Jowi Schmitz — Ein Huhn kommt selten allein

30.September 2025

“Ein Huhn kommt sel­ten allein” ist ein Roman der nie­der­län­di­schen Autorin Jowi Schmitz, der sich mit erns­ten The­men aus­ein­an­der­setzt, dies aber auf eine sehr behut­sa­me und ange­neh­me Art und Wei­se. Der Vater des 11-jäh­ri­gen Rome­os wird ster­ben. Er ist schwer krank und nun aus­the­ra­piert. Als ein Huhn eines Tages auf Rome­os Bal­kon flat­tert, das schnell Ver­trau­en zu ihm fasst, taucht auch die neue Nach­bars­fa­mi­lie, denen eini­ge Hüh­ner gehö­ren, in sei­nem Leben auf. Allen vor­an die quir­li­ge, auf­ge­weck­te Jes­si, deren Mut­ter ver­stor­ben ist, als sie klein war. Mit dem Tod kennt sie sich aus. Bringt am ers­ten Schul­tag sogar die Urne ihrer Mut­ter mit, um sie den ande­ren zu zei­gen. Bald freun­den sich Jes­si und Romeo an. Und sie schmie­den einen außer­ge­wöhn­li­chen Plan. Denn Rome­os Vater möch­te noch ein­mal die Wüs­te sehen. Doch Tickets nach Ame­ri­ka sind teu­er. Aber dann hat Jes­si eine beson­de­re Idee… Eine Aus­ein­an­der­set­zung mit Krank­heit und dem bevor­ste­hen­den Tod eines Eltern­teils. Unheim­lich ergrei­fend und herz­er­wär­mend erzählt. Die­ses Buch zieht in den Bann, bewegt, rührt zu Trä­nen und macht gleich­zei­tig Hoff­nung. Zeigt wie wich­tig Mut und Freund­schaft sind und dass man gemein­sam manch­mal viel mehr errei­chen kann, als man denkt. Für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Der 11-jäh­ri­ge Romeo staunt nicht schlecht, als auf sei­nem Bal­kon eines Tages ein Huhn auf­taucht. “Ein Huhn. Da ist ein­fach so ein Huhn auf mei­nem Bal­kon. Es sagt noch ein­mal: „Tock?“ Ich stre­cke die Hand aus. Das Huhn ist über­all weiß und ner­vös, sein Kopf ruckt hin und her.” (Zitat aus “Ein Huhn kommt sel­ten allein” S.5) Er nennt es Tock. Es scheint Ver­trau­en zu ihm

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Alexia Casale — Sing if you can’t dance

20.Juni 2024

Die bri­tisch-ame­ri­ka­ni­sche Autorin Ale­xia Casa­le hat einen neu­en Roman geschrie­ben. “Sing if you can’t dance” stellt ein chro­nisch erkrank­tes Mäd­chen in den Mit­tel­punkt, das ihren Traum vom Tan­zen auf­ge­ben muss­te und fort­an an einer Sing­grup­pe teil­nimmt. Wenn sie schon nicht tan­zen kann, dann doch zumin­dest sin­gen. Aber mit ihrer har­schen Art eckt sie ordent­lich an und der bunt zusam­men­ge­wür­fel­te Hau­fen von Teilnehmer:innen ist ihr nicht gera­de wohl­ge­son­nen. Und dann ist da auch noch Ren, ihr neu­er Mit­schü­ler, für den sie uner­war­tet Gefüh­le ent­wi­ckelt und der sein ganz eige­nes Päck­chen zu tra­gen hat. Wer­den sie sich zusam­men­rau­fen und den gro­ßen Auf­tritt auf einem Fes­ti­val antre­ten kön­nen? Eine Romance mit einer zunächst eher unsym­pa­thi­schen Prot­ago­nis­tin, die aber eine glaub­haf­te Wand­lung durch­macht und die einem schließ­lich doch rich­tig ans Herz wächst. Eine Geschich­te über Träu­me, Musik, ers­te Lie­be, zwei­te Chan­cen und vor allem Hoff­nung. Dass man sich trotz einer schwe­ren Krank­heit nicht unter­krie­gen las­sen darf und dass es manch­mal total in Ord­nung ist, Hil­fe anzu­neh­men und man nicht immer alles allei­ne schaf­fen muss. Mit viel tro­cke­nem Humor erzählt. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und für inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 16-jäh­ri­ge Ven hat es nicht leicht. Denn ihr gro­ßer Traum vom Tan­zen ist geplatzt. Weil sie krank gewor­den ist. Chro­nisch krank. Und es gibt bis­her kei­ne Hoff­nung auf Hei­lung. “Für mich gibt es kein Tan­zen mehr. An einen Kör­per, der noch alles macht, was ich von ihm will, kann ich mich jetzt nur noch weh­mü­tig zurück­er­in­nern. So muss es einem gehen, wenn man alt wird, ich aber bin doch noch nicht mal erwach­sen.” (Zitat aus “Sing if you can’t dance” S.16) Sie benutzt nun einen Geh­stock und kommt nur noch lang­sam vor­an. Manch­mal wird sie ohn­mäch­tig, weil ihr

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Neal Shusterman — Kompass ohne Norden

Kasimira19.Juni 2020

Dass der ame­ri­ka­ni­sche Autor Neal Shus­ter­man auch anders kann, das merkt man in sei­nem neu­en Buch “Kom­pass ohne Nor­den”. Der Erfolgs­au­tor der dys­to­pi­schen “Voll­endet”- und “Scy­the”-Rei­he hat dies­mal einen ganz per­sön­li­chen Roman geschrie­ben, in dem er sich dem The­ma Schi­zo­phre­nie wid­met. Eine Erkran­kung, die sein eige­ner Sohn hat und die er mit lite­ra­ri­schem Anspruch kur­zer­hand in eine bewe­gen­de Geschich­te ver­packt hat. 2019 wur­de das Buch mit dem Deut­schen Jugend­li­te­ra­tur­preis (Preis der Jugend­ju­ry) aus­ge­zeich­net. Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und vor allem für Erwachsene.

Die Welt des 15-jäh­ri­gen Caden steht seit eini­ger Zeit völ­lig Kopf. Er hat Alb­träu­me. Fühlt sich unru­hig. Und er glaubt, dass es da einen Jun­gen in der Schu­le gibt, der ihn umbrin­gen will. Etwas, von dem er sich schließ­lich traut es sei­nem Vater zu erzäh­len: “Caden… wenn du ihn nicht kennst und er dich nie bedroht hat, und wenn er dir bloß ein paar Mal im Flur begeg­net ist, wie­so denkst du dann, dass er dir etwas tun will? Wahr­schein­lich kennt er dich über­haupt nicht.” “Ja, du hast recht, ich bin bloß gestresst.” “Wahr­schein­lich eine Über­re­ak­ti­on.” “Genau, eine Über­re­ak­ti­on.” Jetzt, nach­dem ich es laut aus­ge­spro­chen habe, mer­ke ich, wie albern ich mich ange­hört habe.” (Zitat aus “Kom­pass ohne Nor­den” S.22ff) Sei­ne Eltern mer­ken, dass er sich ver­än­dert hat in letz­ter Zeit. Dass er ange­spann­ter ist. Sein Vater rät ihm

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Nicole Boyle Rødtnes — Wie das Licht von einem erloschenen Stern

Nicole Boyle Rodtnes Wie das Licht von einem erloschenen Stern19.Juli 2017

“Wie das Licht von einem erlo­sche­nen Stern” von der däni­schen Autorin Nico­le Boyle Rødt­nes ist ein Roman über ein The­ma, das es so im Jugend­buch noch nie gab: Apha­sie. Der Ver­lust von Spra­che. Die Haupt­fi­gur kann nach einem Unfall weder lesen, schrei­ben, noch spre­chen. Ein authen­ti­sches, sehr ein­dring­lich erzähl­tes Buch über ein Mäd­chen, das unge­wollt zur Außen­sei­te­rin wird. Jetzt neu als Taschen­buch. Für Jugend­li­che ab 14 Jahren.

