Stefanie Taschinski — Die Mutsammlerin

26.September 2026

“Die Mut­samm­le­rin” ist ein Roman der deut­schen Autorin Ste­fa­nie Tasch­in­ski. Die 12-jäh­ri­ge Emmi lebt mit ihrer jün­ge­ren Schwes­ter Lie­ke und ihren Eltern in den Nie­der­lan­den. Die Som­mer­fe­ri­en ver­brin­gen die bei­den Mäd­chen jedoch bei den Groß­el­tern in Deutsch­land. Dort auf dem Dach­bo­den, der reno­viert wer­den soll, macht Emmi einen erstaun­li­chen Fund: Sie stößt auf das Tage­buch ihrer Urur­groß­mutter Elsa. Die­ses beginnt in den 1930er-Jah­ren und reicht bis hin zu den Ereig­nis­sen wäh­rend des Natio­nal­so­zia­lis­mus, als sie mit ihrer Fami­lie Wider­stand leis­te­te und gehö­ri­gen Mut bewei­sen muss­te. Die­se Erleb­nis­se brin­gen auch Emmi dazu, mutig zu sein, als ein Mäd­chen und ihr jün­ge­rer Bru­der, die bei­de Sin­ti und Roma sind, immer wie­der ras­sis­ti­schen Anfein­dun­gen aus­ge­setzt sind… Ein Buch, das auf wah­ren Bege­ben­hei­ten beruht und die bewe­gen­de Geschich­te der Ham­bur­ger Fami­lie Esser, die wäh­rend des Natio­nal­so­zia­lis­mus den Mut fand, sich gegen das Regime zu stel­len, mit Emmis Erleb­nis­sen in der Gegen­wart ver­bin­det. Bewe­gend, berüh­rend und wich­tig! Ide­al auch als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 12-jäh­ri­ge Emmi, die mit ihrer klei­nen Schwes­ter Lie­ke und ihren Eltern in den Nie­der­lan­den wohnt, hät­te die Feri­en mit ihrer bes­ten Freun­din in Schwe­den ver­brin­gen kön­nen, trau­te sich aber nicht so recht. Des­halb hat sie

Wei­ter­le­sen

Raquel J. Palacio, Erica S. Perl — White Bird: Wie ein Vogel

8.März 2023

“White Bird: Wie ein Vogel” ist das neu­es­te Buch von der ame­ri­ka­ni­schen Best­sel­ler­au­torin Raquel J. Pala­cio — wobei, wenn man es genau nimmt — die Autorin den Roman gar nicht geschrie­ben hat! Raquel J. Pala­cio hat­te die Idee für die 2019 erschie­ne­ne Gra­phic Novel “White Bird”, wel­che sie auch schrieb und zeich­ne­te, aber den Roman in Text­form hier­zu ver­fass­te nun die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Eri­ca S. Perl. Ein Roman, der unab­hän­gig von Pala­ci­os Erfolgs­ti­tel “Wun­der” gele­sen wer­den kann, aber ein Spin-Off dazu ist. Juli­an, der August  in “Wun­der” mobb­te, bekommt von sei­ner Groß­mutter eine Geschich­te aus ihrer Ver­gan­gen­heit erzählt. Als jun­ges, jüdi­sches Mäd­chen hat die­se in Frank­reich wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs in der sich immer mehr zuspit­zen­de Lage, uner­war­tet Hil­fe erhal­ten. Aus­ge­rech­net ein Jun­ge, der immer nur geär­gert oder aus­ge­schlos­sen wur­de, setz­te sich für sie ein und half ihr über Mona­te hin­weg sich in einer Scheu­ne zu ver­ste­cken. Ein bemer­kens­wer­ter Roman über den Wider­stand, über Hilfs­be­reit­schaft und Mut. Ein gro­ßes Plä­doy­er für Mensch­lich­keit in Zei­ten des Schre­ckens. Ein abso­lut wich­ti­ges und wert­vol­les Buch! Bewe­gend und mit­rei­ßend geschrie­ben. Ver­fil­mung läuft bereits die­sen Som­mer in den Kinos an. Für jugend­li­che Leser ab 11 Jah­ren und Erwachsene.

Juli­an ist nicht stolz auf das, was er getan hat. Weil er einen Jun­gen gemobbt hat, muss­te er die Schu­le wech­seln. Dar­über spricht er auch mit sei­ner Groß­mutter: “Bei uns allen gibt es etwas im Leben, das wir bedau­ern. Denk ein­fach immer dar­an: Nicht unse­re Feh­ler bestim­men, wer wir sind, son­dern was wir tun, wenn wir aus ihren gelernt haben.” (Zitat aus “White Bird: Wie ein Vogel” S.13) Denn die Geschich­te eines Außen­sei­ters, eines Jun­gen, der von sei­nen Mit­schü­lern geär­gert wur­de, die kennt auch sei­ne Grand­mè­re. Aus ihrer eige­nen Jugend. Und weil Juli­an nun für die Schule

Wei­ter­le­sen

Frank Schwieger — Kinder unterm Hakenkreuz: Wie wir den Nationalsozialismus erlebten

7. Febru­ar 2023

Der deut­sche Autor und Leh­rer Frank Schwie­ger, der Latein und Geschich­te stu­dier­te, hat mit “Kin­der unterm Haken­kreuz: Wie wir den Natio­nal­so­zia­lis­mus erleb­ten” ein bio­gra­fi­sches Sach­buch geschrie­ben, das Kin­dern die Zeit des Drit­ten Reichs und des Zwei­ten Welt­kriegs ver­ständ­lich erläu­tert. Neben eini­gen beglei­ten­den Sach­in­for­ma­tio­nen, zahl­rei­chen Abbil­dun­gen und Steck­brie­fen wer­den zehn Kin­der in den Mit­tel­punkt gestellt, die ihre eige­nen Geschich­ten erzäh­len. Wie sie die Zeit damals erlebt, wel­che Fra­gen sie sich gestellt und wel­ches Leid sie erfah­ren haben, aber auch wel­che Hilfs­be­reit­schaft und Mensch­lich­keit sie erle­ben durf­ten, um all das zu über­ste­hen. Ein sehr lehr­rei­ches, schön illus­trier­tes und bewe­gen­des Buch, das auch einer jün­ge­ren Ziel­grup­pe die­se Zeit näher­bringt. Auch per­fekt für den Schul­un­ter­richt geeig­net. Für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Zehn Kin­der. Zehn Schick­sa­le. Zehn Geschich­ten. (1) Die 11-jäh­ri­ge Erna, die 1933 in Nord­deutsch­land lebt, liebt den Schuh­la­den von Esther Blum, genannt “Blüm­chen”, und die Besit­ze­rin ganz beson­ders: “Blüm­chen war eine älte­re Dame, bestimmt schon über fünf­zig Jah­re alt. Und sie war im gan­zen Vier­tel beliebt, beson­ders bei uns Kin­dern.” (Zitat S.14) Für Erna ist sie wie eine Oma, bei der sie sich auch mal aus­heu­len kann und die ihr immer ein Him­beer­bon­bon zusteckt. Doch jetzt wird von der neu­en Regie­rung dazu auf­ge­ru­fen am Sonnabend

Wei­ter­le­sen

Liz Kessler — Als die Welt uns gehörte

Kasimira2.Juni 2022

“Als die Welt uns gehör­te” ist der neu­es­te Roman der bri­ti­schen Autorin Liz Kess­ler, die vor allem durch ihre “Emi­ly Winds­nap”-Rei­he bekannt wur­de. Dass die Schrift­stel­le­rin aber auch erns­te The­ma­ti­ken mit Bra­vour umzu­set­zen ver­mag, beweist sie in die­sem Buch und erzählt die Geschich­te drei­er Jugend­li­cher, die durch den begin­nen­den Krieg aus­ein­an­der­ge­ris­sen wer­den. Ein Roman über den Holo­caust, über (jüdi­sche und nicht-jüdi­sche) Jugend­li­che, die in die­ser Zeit erwach­sen wer­den, über Zusam­men­halt und Freund­schaft in Zei­ten des Schre­ckens. Das wohl per­sön­lichs­te Buch der Autorin, die in Tei­len die Lebens­ge­schich­te ihrer eige­nen Fami­lie ver­ar­bei­tet, die wäh­rend des Krie­ges und nur durch einen Zufall nach Groß­bri­tan­ni­en flie­hen konn­te. Ein­dring­lich, bewe­gend und mit einer sehr kla­ren Spra­che erzählt. Ide­al um sich als Ein­stieg mit die­ser The­ma­tik aus­ein­an­der­zu­set­zen. Her­vor­ra­gend auch als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung geeig­net. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Öster­reich. Seit ihrer Ein­schu­lung sind sie die bes­ten Freun­de: Leo, Elsa und Max. Zu sei­nem Geburts­tag darf sich Leo etwas wün­schen und ver­bringt mit sei­nem Vater und sei­nen bei­den bes­ten Freun­den einen Tag im Pra­ter, dem Ver­gnü­gungs­park Wiens. Zusam­men fah­ren sie sogar Rie­sen­rad, ein ein­ma­li­ges Erleb­nis für die Freun­de. “Es war mein neun­ter Geburts­tag und der schöns­te Tag mei­nes Lebens, der aller­schöns­te.” (Zitat aus “Als die Welt uns gehör­te” S.13) Sie haben unge­mein viel Spaß und ler­nen durch Zufall ein bri­ti­sches Ehe­paar ken­nen, als Leo ver­se­hent­lich stol­pert und

