Andreas Brettschneider — Die Falle

19.April 2024

“Die Fal­le” ist der zwei­te Jugend­ro­man des deut­schen Autoren Andre­as Brett­schnei­der. Er stellt einen jugend­li­chen Außen­sei­ter namens Vic­tor in den Mit­tel­punkt, der auf eine Schu­le geht, in der Mob­bing an der Tages­ord­nung ist. Vor allem Bas­ti­an ist der Unru­he­stif­ter und Anfüh­rer eine Grup­pe von Mob­bern. Als die Schü­ler bei einem Ori­en­tie­rungs­lauf im Wald aus­ge­setzt wer­den, schließt Vic­tor sich dem Plan des neu­en Mit­schü­lers Mar­tin an, Bas­ti­an eine Fal­le zu stel­len. Eine Bären­fal­le! In die der “König” der Mob­ber doch tat­säch­lich hin­ein­tritt. Weil sei­ne Ver­let­zung am Bein gefilmt wird und viral geht, ist Bas­ti­an plötz­lich bei allen unten durch. Die Grup­pe um Mar­tin und Vic­tor wird lang­sam grö­ßer. Immer mehr Schü­ler schlie­ßen sich ihnen an. Auch gegen ande­re Mob­ber muss sich noch zu Wehr gesetzt wer­den. Doch bald merkt Vic­tor, dass das Gan­ze außer Kon­trol­le zu gera­ten scheint… Ein bewe­gen­des Buch über Mob­bing und Macht­ver­hält­nis­se, die sich unver­mit­telt umkeh­ren. Mit einem sym­pa­thi­schen Prot­ago­nis­ten — sehr authen­tisch und in locke­rer Jugend­spra­che erzählt. Lese­tipp!! Gera­de auch für Wenig­le­ser ide­al und für eine Klas­sen­lek­tü­re oder als Buch­vor­stel­lung. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Der 16-jäh­ri­ge Vic­tor hat Glück. Ein­mal hat man sich in der Schu­le über sei­ne Namen lus­tig gemacht, aber ihn dann doch wie­der in Ruhe gelas­sen. “…die Lukas­se und Jussems aus mei­ner Klas­se kon­zen­trier­ten sich wie­der auf die ganz Schwa­chen. Die meis­te Zeit war ich halt irgend­wie auch da. Ich war für die nicht inter­es­sant genug, um mich zu quä­len. So wie Mar­vin hat­te ich noch nicht auf dem Pau­sen­hof gele­gen. Ich war aber eben auch nicht inter­es­sant genug, um mich zu fra­gen, ob ich mal Lust auf Kino oder den See hät­te.” (Zitat aus “Die Fal­le” S.7) Vor allem Bas­ti­an Jussem ist der Jun­ge, den vie­le Mit­schü­ler fürch­ten. Mit der Unter­stüt­zung sei­ner Gang nimmt er sich viel her­aus und schi­ka­niert und mobbt, wo er kann. Dabei ist er nicht wirk­lich zimperlich

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Saša Stanišić — Wolf

5.Mai 2023

“Wolf” ist der ers­te Jugend­ro­man des deutsch-bos­ni­schen Autoren Saša Sta­nišić. Er erzählt die Geschich­te eines Jun­gen, der unfrei­wil­lig an einem Feri­en­la­ger im Wald teil­nimmt und Zeu­ge von Mob­bing an einem Mit­schü­ler wird, aber sich nicht rich­tig traut, etwas dage­gen zu unter­neh­men. Ein Roman über das Anders­sein, über Aus­gren­zung und Angst. Aber auch über Mut und Zivil­cou­ra­ge. Meis­ter­haft erzählt und auch im Innen­teil mit Bil­dern geni­al in Sze­ne gesetzt (illus­triert von Regi­na Kehn). Ein sprach­li­ches High­light mit aus­ge­feil­ten Cha­rak­te­ren, bril­lan­tem Humor und auch ein biss­chen gesell­schafts­kri­ti­schen Momen­ten. Nur über das Ende lässt sich ein wenig strei­ten;-) Ganz kla­re Lese­emp­feh­lung!! Für Jugend­li­che ab 11 Jah­ren und auf jeden Fall auch für Erwach­se­ne, die Geschich­ten mit Tief­gang mögen.

