Iben Akerlie — Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist

13.Mai 2024

“Der Som­mer, in dem ein­fach alles pas­siert ist” von der nor­we­gi­schen Autorin und Schau­spie­le­rin Iben Aker­lie ist ein Roman, der nach Nor­we­gen ent­führt. Nora soll ihre Som­mer­fe­ri­en bei ihrer Oma ver­brin­gen, die sie bis­her nur sel­ten gese­hen hat. Davon ist sie gar nicht begeis­tert. Doch das ändert sich, als sie Abbas ken­nen­lernt, mit dem sie die Tage in der Natur ver­bringt. Abbas Fami­lie kommt aus Afgha­ni­stan, er wur­de jedoch in Nor­we­gen gebo­ren. Trotz­dem muss er sich in dem Dorf immer wie­der dis­kri­mi­nie­ren­den Bemer­kun­gen anhö­ren. Und dann erfährt Nora noch etwas über sei­ne Ver­gan­gen­heit, das sie bes­ser nicht gewusst hät­te… Eine sehr ein­fühl­sam und authen­tisch erzähl­te Som­mer­ge­schich­te mit Tief­gang. Über Fami­lie, Freund­schaft, die Ent­wick­lung einer zar­ten Lie­be, Aus­gren­zung und Ras­sis­mus. Feder­leicht und som­mer­an­mu­tig-schön, aber auch vol­ler Ernst­haf­tig­keit und zum Nach­den­ken anre­gend. Die per­fek­te Feri­en­lek­tü­re für Jugend­li­che ab 10 Jahren.

Nora muss in den Som­mer­fe­ri­en zu ihrer Oma. Dar­auf hat sie aller­dings über­haupt kei­ne Lust. “Ich will nicht zu Oma.” Mei­ne Stim­me ver­schwin­det im Kis­sen. “Du kannst nicht den gan­zen Som­mer in der Stadt ver­brin­gen, Nora, das wäre zu scha­de.” “Aber Thi­lo bleibt doch auch hier…” “Thi­lo ist ein Jahr alt”, sagt Mama.” (Zitat aus “Der Som­mer, in dem ein­fach alles pas­siert ist” S.5) Nora hat ihre Oma nur sehr sel­ten bis­her gese­hen. Auch ver­ste­hen sich ihre Mut­ter und ihre Oma nicht immer gut. Als Jour­na­lis­tin hat Noras Oma viel

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Antonia Michaelis — Scheißglitzertage

2. August 2023

End­lich wie­der ein neu­es Jugend­buch von der deut­schen Autorin Anto­nia Michae­lis. “Scheiß­glit­zert­age” ist ein uner­war­tet poli­ti­scher, höchst aktu­el­ler Roman, der sei­ne Leser*innen auf die Insel Use­dom ent­führt, auf wel­cher sich die Gerüch­te häu­fen, dass ein rus­si­scher Angriffs­krieg auf die Tou­ris­ten­in­sel bevor­steht. Erzählt aus der Per­spek­ti­ve eines Jun­gen, der aus ärm­li­chen Ver­hält­nis­sen stammt und von einem ande­ren Leben träumt. Als ein ukra­ni­sches Mäd­chen auf­taucht, in das er sich ver­liebt und meh­re­re Men­schen ermor­det auf­ge­fun­den wer­den, wird alles mehr und mehr auf den Kopf gestellt. Ein Som­mer zwi­schen Sorg­lo­sig­keit, Sehn­sucht, ers­ter Lie­be und Bedroh­lich­keit durch einen Krieg. Ein gelun­ge­ner, auf ganz eige­ne Art und Wei­se erzähl­ter Coming-of-Age-Roman, der mit bri­san­ten The­men auf­war­tet und sich Zeit nimmt für die Ent­wick­lung sei­ner Cha­rak­te­re. Sprach­lich über­aus bril­lant geschrie­ben und nach­denk­lich machend. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren, die anspruchs­vol­le­re Geschich­te mögen, und für Erwachsene.

Der 17-jäh­ri­ge Finn­ley arbei­tet als Eis­ver­käu­fer auf Use­dom und träumt von einem bes­se­ren Leben: “Wenn ich konn­te, sah ich aufs Meer hin­aus, zum Hori­zont weit, weit hin­ten: eine blaue Glit­zer­li­nie, hin­ter der die Welt begann. Ich träum­te mich dahin­aus, in die Fer­ne, wo es kei­ne Tou­ris­ten gab und kein Cho­co­la­te-Coo­kie-Eis und auch kei­ne klei­ne Woh­nung, in die du jeden Abend zurück­musst. Eine Fer­ne ohne den Geruch von Küchen­ab­wasch und Enge und Ziga­ret­ten und tro­cke­ner Wäsche. Da drau­ßen, hin­ter der Glit­zer­li­nie, war alles anders.” (Zitat aus “Scheiß­glit­zert­age” S.10) Finn­ley lebt auf Use­dom mit sei­ner Mut­ter und seinen

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Emily Lockhart — Family of Liars: Wie wir Lügner wurden

Kasimira6.Oktober 2022

Dass die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Emi­ly Lock­hart mit “Fami­ly of Liars: Wie wir Lüg­ner wur­den” noch eine Fort­set­zung zu “We were Liars: Solan­ge wir lügen” schrei­ben wür­de, damit hät­te ich nicht gerech­net und habe mich daher über die­se Neu­erschei­nung sehr gefreut! Auch wenn das aktu­el­le Buch als Vor­ge­schich­te dekla­riert wird und zeit­lich viel frü­her ansetzt, ist es auf jeden Fall als Band 2 zu sehen (wie auch im Inne­ren gekenn­zeich­net) und spoi­lert Ereig­nis­se des ers­ten Teils, daher am bes­ten der Rei­hen­fol­ge nach lesen. Eine Geschich­te über eine ver­mö­gen­de Fami­lie und ihre Pri­vat­in­sel, auf der sie regel­mä­ßig ihre Feri­en ver­brin­gen. Über Ent­täu­schun­gen, Geheim­nis­se, das Seh­nen nach Lie­be und gefähr­li­che Lügen. Ein Roman, der schnell in sei­nen Bann zieht und defi­ni­tiv erzählt wer­den muss­te! Mit­rei­ßend, toll geschrie­ben — was will man mehr? Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Seit sie klein sind, fah­ren sie jeden Som­mer dort­hin: nach Beech­wood Island, nahe Mas­sa­chu­setts, auf ihre klei­ne Pri­vat­in­sel. Car­rie und ihre Schwes­tern Bess und Pen­ny. Die Insel ist in Fami­li­en­be­sitz, gehört ihren Eltern Har­ris und Tip­per und Onkel Dean. “Wenn ich die Augen schlie­ße, schme­cke ich immer noch den Vanil­le-Rühr­ku­chen und spü­re mei­ne kleb­ri­gen Fin­ger. Das Leben bestand aus Mär­chen vor dem Schla­fen­ge­hen, Fla­nell­py­ja­mas, Gol­den Retrie­vern. […] Wind und Son­nen­licht, klei­ne Strei­te­rei­en, Meer­jung­frau­en­spie­le und Stein­samm­lun­gen.” (Zitat aus “Fami­ly of Liars: Wie wir Lüg­ner wur­den” S.19) Car­rie ver­bringt dort die traum­haf­tes­ten Feri­en, die man sich vor­stel­len kann. Doch als sie 14 ist, hört sie zufäl­lig ein Gespräch ihrer Eltern

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E. Lockhart — We were liars: Solange wir lügen

Kasimira7.Juli 2022

Die ame­ri­ka­ni­sche Autorin E. Lock­hart hat mit “We were liars: Solan­ge wir lügen” ein ganz außer­ge­wöhn­li­ches Buch geschrie­ben. Ein Roman über eine ange­se­he­ne Fami­lie, über Lügen, Lie­be und eine Wahr­heit, nach der erst gesucht wer­den muss. Der hoch­ge­lob­te, ame­ri­ka­ni­sche Best­sel­ler. Hoch­ge­lobt — zu Recht. Emp­feh­lens­wert: abso­lut! Span­nend. Lite­ra­risch. Roman­tisch. Über­ra­schend. Jetzt in neu­er Auf­ma­chung als Taschen­buch erschie­nen, in freu­di­ger Erwar­tung auf die Vor­ge­schich­te (“Fami­ly of liars: Wie wir Lüg­ner wur­den”), die im Herbst ver­öf­fent­licht wer­den wird. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Sie sind reich. Sie sind jung. Sie sind bild­hübsch. Und sie ver­brin­gen jeden Som­mer auf der Pri­vat­in­sel der Fami­lie vor der Küs­te von Mas­sa­chu­setts. Die Sin­clairs. Da sind die Groß­el­tern Har­ris und Tip­per, die drei Töch­ter Pen­ny, Car­rie und Bess. “Die Sin­clair­töch­ter waren braun gebrannt und wun­der­schön. Sie waren groß, fröh­lich und reich wie Prin­zes­sin­nen aus einem Mär­chen. Sie waren in ganz Bos­ton, Har­vard und auf Martha’s Viney­ard für ihre Kasch­mir­car­di­gans und ihre gran­dio­sen Par­tys bekannt. Sie waren gemacht für Legen­den.” (Zitat aus “Solan­ge wir lügen” S.16). Auf der Pri­vat­in­sel lie­ßen die Eltern