Wei­ter­le­sen

Philip Kerr — Friedrich der Große Detektiv

Philip Kerr - Friedrich der Große Detektiv28.Januar 2020

Der bri­ti­sche Autor Phil­ip Kerr hat mit “Fried­rich der Gro­ße Detek­tiv” ein ganz beson­de­res Buch geschrie­ben - eine Hom­mage an Erich Käst­ner und sein erfolg­rei­ches Werk “Emil und die Detek­ti­ve”! Eine Geschich­te über eine außer­ge­wöhn­li­che Freund­schaft, über die Schre­cken des Hit­ler-Regimes und den Mut Wider­stand zu leis­ten. Haupt­fi­gu­ren in dem Buch: der jun­ge Fried­rich und Erich Käst­ner selbst! Ein sehr unter­halt­sa­mer, bewe­gen­der Roman — ide­al, um auch jün­ge­ren Lesern die Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus näher zu brin­gen. Ein­ge­bun­den in eine klei­ne Detek­tiv­ge­schich­te. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 11 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Ber­lin. 1933. Der 13-jäh­ri­ge Fried­rich lebt dort mit sei­nen Eltern und sei­nem älte­ren Bru­der Rolf in der Roscher­stra­ße 14. Und nur zwei Häu­ser wei­ter lebt ein guter Freund der Fami­lie: Erich Käst­ner. Fried­richs Vater, der Kul­tur­re­dak­teur des Ber­li­ner Tage­blatts ist, hat auch beruf­lich mit ihm viel zu tun. Denn Erich Käst­ner schreibt gele­gent­lich Arti­kel für die­se Zei­tung. Er hat außer­dem ein tol­les Kin­der­buch geschrie­ben, von dem der jun­ge Fried­rich hell­auf begeis­tert ist: “Seit das Buch Emil und die Detek­ti­ve 1929 her­aus­ge­kom­men war, hat­te Fried­rich es prak­tisch jeden Monat

Wei­ter­le­sen

Reiner Engelmann — “Alodia, du bist jetzt Alice!”

20.Oktober 2019

“Alo­dia, du bist jetzt Ali­ce!” ist das neu­es­te Buch des deut­schen Autoren Rei­ner Engel­mann. Ein auto­bio­gra­fi­scher Roman über den Holo­caust, über Kin­der­raub und Zwangs­ad­ap­ti­on im Natio­nal­so­zia­lis­mus. Eine sehr gut recher­chier­te Geschich­te mit vie­len zusätz­li­chen Erläu­te­run­gen und Foto­gra­fien. Ein Lebens­zeug­nis, das ergrei­fend, erschre­ckend und doch so wahr ist. Ein Buch gegen das Ver­ges­sen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Polen wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs. Hier lebt die pol­ni­sche Fami­lie Wit­aszek. Der Vater, Fran­cis­zek Wit­aszek — ein ange­se­he­ner Arzt und Wis­sen­schaft­ler — jedoch im Gehei­men Teil einer Wider­stands­grup­pe, wird eines Tages fest­ge­nom­men und schließ­lich umge­bracht. Die Mut­ter — Hali­na Wit­aszek, wird auch ver­haf­tet und wie­der frei gelas­sen und dann wie­der ver­haf­tet. Lan­det letzt­end­lich in Aus­schwitz. Ihre fünf gemein­sa­men Kin­der wer­den auf ver­schie­de­ne Ver­wand­ten ver­teilt. Die Schwes­tern Alo­dia und Daria landen 

Wei­ter­le­sen

Sharon E. McKay — Die letzte Haltestelle

Sharon E. McKay Die letzte Haltestelle28.April 2017

“Die letz­te Hal­te­stel­le” von der kana­di­schen Autorin Sharon E. McK­ay ist ein his­to­ri­scher Roman, der wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs in den Nie­der­lan­den spielt. Eine Geschich­te über ein jüdi­sches Mäd­chen auf der Flucht, zwei uner­war­tet muti­ge Brü­der, Zivil­cou­ra­ge und Mensch­lich­keit in Zei­ten des Schre­ckens. Ver­se­hen mit vie­len Zeich­nun­gen. Bewe­gend und alters­ge­recht für Kin­der ab 9 Jah­ren erzählt.

1942. In den Nie­der­lan­den. Die 6‑jährige Bea­trix ist auf der Flucht mit ihrer Mut­ter. Die bei­den sind Juden und haben es seit der Beset­zung der Deut­schen äußerst schwer, denn “Die Natio­nal­so­zia­lis­ten hass­ten vor allem die Juden. Die Nazis glaub­ten, die Juden trü­gen die Schuld am gro­ßen Unglück der Welt.” (Zitat aus “Die letz­te Hal­te­stel­le” S.20) Jetzt hat Bea­trix’ Mut­ter einen Tipp bekom­men, wer ihre Toch­ter bei sich auf­neh­men und schüt­zen kön­ne. Sie müs­sen nur ein paar Häu­ser­blocks weit lau­fen und fünf Hal­te­stel­len mit der Stra­ßen­bahn fah­ren. Dort erwar­tet sie eine Frau mit grü­nem Hut, die Bea­trix in Sicher­heit brin­gen soll. Doch die Mut­ter erreicht die­se Hal­te­stel­le nie. Denn ein Sol­dat steigt unter­wegs zu und kon­trol­liert die Papie­re der Insas­sen. Bea­trix’ Mut­ter nimmt er gleich mit, als er sieht, dass sie Jüdin ist. Ehe er das Kind eben­falls auf­for­dern kann mit ihm zu kom­men und abzu­trans­por­tie­ren, mischt sich uner­war­tet ein 

Wei­ter­le­sen

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner