Tod

Mila Summers — Verloren sind wir nur allein

Kasimira17.März 2020

Ver­lo­ren sind wir nur allein” von der deut­schen Autorin Mila Sum­mers ist ein Lie­bes­ro­man mit tra­gi­schem Hin­ter­grund. Über Trau­er, Ver­lust und die zar­te Hoff­nung der Lie­be, die Men­schen aus ihrer Ein­sam­keit holt um Schwe­res am bes­ten gemein­sam zu über­ste­hen. Emo­tio­nal, roman­tisch und unter­halt­sam. Ein Schmö­ker für Zwi­schen­durch. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Die 17-jäh­ri­ge Sky hat ihren Vater ver­lo­ren. Bei einem Base­ball­spiel ist er ein­fach so zusam­men­ge­bro­chen und nie wie­der auf­ge­stan­den. Sein Tod vor unge­fähr zwei Jah­ren hat sie völ­lig aus der Bahn gewor­fen. Sie trägt nur noch schwarz und hat sich auch von ihren Freun­den kom­plett zurück­ge­zo­gen. Nicht ein­mal mit ihrer bes­ten Freun­din Ruth schafft sie es noch zu tele­fo­nie­ren. Ihre Mut­ter hin­ge­gen ist bereits ein hal­bes Jahr nach dem Tod ihres Man­nes wie­der mit ande­ren aus­ge­gan­gen. “Für mich kommt das einem Ver­rat gleich. Einem Ver­rat, den sie an allem begeht, wasWeiterlesen!

Svenja K. Buchner — Bis die Zeit verschwimmt

Kasimira28.Februar 2020

Bis die Zeit ver­schwimmt” ist der ers­te Jugend­ro­man der deut­schen Autorin Sven­ja K. Buch­ner. Dass die Autorin zudem Psy­cho­lo­gie stu­diert hat, das merkt man! Ein trau­ri­ge, aber äußerst tief­grün­di­ge Geschich­te über die Fol­gen eines Amok­laufs und den Tod der bes­ten Freun­din, der das Leben eines jun­gen Mäd­chens völ­lig aus den Fugen gera­ten lässt. Schmerz­voll, bewe­gend und sprach­lich zudem bril­lant erzählt. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Sie sind bes­te Freun­din­nen und das schon seit Ewig­kei­ten. Hele­ne und Cas­sie. Doch ein Amok­lauf an ihrer Schu­le über­schat­tet alles. “Und die gan­ze Zeit über war­te ich auf ihr Gesicht, dar­auf, dass sie end­lich raus­kommt, dar­auf, dass ich sie in den Arm neh­men und nach Hau­se brin­gen darf. Doch sie kommt nicht, weder in die die­sem Atem­zug noch im nächs­ten, und das, obwohl jeder ein­zel­ne mich mehr schmerzt als alles Leid die­ser Erde es je könn­te.” (Zitat aus “Bis die Zeit ver­schwimmt” S.8ff) Denn Cas­sie wur­de von dem Täter erschos­sen. Sie ist eine derWeiterlesen!

Liz Kessler — Meine Liebe ist jetzt

2.November 2019

Die bri­ti­sche Schrift­stel­le­rin Liz Kess­ler, die vor allem durch ihre “Emi­ly”-Roma­ne erfolg­reich wur­de, hat mit “Mei­ne Lie­be ist jetzt” ihr ers­tes Jugend­buch geschrie­ben. Eine Geschich­te über eine ganz beson­de­re Lie­be zu einem Geist und einem Mäd­chen zwi­schen zwei Jungs und zwei Rea­li­tä­ten. Ein rich­tig schö­ner Schmö­ker, der sich zu lesen lohnt! Eine außer­ge­wöhn­li­che Lie­bes­ge­schich­te. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Als Joe auf dem Boden sei­nes Zim­mers erwacht und nicht nur sein Bett, son­dern auch sei­ne gan­zen Möbel und Sachen ver­schwun­den sind, glaubt er zunächst an einen äußerst üblen Scherz sei­nes Bru­ders. Hat der ein­fach alles aus­ge­räumt, um ihn zu ärgern? Und war er selbst ges­tern fei­ern? Hat er sich die Kan­te gege­ben und erin­nert sich des­we­gen nicht mehr an alles? Alles kommt Joe so komisch vor. Doch als er dann sei­ne Hand nach der Tür­klin­ke aus­streckt und die­se nicht mehr rich­tig grei­fen kann, schwant ihm Böses. Auch als er plötz­lich sei­ne Eltern mit einem Umzugs­wa­gen das Haus ver­las­sen sieht. War­um las­sen sie ihn allein zurück? War­um sieht ihn sein Bru­der, der so merk­wür­dig… Weiterlesen!

