens zu sen­den. Doch dann tritt sein Geheim­nis eines Tages ans Licht. Aus­ge­rech­net Kevin stößt zufäl­lig dar­auf. Bald gerät wie­der alles außer Kon­trol­le… Ein Roman, der sich Zeit nimmt, um Hand­lung und Cha­rak­te­re zu ent­wi­ckeln — aber die Cha­rak­te­re sind wirk­lich ein­ma­lig! Erfri­schend anders, authen­tisch und außer­ge­wöhn­lich. Eine sehr herz­er­wär­men­de Geschich­te über Trau­ma­ta, Freund­schaft und Zusam­men­halt. Das Buch besticht vor allem durch die Mischung aus Ernst­haf­tig­keit und viel viel Humor. Schräg, skur­ril und sehr unter­halt­sam. Für Jugend­li­che ab 11 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Der 12-jäh­ri­ge Simon zieht mit sei­nen Eltern um. In die Natio­nal Quiet Zone“Wir pack­ten also unse­re Sachen und zogen in eine klei­ne Stadt namens — sie heißt wirk­lich so, ich schwö­re — Augen-zu-und-durch in Nebras­ka. Augen-zu-und-durch ist ein Kaff, die Art von Ort, wo das Bestat­tungs­in­sti­tut “Gemet­zel & Söh­ne” heißt, und das schon so lan­ge, dass es nie­mand mehr komisch fin­det.” (Zitat aus “Alpa­kas, Aga­te und mein neu­es Leben” S.11) Der offi­zi­el­le Grund sind… Weiterlesen!

Houssein Kahin & Kornelia Wald — Die Tasche

8.Dezember 2024

Der deutsch-liba­ne­si­sche Autor Hous­sein Kahin und sei­ne ehe­ma­li­ge Deutsch­leh­re­rin Kor­ne­lia Wald haben sich für den Roman “Die Tasche” zusam­men­ge­tan. Sie haben hier­für nicht nur den lite­ra­ri­schen Diver­si­täts­preis 2023 “Der Viel­fal­ter” gewon­nen, son­dern stel­len eine Schu­le in den Mit­tel­punkt ihrer Geschich­te, wel­cher wegen sozia­lem Enga­ge­ment genau solch ein Diver­si­täts­preis ver­lie­hen wer­den soll. Die Deutsch­leh­re­rin Frau Schä­fer und der Mus­ter­schü­ler Moham­med sol­len die­sen Preis ent­ge­gen­neh­men. Letz­te­rer hält von so viel Show rein gar nichts und hat ganz ande­re Plä­ne für die­sen Fest­tag sei­ner Schu­le. Eine schwar­ze Sport­ta­sche, die er in der Aula ste­hen lässt, sorgt bald für eini­ges an Auf­re­gung… Ein bemer­kens­wert geschrie­be­nes Buch! Ein Geflecht unter­schied­li­cher Per­spek­ti­ven in unter­schied­li­cher Erzähl­art ergibt ein immer kom­ple­xe­res Bild und steu­ert auf einen span­nungs­ge­la­de­nen Höhe­punkt zu. Eine Geschich­te über Vor­ur­tei­le, Viel­falt und Ras­sis­mus, die einen unheim­li­chem Lese­sog aus­übt und der man sich kaum ent­zie­hen kann! Per­fekt als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwachsene.

Moham­med ist ein Mus­ter­schü­ler. Schreibt gute Noten und hilft sei­nem Vater regel­mä­ßig beim Über­set­zen von wich­ti­gen Doku­men­ten. Er geht auch ger­ne Boxen. Nur in letz­ter Zeit nicht mehr. Da hat er einiges… Weiterlesen!

