Die deutsche Autorin Christine Werner hat sich mit ihrem Roman “Silberregen glitzert nicht” an ein absolutes Tabuthema im Kinderbuch herangewagt! Sie stellt die Tablettensucht einer Mutter in den Mittelpunkt ihrer Geschichte und die Auswirkungen, die dies auf ihre Familie hat. Erzählt aus der Sicht der ältesten Tochter, die versucht sich um ihre jüngeren Geschwister zu kümmern und den familiären Alltag irgendwie zu bewältigen, weil ihre Mutter immer müde ist und selten aus dem Bett herauskommt. Ein Roman über eine Sucht, über Hilfslosigkeit und Verantwortung, aber auch Freundschaft und Zusammenhalt. Mit einer liebenswerten, sympathischen Protagonistin, die über sich hinauswächst und dann erkennt, dass manche Geheimnisse zu schwer sind, um sie alleine zu tragen und die Unterstützung erhält. Mitreißend und unheimlich bewegend geschrieben. Ein sehr wichtiges Buch! Für Jugendliche ab 11 Jahren und interessierte Erwachsene.
Emely liebt Bananeneis, Skateboarden mit ihrem besten Freund Mathis, das Nachbarskaninchen Moppel und Quizsendungen in Fernsehen, die sie mit ihrer ganzen Familie anschaut. Vor allem ihre Mutter ist brillant im Fragenbeantworten. “Ich strahle sie an, springe auf den Sessel, hüpfe darauf herum, dass er schnauft und ächzt, tröte einen Tusch — und schütte eine ganze Tüte Silberpapierchen über Mama aus. Die Papierchen segeln auf ihre Haare, bleiben an ihrem kuscheligen Pullover hängen, fallen auf Hannah. Mama sitzt in einer großen, glitzernden Silberregenwolke. Plötzlich steht sie auf, tanzt mit Hannah im Arm und lacht. Mama ist meine Königin des Silberregens.” (Zitat aus “Silberregen glitzert nicht” S.6) Regelmäßig denkt Emely sich sogar selbst Quizfragen aus, die sie in ein Büchlein notiert. Doch in letzter Zeit ist kaum Zeit fürs Quizsendungen und Fröhlichkeit. Denn ihre Mutter