Vera Kissel — Was die Welle nahm

6.Juli 2019

Der Roman “Frei­schwim­men” (im Hard­co­ver: “Was die Wel­le nahm“) von der deut­schen Autorin Vera Kis­sel erzählt die Geschich­te eines Jun­gen auf der Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät, auf der Suche nach der Wahr­heit. Über sei­nen Vater, der bei einem Tsu­na­mi in Thai­land ums Leben kam. Ein ein­fühl­sa­mes Por­trät eines Jugend­li­chen, des­sen Leben sich mit einem Schlag ver­än­dert. Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Ab 12 Jah­ren.

Lukas ist 14. Er lebt in Ber­lin-Neu­kölln und hat zwei Wochen sturm­frei. So lan­ge ist sei­ne Mut­ter mit ihrem Freund am Boden­see. Er muss sich zwar jeden Tag bei ihr mel­den und auch Oma und Opa ab und zu mal einen Besuch abstat­ten, aber ansons­ten hat er alle Frei­hei­ten. Ent­we­der geht er sei­ne täg­li­chen 3000 Meter schwim­men, bas­telt mit einem Freund an des­sen Auto her­um oder denkt an Anni­ka – das Mäd­chen, in das er ver­liebt ist. Doch dann geschieht etwas, das ihn völ­lig aus der Bahn wirft: auf der Suche nach einem The­ma, über das er mit Mathe­crack Anni­ka reden könn­te, greift er zu einem alten Mathe­ma­tik­buch sei­ner Mut­ter, aus dem ein Brief her­aus­fällt. Ein Brief, der mit der Ver­gan­gen­heit sei­nes ver­stor­be­nen Vaters zu tun hat. Sein Vater, über des­sen Tod stets geschwie­gen wur­de. Lukas war damals vier, als er bei einem Tsu­na­mi… Weiterlesen!

Wulf Dorn — 21: Dunkle Begleiter

30.Juni 2019

21: Dunk­le Beglei­ter” ist mitt­ler­wei­le das drit­te Jugend­buch des bekann­ten, deut­schen Thril­ler­au­toren Wulf Dorn. Ein Buch über ein Mäd­chen, das 21 Minu­ten lang tot war, ehe man sie reani­mie­ren konn­te, eine beson­de­re Nah­tod­erfah­rung und ein Leben, in dem nun nichts mehr so ist wie zuvor. Denn ihre bes­te Freun­din ist seit­dem spur­los ver­schwun­den. Und nicht nur das… Dra­ma­tisch und äußerst span­nend. Erzäh­le­risch top! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Eigent­lich ist die 16-jäh­ri­ge Nik­ki nicht wirk­lich ein Par­ty­mensch. Sie liebt Bücher, Kino­fil­me, das ruhi­ge­re Leben, mag kei­ne gro­ßen Men­schen­an­samm­lun­gen. Doch ihrer bes­ten Freun­din Zoe zulie­be kommt sie an Hal­lo­ween mit zu einer neu­en Club­er­öff­nung. “Wir waren Ein­zel­kin­der, und irgend­wie war jede von uns für die ande­re wie die Schwes­ter, die sie nie gehabt hat­te. Wir waren immer für­ein­an­der da, pass­ten auf­ein­an­der auf und teil­ten all unse­re Geheim­nis­se. (Zitat aus “21: Dunk­le Beglei­ter” S.21) Ein höchst selt­sa­mes Geheim­nis hat auch Zoe ihr ver­ra­ten. Denn sie fühlt sich seit eini­ger Zeit… Weiterlesen!

Katie Kacvinsky — First comes love: Liebe mich, wenn du dich traust

Kasimira25.April 2019

Bekannt wur­de die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Kat­ie Kacvin­sky durch ihren dys­to­pi­schen Roman “Die Rebel­li­on der Mad­die Free­man”. Ihr Roman“Dyl­an & Gray” erschien 2014 zuletzt als Taschen­buch, nun wur­de er noch ein­mal neu auf­ge­legt und mit einen neu­en Titel samt Cover ver­se­hen: “First comes love: Lie­be mich, wenn du dich traust”. Eine Lie­bes­ge­schich­te, zwei­er völ­lig gegen­sätz­li­cher Cha­rak­te­re, die zudem noch viel Lebens­weis­heit bie­tet. Schön und unter­halt­sam erzählt. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren zu emp­feh­len.