Silke Heimes — Who’s to blame

18.Oktober 2024

Who’s to bla­me” ist der neu­es­te Thril­ler der deut­schen Autorin Sil­ke Hei­mes. Sie ent­führt ihre Leser:innen zu einer letz­ten Unter­richts­stun­de vor den Som­mer­fe­ri­en. Deutsch-Leis­tungs­kurs. 15 Schü­ler. Doch anstatt mit dem Unter­richt zu begin­nen, ver­schließt der Leh­rer die Tür und holt eine Pis­to­le aus sei­ner Tasche. Er droht zu schie­ßen. Fängt an ein per­fi­des Fra­ge­spiel mit den Schüler:innen zu spie­len. Wer die rich­ti­ge Ant­wort gibt, darf den Raum ver­las­sen. Bald droht die Situa­ti­on immer wei­ter zu eska­lie­ren und die Klas­se begreift, dass sie nur über­le­ben kann, wenn sie zusam­men­hal­ten… Eine rasan­te, span­nungs­ge­la­de­ne Geschich­te, die schnell in ihren Bann zieht und die man kaum aus den Hän­den legen möch­te! Ein Kam­mer­spiel der Emo­tio­nen — über Schuld, Angst, aber auch über Stär­ke und Zusam­men­halt im abso­lu­ten Aus­nah­me­zu­stand. Hef­tig. Ein­dring­lich. Aktu­ell. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Herr Brandl ist zu spät. “Brandl bestellt uns an einem Frei­tag­nach­mit­tag kurz vor den Som­mer­fe­ri­en für vier Unter­richts­stun­den in die Schu­le und ist dann selbst nicht da?” (Zitat aus “Who’s to bla­me” S.9) Das wun­dert auch die fünf­zehn Schüler:innen des Deutsch-Leis­tungs­kur­ses, die für eine Vor­be­rei­tung zu einer Podi­ums­dis­kus­si­on antre­ten sol­len. Aber dann taucht Herr Brandl schließ­lich auf. Und macht etwas völ­lig Uner­war­te­tes. “Brandl schließt die Tür, zieht einen Stuhl her­an und klemmt die Leh­ne unter die Klin­ke. “War­um blo­ckie­ren Sie die Tür?”, fragt Esther. “Was, wenn ich pin­keln muss?”, fragt Ben. Brandl setzt sich ans Pult, öff­net die Leder­map­pe und zieht eine Pis­to­le her­aus.” (Zitat S.11) Die Schüler:innen begrei­fen zuerst gar nicht, wie ihnen geschieht. Plötz­lich sol­len sie auch noch alle ihre… Weiterlesen!

Deb Caletti — Wie ein Herzschlag auf Asphalt

Kasimira30.September 2022

Wie ein Herz­schlag auf Asphalt” ist das ers­te Buch der preis­ge­krön­ten, ame­ri­ka­ni­schen Autorin Deb Calet­ti, das ins Deut­sche über­setzt wur­de. Eine außer­ge­wöhn­li­che Geschich­te über ein Mäd­chen, das nach namen­lo­sen, trau­ma­ti­schen Ereig­nis­sen ein­fach so beschließt, los­zu­lau­fen. Von Seat­tle nach Washing­ton DC. 4300km lang. Um zu ver­ges­sen, um zu ver­ar­bei­ten, was ihr pas­siert ist. Was das ist, die­sem Rät­sel darf sich der Leser wäh­rend­des­sen immer wie­der stel­len, denn die Auf­lö­sung die­ses Geheim­nis­ses wird lan­ge zurück­ge­hal­ten. Ein in Rück­blen­den beschrie­be­ner Roman, der eine Prot­ago­nis­tin in den Mit­tel­punkt stellt, die zer­bro­chen ist und lernt wie­der auf­zu­ste­hen und den Gefah­ren des Lebens tap­fer und hoff­nungs­voll ent­ge­gen­zu­tre­ten. Bewe­gend und auf beson­de­re Art und Wei­se erzählt. Ein unfass­bar wich­ti­ges und wert­vol­les Buch! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Anna­bel­le ist beliebt. Sie ist eine Mus­ter­schü­le­rin, sie ist sport­lich, eine Lese­rat­te und arbei­tet ehren­amt­lich in einem Senio­ren­zen­trum. Außer­dem ist sie nett und immer freund­lich zu allen. Doch dann ist etwas pas­siert. Vor neun Mona­ten. Und das hat ihr gan­zes Leben durch­ein­an­der­ge­bracht. Sie ist trau­ma­ti­siert und ist in The­ra­pie. Hat Schwie­rig­kei­ten ihren All­tag zu meis­tern. Als sie in einem Fast­food­re­stau­rant eine unschö­ne Begeg­nung mit einem Betrun­ke­nen hat, brennt eine SicherungWeiterlesen!

Sera Milano — Nichts wird wie vorher sein

Kasimira10.Juli 2022

Nichts wird wie vor­her sein” ist das ers­te Jugend­buch der bri­ti­schen Autorin Sera Mila­no und erzählt die Geschich­te eines (fik­ti­ven) Ter­ror­an­schlags, der ein Fes­ti­val in einer Klein­stadt völ­lig auf den Kopf stellt. Berich­tet wird dies aus der Sicht von fünf Jugend­li­chen. Ein Kam­mer­spiel. Erschüt­ternd, bewe­gend, hef­tig und mit­rei­ßend. Mit rasch wech­seln­den Per­spek­ti­ven. Ein Thril­ler, der erschre­ckend aktu­ell ist, aber nichts für Zart­be­sai­te­te. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren, die bereit sind sich mit erns­ten The­men aus­ein­an­der­zu­set­zen und inter­es­sier­te Erwachsene.