Die 17-jäh­ri­ge Vega ist auf einer Par­ty gestürzt. Sie ist in ein Schwimm­be­cken gefal­len und hat sich den Kopf ange­schla­gen. Ertrun­ken. Man muss­te sie wie­der­be­le­ben. “Ich kam in einem Kran­ken­haus­bett zu mir. Gehirn­blu­tung. Sprach­zen­trum beschä­digt. Apha­sie. Die Ärz­te haben immer wie­der ver­sucht, mir das zu erklä­ren. Mei­ne Spra­che ist zer­bro­chen. Wenn ich den Mund öff­ne, kommt nur ein Wör­ter­wirr­war her­aus.” (Zitat aus “Wie das Licht von einem erlo­sche­nen Stern” S.8) Mitt­ler­wei­le ver­steht Vega wie­der, was die ande­ren um sie her­um sagen, doch sie selbst kann — bis auf ein­zel­ne Wör­ter — kaum mehr spre­chen. Lesen geht etwas, schrei­ben über­haupt nicht. Wenn ihr Freund Johan ihr eine Nach­richt schreibt, kann sie 

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Jesper Wung-Sung — Weg mit Knut

Jesper Wung-Sung Weg mit Knut8.Februar 2017

“Weg mit Knut!” von dem däni­schen Autoren Jes­per Wung-Sung ist ein Roman, der sich dem The­ma Krebs auf eine ganz ande­re Art und Wei­se annä­hert. Ein Autor, der mit zahl­rei­chen Prei­sen sei­nes Lan­des aus­ge­zeich­net wur­de und des­sen Titel zu den meist­ge­le­se­nen Büchern in däni­schen Schu­len gehö­ren. Eine Geschich­te über eine Krank­heit, über einen beson­de­ren Freund/Feind und den Mut, nie­mals auf­zu­ge­ben. Anders, manch­mal ein wenig schräg, aber sehr berüh­rend. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Eigent­lich hat Wil­liam Angst davor im Dun­keln zu schla­fen. Er hat meist ein klei­nes Licht­chen an. Aber seit Knut da ist, nicht mehr. Mit Knut ist sowie­so vie­les anders. Eines Tages ist die­ser ein­fach auf­ge­taucht, kam durch sein Fens­ter her­ein­spa­ziert und hat­te einen Zet­tel dabei, auf dem stand: “Ich hei­ße Knut. Ich bin nicht wie die ande­ren. Ich suche einen Ort zum Woh­nen.” (Zitat S.11) Zuerst hass­te Wil­liam ihn: “Selbst die größ­ten Super­hel­den haben einen Erz­feind. Jetzt hat­te Wil­liam sei­nen gefun­den. Das mach­te ihn selt­sa­mer­wei­se stär­ker, und sei­ne Stim­mung bes­ser­te sich. Er hass­te Knut aus tiefs­tem Her­zen.” (Zitat S.12) Er dach­te sich alle mög­li­chen Arten aus, um Knut los­zu­wer­den und umzu­brin­gen: er erstick­te ihn mit einem Kopf­kis­sen, ertränk­te ihn in 

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Esther Ehrlich — Nest

Esther Ehrlich - Nest19.September 2016

“Nest” von der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Esther Ehr­lich ist ein Roman über eine Fami­lie, deren Leben durch die plötz­li­che Dia­gno­se Mul­ti­ple Skle­ro­se der Mut­ter völ­lig auf den Kopf gestellt wird. Eine Geschich­te über Krank­heit, Depres­si­on, Zusam­men­halt und den Wert der Freund­schaft, die zum Anker wird, wenn alles ande­re zu zer­bre­chen droht. Authen­tisch, berüh­rend und erschüt­ternd zugleich. Kein ein­fa­ches Buch, aber ein wert­vol­les (zumal es im Jugend­buch fast kei­ne Bücher über die­se Krank­heit gibt). Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und Erwachsene.

