Schlagwort Archiv: Virus

Das Corona-Virus im Jugendbuch…

Kasimira24.März 2020

…das gibt es natür­lich noch nicht! So schnell ent­ste­hen im Kin­der- und Jugend­buch kei­ne Bücher über die­se uns alle momen­tan sehr beschäf­ti­gen­de The­ma­tik. Abge­se­hen von ein paar No-Name-Publis­hern oder E‑Book-Schnell­schüs­sen schafft dies der ers­te gro­ße Publi­kums­ver­lag (Piper Ver­lag) erst Mit­te Mai solch einen Titel (“Coro­na­vi­rus: 33 Fra­gen — 33 Ant­wor­ten”) in den Han­del zu brin­gen. Hier­bei han­delt es sich jedoch auch um ein Sach­buch für Erwach­se­ne und um kei­nen Roman. Zu was grei­fen also Jugend­li­che, die bereit sind sich mit die­sem The­ma aus­ein­an­der­zu­set­zen?

Fas­zi­nie­ren­der­wei­se gibt es eine Neu­erschei­nung, die im Janu­ar 2020 ins Deut­sche über­setzt wur­de, die inter­es­san­te Par­al­le­len zum Coro­na­vi­rus auf­zeigt“Der Hund, der die Welt ret­tet” von dem bri­ti­schen Autor Ross Wel­ford, erschie­nen im Cop­pen­rath Ver­lag. Hier bricht in Eng­land ein Hun­de­vi­rus aus, das auch schon auf den Men­schen über­springt und für eini­ge Todes­fäl­le bereits gesorgt hat. Und wo wur­de er erst­mals gesich­tet? InWeiterlesen!

Ross Welford — Der Hund, der die Welt rettet

Kasimira22.März 2020

Dass der bri­ti­sche Autor Ross Wel­ford mit sei­nem neus­ten Roman “Der Hund, der die Welt ret­tet” in Zei­ten von Coro­na ein höchst aktu­el­les The­ma trifft, hät­te er letz­tes Jahr, als das Buch bereits im Eng­li­schen erschien, wohl nicht gedacht. Nun wur­de das Buch im Deut­schen Anfang des Jah­res ver­öf­fent­licht und ist gera­de für Kin­der ide­al um sich mit der Virus-The­ma­tik aus­ein­an­der­zu­set­zen. Eine Geschich­te über einen sich plötz­lich ver­brei­ten­den Hun­de-Virus, eine ver­rück­te Wis­sen­schaft­le­rin und zwei Jugend­li­che, die durch Zeit­rei­se nichts Gerin­ge­res ver­su­chen als eben mal die gan­ze Welt zu ret­ten. Eine tur­bu­len­te, äußerst unter­halt­sa­me Lek­tü­re, die mit Ernst­haf­tig­keit und Humor vor allem eines gibt, etwas das Kin­der und Jugend­li­che jetzt brau­chen — Hoff­nung! Und der Glau­be, dass — zumin­dest zwi­schen zwei Buch­de­ckeln — mal alles gut aus­ge­hen kann. Der vier­te — und für mich zugleich bes­te Roman des Autoren. Zu emp­feh­len ab 10 Jah­ren und für inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Als die 11-jäh­ri­ge Geor­gie von ihrem Vater eines Tages einen Hund, des­sen Alter und Ras­se nicht wirk­lich bekannt ist, geschenkt bekommt, ver­liebt sie sich sofort: Mis­ter Masch hat zot­te­li­ges Fell — grau, braun und weiß — und Schlapp­oh­ren. Und so ein süßes, auf­ge­weck­tes Gesicht wie ein Schnau­zer; gro­ße lie­be Augen und einen kräf­ti­gen, sehr wedel­freu­di­gen Schwanz wie ein Lab­roador. Sprich, er ist ein Misch­masch.” (Zitat aus “Der Hund, der die Welt ret­tet S.7) Eigent­lich woll­te Geor­gie ihn tat­säch­lich “Misch­masch” nen­nen, aber weil alle ande­ren… Weiterlesen!

