Ava Reed — Nur ein Wort mit sieben Buchstaben

8.November 2023

End­lich mal wie­der ein rea­lis­ti­sches Jugend­buch von der deut­schen Autorin Ava Reed! Wäh­rend sie frü­her jähr­lich neu­en Lese­stoff für ihre jün­ge­ren Leser*innen her­aus­brach­te, hat sie ihre Fans nun tat­säch­lich gan­ze drei Jah­re (!) war­ten las­sen. Wir ver­zei­hen ihr dies aus­nahms­wei­se;-) — sie hat in der Zwi­schen­zeit jede Men­ge New Adult Roman­ces ver­öf­fent­licht — und freu­en uns auf das aktu­el­le Werk, in dem sie auf ihre ganz eige­ne fein­füh­li­ge, authen­ti­sche Art und Wei­se die Geschich­te eines Jun­gen erzählt, der nach trau­ma­ti­schen Erfah­run­gen in sei­ner Fami­lie, einem All­tag vol­ler Dro­gen und kör­per­li­cher Gewalt, vom Jugend­amt in eine Pfle­ge­fa­mi­lie auf einen Bau­ern­hof gesteckt wird. Dort trifft Mika auf die gleich­alt­ri­ge Joan­na, die eben­falls als Pfle­ge­kind dort in heim­li­ger Atmo­sphä­re lebt und die sich ihm vor­sich­tig anzu­nä­hern ver­sucht. Die Mau­ern, die er um sich her­um errich­tet hat, um sich zu schüt­zen, wer­den lang­sam brü­chig… Eine Geschich­te über das Zer­bre­chen und über das Hei­len. Über Zusam­men­halt, Lie­be und Fami­lie, die so viel mehr als “nur ein Wort mit sie­ben Buch­sta­ben” sein kann. Ein herz­er­wär­men­der, wun­der­schön geschrie­be­ner Roman, der Hoff­nung macht und so behut­sam und lie­be­voll erzählt wird, dass man ihn so schnell nicht mehr ver­ges­sen wird! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Mit Mühe und Not hat der 17-jäh­ri­ge Mika sei­nen Real­schul­ab­schluss geschafft. Wei­ter­ma­chen will er nicht mehr. Den Traum vom Archi­tek­tur­stu­di­um hat er ohne­hin auf­ge­ge­ben. Zu teu­er. Aber auch eine Aus­bil­dung zu machen wird schwie­rig. Denn er kann sei­ne Mut­ter unmög­lich allein las­sen. “Die­ses Mal ist es kein Plan, es ist ein Traum, denn ich weiß noch nicht, wie alles wei­ter­ge­hen soll. Kann ich mei­ne Mut­ter im Stich las­sen, sobald ich acht­zehn bin? Kann ich eine Aus­bil­dung machen und neu anfan­gen, ohne mich von mei­nem Zuhau­se zulö­sen?” (Zitat S.10 aus “Nur ein Wort mit sie­ben Buch­sta­ben”). Nach­dem sein Vater sei­nen Beruf als Poli­zist auf­ge­ben muss­te, ver­sank er zuneh­mend in

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Alexia Casale — Die Nacht gehört dem Drachen

Alexia Casale Die Nacht gehört dem Drachen27. Novem­ber 2013

Die bri­tisch-ame­ri­ka­ni­sche Autorin Ale­xia Casa­le hat mit “Die Nacht gehört dem Dra­chen” einen viel­schich­ti­gen und recht phi­lo­so­phi­schen Roman geschrie­ben, der sich mit den The­men Miss­brauch und Ver­trau­en aus­ein­an­der­setzt. Gäbe es eine Kate­go­rie “Das beson­de­re Buch” wür­de ich die­sen Roman dort defi­ni­tiv ein­ord­nen. Er besticht vor allem durch sei­ne sen­si­ble und teil­wei­se sehr poe­ti­sche Erzähl­wei­se. 2014 wur­de er für den Deut­schen Jugend­li­te­ra­tur­preis nomi­niert, in der Kate­go­rie “Preis der Jugend­ju­ry”. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und auf jeden Fall auch für Erwachsene!

Evie lebt nun seit eini­gen Jah­ren in einer Pfle­ge­fa­mi­lie. Trotz­dem hat sie es erst jetzt gewagt ihren lie­be­vol­len, neu­en Eltern von ihren stän­di­gen Schmer­zen in der Brust zu erzäh­len. Nach einer Ope­ra­ti­on erhält sie das Stück Kno­chen, das sie seit lan­ger Zeit behin­dert hat. Ihr Onkel Ben schnitzt mit ihrer Hil­fe dar­aus einen Dra­chen, den Evie oft bei sich hat. Nichts sehn­li­cher wünscht sie sich, dass er leben­dig wür­de und ihr die Kraft gibt, die sie drin­gend braucht. Doch eines Nachts spricht der Dra­che tat­säch­lich mit ihr und nimmt sie 

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