Kyle Lukoff — Wovon ich träume

4.Juni 2023

Der ame­ri­ka­ni­sche Autor und Trans­mann Kyle Lukoff, der auch als Schul­bi­blio­the­kar und Buch­händ­ler arbei­te­te, schreibt vor allem für ein jün­ge­res Publi­kum über das The­ma Tran­si­den­ti­tät. In den Mit­tel­punkt die­ses Romans stellt er ein Mäd­chen, das einen ganz beson­de­ren Som­mer erlebt. Nach dem Tod ihres Onkels ver­sucht sie das Rät­sel um das spu­ken­de Haus zu lösen, in dem sie lebt und wird gleich­zei­tig mit ihren wider­sprüch­li­chen Gefüh­len, sich wie ein Mäd­chen füh­len zu müs­sen, kon­fron­tiert. Eine Geschich­te über eine Außen­sei­te­rin, über Freund­schaft und die Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät, beson­ders gelun­gen kom­bi­niert mit einer Geis­ter­ge­schich­te. Ein äußerst behut­sam und ruhig erzähl­ter Roman, der sich sehr ein­fühl­sam dem The­ma Tran­si­den­ti­tät annimmt. Lese­tipp! Für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 11-jäh­ri­ge Mücke lebt in Ver­mont auf dem Land, ganz weit abge­le­gen in einem Haus, in dem es spukt. “Unser Haus sieht auch wie ein Spuk­haus aus: natur­be­las­se­nes, über die Jah­re ver­wit­ter­tes Holz, eine auf­we­nig geschnitz­te Tür, spit­ze Gie­bel, die in alle Him­mels­rich­tun­gen aus dem Dach ragen, und hohe Fens­ter, hin­ter denen man sche­men­haf­te Gestal­ten zu sehen sind.” (Zitat aus “Wovon ich träu­me” S.7) Da gibt es zum Bei­spiel eine Stel­le im Wohn­zim­mer, die immer eis­kalt ist und an der mal jemand gestor­ben sein muss. Türen und Fens­ter, die ein­fach so auf und zuge­hen. Oder das Gefühl unsicht­ba­rer Hän­de, die einem über

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Meredith Russo — Birthday: Eine Liebesgeschichte

Kasimira19.Februar 2021

Die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Mer­edith Rus­so, die selbst trans­gen­der ist und seit eini­gen Jah­ren als Frau lebt, hat mit “Bir­th­day: Eine Lie­bes­ge­schich­te” einen äußerst raf­fi­niert kom­po­nier­ten Coming-of-Age-Roman geschrie­ben. Er stellt die Freund­schaft zwei­er Teen­ager in den Mit­tel­punkt, die sich immer mehr zu ver­än­dern beginnt, als einer der bei­den Jungs sich als Mäd­chen zu füh­len beginnt, sich aber nicht traut die­ses Geheim­nis zu offen­ba­ren. Ein Buch über die Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät, der eige­nen Sexua­li­tät und über den Mut, den es braucht um zu sich selbst zu ste­hen. Ein außer­ge­wöhn­lich berüh­ren­des, mit viel Fein­ge­fühl erzähl­tes Werk. Eine emo­tio­na­le Ach­ter­bahn der Gefüh­le — eine Freund­schafts­ge­schich­te, eine Lie­bes­ge­schich­te, eine Fami­li­en­ge­schich­te und so viel mehr. Die­se Autorin soll­te man sich defi­ni­tiv mer­ken! Lese­tipp. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und für Erwachsene.

The­be. Ten­nes­se. Der 13-jäh­ri­ge Mor­gan hat ein Geheim­nis. Ein unheim­lich gro­ßes, bei­na­he unaus­sprech­li­ches, erdrü­cken­des Geheim­nis. Schon seit eini­ger Zeit über­legt er es sei­nem bes­ten Freund Eric zu erzäh­len. Als sie ihren 13.Geburtstag zusam­men fei­ern und mit ihren Fami­li­en im Schwimm­bad abhän­gen, ist er kurz davor ihm die Wahr­heit zu geste­hen: “Wenn Eric wie­der oben ist, sage ich es ihm. Zehn Sekun­den. Ich sage ihm, dass ich eigent­lich ein Mäd­chen bin und es als Jun­ge nicht mehr aus­hal­ten kann. Dass ich jeden Tag das Gefühl habe,

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