“Fürs Leben zu lang” ist ein Roman der deutschen Autorin Nikola Huppertz. Sie stellt die 13-jährige Magali in den Mittelpunkt, die sich für viel zu groß hält und eher eine Außenseiterin und Beobachterin ist. In Tagträumen sehnt sie sich nach einem Kuss von dem schönen Joël, der im Hinterhaus wohnt. Als der alte Herr Krekeler aus ihrem Wohnhaus beschließt, dass er bald sterben wird, verlässt sie ihre Beobachterposition und wird immer aktiver und macht Bekanntschaft mit dessen Enkel. In ihrem Tagebuch hält sie all ihre Erlebnisse fest. Ein ruhig erzählter Roman, der sich sehr auf Details konzentriert und mit oft trockenem Humor Einblick in ein Teenagerleben gibt, sich aber auch mit tiefgründigen Gedanken über das Leben und den Tod auseinandersetzt. Manchmal schräg, anders, außergewöhnlich (so wie die Hauptfigur) und lesenswert. Für Jugendliche ab 12 Jahren und interessierte Erwachsene.
Die 13-jährige Magali ist 1,82m groß. Sie findet sich viel zu groß und ist besorgt, dass sie aufgrund ihrer Größe niemals geküsst werden wird. “Aber was soll ich sagen, meine Zielgröße wird zwischen 1,89 und 1,92 geschätzt (was es in unserer Familie noch nie gegeben hat), und spätestens dann wird es zu spät sein. Denn wer will schon den Jungen, der einem seinen ersten Kuss schenkt, überragen wie ein Fahnenmast?” (Zitat aus “Fürs Leben zu lang” S.8) Ihr Alltag ist eher eintönig und langweilig. Von drei Mädchen aus der Schule wird sie nicht beachtet. Nur wenn es um die Hausaufgaben geht, dann wird Magali plötzlich

