Erin Entrada Kelly — Jetzt ist die beste Zeit von allen

14.Juli 2026

Die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Erin Ent­ra­da Kel­ly, die bereits den Deut­schen Jugend­li­te­ra­tur­preis erhielt, hat einen neu­en Roman ver­öf­fent­licht: “Jetzt ist die bes­te Zeit von allen”, in dem sie im Jahr 1999 zwei Jugend­li­che auf­ein­an­der­tref­fen lässt: Den Anti-Hel­den Micha­el, der per­fekt dar­in ist sich Kata­stro­phen aus­zu­ma­len und der Kon­ser­ven­do­sen unter sei­nem Bett hor­tet, weil er Angst vor der Jahr­tau­send­wen­de hat. Und den Aben­teu­rer Ridge, der den Pro­to­ty­pen der Zeit­rei­se­ma­schi­ne sei­ner Mut­ter ent­wen­det hat und kur­zer­hand aus dem Jahr 2199 in das Jahr 1999 reist. Ridge hat ein Kom­pen­di­um bei sich, in dem steht, was sich in der Zukunft alles ereig­nen wird und in das er nie­man­den bli­cken lässt. Wenn Micha­el da doch nur einen win­zi­gen Blick hin­ein­wer­fen könn­te… Eine unter­halt­sam und bewe­gend erzähl­te Geschich­te — nicht unbe­dingt die einer Freund­schaft über Zeit­gren­zen hin­weg, wie man mei­nen könn­te, son­dern eher eine, die sich auf die Ent­wick­lung der Chark­te­re fokus­siert und gera­de Micha­el eine glaub­haf­te Wand­lung durch­ma­chen lässt. Die ihn begrei­fen lässt, das Leben im Jetzt zu genie­ßen, statt in Sor­ge vor der Zukunft zu leben. Coming-of-Age meets Zeit­rei­se meets Acht­sam­keit sozu­sa­gen;-) Für Jugend­li­che ab 11 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Dela­ware. Im Jahr 1999. Der 12-jäh­ri­ge Micha­el hat Angst vor der Zukunft. Genau­er gesagt vor dem Jah­res­wech­sel. Sei­ner Mei­nung nach (und der Befürch­tung von vie­len) gerät am 1.Januar 2000 alles aus den Fugen, die Welt wird zusam­men­bre­chen. “Strom­ver­sor­gung, Flug­si­che­rung, Sen­de­mas­ten — nichts mehr wür­de funk­tio­nie­ren. Micha­els Mut­ter mach­te sich offen­bar kei­ne gro­ßen Sor­gen, aber Micha­el wuss­te ja, dass sie mit ihren drei ver­schie­de­nen Jobs viel zu beschäf­tigt war, um genau­er über die Aus­wir­kun­gen des Y2K-Pro­blems nach­zu­den­ken. Des­halb traf Micha­el die Vor­be­rei­tun­gen für sie bei­de.” (Zitat aus “Jetzt ist die bes­te Zeit von allen” S.36) Des­halb lagert er vorsichtshalber

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Maja Ilisch — Die verborgenen Bilder

18.Februrar 2026

Die ver­bor­ge­nen Bil­der” ist ein Roman der deut­schen Autorin Maja Ilisch. Ein Umzug, der nicht sein müss­te. Nach der Tren­nung ihrer Eltern ist die 12-jäh­ri­ge Frie­de­ri­ke, genannt Frie­ke, äußerst frus­triert. Muss sie doch das gelieb­te Eltern­haus ver­las­sen. Aber in der neu­en Woh­nung ent­de­cken sie unter der Tape­te eini­ge fas­zi­nie­ren­de Zeich­nun­gen. Bald fin­det Frie­ke her­aus, dass wenn sie die­se berührt, sie in die Ver­gan­gen­heit rei­sen kann — in das Zim­mer jenes gleich­alt­ri­gen Mäd­chens, das die Gesich­ter gezeich­net hat. Eine Freund­schaft über Zeit­gren­zen hin­weg ent­steht. Frie­ke fühlt sich wohl in ihrer idyl­li­schen Zweit­fa­mi­lie, in der sie bedin­gungs­los und herz­lich auf­ge­nom­men wird, wann immer sie zu Besuch ist. Doch es ist das Jahr 1928 und bald merkt Frie­ke, dass die Idyl­le trügt… Ein sehr wich­ti­ger Roman, der Jugend­li­chen die NS-Zeit näher­bringt, aber auch die Gefah­ren und Aus­wir­kun­gen bis in die heu­ti­ge Zeit the­ma­ti­siert. Bewe­gend, mit­rei­ßend und sehr unter­halt­sam geschrie­ben. Auch ide­al als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung. Für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die Welt der 12-jäh­ri­gen Fre­de­ri­ke, genannt Frie­ke, steht plötz­lich Kopf, als ihre Eltern sich tren­nen. Ihr Vater ist aus­ge­zo­gen. Hat eine neue Bezie­hung. Noch dazu mit einem Mann. Frie­ke ver­steht es nicht. Fühlt sich ver­ra­ten und ver­letzt. Mit ihrem Vater will sie vor­erst nichts mehr zu tun haben. Dann müs­sen sie auch noch