Ein klei­nes Städt­chen namens Amber­si­de. Im letz­ten Jahr wur­de das ört­li­che Fes­ti­val abge­sagt. Die­ses Jahr fin­det es wie­der statt. “Dar­um war es die­ses Jahr wie eine Befrei­ung, wie ein kol­lek­ti­ves Auf­at­men, als wir uns ver­sam­mel­ten, um los­zu­zie­hen. Wahr­schein­lich waren genau­so vie­le Leu­te dabei wie sonst auch, aber es fühl­te sich vol­ler an. Alle hin­gen irgend­wie dich­ter auf­ein­an­der. Es herrsch­te ein so kom­pak­tes Gedrän­ge, dass es mir vor­kam, als wür­den unse­re Her­zen im Gleich­takt schla­gen.” (Zitat aus “Nichts wird wie vor­her sein” S.13) Auf die­ses Fes­ti­val gehen auch fünf Jugend­li­che: Vio­let, die eher schüch­tern ist. “Ich mache mir nichts aus Tan­zen. Ich hal­te mich lie­ber am Rand auf, wo ich ande­re beob­ach­ten kann, ohne selbst ins Blick­feld zu gera­ten.” (Zitat S.11) Ellie. Eine Schön­heit, die vol­ler Selbst­be­wusst­sein ist. “Ellie tanzt, als wäre es ihr egal, wenn die gan­ze Welt zuguckt. Aber war­um auch nicht? Wenn sie tanzt, besteht die gan­ze Welt nur aus ihr. Ihr allein.” (Zitat S.11) Pea­ches, die eher eine Außen­sei­te­rin ist und die Tech­nik macht. Hoch über der Fes­ti­val­büh­ne soll sie die Schein­wer­fer aus­rich­ten und hat den bes­ten Über­blick, als plötz­lich etwas passiert… Weiterlesen!

Amy Giles — Jene Nacht ist unser Schatten

Kasimira8.Mai 2021

Jene Nacht ist unser Schat­ten” ist der zwei­te Roman der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Amy Giles, der (übri­gens von Isa­bel Abe­di) ins Deut­sche über­setzt wur­de. Hier wer­den ein Jun­ge und ein Mäd­chen in den Mit­tel­punkt gestellt, die nach einer Mas­sen­schie­ße­rei bei­de ihre jeweils gro­ßen Brü­der ver­lo­ren haben und ein­an­der nun uner­war­tet näher­kom­men. Eine Geschich­te über Ver­lust, Trau­er­be­wäl­ti­gung und die Lie­be. Schmerz­haft, berüh­rend und sehr sen­si­bel erzählt. Kommt für mich aller­dings lei­der nicht her­an an den den Vor­gän­ger “Jetzt ist alles, was wir haben” (unab­hän­gig von­ein­an­der zu lesen). Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne, die sich nicht scheu­en sich mit erns­ten The­men auseinanderzusetzen.

Ein Jahr ist es her, dass die 17-jäh­ri­ge Jess ihren älte­ren Bru­der Ethan bei einer Mas­sen­schie­ße­rei im Kino ver­lo­ren hat. Doch noch immer steht ihr Leben völ­lig Kopf: “An man­chen Mor­gen dau­ert es ein biss­chen län­ger, bis ich die Kur­ve krie­ge und bereit bin, mich einem wei­te­ren Tag ohne sie zu stel­len, selbst jetzt noch, nach einem Jahr.” (Zitat aus “Jene Nacht ist unser Schat­ten” S.6) Sie ver­misst ihren Bru­der. Und jetzt auch ihre bes­te Freun­din Maris­sa, die mitt­ler­wei­le in einer Pri­vat­schu­le mit psy­cho­lo­gi­scher Betreu­ung gelan­det ist, weil sie mit den Fol­gen des Amoklaufs… Weiterlesen!

Svenja K. Buchner — Bis die Zeit verschwimmt

Kasimira28.Februar 2020

Bis die Zeit ver­schwimmt” ist der ers­te Jugend­ro­man der deut­schen Autorin Sven­ja K. Buch­ner. Dass die Autorin zudem Psy­cho­lo­gie stu­diert hat, das merkt man! Ein trau­ri­ge, aber äußerst tief­grün­di­ge Geschich­te über die Fol­gen eines Amok­laufs und den Tod der bes­ten Freun­din, der das Leben eines jun­gen Mäd­chens völ­lig aus den Fugen gera­ten lässt. Schmerz­voll, bewe­gend und sprach­lich zudem bril­lant erzählt. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwachsene.

