Schlagwort Archiv: Niederlande

Mel Wallis de Vries — Himmel oder Hölle?

Kasimira31.Mai 2021

Him­mel oder Höl­le?” ist bereits der sieb­te (unab­hän­gig von­ein­an­der zu lesen­de) Thril­ler der nie­der­län­di­schen Autorin Mel Wal­lis de Vries. Ein Ski-Aus­flug unter Freun­din­nen, ein uner­war­te­ter Ver­eh­rer und des­sen mys­te­riö­se Ver­gan­gen­heit sind die Zuta­ten die­ses Buches, das den Lesern eini­ges an Ner­ven­stär­ke abver­lan­gen wird! Soli­de erzählt, aber lei­der nicht so gut wie die Vor­gän­ger­ti­tel. Für taf­fe Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Mit ihren Freun­din­nen Robin, Lou­lou und Made­lief fährt die jun­ge Dani­elle wäh­rend der Früh­lings­fe­ri­en für ein paar Tage nach Ger­los (Öster­reich) um Ski­fah­ren zu gehen. Doch es läuft nicht wirk­lich per­fekt für sie. Die Unter­kunft, die Dani­elle gebucht hat, ist die letz­te Abstei­ge und beim Ski­fah­ren kommt sie auch nicht wirk­lich mit ihren geüb­ten Freun­din­nen mit: “Mein Magen dreht sich, und mei­ne Bei­ne sind wie aus Gum­mi. Ich füh­le mich wie am Ran­de des Grand Can­yons, so steil ist die Pis­te. Ich hät­te nicht mit­ge­hen sol­len. […] Ich traue mich weder vor noch zurück.” (Zitat aus “Him­mel oder Höl­le?” S.20) Beim Après-Ski lernt sie jedoch eines Abends Dan­te ken­nen, der sich mal nicht für ihre… Weiterlesen!

Sharon E. McKay — Die letzte Haltestelle

Sharon E. McKay Die letzte Haltestelle28.April 2017

Die letz­te Hal­te­stel­le” von der kana­di­schen Autorin Sharon E. McK­ay ist ein his­to­ri­scher Roman, der wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs in den Nie­der­lan­den spielt. Eine Geschich­te über ein jüdi­sches Mäd­chen auf der Flucht, zwei uner­war­tet muti­ge Brü­der, Zivil­cou­ra­ge und Mensch­lich­keit in Zei­ten des Schre­ckens. Ver­se­hen mit vie­len Zeich­nun­gen. Bewe­gend und alters­ge­recht für Kin­der ab 9 Jah­ren erzählt.

1942. In den Nie­der­lan­den. Die 6‑jährige Bea­trix ist auf der Flucht mit ihrer Mut­ter. Die bei­den sind Juden und haben es seit der Beset­zung der Deut­schen äußerst schwer, denn “Die Natio­nal­so­zia­lis­ten hass­ten vor allem die Juden. Die Nazis glaub­ten, die Juden trü­gen die Schuld am gro­ßen Unglück der Welt.” (Zitat aus “Die letz­te Hal­te­stel­le” S.20) Jetzt hat Bea­trix’ Mut­ter einen Tipp bekom­men, wer ihre Toch­ter bei sich auf­neh­men und schüt­zen kön­ne. Sie müs­sen nur ein paar Häu­ser­blocks weit lau­fen und fünf Hal­te­stel­len mit der Stra­ßen­bahn fah­ren. Dort erwar­tet sie eine Frau mit grü­nem Hut, die Bea­trix in Sicher­heit brin­gen soll. Doch die Mut­ter erreicht die­se Hal­te­stel­le nie. Denn ein Sol­dat steigt unter­wegs zu und kon­trol­liert die Papie­re der Insas­sen. Bea­trix’ Mut­ter nimmt er gleich mit, als er sieht, dass sie Jüdin ist. Ehe er das Kind eben­falls auf­for­dern kann mit ihm zu kom­men und abzu­trans­por­tie­ren, mischt sich uner­war­tet ein … Weiterlesen!

Dolf Verroen — Krieg und Freundschaft

Dolf Verroen Krieg und Freundschaft8.Oktober 2016

Krieg und Freund­schaft” ist das neu­es­te Kin­der­buch von dem bekann­ten, nie­der­län­di­schen Autoren Dolf Ver­ro­en, der in sei­nem Land zahl­rei­che Prei­se gewann und eben­so den Deut­schen Jugend­li­te­ra­tur­preis 2006 sein eigen nen­nen darf (für sei­nen Roman “Wie schön weiß ich bin”). Sein aktu­el­les Werk erzählt die Geschich­te eines Jun­gen in den Nie­der­lan­den wäh­rend der Zeit der Besat­zung durch die Deut­schen, und die einer Freund­schaft. Bewe­gend und mit kla­ren Wor­ten erzählt. Für Kin­der ab 10 Jah­ren, die einen authen­ti­schen Ein­blick in jene Zeit bekom­men möchten.

