Jowi Schmitz — Ein Huhn kommt selten allein

30.September 2025

Ein Huhn kommt sel­ten allein” ist ein Roman der nie­der­län­di­schen Autorin Jowi Schmitz, der sich mit erns­ten The­men aus­ein­an­der­setzt, dies aber auf eine sehr behut­sa­me und ange­neh­me Art und Wei­se. Der Vater des 11-jäh­ri­gen Rome­os wird ster­ben. Er ist schwer krank und nun aus­the­ra­piert. Als ein Huhn eines Tages auf Rome­os Bal­kon flat­tert, das schnell Ver­trau­en zu ihm fasst, taucht auch die neue Nach­bars­fa­mi­lie, denen eini­ge Hüh­ner gehö­ren, in sei­nem Leben auf. Allen vor­an die quir­li­ge, auf­ge­weck­te Jes­si, deren Mut­ter ver­stor­ben ist, als sie klein war. Mit dem Tod kennt sie sich aus. Bringt am ers­ten Schul­tag sogar die Urne ihrer Mut­ter mit, um sie den ande­ren zu zei­gen. Bald freun­den sich Jes­si und Romeo an. Und sie schmie­den einen außer­ge­wöhn­li­chen Plan. Denn Rome­os Vater möch­te noch ein­mal die Wüs­te sehen. Doch Tickets nach Ame­ri­ka sind teu­er. Aber dann hat Jes­si eine beson­de­re Idee… Eine Aus­ein­an­der­set­zung mit Krank­heit und dem bevor­ste­hen­den Tod eines Eltern­teils. Unheim­lich ergrei­fend und herz­er­wär­mend erzählt. Die­ses Buch zieht in den Bann, bewegt, rührt zu Trä­nen und macht gleich­zei­tig Hoff­nung. Zeigt wie wich­tig Mut und Freund­schaft sind und dass man gemein­sam manch­mal viel mehr errei­chen kann, als man denkt. Für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Der 11-jäh­ri­ge Romeo staunt nicht schlecht, als auf sei­nem Bal­kon eines Tages ein Huhn auf­taucht.Ein Huhn. Da ist ein­fach so ein Huhn auf mei­nem Bal­kon. Es sagt noch ein­mal: „Tock?“ Ich stre­cke die Hand aus. Das Huhn ist über­all weiß und ner­vös, sein Kopf ruckt hin und her.” (Zitat aus “Ein Huhn kommt sel­ten allein” S.5) Er nennt es Tock. Es scheint Ver­trau­en zu ihm

Wei­ter­le­sen

Das neue Thema des Monats Oktober: Flandern & die Niederlande

Ehren­gast auf der Frank­fur­ter Buchmesse…

Flandern und die Niederlandesind die­ses Jahr Flan­dern & die Nie­der­lan­de. Unter dem Mot­to “Dit is wat we delen“ (“Das ist, was wir tei­len”) wur­de dies­mal nicht nur ein Land auf eine der ein­fluss­reichs­ten, lite­ra­ri­schen Mes­sen der Welt ein­ge­la­den, son­dern ein Sprach­raum. In Flan­dern, dem nörd­li­chen Teil Bel­gi­ens, wird eben­falls nie­der­län­disch gespro­chen. Eine beein­dru­cken­de Anzahl an Neu­erschei­nun­gen ist die­ses Jahr zu ver­zeich­nen. Sind in den letz­ten Jah­ren im Durch­schnitt um die 85 Novi­tä­ten pro Jahr erschie­nen, sind es 2016 mehr als 230 Titel. So vie­le Über­set­zun­gen vor­zu­wei­sen, das ist — laut der Frank­fur­ter Buch­mes­se — bis­her noch kei­nem Gast­land gelun­gen. Aber kein Wun­der — so ist Deutsch­land welt­weit der größ­te Absatz­markt für nie­der­län­disch spra­chi­ge Bücher und ver­fügt über bes­te Bezie­hun­gen zu sei­nen Nachbarn.

Was schrei­ben niederländische/flämische Autoren für Jugend­bü­cher? Auf­fal­lend ist, dass sie 

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