Martin Muser — WEIL.

29.Januar 2023

Der deut­sche Autor Mar­tin Muser, der durch sei­ne Kin­der­buch­rei­he “Kan­na­wo­ni­wa­sein” bekannt wur­de, legt sei­nen ers­ten Jugend­thril­ler vor. Ein Debüt, das sich gewa­schen hat. Eine Geschich­te über eine Cli­que, die ein Wochen­en­de zum Ler­nen in einem Feri­en­haus auf dem Land ver­bringt und auf dem Weg dort­hin einen Anhal­ter mit­nimmt. Weil er etwas selt­sam ist, las­sen sie ihn an der nächs­ten Tank­stel­le zurück. Doch am nächs­ten Mor­gen steht der Anhal­ter mit zwei ande­ren Män­nern vor ihrer Tür und beginnt ein per­fi­des Spiel mit ihnen. Ein Spiel um Macht, Unter­drü­ckung, Gewalt und Ohn­macht, das zu eska­lie­ren droht. Ein Kam­mer­spiel der Emo­tio­nen — erschre­ckend, beklem­mend und ver­stö­rend. Eine Geschich­te wie ein Schlag ins Gesicht. Nichts für schwa­che Ner­ven! Aber ein kurz­wei­li­ger (gera­de mal 128 Sei­ten dün­ner) Thril­ler, der für jede Men­ge (ethi­schen) Gesprächs­stoff sor­gen wird und auch für höhe­re Klas­sen als Schul­lek­tü­re gut geeig­net ist. Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren und Erwachsene.

Ein Wochen­de auf dem Land. Fünf Jugend­li­che: Knut, das Aka­de­mi­ker­kind, das behü­tet auf­ge­wach­sen ist. Esther, die mit Knut zusam­men ist und sehr umwelt­be­wusst lebt. Phil­ipp, der Schwarz ist und noch kei­ne Plä­ne für die Zukunft hat. Sei­ne Freun­din Selin, die ein star­kes Gerech­tig­keits­emp­fin­den hat und die Gesell­schaft ver­än­dern will. Manu­el, in sozi­al schwa­chen Ver­hält­nis­sen lebend, der Lie­bes­kum­mer hat, weil sei­ne Freun­din per SMS mit ihm Schluss gemacht hat. Im Feri­en­haus von Esthers Eltern wol­len die Jugend­li­chen für die anste­hen­den Prü­fun­gen ler­nen. Auf dem Weg dort­hin neh­men sie in ihrem Bus spontan 

Wei­ter­le­sen

Kim Liggett — Das dunkle Schweigen der Mädchen

Kasimira12.Februar 2022

“Das dunk­le Schwei­gen der Mäd­chen” von der ame­ri­ka­ni­schen (Background-)Sängerin und Autorin Kim Lig­gett ist ein dys­to­pi­scher Roman, der in ein klei­nes, mit­tel­al­ter­lich anmu­ten­des Ört­chen ent­führt, in dem aus Angst vor magi­schen Kräf­ten her­an­wach­sen­der Mäd­chen die­se für ein Jahr in die Wild­nis geschickt wer­den. Wenn sie zurück­kom­men, sol­len sie geheilt sein. Wenn sie zurück­kom­men. Denn nicht alle keh­ren zurück. Eine Geschich­te über Rebel­li­on, düs­te­re Geheim­nis­se einer ver­schwo­re­nen Gemein­schaft und Gefah­ren, die nicht nur dort laue­ren, wo man sie ver­mu­tet. Ein Roman über die Unter­drü­ckung der Frau­en, der zu Recht gehypt wur­de und ver­filmt wer­den soll. Äußerst span­nend und mit­rei­ßend, aber auch erschre­ckend und bru­tal! Jetzt neu mit neu­em Titel als Taschen­buch erschie­nen (ehe­mals: “The Grace Year”). Für alle Fans von “Tri­bu­te von Panem” und “Report der Magd”. Für (nicht all­zu zart besai­te­te) Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Über das Gna­den­jahr darf in Gar­ner Coun­try nie­mand spre­chen. “Angeb­lich besit­zen wir die Macht, Män­ner aus ihren Bet­ten zu locken, Jun­gen in den Wahn­sinn zu trei­ben und Ehe­frau­en vor Eifer­sucht zum Rasen zu brin­gen. Sie glau­ben, unse­re Haut ver­strö­me ein star­kes Aphro­di­sia­kum: das wirk­sa­me Eli­xier der Jugend eines Mäd­chens zur Frau.” (Zitat aus “Das dunk­le Schwei­gen der Mäd­chen” S.9) Des­halb wird jeder Jahr­gang 16-jäh­ri­ger Mäd­chen für ein Jahr aus dem Dorf ver­bannt und in ein Lager in die Wild­nis geschickt. Dort sol­len sie

Wei­ter­le­sen

Yves Grevet — Méto: Die Welt

Yves Grévet - Méto: Die Welt1.September 2014

“Méto: Die Welt” von dem fran­zö­si­schen Autoren Yves Gre­vet ist der drit­te Band der Tri­lo­gie um den jun­gen Méto, jetzt als Taschen­buch erschie­nen und lie­fert nun auf alle offe­nen Fra­gen aus den vori­gen Büchern eine Ant­wort. Die — wie sich nun zwei­fels­frei her­aus­stellt — dys­to­pi­sche Rei­he über Macht, Unter­drü­ckung und dem Drang nach Frei­heit bringt den Leser erneut außer Atem. Emp­feh­lens­wert ist die­se Rei­he defi­ni­tiv nicht nur für Jugend­li­che ab 13, son­dern auch für Erwach­se­ne.

Méto, der nun wie­der in Gefan­gen­schaft des Hau­ses ist, muß sich quä­len­den Ver­hö­ren stel­len. Jovis, der Vater von Remus und Romu­lus will alles über sei­ne Zeit bei den abge­schnit­te­nen Ohren wis­sen. Nach­dem der Herr des Hau­ses ihn über­all absicht­lich als Ver­rä­ter prä­sen­tiert hat, damit er nir­gend­wo mehr Anschluss fin­det, wird er Mit­glied einer Eli­te­ein­heit. Dort absol­viert Méto eine har­te Aus­bil­dung, die gegen Ende auch Auf­trä­ge zum Fest­land beinhal­tet. End­lich erfährt er mehr über “Die Welt”. Doch eigent­lich ist in ihm nur ein Wunsch auf­recht­ge­blie­ben: mit sei­nen Freun­den und Eva von der Insel zu fliehen…

Wei­ter­le­sen

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner