Kathleen Glasgow — How to make friends with the dark

19.Dezember 2023

“How to make fri­ends with the dark” ist der zwei­te Roman der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Kath­le­en Glas­gow, die vor allem über Tik­Tok Auf­merk­sam­keit auf ihr Erst­lings­werk “Girl in Pie­ces” zog. Das neue Buch ist kom­plett unab­hän­gig und eigen­stän­dig zu lesen und erzählt die Geschich­te eines jun­gen Mäd­chens, das ihre Mut­ter urplötz­lich ver­liert und ler­nen muss mit die­sem Ver­lust zurecht­zu­kom­men. Ein sehr schmerz­li­cher, tra­gi­scher Roman, der an die Sub­stanz geht und Trau­er­ver­ar­bei­tung scho­nungs­los zeigt, aber auch Hoff­nung macht, dass das Leben irgend­wann wei­ter­geht. Sprach­lich bril­lant geschrie­ben! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren, die bereit sind sich mit erns­ten und hef­ti­gen The­men aus­ein­an­der­zu­set­zen und Erwachsene.

Die 16-jäh­ri­ge Grace, die von allen nur Tiger genannt wird, lebt bei ihrer Mut­ter. Ihrer sehr über­für­sorg­li­chen Mut­ter, die sie hütet wie ihren Aug­ap­fel. “Was, bit­te, mache ich denn je ohne mei­ne Mom? Nichts. Ich gehe zur Schu­le, manch­mal schaue ich den Ska­tern am Skate­platz zu, ich kom­me nach Hau­se, ich lese, ich… Ich sit­ze in unse­rem klei­nen Leben. Und schaue den ande­ren zu. Wie ein Käfer im Glas.” (Zitat aus “How to make fri­ends with the dark” S.16) Die bei­den leben in einem klei­nen, her­un­ter­ge­kom­me­nen Häus­chen, in ärm­li­chen Ver­hält­nis­sen. Im Som­mer fah­ren sie mit einem Mar­me­la­den­mo­bil durch die Stra­ßen, um Geld zu ver­die­nen. Trotz­dem sta­peln sich die

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Nikola Huppertz — Fürs Leben zu lang

15.November 2023

“Fürs Leben zu lang” ist ein Roman der deut­schen Autorin Niko­la Hup­pertz. Sie stellt die 13-jäh­ri­ge Maga­li in den Mit­tel­punkt, die sich für viel zu groß hält und eher eine Außen­sei­te­rin und Beob­ach­te­rin ist. In Tag­träu­men sehnt sie sich nach einem Kuss von dem schö­nen Joël, der im Hin­ter­haus wohnt. Als der alte Herr Kre­ke­l­er aus ihrem Wohn­haus beschließt, dass er bald ster­ben wird, ver­lässt sie ihre Beob­ach­ter­po­si­ti­on und wird immer akti­ver und macht Bekannt­schaft mit des­sen Enkel. In ihrem Tage­buch hält sie all ihre Erleb­nis­se fest. Ein ruhig erzähl­ter Roman, der sich sehr auf Details kon­zen­triert und mit oft tro­cke­nem Humor Ein­blick in ein Teen­ager­le­ben gibt, sich aber auch mit tief­grün­di­gen Gedan­ken über das Leben und den Tod aus­ein­an­der­setzt. Manch­mal schräg, anders, außer­ge­wöhn­lich (so wie die Haupt­fi­gur) und lesens­wert. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 13-jäh­ri­ge Maga­li ist 1,82m groß. Sie fin­det sich viel zu groß und ist besorgt, dass sie auf­grund ihrer Grö­ße nie­mals geküsst wer­den wird. “Aber was soll ich sagen, mei­ne Ziel­grö­ße wird zwi­schen 1,89 und 1,92 geschätzt (was es in unse­rer Fami­lie noch nie gege­ben hat), und spä­tes­tens dann wird es zu spät sein. Denn wer will schon den Jun­gen, der einem sei­nen ers­ten Kuss schenkt, über­ra­gen wie ein Fah­nen­mast?” (Zitat aus “Fürs Leben zu lang” S.8) Ihr All­tag ist eher ein­tö­nig und lang­wei­lig. Von drei Mäd­chen aus der Schu­le wird sie nicht beach­tet. Nur wenn es um die Haus­auf­ga­ben geht, dann wird Maga­li plötzlich

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Marlies Slegers — 16x zum Himmel und zurück

Kasimira11.Februar 2022

“16x zum Him­mel und zurück” ist ein Kin­der­buch und eine Neu­erschei­nung der nie­der­län­di­schen Autorin Mar­lies Sle­gers. Sie erzählt die Geschich­te eines Jun­gen, der ein Jahr nach dem Tod sei­nes Vaters von genau die­sem eine Kis­te vol­ler Bot­schaf­ten und Auf­ga­ben, die er zu erfül­len hat, erhält. Etwas, das sein gan­zes Leben auf den Kopf stel­len wird. Ein bezau­bern­der, herz­er­wär­men­der Roman, der sich zwar mit erns­ten The­men wie Tod und dem Ster­ben all­ge­mein aus­ein­an­der­setzt, aber auch mit einer char­man­ten Leich­tig­keit und von einem ganz beson­de­ren Prot­ago­nis­ten erzählt wird, des­sen Art ein­fach berührt. Ein Wohl­fühl­buch und ein Lese­ereig­nis, das man defi­ni­tiv nicht ver­pas­sen soll­te! Für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Pel­le ist 12 Jah­re alt. Und lebt mit sei­ner Mut­ter nun allein. “Men­schen ster­ben nur ein­mal, und mein Vater ist da kei­ne Aus­nah­me. Seit einem Jahr ist er nicht mehr da.” (Zitat aus “16x zum Him­mel und zurück” S.7) Er hat­te Krebs. Ohne ihn ist das Leben viel trau­ri­ger gewor­den. “Am liebs­ten wäre ich unsicht­bar. Dann wür­de mich nie­mand fra­gen, ob ich bei die­sem Thea­ter­stück mit­ma­chen möch­te. Dann wür­de mich nie­mand die gan­ze Zeit löchern, ob es mir gut geht. Und wie es Mama geht.” (Zitat S.12) Denn seit Papas Tod ist sei­ne Mut­ter manch­mal auch nicht mehr rich­tig anwe­send. Unter­nimmt kaum mehr etwas, außer zu

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Heike Abidi — Bevor wir alles verlieren

Kasimira10. Dezem­ber 2021

“Bevor wir alles ver­lie­ren” ist ein Roman der deut­schen Autorin Hei­ke Abidi, die ein Mäd­chen in den Mit­tel­punkt stellt, das erfährt, dass es einen Gehirn­tu­mor hat. Ehe sie sich für eine lebens­ge­fähr­li­che Ope­ra­ti­on ent­schei­det, wagt sie noch einen Road­trip nach Ber­lin, um das Leben voll­ends aus­zu­kos­ten. Eine Geschich­te über das Ster­ben, die Lust am Leben und die Lie­be, die manch­mal uner­war­tet kommt. Ein äußerst bewe­gen­des, authen­ti­sches und unter­halt­sa­mes Buch, das sich zu lesen lohnt! Für rei­fe Jugend­li­che ab 14 Jah­ren, die sich auch mit erns­ten The­men aus­ein­an­der set­zen möchten.

Die 18-jäh­ri­ge Vic­to­ria ist eine ehr­gei­zi­ge Sport­le­rin. Aus­ge­rech­net bei ihrer Lieb­lings­dis­zi­plin, dem Hoch­sprung, stol­pert sie jedoch mit­ten in einem Tur­nier über ihre eige­nen Füße. “Ich war schon immer ziem­lich groß für mein Alter. So kam ich dann auch zum Hoch­sprin­gen. Die­ser Sport ist für mich das Wich­tigs­te im Leben gewor­den. Er passt zu mir — ich brau­che nur mich selbst und mei­ne lan­gen Bei­ne. Kein Team, nie­man­den, den ich an mich her­an­las­sen muss.” (Zitat aus “Bevor wir alles ver­lie­ren” S.37) Eigent­lich woll­te Vic­to­ria ihren per­sön­li­chen Rekord bre­chen und auf das Sie­ger­trepp­chen, jetzt hat sie sich ihr Bein ver­staucht und liegt im städ­ti­schen Kran­ken­haus. Doch weil sie vor der behan­del­ten Ärz­tin fast zusam­men­bricht, ord­net diese