1940. In den Nie­der­lan­den. Seit der Krieg begon­nen und das Land besetzt ist, hat sich für den jun­gen Joop vie­les ver­än­dert. Ein Mäd­chen aus sei­ner Klas­se, die offen­sicht­lich Jüdin ist, darf nicht mehr in den Unter­richt kom­men. Es gibt nicht mehr von allen Lebens­mit­teln genug. Manch­mal muss man sich lan­ge anstel­len, um etwas zu bekom­men. Tee bei sei­ner Oma? Jetzt gibt es nur noch ekli­gen Ersatz­tee. Dafür hat Joop einen neu­en Freund gefun­den: “Ich weiß nicht, ob es an mir lag oder an mei­ner Bril­le, aber eigent­lich habe ich mich immer als Außen­sei­ter gefühlt. Egal, wie viel Mühe ich mir gab. Kees war auch ein Außen­sei­ter. […] Er war erst ein hal­bes Jahr bei uns auf der Schu­le. Ich ver­stand nicht, wie es sein konn­te, aber als er mich zum ers­ten Mal ansah, wuss­te ich, wir wür­den Freun­de wer­den.” (Zitat S.10ff) Kees wohnt in der Stadt und Joops Mut­ter mag ihn irgend­wie nicht, aber die bei­den ver­ste­hen sich gut und unter­neh­men öfters etwas zusam­men. Und sie ste­hen einander Weiterlesen!

Erna Sassen — Komm mir nicht zu nah

Erna Sassen - Komm mir nicht zu nah7.Oktober 2016

Komm mir nicht zu nah” ist das neu­es­te Buch der nie­der­län­di­schen Autorin Erna Sas­sen, die die­ses Jahr gleich in zwei Kate­go­rien für den Deut­schen Jugend­li­te­ra­tur­preis nomi­niert wur­de (für ihren vor­he­ri­gen Roman “Dies ist kein Tage­buch”). Ihr aktu­el­les Werk erzählt die Geschich­te eines Mäd­chens am Abgrund aus der Sicht ihrer älte­ren Schwes­ter, ein ergrei­fen­des Por­trät — inten­siv, dra­ma­tisch und vor allem lebens­nah. Ein Roman, den man so schnell nicht ver­ges­sen wird. Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren und vor allem für Erwachsene.

Ams­ter­dam. Hier leben Mar­jo­li­jn und ihre jün­ge­re Schwes­ter Reva, die bereits eine eige­ne Woh­nung hat und auf eine Schau­spiel­schu­le geht. “Reva ist andert­halb Jah­re jün­ger als ich. Sie raubt mir schon mein gan­zes Leben lang den Schlaf. Als sie noch klein war, tat sie das, indem sie wirk­lich alles mit einem Fra­ge­zei­chen ver­sah und zur Dis­kus­si­on stell­te. […] Spä­ter dreh­ten sich ihre Fra­gen um Gott, den Tod und um ande­re schwe­re The­men, über die ich als Kind aus eige­nem Antrieb nie nach­dach­te.” (Zitat aus “Komm mir nicht zu nah” S.9) Vor allem nachts ruft Reva Mar­jo­li­jn an, wenn sie nicht schla­fen kann oder sich Gedan­ken über ihr Leben macht. “Nega­ti­ve, depri­mie­ren­de Gedan­ken dar­über, was sie alles falsch gemacht und Ver­kehr­tes gesagt hat, was an ihrem Äuße­ren nicht stimmt und wer sie alles auf den Tod nicht aus­ste­hen kann.” (Zitat S.10). Reva hat kein beson­ders gro­ßes Selbst­be­wusst­sein. Sie mag ihren Körper… Weiterlesen!

Das neue Thema des Monats Oktober: Flandern & die Niederlande

Ehren­gast auf der Frank­fur­ter Buchmesse…

Flandern und die Niederlandesind die­ses Jahr Flan­dern & die Nie­der­lan­de. Unter dem Mot­to “Dit is wat we delen“ (“Das ist, was wir tei­len”) wur­de dies­mal nicht nur ein Land auf eine der ein­fluss­reichs­ten, lite­ra­ri­schen Mes­sen der Welt ein­ge­la­den, son­dern ein Sprach­raum. In Flan­dern, dem nörd­li­chen Teil Bel­gi­ens, wird eben­falls nie­der­län­disch gespro­chen. Eine beein­dru­cken­de Anzahl an Neu­erschei­nun­gen ist die­ses Jahr zu ver­zeich­nen. Sind in den letz­ten Jah­ren im Durch­schnitt um die 85 Novi­tä­ten pro Jahr erschie­nen, sind es 2016 mehr als 230 Titel. So vie­le Über­set­zun­gen vor­zu­wei­sen, das ist — laut der Frank­fur­ter Buch­mes­se — bis­her noch kei­nem Gast­land gelun­gen. Aber kein Wun­der — so ist Deutsch­land welt­weit der größ­te Absatz­markt für nie­der­län­disch spra­chi­ge Bücher und ver­fügt über bes­te Bezie­hun­gen zu sei­nen Nachbarn.