Teri Terry — Infiziert

Teri Terry Infiziert3.Juli 2017

End­lich gibt es wie­der etwas Neu­es von der fran­zö­si­schen Erfolgs­au­torin Teri Ter­ry“Infi­ziert” ist der ers­te Teil einer geplan­ten Tri­lo­gie. Eine Geschich­te über den Aus­bruch einer Epi­de­mie, die Suche nach einer ver­lo­re­nen Schwes­ter und der einer ent­ste­hen­den Lie­be. Ein End­zeit­thril­ler mit Mys­te­ryele­men­ten. Gewohnt fes­selnd und tem­po­reich erzählt. Von der Autorin der “Gelöscht”-Rei­he. Bes­tes Lese­fut­ter für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Schott­land. Die 16-jäh­ri­ge Sharo­na, die ihren Namen hasst und lie­ber Shay genannt wer­den will, ist auf der Flucht vor einem Jun­gen aus ihrer Schu­le, der sie unent­wegt hän­selt. Eben auch wegen ihres Namens. Soeben hat sie ihm einen Tritt in die Weich­tei­le ver­passt und will gera­de aus dem Geschäft abhau­en, in dem sie ihn und sei­ne Freun­de unver­hofft getrof­fen hat, als ihr plötz­lich ein Zet­tel in die Hän­de fällt. Eine Ver­miss­ten­mel­dung, die … Weiterlesen!

Fabio Geda & Marco Magnone — Staubgeboren: Die Stadt der Vergänglichen

Fabio Geda Marco Magnone Staubgeboren: Die Stadt der Vergänglichen10.April 2017

Die ita­lie­ni­schen Autoren Fabio Geda und Mar­co Magno­ne haben mit “Staub­ge­bo­ren: Die Stadt der Ver­gäng­li­chen” einen dys­to­pi­schen Roman geschrie­ben, der in das West-Ber­lin der 70er ent­führt. Und eine Welt ent­ste­hen lässt, in der sämt­li­che Erwach­se­ne auf­grund einer Virus­er­kran­kung ver­stor­ben sind. Kin­der und Jugend­li­che — ganz auf sich allein gestellt. Ein Buch über den dro­hen­den Tod, über Mut, Zusam­men­halt und vor allem Soli­da­ri­tät. Unter­halt­sam und bewe­gend geschrie­ben. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

1978. West-Ber­lin. Chris­ta, Nora und Brit­ta leben auf der Pfau­en­in­sel in einem Schloss “…in einer Stadt ohne Strom, ohne Men­schen, die sich küm­mern. In einer Stadt, in der seit zwei Jah­ren nichts mehr funk­tio­niert: Sie beginnt zu ver­fal­len, wie in Zeit­lu­pe Stück für Stück.” (Zitat aus “Staub­ge­bo­ren: Die Stadt der Ver­gäng­li­chen” S.38) Dort haben sie sich mit einem Hau­fen ande­rer Mäd­chen — sie nen­nen sich die “Havel­grup­pe” — zusam­men­ge­fun­den, nach­dem das töd­li­che Virus ihnen ihre Eltern und Ange­hö­ri­gen genom­men hat. Vor drei Jah­ren ist es erst­mals auf­ge­tre­ten und auch sie wird es … Weiterlesen!

Megan Crewe — Wir sind verbannt

Megan Crewe WIr sind verbannt8.März 2013

Die kana­di­sche Autorin Megan Crewe hat mit “Wir sind ver­bannt” einen dys­to­pi­schen Thril­ler geschrie­ben, der an die Sub­stanz geht. Eine unheim­lich rea­lis­tisch erzähl­te Geschich­te über eine Virus­epi­de­mie auf einer klei­nen Insel. Beklem­mend. Erschre­ckend. Dra­ma­tisch. Für Erwach­se­ne und Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Die 16-jäh­ri­ge Kae­lyn, die mit ihrer Fami­lie auf einer klei­nen, nord­ame­ri­ka­ni­schen Insel lebt, möch­te sich neu erfin­den. Ihre Eltern, sie und ihr ein Jahr älte­rer, homo­se­xu­el­ler Bru­der Drew haben zwi­schen­zeit­lich fünf Jah­re lang in Toron­to gewohnt, ehe sie wie­der in ihre alte Hei­mat gezo­gen sind. Und in Toron­to hat­te Kae­lyn kei­ner­lei Freun­de. Sie ver­stand sich mit den Tie­ren im Zoo und denen in der Tier­kli­nik immer bes­ser als mit Men­schen. Dies soll sich nun ändern. Anknüp­fend an alte Freund­schaf­ten beschließt Kae­y­lin sich nun offe­ner zu zei­gen. Als sie mit ihrer Mit­schü­le­rin Rachel ein Refe­rat vor­be­rei­ten muss, pas­siert jedoch etwas Selt­sa­mes: sie tref­fen auf Rachels Vater, der sich ein Bein gebro­chen hat und zudem noch erkäl­tet ist und die­ser ver­hält sich Kae­y­lin gegen­über so unmög­lich, dass sie das Haus flucht­ar­tig ver­lässt. Er schmeißt ihr Wahr­hei­ten und Läs­te­rei­en über ihre Fami­lie an den Kopf, mit denen sie im Leb­tag nicht gerech­net hät­te. Kur­ze Zeit spä­ter pas­siert ihr das Glei­che mit… Weiterlesen!