Cape Cod. Eine Halb­in­sel im Süd­os­ten von Mas­sa­chu­setts. Hier am Meer lebt die 11-jäh­ri­ge Nao­mi, die von allen nur “Chirp” genannt wird, mit ihrer Fami­lie. Sie geht in die fünf­te Klas­se und liebt neben dem Beob­ach­ten von Vögeln auch das Tan­zen über alles. So wie ihre Mut­ter, eine pro­fes­sio­nel­le Tän­ze­rin, die Cho­reo­gra­phien ent­wi­ckelt und sogar ein eige­nes Stu­dio hat. “Na komm, mein Spatz”, sagt sie und tanzt vor mir her­um. Sie stellt den Plat­ten­spie­ler sogar noch lau­ter. Ich neh­me ihre Hand und sie führt mich in die Mit­te der Küche. […] Ich könn­te Mom den gan­zen Abend nur anschau­en, wenn sie die Augen so fest geschlos­sen hat und mit ihrem ruhi­gem, wun­der­schö­nen Lächeln auf den Lip­pen tanzt.” (Zitat aus “Nest” S.22) Doch in letz­ter Zeit tanzt Chirps Mut­ter nicht mehr so

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Louisa Reid — Jeden Tag ein bisschen mehr

Louisa Reid Jeden Tag ein bisschen mehr22.Oktober 2015

“Jeden Tag ein biss­chen mehr” von der bri­ti­schen Autorin Loui­sa Reid ist ein rich­tig schö­ner Schmö­ker. Eine Geschich­te über ein jun­ges Mäd­chen, das an einer namen­lo­sen Krank­heit lei­det, über das Anders­sein, das Erwach­sen­wer­den und das Frei­sein. Und die Geschich­te einer auf­kei­men­den Lie­be. Opu­lent (560 Sei­ten!), atmo­sphä­risch und inten­siv. Mit einer teils sehr poe­ti­schen Spra­che. Ich habe schon lan­ge kein Buch mehr gele­sen, das so ergrei­fend geschrie­ben ist. Die­se Autorin (“In dei­nem Licht und Schat­ten”) darf ein­fach kein Geheim­tipp mehr blei­ben! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Die 16-jäh­ri­ge Audrey, ihr fünf­jäh­ri­ger Bru­der Peter und ihre Mut­ter zie­hen in ein abge­le­ge­nes Haus in einer noch abge­le­ge­ne­ren Klein­stadt. “Ich weiß nicht, was ich erwar­tet hat­te, […] Aber die­ses Haus mit sei­nen schar­fen Kan­ten und lee­ren Fens­tern erin­ner­te mich an mit Paket­band ver­kleb­te Schach­teln, weg­ge­pack­tes Leben, stau­big und ster­bend. Immer­hin war der Gar­ten schön, sep­tem­ber­grün und gol­den. Und der blaue Him­mel erstreck­te sich nach allen Sei­ten ins Unend­li­che.” (Zitat aus “Jeden Tag ein biss­chen mehr” S.16/17). Der Umzug ist ein Neu­an­fang. Ein Ver­such, die Ver­gan­gen­heit zu ver­ges­sen. Eine neue Schu­le. Neue Nach­barn. Neue Fra­gen und weni­ge Ant­wor­ten. Das stellt auch der jun­ge Leo bald fest, der seit Kur­zem bei sei­ner Tan­te neben­an lebt. Audrey redet nicht viel. Mit ihrem klei­nen Bru­der ist sie am liebs­ten für sich. Und doch ist Leo von die­sem Mäd­chen irgend­wie fas­zi­niert. Sein The­ra­peut hat ihm gera­ten, sich 

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Sarah Wylie — Alle meine Leben

Sarah Wylie Alle meine Leben10.September 2014

“Alle mei­ne Leben” ist der Debüt­ro­man der kana­di­schen Autorin Sarah Wylie. Eine Geschich­te über Krank­heit, das Ster­ben auf Raten und die Bezie­hung zwei­er Schwes­tern. Sen­si­bel und erfri­schend anders erzählt. Für Jugend­li­che ab 12 Jahren.

