“Das Nest” von dem bekannten, vielfach ausgezeichneten, kanadischen Fantasy- und Science-Fiction-Autoren Kenneth Oppel ist ein Roman mit Horror- und Fantasy-Elementen. Eine Geschichte über ein krankes Baby, ein geheimnisvolles Wespenvolk und einen verhängnisvollen Deal. Düster und sehr passend illustriert von Jon Klassen. Eindringlich erzählt mit einem dunklen Grauen, das langsam um sich greift. Für (mutige, nervenstarke) Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene.
Steven ist von einer Wespe gestochen worden. “Ich war noch nie gestochen worden, aber Wespen versetzten mich in totale Panik, das war schon immer so gewesen. Ich wusste, dass das total albern war, aber sobald sie in meine Nähe kamen, füllte sich mein Kopf mit einem lauten Rauschen und ich konnte nur noch wild um mich schlagen.” (Zitat aus “Das Nest” S.16ff) In der selben Nacht träumt Steve — der Angst vorm Dunkeln und oft Albträume hat — das erste Mal von einer Höhle, in der er sich befindet. Dem Inneren eines Wespennests, in dem die Wespenkönigin zu ihm spricht: “Wir sind wegen des Babys gekommen”, sagte sie. “Wir sind hier, um zu helfen.” “Wer ist denn wir?”, fragte ich. “Wir kommen immer dann, wenn Menschen Angst oder Probleme haben. Wir kommen, wenn sie traurig sind.” (Zitat S.25) Denn Stevens jüngerer Bruder Theo, der vor zehn Tagen erst auf die Welt gekommen ist, ist schwer krank. Keiner weiß genau, was
