Maja Ilisch — Die vierte Wand

29.September 2024

“Die vier­te Wand” ist der neue Roman der deut­schen Autorin Maja Illisch. Ihr zwei­tes Kin­der­buch ent­führt in ein Haus, in wel­chem ein Mäd­chen lebt, das die­ses noch nie­mals ver­las­sen hat. Fox folgt täg­lich den glei­chen Rou­ti­nen, fei­ert jedes Jahr ihren 11.Geburtstag und lernt bei ihrem Haus­leh­rer mit ihrer Schwes­ter Pony stets die glei­chen Wör­ter. Geges­sen wird von Tel­lern, die leer sind. Als eines Tages ein Päck­chen mit einem Buch für sie abge­ge­ben wird, stellt dies ihr Leben völ­lig auf dem Kopf und bringt Fox dazu über den Tel­ler­rand hin­aus­zu­se­hen. Sie beschließt das Haus zu ver­las­sen und klet­tert durch ein Fens­ter nach drau­ßen. Und lan­det in einem mil­chi­gen Nebel und Sekun­den spä­ter wie­der in ihrem Kin­der­zim­mer neben dem gro­ßen Pup­pen­haus, mit dem sie nicht spie­len darf. Das Haus sieht anders aus. Ihre Fami­lie ist plötz­lich ver­schwun­den. Als sie erneut nach einem Aus­gang sucht, lan­det sie wie­der in ihrem Kin­der­zim­mer… Ein phi­lo­so­phi­sches Gedan­ken­ex­pe­ri­ment, das zum Nach­den­ken anregt. Das die Gren­zen der Vor­stel­lungs­kraft aus­lo­tet und ide­al für eine Buch­vor­stel­lung oder als Klas­sen­lek­tü­re ist. Sehr fas­zi­nie­rend und unter­halt­sam zu lesen. Für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 11-jäh­ri­ge Fox­glove, genannt Fox, lebt mit ihren Eltern und ihrer klei­nen Schwes­ter Pony, dem Baby und ihrer Groß­mutter in einem Haus. Die Tage ver­lau­fen immer gleich. “Es war ein Tag wie ande­re Tage — wie alle Tage, seit Fox sich erin­nern konn­te, und sie erin­ner­te sich, fand sie, schon ziem­lich lan­ge zurück. Foß saß im Schau­kel­stuhl und blät­ter­te in einem Buch, und ihre klei­ne Schwes­ter saß neben dem alten Pup­pen­haus, das sie nicht anrüh­ren durf­ten, auf dem Tep­pich und spiel­te mit ihren Pup­pen. Das Baby war auch da, aber es spiel­te nicht, es lag in der Wie­ge und schlief, auch das wie immer.” (Zitat aus “Die vier­te Wand” S.6) Außer­dem leben in dem Haus noch ihr Leh­rer, Mis­ter Par­ker, und Koch, der Koch. Jeden Tag gibt es Unter­richt. Doch eigent­lich ler­nen Fox und Pony

Wei­ter­le­sen

Mette Jakobsen — Minous Geschichte

Mette Jakobsen Minous Geschichte8.September 2012

Die däni­sche Autorin Met­te Jakobsen hat ein bezau­bern­des Buch geschrie­ben: “Minous Geschich­te”. Ein Roman sanft und leicht wie eine Feder, der zugleich aus­drucks­stark und poe­tisch ist. Ein tol­les Debüt über Phi­lo­so­phie, Ver­gäng­lich­keit und das Erwach­sen­wer­den. Für Jugend­li­che ab 14, vor allem aber für Erwachsene.

Die 12-jäh­ri­ge Minou lebt mit ihrem Vater auf einer Insel. Einer Insel, die so klein ist, dass sie auf der Land­kar­te kaum zu fin­den ist. Sie hat die Form “einer Kat­zen­zun­ge aus Scho­ko­la­de” und Minou kann sie in 53 Minu­ten ein­mal umrun­den. Auf der Insel befin­den sich ledig­lich eine Kir­che und zwei Häu­ser (auf einem davon ein nicht mehr funk­tio­nie­ren­der Leucht­turm) und es gibt nur weni­ge Bewoh­ner. Vor einem Jahr ist jedoch Minous Mut­ter ver­schwun­den. Man hat damals nur einen ein­zel­nen Schuh von ihr gefun­den. Minous Vater und die ande­ren Insel­be­woh­ner haben die­sen Schuh damals beer­digt. Minou jedoch glaubt nicht, dass ihre Mut­ter tot ist. Des­halb stellt sie auch jeden Mor­gen ihre Kaf­fee­tas­se wie­der auf den Tisch. Minou ist davon über­zeugt, dass ihre Mut­ter eines Tages wie­der kom­men wird. Des­halb schreibt sie auch jetzt schon alle über­ra­schen­den Din­ge auf, die sie ihrer Mut­ter bei ihrer Rück­kehr erzäh­len will (“Am Baum hängt nur noch ein Apfel, Mama.”). Doch wird die Ver­miss­te wirk­lich zurück­kom­men? Als eines Tages ein toter Jun­ge auf der Insel auf­taucht, ver­än­dert sich alles…

Sprach­lich beson­ders schön erzählt. Minou wirkt noch sehr kind­lich, trotz ihren 12 Jah­ren und der Erzähl­ton spie­gelt ihre Gedan­ken exakt wie­der. Der Roman beschäf­tigt sich mit interessanten

Wei­ter­le­sen

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