Sie sind bes­te Freun­din­nen und das schon seit Ewig­kei­ten. Hele­ne und Cas­sie. Doch ein Amok­lauf an ihrer Schu­le über­schat­tet alles. “Und die gan­ze Zeit über war­te ich auf ihr Gesicht, dar­auf, dass sie end­lich raus­kommt, dar­auf, dass ich sie in den Arm neh­men und nach Hau­se brin­gen darf. Doch sie kommt nicht, weder in die die­sem Atem­zug noch im nächs­ten, und das, obwohl jeder ein­zel­ne mich mehr schmerzt als alles Leid die­ser Erde es je könn­te.” (Zitat aus “Bis die Zeit ver­schwimmt” S.8ff) Denn Cas­sie wur­de von dem Täter erschos­sen. Sie ist eine derWeiterlesen!

Lea-Lina Oppermann — Was wir dachten, was wir taten

15.August 2019

Die erst 19-jäh­ri­ge Ber­li­ner Autorin Lea-Lina Opper­mann wur­de für ihr Manu­skript zu “Was wir dach­ten, was wir taten” bereits mit dem Hans-im-Glück-Preis 2016 aus­ge­zeich­net. Jetzt ist das Buch neu als Taschen­buch erschie­nen und offen­bart eine hef­ti­ge, aber ganz beson­de­re Geschich­te über einen Amok­lauf, über Rache und dunk­le Geheim­nis­se. Ein Kam­mer­spiel der Extra­klas­se! Erzählt aus drei Per­spek­ti­ven. Span­nungs­ge­la­den und nach­denk­lich machend. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Mon­tag­mor­gen. In einer namen­lo­sen Schu­le. 14 Ober­stu­fen­schü­ler sit­zen im Mathe­ma­tik­un­ter­richt und brü­ten über einer Klau­sur, als plötz­lich eine selt­sa­me Durch­sa­ge ertönt: “Es ist ein schwer­wie­gen­des Sicher­heits­pro­blem auf­ge­tre­ten. Bit­te bewah­ren Sie Ruhe. Bege­ben Sie sich sofort in einen geschlos­se­nen Fach­raum und war­ten Sie auf wei­te­re Anwei­sun­gen.” (Zitat aus “Was wir dach­ten, was wir taten” S.7) Ein Fehl­alarm oder tat­säch­lich ein Amok­lauf? Rat­lo­sig­keit und begin­nen­de Unru­he machen sich unter den Schü­lern breit. Den­noch ver­an­lasst Herr Fil­ler, der Leh­rer, dass die Türe abge­schlos­sen wird. Dann ver­sucht er den Unter­richt fort­zu­set­zen, die Klau­sur wei­ter­schrei­ben zu las­sen. Doch der 17-jäh­ri­ge Mark, der … Weiterlesen!

Marieke Nijkamp — 54 Minuten: Jeder hat Angst vor dem Jungen mit der Waffe

Kasimira22.Mai 2019

Die nie­der­län­di­sche Autorin Marie­ke Nij­kamp hat für ihren Roman “54 Minu­ten: Jeder hat Angst vor dem Jun­gen mit der Waf­fe” gut und viel recher­chiert. Nicht nur des­we­gen ist ihr auf Eng­lisch geschrie­be­nes Buch (die Autorin beherrscht meh­re­re Spra­chen) in Ame­ri­ka zu einem über­ra­schen­den Erfolg gewor­den. Eine erschre­cken­de Geschich­te über einen Amok­lauf und das Geflecht mensch­li­cher Bezie­hun­gen, die bei die­ser Schre­ckens­tat wie durch ein Skal­pell scho­nungs­los offen­ge­legt wer­den. Bewe­gend, hef­tig und sehr fes­selnd geschrie­ben. Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren und für Erwachsene.

Oppor­tu­ni­ty. Ein klei­nes Städt­chen in Ame­ri­ka. Es scheint ein ganz gewöhn­li­cher Tag zu sein. Die Direk­to­rin Mrs Tren­ton hält wie immer zu Beginn des nächs­ten Halb­jah­res ihre Eröff­nungs­re­de. In der Aula. Den Inhalt der Rede kön­nen vie­le Schü­ler schon nahe­zu aus­wen­dig. Er ist jedes Mal gleich. “Mein Bru­der wür­de mir sagen, dass Mrs Tren­tons Anspra­che mehr Wahr­heit ent­hält, als ich mir vor­stel­len kann. Dass die Welt mir zu Füßen läge und es an mir wäre, das Bes­te aus mei­ner Zukunft zu machen. Das habe ich mehr­fach ver­sucht und bin immer wie­der geschei­tert. Inzwi­schen steht mir der Sinn nach Flucht. (Zitat S.13) Autumn, die das Tan­zen liebt, dies aber seit dem Tod ihrer Mut­ter heim­lich tun muss, sitzt neben ihrer Freun­din Syl­via, mit­ten in der Aula und hört zu. Als die Anspra­che end­lich zu Ende ist, drän­gen sich die Schü­ler Rich­tung Aus­gang. Aber seltsamerweise… Weiterlesen!

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