Dani­elle, genannt Dani, ist 16 Jah­re alt. Sie hat eine Schwes­ter, die seit eini­ger Zeit schwer erkrankt ist. Sie hat Leuk­ämie und war­tet ver­zwei­felt auf eine Kno­chen­marks­spen­de. Und obwohl Dani und Jena Zwil­lin­ge sind, kommt weder sie, noch jemand aus ihrer Fami­lie in Fra­ge. Dabei wür­de Dani alles tun, um ihrer Schwes­ter zu hel­fen. Und das tut sie auch, irgend­wie. Auf erschre­cken­de Wei­se. Schon als Kind hat ihre Mut­ter ihr immer wie­der erzählt, dass sie ganz nach ihr kom­me und neun Leben hät­te. Zusam­men haben Dani und ihre Mut­ter einen Auto­un­fall fast ohne Krat­zer über­lebt, bei dem sie eigent­lich hät­ten ster­ben müs­sen. Sie haben ein bren­nen­des Haus, in dem zahl­rei­che Men­schen ver­brann­ten, zufäl­lig zehn Minu­ten vor­her ver­las­sen. Die Mut­ter hat ihren auf einem Bahn­gleis ein­ge­klemm­ten Fuß gera­de noch recht­zei­tig, bevor der Zug kam, befrei­en kön­nen. Und Dani hat als Zwei­jäh­ri­ge eine schwe­re Bauch­fell­ent­zün­dung über­lebt, bei er es hieß, sie müss­te ster­ben. Wenn also die­se neun Leben, von denen sie schon eini­ge ver­braucht hat, irgend­wie an ihre kran­ke Schwes­ter wei­ter­ge­ge­ben wer­den könn­ten, dann… Als Dani sich absicht­lich betrun­ken in einen eis­kal­ten Teich springt,

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Nora Price — Heute will ich leben

Nora Price Heute will ich leben15.Februar 2014

Die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Nora Pri­ce hat mit “Heu­te will ich leben” ein Jugend­buch über eine aku­tel­le und wich­ti­ge Pro­ble­ma­tik geschrie­ben. Sie beschäf­tigt sich mit dem The­ma Ess­stö­run­gen. Die­ser sehr bewe­gend erzähl­te Roman ist für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren geeig­net und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 16-jäh­ri­ge Zoe kann nicht ver­ste­hen, was sie hier soll. Hier — in Twin Birch — einer Art Anstalt, in der sich fünf wei­te­re Mäd­chen auf­hal­ten. “Pati­en­tin­nen” wer­den sie genannt. War­um hat ihre Mut­ter sie hier her­ge­bracht? Und gan­ze sechs Wochen soll sie hier blei­ben? Mit ihrem sehr kri­ti­schen und auf­merk­sa­men Blick notiert sie jedes wich­ti­ge Detail in ihr Notiz­buch, um sich über ihre Situa­tio­nen einen Über­blick zu ver­schaf­fen. All­mäh­lich fin­det sie her­aus, dass die ande­ren Mäd­chen an einer Ess­stö­rung lei­den. Aber Zoe doch nicht! Dum­mer­wei­se hat man ihr das Han­dy abge­nom­men und sie kann kei­nen Kon­takt zu ihrer Mut­ter her­stel­len. Schließ­lich kann es sich hier ja nur um ein gro­ßes Miss­ver­ständ­nis handeln…

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Alyssa B. Sheinmel — Stone girl

Alyssa B. Sheinmel Stone girl28.Januar 2013

“Stone girl” von der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Alys­sa B. Shein­mel ist bei “Hey­ne fliegt” erschie­nen — dem jun­gen Pro­gramm des Hey­ne Ver­lags und erzählt die Geschich­te eines mager­süch­ti­gen Mäd­chens, wel­ches lang­sam einen Weg aus ihrer Krank­heit fin­det. Sen­si­bel erzählt. Für Jugend­li­che ab 15.

Sie heißt Sarah Beth und wird von allen Sethie genannt. Sie ist 17 und fin­det sich viel zu dick. Sogar ihre Mut­ter hat ihrer Mei­nung nach eine bes­se­re Figur. In der Schu­le läuft eigent­lich alles gut, sie schreibt bes­te Noten und ihre Uni­be­wer­bun­gen hat sie auch schon längst fer­tig. Doch in Sethies Kopf dreht sich alles nur ums Dünn­sein. Wie viel darf sie essen? Wie kann sie noch dün­ner wer­den? Ihrem Freund Shaw ver­sucht sie stets alles recht zu machen, sei­ne Mei­nung ist ihr Maß­stab. Doch in der Öffent­lich­keit ihre Hand hal­ten oder sie küs­sen, das will er nicht. Bis sie eines Tages Ben ken­nen­lernt und merkt, 

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