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Lana Rotaru — All these broken strings

Kasimira15.Mai 2022

“All the­se bro­ken strings” ist ein Roman der deut­schen Autorin Lana Rota­ru, die ihre Leser in die Welt eines Som­mer-Musik-Camps ent­führt, das kurz vor dem Aus steht. Um das Lebens­werk ihres Groß­va­ters zu ret­ten, muss sich die Prot­ago­nis­tin den Schat­ten ihrer Ver­gan­gen­heit stel­len und aus­ge­rech­net den Jun­gen, um Hil­fe bit­ten, den sie eigent­lich nie wie­der sehen woll­te und der mitt­ler­wei­le ein berühm­ter Sän­ger gewor­den ist. Ein tol­les Set­ting, eine Lie­bes­ge­schich­te, die ganz zart und zöger­lich daher­kommt, und ein Som­mer vol­ler Träu­me und Musik. Hier gibt es jede Men­ge Mit­fie­ber-Momen­te, wenn auch mit­un­ter etwas kit­schi­ge. Für alle “Camp Rock”-Fans und Jugend­li­che ab 14 Jahren.

Der größ­te Wunsch der 15-jäh­ri­gen MacKen­zi­es ist es eines Tages Sän­ge­rin zu wer­den. Ihre Groß­el­tern, die vor fünf­und­zwan­zig Jah­ren ein Musik-Som­mer­camp gegrün­det haben, unter­stüt­zen sie dabei sehr, allen vor­an ihr Groß­va­ter. “Der Mann, der von jedem lie­be­voll “Pops” genannt wur­de, hat­te mich und mei­nen Traum, eine berühm­te Sän­ge­rin zu wer­den, von mei­ner ers­ten schief gesun­ge­nen Note an in einem Maß unter­stützt, für das es kei­ne Wor­te gab. Ich ver­dank­te ihm so viel mehr als nur mei­ne ers­te Gitar­re.” (Zitat aus “All the­se bro­ken strings” S.11) Auch Vin­cent ist einer der Cam­per und schon seit eini­ger Zeit

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Siobhan Vivian — Stay Sweet

Kasimira19.März 2022

“Stay sweet” von der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Siob­han Vivi­an ist nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Eine Geschich­te über eine gan­ze beson­de­re Eis­die­le, die uner­war­tet geschlos­sen wird, als ihre Besit­ze­rin stirbt und ein jun­ges Mäd­chen, das gemein­sam mit einem Nach­fah­ren ver­sucht, den Traum vom Eis wei­ter­zu­ver­fol­gen. Ein Roman wie ein Som­mer­mär­chen — zucker­süß, erfri­schend und ein­fach wun­der­bar zu lesen! Die idea­le Abtauch-Lek­tü­re für Jung und Alt (frü­hes­tens ab 13 Jahren).

Im Som­mer 1945 hat sie einst eröff­net. Mol­lys klei­ne Eis­die­le. Und ist mitt­ler­wei­le legen­där und kei­nes­falls ein Geheim­tipp mehr. “Von der ers­ten Juni- bis zur letz­ten August­wo­che wer­den die Leu­te, Tou­ris­ten wie Ein­hei­mi­sche, wie immer für Mol­ly Mea­des haus­ge­mach­tes Eis Schlan­ge ste­hen und die Autos eine hal­be Mei­le weit am Stra­ßen­rand par­ken.” (Zitat aus “Stay sweet” S.21) Denn Mol­ly hat das bes­te Eis der Stadt und dafür war­ten die Leu­te ger­ne. Es gibt nur vier Eis­sor­ten: Vanil­le, Scho­ko­la­de, Erd­bee­re und der Ver­kaufs­schla­ger schlecht­hin: “Home Sweet Home”, eine Eigen­krea­ti­on, deren genau­en Zuta­ten bloß Mol­ly kennt. Nur Mäd­chen arbei­ten dort, in ihrem eige­nen klei­nen Uni­ver­sum vol­ler Aben­teu­er, Freund­schaft, Spaß und Zusam­men­halt. Denn Mol­ly, die mitt­ler­wei­le alt gewor­den ist, lässt die Mädchen