Kemi soll ins Feri­en­la­ger. Eine Woche in einen Wald, irgend­wo in Bran­den­burg. “Ein biss­chen Natur wird dir gut­tun.” “Natur? Mir? Mama, seit wann ken­nen wir uns?” “Aben­de am Lager­feu­er, Foli­en­kar­tof­feln in der Glut?” “Rauch in den Augen, die Zun­ge ver­brannt? Und bit­te. Es gibt dch kein trau­ri­ge­res Feu­er als eines, in dem Foli­en­kar­tof­feln bra­ten!” “Hör zu”, sagt Mut­ter und sieht mich an. “Es ist nur für eine Woche. Das Feri­en­la­ger liegt mit­ten im Wald und -” “Im Wald? In den Wald geh ich auf kei­ne Fall.” (Zitat S.12) Doch er hat kei­ne Wahl, weil sei­ne Mut­ter arbei­ten muss und auch die Oma nicht auf ihn auf­pas­sen kann. Dabei hasst Kemi

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Gabi Kreslehner — Nils geht

Kasimira4.April 2020

“Nils geht” ist der neu­es­te Roman der öster­rei­chi­schen Autorin Gabi Kres­leh­ner. Eine kurz­wei­li­ge (144 Sei­ten lan­ge) Geschich­te über Mob­bing, die Fol­gen davon und den Mut, den es braucht, Zivil­cou­ra­ge zu zei­gen. Hin­zu­schau­en anstatt weg­zu­se­hen. Auf beson­de­re Art und Wei­se erzählt. Eine Geschich­te, die auf­rüt­telt und nach­denk­lich macht. Her­vor­ra­gend als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung geeig­net. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Nils ist ein Außen­sei­ter. Wird in der Schu­le geär­gert. Ist das Opfer. Eigent­lich schon immer. “Aber irgend­wie war der Nils immer komisch. Ein klei­ner Wicht, der sich nicht anpas­sen konn­te. Doo­fes Gesicht. Irre Bewe­gun­gen. Und dabei weiß der aber alles. Den kann man fra­gen, was man will, der weiß es. Ich mei­ne, da ist es doch kein Wun­der, dass die ihn schon immer im Visier hat­ten.” (Zitat aus “Nils geht” S.15) Momen­tan beson­ders im Visier hat ihn die Cli­que um den gut aus­se­hen­den, ver­mö­gen­den, aber ego­is­ti­schen Joe. Dazu gehö­ren die elfen­haf­te, wun­der­schö­ne Mila; der mani­pu­lie­ren­de, höchst auf­merk­sa­me, auf­dring­li­che Ras­mus und Fadi, der weiß wie Außen­sei­ter sich füh­len kön­nen, aber trotz­dem mit dem Strom schwimmt. Sie nen­nen ihn

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Lauren Wolk — Das Jahr, in dem ich lügen lernte

Kasimira23. Dezem­ber 2018

“Das Jahr, in dem ich lügen lern­te” ist der Debüt­ro­man der ame­ri­ka­ni­schen Schrift­stel­le­rin Lau­ren Wolk. Über Mob­bing, Vor­ur­tei­le, Zivil­cou­ra­ge und Mut. In Ame­ri­ka, vor den Hin­ter­grün­den des zwei­ten Welt­kriegs. Eine beson­de­re Geschich­te über ein Mäd­chen, das über sich hin­aus­wächst. Bewe­gend und mit­rei­ßend erzählt. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Penn­syl­va­nia. Im Herbst 1943. Die 11-jäh­ri­ge Anna­bel­le lebt mit ihren zwei klei­ne Brü­dern, ihren Eltern, Groß­el­tern und ihrer Tan­te auf einer Farm. Täg­li­che Arbeit auf dem Hof gehört zu ihren Pflich­ten. In die Schu­le, in die sie geht, gibt es nur eine gro­ße Klas­se, in der die Schü­ler aller Alters­klas­sen zusam­men unter­rich­tet wer­den. Man­che Jun­gen kom­men nur unre­gel­mä­ßig zur Schu­le. Wenn sie Glück haben, wer­den sie von der Armee nicht ein­ge­zo­gen wer­den, weil man sie braucht, um die Äcker zu bestel­len. Wer neu­er­dings jedoch fast regel­mä­ßig zum Unter­richt kommt, ist Bet­ty. Sie wur­de von ihren Eltern zu den Groß­el­tern aufs Land geschickt, gilt als “schwer erzieh­bar”, auch wenn Anna­bel­le zunächst nicht wirk­lich ver­steht, was damit gemeint ist. Unwei­ger­lich wird sie selbst zu Bet­tys Opfer erko­ren, die sie schi­ka­niert, sie bedroht und sie zwingt

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Angela Mohr — Wach auf, wenn du dich traust

Angela Mohr Wach auf, wenn du dich traust23.Januar 2018

Die Stutt­gar­ter Autorin Ange­la Mohr hat mit “Wach auf, wenn du dich traust” einen unheim­lich span­nen­den Thril­ler über die The­men Zivil­cou­ra­ge, Mob­bing und die schnell ent­ste­hen­de Eigen­dy­na­mik in Grup­pen geschrie­ben. Die­ses Buch kann ich wirk­lich emp­feh­len! Nun neu als Taschen­buch auf­ge­legt wor­den. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren. Per­fekt auch als Schul­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung geeignet.