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Mirjam Mous — Re-place

26.August 2024

Re-place” ist der neu­es­te Mys­tery-Thril­ler der nie­der­län­di­schen Autorin Mir­jam Mous, die vor allem durch “Boy 7” bekannt wur­de. Zwei Brü­der, die regel­mä­ßig Urban Explo­ring betrei­ben — sie suchen alte, ver­las­se­ne Häu­ser (“Lost Places”) auf und erkun­den die­se. Mel­vins gro­ßer Bru­der Otis betreibt sogar einen eige­nen You­tube-Kanal, auf dem er von ihren Tou­ren berich­tet. Nun hat er im Wald ein neu­es Objekt, ein altes Jäger­haus, ent­deckt. Doch ehe Otis es sei­nem Bru­der zei­gen kann, wird er von einem Unbe­kann­ten, der Fah­rer­flucht begeht, ange­fah­ren und stirbt. Als Mel­vin sich auf die Suche nach dem Täter macht, um her­aus­zu­fin­den, ob es tat­säch­lich Mord war, stößt er auf das Jäger­haus und fin­det in des­sen Kel­ler einen Zeit­tun­nel in das Jahr 1977. Kann dies ein Weg sein, sei­nen Bru­der zu ret­ten? Doch alles, was er in der Ver­gan­gen­heit ver­än­dert, hat Aus­wir­kun­gen auf die Gegen­wart und man­che Din­ge sind nicht mehr rück­gän­gig zu machen… Ein span­nungs­ge­la­de­nes Buch, ein fas­zi­nie­ren­des Gedan­ken­ex­pe­ri­ment, action­reich und durch­aus mit Anspruch. Tol­le Unter­hal­tung für aben­teu­er­lus­ti­ge Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Mel­vin und sein gro­ßer Bru­der Otis gehen regel­mä­ßig gemein­sam auf Ent­de­ckungs­tour. Sie suchen alte Gebäu­de, die völ­lig ver­las­sen und maro­de sind und machen dort ein­drucks­vol­le Fotos und Vide­os von den Spu­ren der Ver­gan­gen­heit. Auch wenn ihr Hob­by eigent­lich ille­gal ist. “Die Poli­zei mag kei­ne Urban Explo­rers. Ich ken­ne Geschich­ten von Urban Explo­rers, die hohe Geld­stra­fen bekom­men haben, wenn sie erwischt wur­den. Dar­um ver­wen­det Otis auch nie sei­nen ech­ten Namen in den Vlogs. Sei­ne Fol­lower ken­nen ihn als Dex Urbex, was auch gleich­zei­tig der Name sei­nes You­Tube-Kanals ist.” (Zitat aus “Re-Place” S.13ff) Auf sei­nem You­Tube-Kanal prä­sen­tiert Otis dann ihre Ergeb­nis­se und ist schon rela­tiv bekannt gewor­den. Nun hat er ein neues

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Ross Welford — Zeitreise mit Hamster

Kasimira7.Januar 2021

Der bri­ti­sche Autor Ross Wel­ford hat mit “Zeit­rei­se mit Hams­ter” eine echt schrä­ge Geschich­te geschrie­ben über das The­ma Zeit­rei­se. Ein Jun­ge erhält von sei­nem ver­stor­be­nen Vater einen Brief, in dem die­ser ihn über eine uner­war­te­te Erfin­dung (eine Zeit­ma­schi­ne!) infor­miert, die nur dar­auf war­tet, genutzt zu wer­den (und ihn zurück­zu­ho­len!). Kann das gut gehen? Ein amü­san­tes, aben­teu­er­li­ches Buch für Jugend­li­che von 10 bis 12 Jah­ren. Jetzt neu als Taschen­buch erschienen.