Sie heißt Dyl­an und sie ist völ­lig anders als die ande­ren. Obwohl der jun­ge Gray nicht gera­de behaup­ten kann beson­ders vie­le Mäd­chen zu ken­nen. Er ist ein Ein­zel­gän­ger, hat momen­tan kei­ne Freun­de und zeigt auch sonst ungern sei­ne Gefüh­le. Musik hören, stun­den­lang Gitar­re spie­len und ein­fach abhän­gen, das macht er am liebs­ten. Bis er eines Tages Dyl­an ken­nen­lernt, das ver­rück­te, auf­ge­weck­te Mäd­chen, das einen Som­mer­kurs in Foto­gra­fie in sei­ner Hei­mat­stadt Phoe­nix belegt hat und ein­fach so auf dem häss­li­chen Asphalt sei­ner Schu­le liegt und mit einem gera­de­zu alter­tüm­lich aus­se­hen­den Foto­ap­pa­rat zwei klei­ne Geckos abzu­lich­ten ver­sucht. Dyl­an ist spon­tan und sagt, was sie denkt, ohne sich … Weiterlesen!

Marisha Pessl — Niemalswelt

Kasimira22.März 2019

Nie­mals­welt” ist der neue Roman der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Mari­sha Pes­sl. Nach dem Erfolg ihres bereits vor Ver­öf­fent­li­chung hoch gehan­del­tes Manu­skripts “Die all­täg­li­che Phy­sik des Unglücks” und ihrem Nach­fol­ger “Die ame­ri­ka­ni­sche Nacht” ist dies ihr ers­tes Jugend­buch. Dass sie zuvor für Erwach­se­ne schrieb, das merkt man. Mit Anspruch, lite­ra­ri­scher Qua­li­tät und einem fas­zi­nie­ren­den Plot wickelt sie ihre Leser um den Fin­ger. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Es ist nun fast ein Jahr her, seit Bea­tri­ce, genannt Bee, von ihren ehe­mals bes­ten Freun­den gehört hat. Gera­de hat sie ihr ers­tes Jahr am Col­le­ge zu Ende gebracht, da tru­delt eine SMS von Whit­ley ein, die sie zu ihrem Geburts­tag in das Haus ihrer ver­reis­ten Eltern nach Win­croft, Rho­de Island, ein­lädt. Wenn ich heu­te Abend nicht auf­kreuz­te, wür­den mei­ne alten Freun­de ihr Wochen­en­de in Win­croft ver­brin­gen (oder auch nicht), und das wäre es dann. Damit wür­de ich dem alten Spiel­zeug­se­gel­boot aus mei­ner Kind­heit den letz­ten Schub­ser ver­pas­sen, der es end­gül­tig hin­aus in die Mit­te des Sees trei­ben wür­de, weit weg vom Ufer, für immer außer Reich­wei­te. Dann wür­de ich nie her­aus­fin­den, was mit Jim pas­siert war.” (Zitat S.22) Denn es war Jims Tod, der alles ver­än­dert hat. Jim, mit dem Bee zusam­men war. Des­sen Tod bis heu­te … Weiterlesen!

