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Louisa Reid — Jeden Tag ein bisschen mehr

Louisa Reid Jeden Tag ein bisschen mehr22.Oktober 2015

Jeden Tag ein biss­chen mehr” von der bri­ti­schen Autorin Loui­sa Reid ist ein rich­tig schö­ner Schmö­ker. Eine Geschich­te über ein jun­ges Mäd­chen, das an einer namen­lo­sen Krank­heit lei­det, über das Anders­sein, das Erwach­sen­wer­den und das Frei­sein. Und die Geschich­te einer auf­kei­men­den Lie­be. Opu­lent (560 Sei­ten!), atmo­sphä­risch und inten­siv. Mit einer teils sehr poe­ti­schen Spra­che. Ich habe schon lan­ge kein Buch mehr gele­sen, das so ergrei­fend geschrie­ben ist. Die­se Autorin (“In dei­nem Licht und Schat­ten”) darf ein­fach kein Geheim­tipp mehr blei­ben! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Die 16-jäh­ri­ge Audrey, ihr fünf­jäh­ri­ger Bru­der Peter und ihre Mut­ter zie­hen in ein abge­le­ge­nes Haus in einer noch abge­le­ge­ne­ren Klein­stadt. “Ich weiß nicht, was ich erwar­tet hat­te, […] Aber die­ses Haus mit sei­nen schar­fen Kan­ten und lee­ren Fens­tern erin­ner­te mich an mit Paket­band ver­kleb­te Schach­teln, weg­ge­pack­tes Leben, stau­big und ster­bend. Immer­hin war der Gar­ten schön, sep­tem­ber­grün und gol­den. Und der blaue Him­mel erstreck­te sich nach allen Sei­ten ins Unend­li­che.” (Zitat aus “Jeden Tag ein biss­chen mehr” S.16/17). Der Umzug ist ein Neu­an­fang. Ein Ver­such, die Ver­gan­gen­heit zu ver­ges­sen. Eine neue Schu­le. Neue Nach­barn. Neue Fra­gen und weni­ge Ant­wor­ten. Das stellt auch der jun­ge Leo bald fest, der seit Kur­zem bei sei­ner Tan­te neben­an lebt. Audrey redet nicht viel. Mit ihrem klei­nen Bru­der ist sie am liebs­ten für sich. Und doch ist Leo von die­sem Mäd­chen irgend­wie fas­zi­niert. Sein The­ra­peut hat ihm gera­ten, sich … Weiterlesen!

Louisa Reid — In deinem Licht und Schatten

Louisa Reid In deinem Licht und Schatten4.Oktober 2014

Die bri­ti­sche Autorin Loui­sa Reid hat mit “In dei­nem Licht und Schat­ten” einen beson­ders bewe­gen­den Roman geschrie­ben. Über eine Schwes­tern­be­zie­hung, Gewalt in der Fami­lie und das Seh­nen nach Frei­heit. Schon allein das tol­le Cover sticht gera­de­zu ins Auge. Und die Lek­tü­re lohnt sich! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwachsene.

Rebec­ca und Heph­zi­bah sind Zwil­lin­ge. Jedoch glei­chen sich die 16-Jäh­ri­gen wie Tag und Nacht. Rebec­ca hat seit Geburt auf­grund einer Kno­chen­ver­schie­bung ein ent­stell­tes Gesicht und ver­sucht sich mög­lichst unsicht­bar zu machen. Heph­zi­bah (deren Name “Sie ist mei­ne Freu­de” bedeu­tet) ist hin­ge­gen wun­der­schön und extro­ver­tiert. Die Mäd­chen, die ein­an­der blind ver­trau­en und alles für­ein­an­der tun wür­den, leben bei ihren über­aus stren­gen, reli­giö­sen Eltern. Zur Groß­mutter und zur Tan­te, die ihnen zu vie­le Frei­hei­ten gewähr­ten, dür­fen sie nicht mehr. Jedes Ver­feh­len in Augen des Vaters — der zugleich Pfar­rer ist und mit unlau­te­ren, schein­christ­li­chen Metho­den ver­sucht an Geld zu kom­men — wird hart bestraft. Auf­grund ihres absto­ßen­den Äuße­ren ist beson­ders Rebec­ca ihm ein Dorn im Auge. Der Vater, der zuwei­len dem Alko­hol frönt, schlägt sie häu­fi­ger als ihre Schwes­ter. Jedoch nur an Stel­len, an denen die blau­en Fle­cke nicht auf­fal­len wür­den. Im Alter von neun Jah­ren hat er Rebec­ca ein­mal die Treppe… Weiterlesen!