“Almost True Crime: Wer nicht liebt muss sterben” von der deutschen Autorin Ruth Stiller ist der Auftakt einer neue True-Crime-Reihe des Thienemann Verlags. In sich abgeschlossene Bände, die Geschichten erzählen, die auf wahren Begebenheiten beruhen, aber mit jede Menge Fiktion angereichert wurden. In diesem Buch steht die Liebe zweier höchst unterschiedlicher Mädchen im Vordergrund, die sich gemeinsam in der Sprayer-Szene bewegen und von denen eine sterben wird. Die Hintergründe hierzu dürfen die Leser*innen langsam enträtseln. Unterhaltsam — eine sorgfältige Mileustudie verschiedener gesellschaftlicher Schichten, die aufeinandertreffen. Wenn Jugendliche morden… Leider aktueller denn je. Für Jugendliche ab 14 Jahren und interessierte Erwachsene.
Die 16-jährige Maja ist unglücklich, weil ihre beste Freundin Drieke weggezogen ist. “Maja verließ das Haus nicht mehr. Warum auch? Drieke war weg. Es gab dort draußen also nichts und niemanden, der es wert gewesen wäre.” (Zitat aus “Wer nicht liebt, muss sterben” S.6) Sie geht nur noch zur Schule und dann gleich wieder nach Hause. Ihr Zimmer hat sie schwarz angemalt. Sie hasst Menschen. Bleibt am liebsten für sich. Ihre Eltern führen ein luxuriöses Hotel, sind ständig am Arbeiten. Nur ihre Mutter hat ab und zu Migräne, dann muss Maja sich um sie kümmern. “Ihr Vater hatte dafür selten Zeit. Sein individuelles Nobelhotel stand in den Reiseführern, sein Gesicht für Qualität und den immer gleichen Standart. Präsenz war gefragt.” (Zitat S.8ff) Doch dann kommt eine neue Mitschülerin