Ava Reed — Wir fliegen, wenn wir fallen

26Kasimira.Sep­tem­ber 2018

Mit einem bild­schö­nen Cover war­tet der Roman “Wir flie­gen, wenn wir fal­len” von der deut­schen Autorin und Blog­ge­rin Ava Reed auf. Eine Geschich­te über ein beson­de­res Erbe, über Schuld, Ver­lust und die Kraft der Lie­be. Ein Buch, das wirk­lich alles hat, was einen rich­tig schö­nen Schmö­ker aus­macht: es ist roman­tisch, mit Klug­heit erzählt und in einer sehr unter­halt­sa­men, berüh­ren­den Art geschrie­ben. Lese­tipp! Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Ham­burg. Die 17-jäh­ri­ge Yara lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Tan­te Em. “Ich füh­le mich wie eine alte Frau, wie jemand, der sei­nes Lebens müde ist, und nicht wie der Teen­ager, der ich bin. Viel­leicht, weil ich nicht mehr die bin, die ich war — und es auch nie mehr sein wer­de.” (Zitat S.7) Nacht für Nacht hat sie Alp­träu­me, fühlt sich schul­dig am Tod ihrer Eltern. Ger­ne besucht sie des­we­gen den alten Phil, den sie im Alters­heim ken­nen­ge­lernt hat, in dem ihre Tan­te arbei­tet. “Phil ver­steht mich, ohne dass ich etwas sagen muss. Bei ihm habe ich nicht das Bedürf­nis, jemand ande­res zu sein.” (Zitat S.18) Weil er blind ist, liest Yara ihm regel­mä­ßig vor. Doch jetzt ist Phil … Weiterlesen!

Reiner Engelmann — Der Fotograf von Auschwitz: Das Leben des Wilhelm Brasse

11.September 2018

Der deut­sche Autor Rei­ner Engel­mann erzählt in dem bio­gra­fi­schen Roman “Der Foto­graf von Ausch­witz: Das Leben des Wil­helm Bras­se” die Geschich­ten eines Zeit­zeu­gens, der im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Schreck­li­ches erle­ben muss­te und zugleich gezwun­gen war sei­nem erlern­ten Beruf nach­ge­hen und das Leid der Men­schen zu doku­men­tie­ren. Hef­tig, erschre­ckend und wahr. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für inter­es­sier­te Erwach­se­ne und Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Wil­helm Bras­se kam am 3. Dezem­ber 1917 in Zywiec in Polen zur Welt. Sei­ne Mut­ter war eine Polin, sein Vater ein Öster­rei­cher, wes­we­gen er sowohl deutsch als auch pol­nisch sprach. In sei­ner Hei­mat­stadt mach­te er eine Aus­bil­dung zum Foto­gra­fen und ging für eini­ge Zeit nach Kat­to­witz, um in dem Foto­ate­lier sei­nes Onkels zu arbei­ten. Als der zwei­te Welt­krieg begann, rech­ne­te Wil­helm Bras­se damit ein­ge­zo­gen zu wer­den, und kehr­te nach Zywiec zurück. Bei einem Volks­be­fra­gung hat­te er die Mög­lich­keit Weiterlesen!

Charis Cotter — Das unsichtbare Mädchen

Charis Cotter Das unsichtbare Mädchen10.September 2019

Das unsicht­ba­re Mäd­chen” von der kana­di­schen Autorin Cha­ris Cot­ter fällt gleich schon durch sein bezau­bern­des Cover auf! Ein Roman mit fan­tas­ti­schen Ele­men­ten über eine beson­de­re Mäd­chen­freund­schaft, über Geis­ter und der Suche nach sich selbst. Ange­nehm und berüh­rend erzählt. Für Jugend­li­che ab 11 bezie­hungs­wei­se 12 Jah­ren.

Toron­to. Im Jah­re 1963. Sie sind bei­de 12 Jah­re alt, woh­nen neben­ein­an­der und sind grund­ver­schie­den: Pol­ly möch­te am liebs­ten unsicht­bar sein. Sie lebt in einer Fami­lie mit drei leib­li­chen und zwei Pfle­ge­kin­dern. Jetzt haben ihre Eltern auch noch ein wei­te­res klei­nes Kind dazu­ge­holt. Wegen dem neu­en Baby muss sie ihr Zim­mer mit eben jenem tei­len. Am liebs­ten ist Pol­ly allei­ne und liest Geis­ter­ge­schich­ten. Es wäre ein Traum für sie end­lich mal einen ech­ten Geist zu sehen!
Rose hin­ge­gen fühlt sich unsicht­bar. Ihre Eltern sind kaum zu Hau­se. In der Schu­le wird sie igno­riert. Nicht ein­mal die Leh­rer rufen sie mehr auf, wenn sie sich mel­det. Dar­um lässt sie es. Manch­mal redet sie tage­lang mit nie­man­dem. Ihre Haus­häl­te­rin Kendrick stellt ihr Zuhau­se das Essen auf den Tisch, wenn ihre Eltern nicht da sind. Rose hütet ein gro­ßes Geheim­nis: sie sieht Geis­ter. Schon seit ihrer Geburt. Und das darf nie­mand erfah­ren! Sonst wür­de… Weiterlesen!