Was schrei­ben niederländische/flämische Autoren für Jugend­bü­cher? Auf­fal­lend ist, dass sie … Weiterlesen!

Daniëlle Bakhuis — Denkzettel: Wenn dein Albtraum wahr wird

Daniëlle Bakhuis Denkzettel Wenn dein Albtraum wahr wird23.Juni 2015

Die nie­der­län­di­sche Schrift­stel­le­rin Daniël­le Bak­huis hat mit “Denk­zet­tel: Wenn dein Alb­traum wahr wird” einen Roman geschrie­ben, der sich fast wie ein Thril­ler liest. Eine Geschich­te über Mob­bing, Schuld, Reue und Rache. Ein­dring­lich und sehr fes­selnd erzählt. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Jade, die zuwei­len einen Hang zur Dra­ma­tik hat, hat Lie­bes­kum­mer. Ihr Freund hat sie ver­las­sen. In den Som­mer­fe­ri­en hat sie sich regel­recht daheim ein­gei­gelt. Doch auch in ihrer Fami­lie hängt der Haus­segen schief, seit der Vater gestan­den hat, in eine ande­re ver­liebt gewe­sen zu sein. Auf ein­mal ist ihre Mut­ter ganz bemüht per­fekt aus­zu­se­hen und erwar­tet von Jade und ihrer älte­ren Schwes­ter Sofie vor­bild­haf­tes­tes Ver­hal­ten. Jades bes­te Freun­din Finn behaup­tet hin­ge­gen, dass Unglück immer im Drei­er­pack käme. Und tat­säch­lich geschieht — als die Schu­le wie­der anfängt — etwas, womit das Mäd­chen nicht gerech­net hät­te: Zoë ist wie­der da. Vor vier Jah­ren hat Jade die­se mit zwei dama­li­gen Freun­din­nen gemobbt, so dass Zoë irgend­wann die Schu­le ver­ließ. Und jetzt ist aus der Außen­sei­te­rin, die sich nie zur Wehr gesetzt hat, plötz­lich eine wah­re Schönheit… Weiterlesen!

Eva Moraal — Zwischen uns die Flut

Eva Moraal - Zwischen uns die Flut9.Mai 2015

Zwi­schen uns die Flut” von der nie­der­län­di­schen Autorin Eva Mor­aal ist ein dys­to­pi­scher Roman und zugleich eine moder­ne Romeo- und Julia-Geschich­te. Das Haupt­ele­ment des Buches ist das Was­ser, so kraft­voll und beson­ders wie ihre Prot­ago­nis­ten. Eine über­flu­te­te Welt, eine Lie­be, die nicht sein darf, eine Ent­füh­rung, die sein muss — all das ver­spricht bes­te Unter­hal­tung! Span­nung, Roman­tik und Lei­den­schaft für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und Erwachsene.

Nie­der­lan­de in einer fer­nen Zukunft. Das Land wur­de über­schwemmt und nach der zwei­ten, gro­ßen Flut sind noch zwei Berei­che übrig, in denen die Men­schen leben. In dem einen leben die “Nas­sen”, die vor dem Was­ser wenig geschützt sind, weil sie in nied­ri­ger gele­ge­nen Gebie­ten und in ärm­li­chen Ver­hält­nis­sen leben. In dem ande­ren höher gele­ge­nen Gebiet leben die “Tro­cke­nen”, die Rei­chen, die die “Nas­sen” für sich arbei­ten las­sen. Zudem ist das Land in fünf Zonen ein­ge­teilt. Nina, deren Vater der Gou­ver­neur über eine die­ser Zonen ist, ist eine “Tro­cke­ne. Doch da ihre Schu­le wegen Über­flu­tung geschlos­sen wur­de, muss auch sie jetzt auf eine Schu­le der “Nas­sen” gehen. Als sie von einem Mäd­chen auf dem Gang absicht­lich ange­rem­pelt wird, lernt sie Max, einen “Nas­sen”, ken­nen, der ihr beim Auf­le­sen ihrer Sachen hilft. Im Unter­richt setzt sie sich neben ihn und muss beob­ach­ten, wie er in der Pau­se mit drei ande­ren Jugend­li­chen in eine hef­ti­ge Schlä­ge­rei gerät. Mit so jeman­dem mit solch einem wut­er­füll­ten Blick möch­te sie lieber… Weiterlesen!