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Kathrine Nedrejord — Was Sara verbirgt

Kasimira8.April 2021

Was Sara ver­birgt” ist der zwei­te Roman der nor­we­gi­schen (und sami­schen) Autorin Kath­ri­ne Nedre­jord, der ins Deut­sche über­setzt wur­de. Erneut setzt sie die Geschich­te einer Freund­schaft in den Mit­tel­punkt, die auf eine har­te Belas­tungs­pro­be gestellt wird, als eines der bei­den Mäd­chen ver­ge­wal­tigt wird, aber nicht ver­ra­ten will, wer es gewe­sen ist. Eine Suche nach der Wahr­heit, eine Aus­ein­an­der­set­zung mit Scham und dem Wunsch zu ver­drän­gen. Ein wich­ti­ger Bei­trag zu #metoo, ein wich­ti­ges Buch, um Mut zu machen! Kurz­wei­lig (gera­de mal 154 Sei­ten), aber inten­siv und sehr berüh­rend zu lesen! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Karas­jok. Nor­we­gen. Laj­la und Sara sind bes­te Freun­din­nen. Auch wenn sie sehr unter­schied­lich sind. Sara ist “…klein und dun­kel­haa­rig, und ihre Erschei­nung hat etwas bei­na­he Feind­se­li­ges. Ich bin groß und blond und läch­le meis­tens, jeden­falls solan­ge wir die Spie­le gewin­nen.” (Zitat aus “Was Sara ver­birgt” S.10). Laj­la spielt Fuß­ball und Sara Gitar­re. Doch sie stam­men bei­de aus einer Fami­lie, in der die Müt­ter Sámi mit noma­di­schem Lebens­til sind. Ihre jewei­li­gen Väter hin­ge­gen sind schon immer sess­haft gewe­sen. “Die Noma­den gegen die Sess­haf­ten, und die Sess­haf­ten gegen die Noma­den. Sara und ich sind weder das eine noch das ande­re.” (Zitat S.10) Und hal­ten des­halb umso stär­ker zusam­men, auch in den Fron­ten, die sich zuwei­len in ihrem Schul­all­tag gebil­det haben. Ohne Sara wür­de LajlaWeiterlesen!

Elisabeth Herrmann — Ravna: Tod in der Arktis

Kasimira6.April 2021

Rav­na: Tod in der Ark­tis” ist der neu­es­te All-Age-Thril­ler der deut­schen Autorin Eli­sa­beth Herr­mann, die einen außer­ge­wöhn­li­chen Hand­lungs­ort für ihre Geschich­te gewählt hat: sie ent­führt ihre Leser nach Nor­we­gen in die Ark­tis. Als dort ein Mord pas­siert, wird das Leben einer jun­gen Frau, die gera­de als Poli­zei­prak­ti­kan­tin ihren Dienst ange­tre­ten hat, völ­lig auf den Kopf gestellt. Mit sprö­den, eigen­wil­li­gen Cha­rak­te­ren, gewal­ti­gen Land­schaf­ten und einer ganz beson­de­ren (sami­schen) Kul­tur. Fas­zi­nie­rend, anders und sehr unter­halt­sam. Mal ein ganz ande­rer Thril­ler! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Var­dø. Eine Stadt in Nor­we­gen. Weit über dem Polar­kreis der Ark­tis. Hier lebt die jun­ge Rav­na, die sich eben­so wie ihre Schwes­ter Inga gegen die sami­sche Tra­di­ti­on — sich um die Ren­tier­her­den der Fami­lie zu küm­mern — ent­schie­den hat. Nun beginnt sie ein Prak­ti­kum auf der Poli­zei­sta­ti­on in Var­dø. Auch wenn sie dort einen schwe­ren Start hat: “Alle kann­ten sich. Und des­halb wuss­ten sie auch, wer Rav­na war. Woher sie kam und dass sie zu denen gehör­te, denen man bes­ser erst ein­mal gar nichts zutrau­te.” (Zitat aus “Rav­na: Tod in der Ark­tis” S.11ff) Doch es lie­gen nur sechs Wochen Prak­ti­kum vor ihr, ehe sie ihrer Schwes­ter, die bereits nach Oslo gegan­gen ist, fol­gen wird. Dort war­ten dann drei Jah­re Poli­zei­schu­le auf sie. Nicht damit gerech­net hat Rav­na jedoch, dass sie gleich an ihrem ers­ten Tag… Weiterlesen!