Schlagwort Archiv: Rassismus

Tahereh Mafi — Wie du mich siehst

Kasimira7.Dezem­ber 2019

Die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Taher­eh Mafi hat nach ihrer dys­to­pi­schen Erfolgs­rei­he “Ich fürch­te mich nicht” ein sehr per­sön­li­ches Buch her­aus­ge­bracht: “Wie du mich siehst” ist ein Roman, der ein Mäd­chen in den Mit­tel­punkt stellt, das eben­so wie sie ira­ni­scher Abstam­mung ist und in ihrem ame­ri­ka­ni­schen All­tag wegen des Tra­gen eines Kopf­tuchs unter Vor­ur­tei­len, Hass und Dis­kri­mi­nie­rung lei­det. Break­dance und eine ers­te Lie­be hel­fen ihr mit all dem bes­ser zurecht­zu­kom­men. Eine außer­or­dent­lich schön erzähl­te Geschich­te — ein wich­ti­ges Buch über Tole­ranz und Frem­den­feind­lich­keit. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Shirin ist Mus­li­ma. Ihre Fami­lie stammt aus dem Iran. Doch sie und ihr älte­rer Bru­der Navid wur­den in Ame­ri­ka gebo­ren. Aber weil sie ein Kopf­tuch trägt, wird Shirin in der Schu­le oft ange­gan­gen. Gera­de dass ihre Fami­lie häu­fig umzieht, führt nicht unbe­dingt dazu, dass es für sie im All­tag leich­ter wird. “Es mach­te mich wütend, weil ich wuss­te, wie lang mei­ne Mit­schü­ler brau­chen wür­den, bis sie end­lich ein­sa­hen, dass ich nicht gemein­ge­fähr­lich war und dass man vor mir kei­ne Angst haben muss­te. Es mach­te mich wütend, weil ich wuss­te, wie unfass­bar vielWeiterlesen!

Nic Stone — Dear Martin

Nic Stone - Dear Martin4.Juni 2018

Die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Nic Stone hat mit “Dear Mar­tin” einen Roman geschrie­ben, der sich mit beson­de­ren The­men aus­ein­an­der­setzt. Eine Geschich­te über Ras­sis­mus im heu­ti­gen Ame­ri­ka, über Respekt­lo­sig­keit und den Ver­such eines Jugend­li­chen all das zu ver­ste­hen, indem er Mar­tin Luther King — sei­nem Idol — Brie­fe schreibt. Bewe­gend, hoch­bri­sant und nach­denk­lich machend. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Jus­ty­ce McAl­lis­ter ist 17 Jah­re alt. Er besucht die letz­tes Klas­se der Bra­sel­ton Pre­pa­ra­to­ry Ace­de­my in Atlan­ta. Er schreibt traum­haf­te Noten, hat ein Voll­sti­pen­di­um und ernst­haf­te Aus­sich­ten auf Yale, eine der renom­mier­tes­ten Uni­ver­si­tä­ten der Welt. Er ist Mit­glied in einem Debat­tier­club. Und er ist schwarz. Seit einem hal­ben Jahr setzt sich Jus­ty­ce mit den Reden von Mar­tin Luther King aus­ein­an­der und schreibt Brie­fe, über Din­ge, die ihn beschäf­ti­gen. Ihn bewegt zum Bei­spiel das Schick­sal eines Jugend­li­chen namens She­mar Car­son, der in sei­nem Alter und eben­falls schwarz war, und von einem wei­ßen Poli­zis­ten vor Kur­zem erschos­sen wur­de. Nun wur­de auch Jus­ty­ce von einem Poli­zis­ten bru­tal… Weiterlesen!

Christine Lehmann — Im Tal der roten Orchidee

Christine Lehmann Im Tal der roten Orchidee7.November 2014

End­lich mal wie­der etwas Neu­es von der Stutt­gar­ter Autorin Chris­ti­ne Leh­mann! „Im Tal der roten Orchi­dee“ heißt ihr neu­es­tes Werk und ent­führt sei­ne Leser nach Kap­stadt in Süd­afri­ka. Eine Geschich­te über Kul­tur, Land und Leu­te, über Ras­sis­mus und Lie­be. Ein rich­tig schö­ner Schmö­ker für ent­spann­te Lese­stun­den! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Isa ist 18 Jah­re. Mit ihrer Fami­lie ist sie gera­de erst nach Kap­stadt gezo­gen. Das Mäd­chen fühlt sich nir­gend­wo recht zu Hau­se. Kein Wun­der bei einer Mut­ter, die in der Film­pro­duk­ti­on tätig ist und oft ihren Wohn­ort ver­la­gern muss. Lan­ge Zeit haben sie in Lon­don gelebt, dann in Paris, sogar in Russ­land für eine Wei­le. Zuletzt kurz in Mün­chen. Da ist es nicht erstaun­lich, dass ihre zwei Jah­re jün­ge­re Schwes­ter bes­ser Fran­zö­sisch und Eng­lisch als Deutsch spricht. In Deutsch­land hin­ge­gen, wo die Mäd­chen auch gebo­ren wur­den, hat es Isa beson­ders gut gefal­len. Daher möch­te sie in einem Jahr, wenn sie ihr Abitur in Kap­stadt gemacht hat, in die­ses Land auch wie­der zurück­keh­ren. Hei­misch füh­len und Freund­schaf­ten schlie­ßen lohnt sich daher nicht mehr. War­um Gefüh­le inves­tie­ren, wenn sie… Weiterlesen!

Marie-Aude Murail — Ein Ort wie dieser

Marie-Aude Murail Ein Ort wie dieser27.Februar 2014

Eine Neu­erschei­nung von der fran­zö­si­schen Best­sel­ler­au­torin Marie-Aude Murail — end­lich mal wie­der! “Ein Ort wie die­ser” heißt ihr neu­es Werk und ist ein wirk­lich rich­tig, rich­tig bezau­bern­des Buch. Einer ihrer bes­ten Titel!! Es stellt den Schul­all­tag einer jun­gen Leh­re­rin in den Mit­tel­punkt und den ihrer noch jün­ge­ren Schü­ler. Neben­bei ver­knüpft es geschickt erns­te The­men wie Ras­sis­mus, sozia­le Gerech­tig­keit und Aus­gren­zung mit viel Humor. Aber auch die Lie­be kommt nicht zu kurz. Für Jung und Alt. Min­dest­al­ter: 12 Jah­re. Vor allem für Erwach­se­ne.

Bra­ve klei­ne Mäd­chen wer­den eines Tages Grund­schul­leh­re­rin­nen”, das sag­te einst ihr Vater zu der klei­nen Céci­le. Nun ist der Traum des flei­ßi­gen, jun­gen Mäd­chens end­lich wahr gewor­den und sie bekommt ihre ers­te Anstel­lung an der Lou­is Guill­oux-Grund­schu­le. Zustän­dig ist sie für die ers­te Klas­se — eine Grup­pe an Kin­dern, wie sie unter­schied­li­cher nicht sein könn­te. Céci­le tut alles, um ihre klei­nen Schü­ler zu för­dern, denkt sich Geschich­ten über den fik­ti­ven Hasen Kacko-Kack aus, mit denen sie die Kin­der unter­hält und ihnen spie­le­risch die Welt erklärt. Und die Kin­der lie­ben sie! Beson­ders setzt Céci­le sich für eine afri­ka­ni­sche Groß­fa­mi­lieWeiterlesen!