Alberts Vater war Inge­nieur und ziem­lich ver­narrt in Tech­nik und Phy­sik. Wahr­schein­lich hat der Jun­ge daher sei­nen beson­de­ren Namen bekom­men, denn aus­ge­schrie­be­nen heißt er: Albert Ein­stein Haw­king Chaud­hu­ry. Sein Vater heißt mit Vor­na­men Pytha­go­ras. Und er ist lei­der vor vier Jah­ren an einem Aneu­rys­ma im Kopf gestor­ben. Jetzt an sei­nem 12. Geburts­tag erhält Albert über­ra­schend ein Geschenk von ihm: “Also, Al. Das ist für dich. Von dei­nem Vater.” Ich bin sprach­los. “Wir haben es nach sei­nem Tod in sei­nen Sachen gefun­den. Er muss den Brief schon vor Ewig­kei­ten geschrie­ben haben.” […] “Was steht drin?”, fra­ge ich schließ­lich. “Ich weiß es nicht. Der Brief ist an dich per­sön­lich adres­siert. Und du soll­test ihn ver­trau­lich behan­deln.” Sie macht eine Pau­se. “Und mit nie­man­dem dar­über spre­chen.” (Zitat aus “Zeit­rei­se mit Hams­ter” S.17) Albert darf ihn auch erst nach 16 Stunden

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Ross Welford — Der Hund, der die Welt rettet

Kasimira22.März 2020

Dass der bri­ti­sche Autor Ross Wel­ford mit sei­nem neus­ten Roman “Der Hund, der die Welt ret­tet” in Zei­ten von Coro­na ein höchst aktu­el­les The­ma trifft, hät­te er letz­tes Jahr, als das Buch bereits im Eng­li­schen erschien, wohl nicht gedacht. Nun wur­de das Buch im Deut­schen Anfang des Jah­res ver­öf­fent­licht und ist gera­de für Kin­der ide­al um sich mit der Virus-The­ma­tik aus­ein­an­der­zu­set­zen. Eine Geschich­te über einen sich plötz­lich ver­brei­ten­den Hun­de-Virus, eine ver­rück­te Wis­sen­schaft­le­rin und zwei Jugend­li­che, die durch Zeit­rei­se nichts Gerin­ge­res ver­su­chen als eben mal die gan­ze Welt zu ret­ten. Eine tur­bu­len­te, äußerst unter­halt­sa­me Lek­tü­re, die mit Ernst­haf­tig­keit und Humor vor allem eines gibt, etwas das Kin­der und Jugend­li­che jetzt brau­chen — Hoff­nung! Und der Glau­be, dass — zumin­dest zwi­schen zwei Buch­de­ckeln — mal alles gut aus­ge­hen kann. Der vier­te — und für mich zugleich bes­te Roman des Autoren. Zu emp­feh­len ab 10 Jah­ren und für inter­es­sier­te Erwachsene.

Als die 11-jäh­ri­ge Geor­gie von ihrem Vater eines Tages einen Hund, des­sen Alter und Ras­se nicht wirk­lich bekannt ist, geschenkt bekommt, ver­liebt sie sich sofort: Mis­ter Masch hat zot­te­li­ges Fell — grau, braun und weiß — und Schlapp­oh­ren. Und so ein süßes, auf­ge­weck­tes Gesicht wie ein Schnau­zer; gro­ße lie­be Augen und einen kräf­ti­gen, sehr wedel­freu­di­gen Schwanz wie ein Lab­roa­dor. Sprich, er ist ein Misch­masch.” (Zitat aus “Der Hund, der die Welt ret­tet S.7) Eigent­lich woll­te Geor­gie ihn tat­säch­lich “Misch­masch” nen­nen, aber weil alle anderen

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Thomas Thiemeyer — Evolution: Die Stadt der Überlebenden