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Antonia Michaelis — Das Institut der letzten Wünsche

Antonia Michaelis Das Institut der letzten Wünsche26.Feburar 2017

“Das Insti­tut der letz­ten Wün­sche” von der deut­schen Sprach­künst­le­rin Anto­nia Michae­lis ist jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Ein Buch, das sich mit nichts weni­ger aus­ein­an­der­setzt als mit dem Tod und der Lie­be. Wort­ge­wal­tig, beson­ders — hin­rei­ßend! Gewürzt mit einer Pri­se Iro­nie, die den Leser schmun­zeln lässt und einer Por­ti­on Ernst­haf­tig­keit, die nach­denk­lich macht. Der Lese­tipp für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und vor allem Erwach­se­ne (der Roman ist in einem Ver­lag für Erwach­se­ne erschienen).

Die jun­ge Mat­hil­da lebt in Ber­lin. Eigent­lich woll­te sie Ärz­tin wer­den, bis sie gemerkt hat, dass das doch nichts für sie ist. Sie hat ihr Stu­di­um abge­bro­chen und arbei­tet nun seit einem Jahr in einem ganz beson­de­rer Insti­tut. Dem Insti­tut der letz­ten Wün­sche. Zusam­men mit Inge­borg erfüllt sie Men­schen, die sich an sie wen­den und die in den nächs­ten sechs Mona­ten ster­ben wer­den, einen letz­ten Wunsch. Das kann ein vor­ge­zo­ge­nes Weih­nachts­fest sein, der Wunsch nach Schnee­flo­cken im Früh­ling, nach einem Kon­zert einer bereits ver­stor­be­nen Sän­ge­rin, einem Spie­le­abend in einer Stu­den­ten WG oder eine Fahrt ins Welt­all. Mat­hil­da und Inge­borg machen das Unmög­li­che mög­lich. Dabei impro­vi­sie­ren sie jede Men­ge und las­sen sich viel ein­fal­len. Doch dann ver­liebt sich Mat­hil­da aus­ge­rech­net in Bir­ger, einer ihrer Kli­en­ten. Für ihn soll sie

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Cat Patrick — Die fünf Leben der Daisy West

Cat Patrick Die fünf Leben der Daisy West23. Juli 2012

Die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Cat Patrick hat mit “Die fünf Leben der Dai­sy West” einen Roman geschrie­ben, in dem es um ein gehei­mes Wun­der­mit­tel geht, das den Tod über­lis­ten kann. Teil des Expe­ri­ments ist die jun­ge Dai­sy, die bereits ihr 5. Leben begon­nen hat und nun die Lie­be für sich ent­deckt. Erst­mals beginnt sie das Pro­gramm, in dem sie sich befin­det, in Fra­ge zu stel­len. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Ein Bus­un­glück. 21 Men­schen, die gestor­ben sind. Doch nur 7 sind wirk­lich tot. 14 von ihnen beka­men die Chan­ce an einem noch streng gehei­men Pro­gramm teil­zu­neh­men und wur­den mit dem Mit­tel “Revi­ve” zurück ins Leben geholt. So auch — vor elf Jah­ren — die heu­te 15-jäh­ri­ge Dai­sy. Stets beglei­tet von zwei Geheimagenten/Wissenschaftlern, die sich als ihre Eltern aus­ge­ben (sie selbst ist ein Wai­sen­kind), hat sie nun schon eini­ge Tode hin­ter sich. Das letz­te Mal stach sie eine Bie­ne und sie erlitt einen all­er­gi­schen, töd­li­chen Schock. Davor erstick­te Dai­sy beim Schwim­men, als sie ver­se­hent­lich aus­strö­men­des Koh­len­stoff­mon­oxid eines Haus­boo­tes ein­at­me­te. Der Wohn­ort und die Iden­ti­tät wird nach jedem Tod gewech­selt, dafür sorgt die Orga­ni­sa­ton des Pro­gramms. Nur ihren Vor­na­men darf Daisy

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