Vor zwei Jah­ren ist Jen­ny mit ihren Eltern von der Stadt aufs Land gezo­gen. Sie woh­nen nun in einem alten, äußerst reno­vie­rungs­be­dürf­ti­gen Fach­werk­haus, das einer Dau­er­bau­stel­le gleicht. Viel Geld ist nicht da, aber trotz­dem darf Jen­ny für eine Woche in ein Zelt­la­ger fah­ren. Sie hat zwar schon eine Freun­din in dem klei­nen Dorf gefun­den, trotz­dem erhofft sie sich durch die Fahrt in das Feri­en­camp noch mehr Anschluss zu krie­gen. Mar­kus — der Lei­ter des Camps — will mit ihnen sogar ein Jugend­zen­trum bau­en, wenn sie sich in der Zeit gut betra­gen. Das wür­de für Jen­ny noch mehr Kon­tak­te knüp­fen und Zusam­men­halt in der Grup­pe bedeu­ten. Außer­dem hat sie sich unglück­lich in einen Jun­gen aus ihrer Schu­le ver­liebt und braucht drin­gend Ablen­kung. Ange­kom­men im Camp fällt Jen­ny jedoch auf, dass vor allem Finn — einer der Teil­neh­mer — von Mar­kus beson­ders hart behan­delt wird. Stän­dig muss er sich fie­se Anspie­lun­gen von dem Lei­ter anhö­ren, die

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Katarina von Bredow — Ich will endlich fliegen, so einfach ist das

Katarina von Bredow Ich will endlich fliegen, so einfach ist das7.März 2016

“Ich will end­lich flie­gen, so ein­fach ist das” von der belieb­ten, schwe­di­schen Autorin Kata­ri­na von Bre­dow lässt den Leser ein­tau­chen in eine Welt von ers­ter Lie­be, ers­tem Mal, alten und neu­en Freund­schaf­ten und alles, was zum Erwach­sen­wer­den sonst noch so dazu­ge­hört! Sen­si­bel und gleich­zei­tig ein­fach mit­rei­ßend erzählt. Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 14 und Erwach­se­ne, die sich zurück­er­in­nern möchten;-)

Ven­de­la ist fünf­zehn und das ers­te Mal so rich­tig ver­liebt. Nils sorgt für flat­tern­de Gefüh­le in ihrem Bauch. Doch ist er wirk­lich an ihr inter­es­siert? So wie sein Freund Lukas an Ven­de­las bes­ten Freun­din Ton­ja? Die Zwei haben gera­de ihr ers­tes Mal zusam­men erlebt und sind nun wohl zusam­men. Das könn­te aller­dings auch die Freund­schaft zwi­schen Ven­de­la und Ton­ja, die sich schon seit Ewig­kei­ten ken­nen, ver­än­dern. Gibt es Ton­ja und Lukas bald nur noch im Dop­pel­pack? Dann gibt es da auch noch Sil­ja, die Neue in der Klas­se. Sie ist frech, nicht auf den Mund gefal­len und pro­vo­ziert auch mal ger­ne. Ihre unbe­re­chen­ba­re Art ver­wirrt Ven­de­la, zieht sie

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Andreas Jungwirth — Kein einziges Wort

Andreas Jungwirth - Kein einziges Wort - Ravensburger13.Juni 2014

Der öster­rei­chi­sche Autor Andre­as Jung­wirth hat ein beson­de­res Buch geschrie­ben: “Kein ein­zi­ges Wort”. Ein sehr unter­halt­sa­mer Roman über Zivil­cou­ra­ge, Bedro­hung, Angst und den Mut, die Wahr­heit zu sagen. Mit einer sehr deut­li­chen und vor allem aus­drucks­star­ken Spra­che, die ein inten­si­ves Lese­er­leb­nis mög­lich macht. Für Jugend­li­che ab 14 Jahren.

Simon ist 12. Sei­ne Fami­lie ist gera­de umge­zo­gen. Aufs Land. Das gefällt ihm gar nicht. Doch schon bald fin­det er einen neu­en Freund. Chris. Er setzt sich für ihn ein und ver­tei­digt ihn vor ein paar Mit­schü­lern. Ihm erzählt Simon auch, was ihm vor kur­zem Hef­ti­ges pas­siert ist: er hat einen Hund ent­deckt, mit­ten im Feld. Tot. Ihm wur­de die Keh­le auf­ge­schlitzt. Anbei ein Mes­ser und ein Stück Papier auf dem steht: “Letz­te War­nung”. Sofort benach­rich­tigt er die Poli­zei. Der Hund gehört Hubert, einem orts­an­säs­si­gen Bau­ern. Ein Mann mit Gewehr, den alle nur den Scha­kal nen­nen, über­rascht Simon auf dem Feld. Mit einen Schuss 

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