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Andreas Thamm — Heldenhaft

Kasimira7.Februar 2019

“Hel­den­haft” ist das ers­te Jugend­buch des deut­schen Autoren Andre­as Thamm. Ein Roman über einen ein­zig­ar­ti­gen Som­mer, über Freund­schaft und ers­te Lie­be. Erzählt aus der Sicht eines Jun­gen, des­sen Freund nach einem Jahr aus dem Gefäng­nis frei­kommt und des­sen Auf­tau­chen alles ver­än­dert. Eine Geschich­te über die Not Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und neben­bei erwach­sen zu wer­den. Ein unter­halt­sam erzähl­tes Buch, eine lei­se Geschich­te, die laut ist zwi­schen den Zei­len und die Gedan­ken­welt eines Her­an­wach­sen­den authen­tisch wider­gibt. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Es ist Som­mer. In einer namen­lo­sen Klein­stadt. Die Feri­en ste­hen kurz bevor. Und da sind der 17-jäh­ri­ge Andre­as, genannt Andi, und sein bes­ter Freund Fer­di­nand, genannt Fer­di, die sich seit Grund­schul­zei­ten schon ken­nen. In der sieb­ten Klas­se waren sie dann zu dritt gewe­sen und Mitch, der sit­zen­ge­blie­ben war, stieß zu ihnen. Bes­te Freun­de. Mitch war cool. “Er war die muti­ge, wit­zi­ge Drauf­gän­ger­ver­si­on unse­rer eige­nen klei­nen Ichs.” (Zitat aus “Hel­den­haft” S.6) Zu Mitch, der zwei Jah­re älter ist, sahen Andi und Fer­di auf. Mit ihm konn­te man Blöd­sinn machen und Aben­teu­er erle­ben. Er kann­te die gan­zen abge­fah­re­nen Orte

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Tanya Stewner — Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb

Tanya Stewner Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb2.Juli 2018

Die deut­sche Autorin Tanya Stew­ner erzählt in „Der Som­mer, in dem die Zeit ste­hen­blieb“ eine Lie­bes­ge­schich­te wie das schö­ne, roman­tisch gestal­te­te Cover ver­spricht, aber eine, die defi­ni­tiv anders ist! Eine Lie­be zu einem jun­gen Mann, der nicht aus die­ser Zeit zu sein scheint. Flott und pfif­fig erzählt. Mit viel uner­war­te­ter Tie­fe. Für Jugend­li­che ab 12 Jahren.

Juli ist ein Kopf­mensch durch und durch. In der Schu­le schreibt sie nur Best­no­ten. Am liebs­ten ana­ly­siert sie alles genaus­tens. Ihren kom­pli­zier­ten Gedan­ken­gän­gen kann lei­der nicht immer jeder fol­gen und so ist sie trotz bes­ter Freun­din Who­o­pie eher eine Außen­sei­te­rin. Auf eine Par­ty wur­de sie noch nie ein­ge­la­den. Dabei hofft sie doch ver­geb­lich auf solch einer ein­mal ihrem Traum­prin­zen zu begeg­nen. Dass sie die­sen tat­säch­lich auf ihrer Lich­tung, auf der sie sich immer zurück­zieht, wenn sie allei­ne sein will, trifft, hät­te Juli nie gedacht. Anja­no heißt er. Er trägt selt­sa­me Klei­dung, spricht einen noch viel selt­sa­me­ren Dia­lekt und kann mit man­chen Wör­tern, die sie sagt, gar nichts anfan­gen. Cola kennt er nicht, einen Schraub­ver­schluss, noch nie gese­hen. Ver­wirrt wirkt er. Und doch bezau­bernd schön. Ein Traum­typ eben. Juli ist hin und weg. Doch, nach­dem auch Anja­no wie­der gegan­gen ist, macht sie eine äußerst merk­wür­di­ge Ent­de­ckung. Egal wie oft sie

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Uticha Marmon — Marienkäfertage

Uticha Marmon Marienkäfertage18.März 2015

“Mari­en­kä­fer­ta­ge” von Uticha Mar­mon fällt sogleich durch sein schö­nes Cover auf. Ein Roman über die Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät, Erin­ne­run­gen an eine Kind­heit und dem Enden jener, als die Prot­ago­nis­tin zufäl­lig ent­deckt, dass sie adop­tiert wur­de. Mit einer beson­ders schö­nen Spra­che. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwachsene.

In jeden Som­mer­fe­ri­en fah­ren die jun­ge Elin und ihre Eltern hier­her. In ein klei­nes Kaff in Jüte­land (Däne­mark). In das klei­ne Feri­en­haus, das sie das Mari­en­kä­fer­haus nen­nen, weil es dort so vie­le Mari­en­kä­fer gibt. Nur die­ses Jahr ist es anders. Die­ses Jahr sind ihre Eltern für eine Woche nach Rho­dos geflo­gen. Und Elin ist in die­ser Zeit des Allein­seins von Zuhau­se abge­hau­en, auf­ge­bro­chen nach Jüte­land. Weil sie eine schlim­me Ent­de­ckung gemacht hat. Es war ein Brief, der an eine Lykke adres­siert war, nicht an sie. Von jeman­dem, der weiß, dass sie nicht Elin, son­dern Lykke heißt. In den Unter­la­gen ihre Eltern hat sie ihre Geburts­ur­kun­de gefun­den. Dort auf der Rück­sei­te ein hand­schrift­li­cher Zet­tel ihrer Mut­ter mit einem ande­ren Namen und ihrem Geburts­da­tum: Lykke Elin Michel­sen. Michel­sen. Nicht Dah­l­berg. Sie wur­de adop­tiert! Drei Wor­te, die ein gan­zes Leben ver­än­dern kön­nen. Wer ist sie jetzt? Alles Lüge, alles Ver­rat. Alles

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Hilde Kvalvaag — Das ist der Sommer im Paradies, wie er eben aussieht, wenn man die Sonnenbrille absetzt

Hilde Kvalvaag - Das ist der Sommer im Paradies, wie er eben aussieht, wenn man die Sonnenbrille absetzt18. Febru­ar 2015

Einen Roman mit einem außer­ge­wöhn­lich lan­gen Titel hat die nor­we­gi­sche Autorin Hil­de Kval­vaag geschrie­ben: “Das ist der Som­mer im Para­dies, wie er eben aus­sieht, wenn man die Son­nen­bril­le absetzt”. Eine Geschich­te über Ent­täu­schun­gen, das Seh­nen nach Lie­be und das Erwach­sen­wer­den. Inten­siv, bewe­gend und authen­tisch. Für Jugend­li­che ab 12 Jahren.

Ein gan­zer Som­mer liegt vor der jun­gen Johan­ne. Zwei gan­ze Mona­te bei ihren Groß­el­tern auf dem Land. Ihre Schwes­ter Kat­rin wird noch nach­kom­men: “Den gan­zen Win­ter hocken wir in der Stadt und freu­en uns auf den Som­mer, freu­en uns auf unse­re Bet­ten an den gegen­über­lie­gen­den Wän­den. Dann lie­gen wir da wie zwei Prin­zes­sin­nen auf der Erb­se und fut­tern Chips und Scho­ko­la­de aus dem Laden.” (Zitat aus “Das ist der Som­mer im Para­dies, wie er eben aus­sieht, wenn man die Son­nen­bril­le absetzt” S.11). Eine ver­hei­ßungs­vol­le Zeit scheint anzu­bre­chen. Zumal Johan­ne sich ver­liebt hat. In Are: “Den gan­zen letz­ten Som­mer und Win­ter ist er mir im Kopf her­um­ge­geis­tert. Er ist dort ein­ge­zo­gen, ohne mich zu fra­gen, hat sich ein­fach ein­ge­nis­tet und ich hab ihn nicht mehr da raus­ge­kriegt. Er hat so viel Platz ein­ge­nom­men, dass ich kaum noch

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