“White Bird: Wie ein Vogel” ist das neueste Buch von der amerikanischen Bestsellerautorin Raquel J. Palacio — wobei, wenn man es genau nimmt — die Autorin den Roman gar nicht geschrieben hat! Raquel J. Palacio hatte die Idee für die 2019 erschienene Graphic Novel “White Bird”, welche sie auch schrieb und zeichnete, aber den Roman in Textform hierzu verfasste nun die amerikanische Autorin Erica S. Perl. Ein Roman, der unabhängig von Palacios Erfolgstitel “Wunder” gelesen werden kann, aber ein Spin-Off dazu ist. Julian, der August in “Wunder” mobbte, bekommt von seiner Großmutter eine Geschichte aus ihrer Vergangenheit erzählt. Als junges, jüdisches Mädchen hat diese in Frankreich während des Zweiten Weltkriegs in der sich immer mehr zuspitzende Lage, unerwartet Hilfe erhalten. Ausgerechnet ein Junge, der immer nur geärgert oder ausgeschlossen wurde, setzte sich für sie ein und half ihr über Monate hinweg sich in einer Scheune zu verstecken. Ein bemerkenswerter Roman über den Widerstand, über Hilfsbereitschaft und Mut. Ein großes Plädoyer für Menschlichkeit in Zeiten des Schreckens. Ein absolut wichtiges und wertvolles Buch! Bewegend und mitreißend geschrieben. Verfilmung läuft bereits diesen Sommer in den Kinos an. Für jugendliche Leser ab 11 Jahren und Erwachsene.
Julian ist nicht stolz auf das, was er getan hat. Weil er einen Jungen gemobbt hat, musste er die Schule wechseln. Darüber spricht er auch mit seiner Großmutter: “Bei uns allen gibt es etwas im Leben, das wir bedauern. Denk einfach immer daran: Nicht unsere Fehler bestimmen, wer wir sind, sondern was wir tun, wenn wir aus ihren gelernt haben.” (Zitat aus “White Bird: Wie ein Vogel” S.13) Denn die Geschichte eines Außenseiters, eines Jungen, der von seinen Mitschülern geärgert wurde, die kennt auch seine Grandmère. Aus ihrer eigenen Jugend. Und weil Julian nun für die Schule