Thomas Thiemeyer Evolution Die Stadt der Überlebenden6.Juni 2018

Der Stutt­gar­ter Autor Tho­mas Thie­mey­er hat ein neu­es Jugend­buch neu als Taschen­buch ver­öf­fent­licht: “Evo­lu­ti­on: Die Stadt der Über­le­ben­den” ist der ers­te Teil einer geplan­ten Tri­lo­gie. Der Autor, der Geo­lo­gie und Geo­gra­phie stu­diert hat, nimmt den Leser mit in eine unge­wis­se Welt in der Zukunft, in der die Natur sich ihren Lebens­raum zurück­er­obert hat. Ein dys­to­pi­scher Span­nungs­ro­man, eine Aben­teu­er­ge­schich­te und ein Kampf ums Über­le­ben. Unter­halt­sam und fas­zi­nie­rend. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Der 15-jäh­ri­ge Jero­me, genannt Jem, hat sie im Zug ken­nen­ge­lernt. Die eben­falls 15-jäh­ri­ge Lucie, die das sel­be Rei­se­ziel hat wie er. “Sie war ihm sofort auf­ge­fal­len, als er heu­te Mor­gen in den Zug nach Frank­furt gestie­gen war. Er hat­te noch nie ein frem­des Mäd­chen ange­spro­chen, aber nach­dem er den Sti­cker ihrer Rei­se­or­ga­ni­sa­ti­on auf dem Kof­fer gese­hen hat­te, war er über sei­nen Schat­ten gesprun­gen.” (Zitat aus “Evo­lu­ti­on: Die Stadt der Über­le­ben­den”) Sie bei­de haben sich für einen Schü­ler­aus­tausch nach Ame­ri­ka ange­mel­det. In Los Ange­les wür­den sie dann in ihre Gast­fa­mi­li­en ver­teilt wer­den. Doch wäh­rend des Flu­ges gera­ten sie in ein Unwet­ter, selt­sa­me Erschüt­te­run­gen erfas­sen das Flug­zeug, ein merk­wür­di­ger Geruch durch­dringt den Innen­raum. Arm­band­uh­ren spie­len plötz­lich ver­rückt und dre­hen sich rasend schnell. Lucie wird sogar 

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Mandy Hubbard — Wie ich in High Heels durch die Zeit stolperte

Mandy Hubbard Wie ich in High Heels durch die Zeit stolperte20.Mai 2015

Wie ich in High Heels durch die Zeit stol­per­te” der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Man­dy Hub­bard ist eine Zeitreise‑, Lie­bes- und Selbst­fin­dungs­ge­schich­te zugleich. Mit einer lie­bes­wer­ten Prot­ago­nis­tin, die in das Aben­teu­er ihres Lebens gerät und dabei neben­bei noch uner­war­te­tes Selbst­be­wusst­sein fin­det. Frech, zucker­süß, roman­tisch und tur­bu­lent. Ein kurz­wei­li­ges, recht unter­halt­sa­mes Lese­ver­gnü­gen für Mäd­chen ab 12 Jahren.

Die 15-jäh­ri­ge Ame­ri­ka­ne­rin Cal­lie (der ers­te Satz des Buches legt nahe, sie sei 16, sie ist aber 15! Über­set­zungs­feh­ler?) ist auf Klas­sen­fahrt in Lon­don. Vor einem Jahr wäre das noch alles rich­tig toll gewe­sen, doch ihre bes­te Freun­din ist weg­ge­zo­gen und sie sitzt nun freun­din­nen­los in der Hotel­bar. Um die It-Girls ihrer Klas­se zu beein­dru­cken ver­sucht das unschein­ba­re und etwas toll­pat­schi­ge Mäd­chen durch ein beson­de­res Par­ty­out­fit zu glän­zen, das sie sich in Lon­don mit der Kre­dit­kar­te ihrer Mut­ter (ein “Not­fall!”) besorgt. Dazu gehö­ren natür­lich auch die pas­sen­den Schu­he. Ein paar 400-Pfund-teu­re High Heels in knall­rot zie­ren ihre Füße, als sie den Rück­weg zum Hotel antritt. Doch sie bleibt im mit dem Absatz am Stra­ßen­bo­den hän­gen und segelt ziem­lich unga­lant zu Boden. Nach­dem ihr Kopf auf unlieb­sa­me Wei­se Bekannt­schaft mit dem Lon­do­ner Stra­ßen­pflas­ter gemacht hat, wird es schwarz um Cal­lie. Sie erwacht

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