Schlagwort Archiv: Roman

Megan Cooley Peterson — Lügentochter

Kasimira2.März 2021

Lügen­toch­ter” ist der ers­te Roman der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Megan Coo­ley Peter­son, die zahl­rei­che Sach­bü­cher schrieb. Sie stellt ein Mäd­chen in den Mit­tel­punkt, die in einer Sek­te auf­wächst und von der Außen­welt abge­schirmt wird und davon kei­ne Ahnung hat. Als sie von ihrer Fami­lie getrennt wird, ändert sich ihr Leben auf einen Schlag. Ein äußerst mit­rei­ßen­des, emo­tio­na­les Buch, das man so schnell nicht mehr aus der Hand legen wird! Die Geschich­te einer Fami­lie, einer ers­ten (ver­bo­te­nen) Lie­be, einer Suche nach der Wahr­heit und nach der eige­nen Iden­ti­tät. Mit einem gro­ßen Maß an Authen­ti­zi­tät — denn die Autorin weiß, wovon sie schreibt: sie ist eben­falls in einer Sek­te Mit­glied gewe­sen, ehe sie anfing Fra­gen zu stel­len. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwachsene.

Piper ist 17 Jah­re alt und sie hat gelernt sich in Acht zu neh­men. “Die Welt ist schlecht”, hat Mut­ter gewarnt. “Ihr dürft nie­man­dem trau­en! Nur mir und eurem Vater. Ver­gesst das nicht!” (Zitat aus “Lügen­toch­ter” S.5) Weit ent­fernt von der mensch­li­chen Zivi­li­sa­ti­on in einem vor Jahr­zehn­ten still­ge­leg­ten Ver­gnü­gungs­park mit­ten in der Natur lebt sie mit ihren fünf Geschwis­tern: Bever­ly Jean, Mil­lie, Car­la, Hen­ry und Samu­el. Auch Caspian und Tho­mas leben dort. “Vater hat Caspian und Tho­mas vor ein paar Jah­ren auf­ge­nom­men, nach­dem er ihre Eltern der Gemein­schaft ver­wei­sen muss­te — sie hat­ten Dro­gen her­ein­ge­schmug­gelt. Da die Jungs sonst völ­lig auf sich allein gestellt wären, hat er ihnen erlaubt zu blei­ben. Es wäre ja schließ­lich grau­sam gewe­sen, sie raus in die Außen­welt zu jagen.” (Zitat S.13) Ihr Vater lei­tet eine Gemein­schaft, die meh­re­re Stun­den entferntWeiterlesen!

Alina Bronsky — Und du kommst auch drin vor

Kasimira26.Januar 2020

Und du kommst auch drin vor” von der rus­sisch-deut­schen Autorin Ali­na Bron­sky erzählt die Geschich­te eines Mäd­chen, das sich auf einer Autoren­le­sung in einem Buch wie­der­erkennt. Ein Roman über Schick­sal, Freund­schaft und die Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät. Tur­bu­lent, unter­halt­sam und locker erzählt. Für Jugend­li­che ab 11 Jah­ren und Wenig-Leser bes­tens geeignet.

Ber­lin. Kim und Petrow­na sind bei­de 14 Jah­re alt. Und schon seit der Grund­schu­le bes­te Freun­din­nen. “Wir sit­zen seit dem ers­ten Schul­tag neben­ein­an­der. In der aller­ers­ten Pau­se unse­res Lebens haben wir uns geprü­gelt. […] Mei­ne Mut­ter rief sofort die Klas­sen­leh­re­rin, die Schul­lei­te­rin und die Schul­psy­cho­lo­gin an und pro­phe­zei­te, dass Kin­der wie Petrow­na mit drei­zehn auf dem Stra­ßen­strich lan­den. Am drit­ten Schul­tag haben wir auf­ge­hört, uns zu prü­geln, und sind seit­dem unzer­trenn­lich.” (Zitat S.6) Nur nach Hau­se darf Kim ihre bes­te Freun­din nicht ein­la­den. Petrow­na, die eigent­lich Erna heißt — so aber nicht genannt wer­den will und lie­ber ihren Zweit­na­men ver­wen­det — stammt aus ärm­li­chen Ver­hält­nis­sen und einer scheinbar
kri­mi­nel­len Fami­lie, ist aber … Weiterlesen!