Schlagwort Archiv: Königskinder

Andreas Steinhöfel — Anders

Kasimira1.Februar 2017

Andre­as Stein­hö­fel, bekannt durch „Rico, Oskar und die Tie­fer­schat­ten“ (ab 10, Deut­scher Jugend­li­te­ra­tur­preis 2009, Kate­go­rie Kin­der­buch) und „Die Mit­te der Welt“ (ab 13) hat ein neu­es (Taschen-)Buch für Jugend­li­che geschrie­ben: „Anders“. Ein Roman über das Ver­ges­sen, die Ver­än­de­rung einer Per­sön­lich­keit nach einem Unfall und dem Ver­such zu ver­ste­hen. Sprach­lich bril­lant erzählt. Mit fan­tas­ti­schen Illus­tra­tio­nen von Peter Schös­sow. Für Jugend­li­che ab 12 und Erwach­se­ne.

Mir ist nicht gut. Darf ich nach Hau­se gehen?“ Damit fing alles an. An sei­nem elf­ten Geburts­tag ver­lässt Felix Win­ter die Schu­le eher und wird auf dem Nach­hau­se­weg von der Deko­ra­ti­on einer hin­ab­rut­schen­den, leuch­ten­den Elf, die sein Vater gera­de auf dem Dach befes­ti­gen woll­te, am Kopf getrof­fen. Als er ver­letzt noch zur Gara­gen­ein­fahrt läuft, weil er dort das Auto sei­ner Mut­ter hört, wird Felix aus­ge­rech­net von die­ser auch noch ange­fah­ren. Dar­auf­hin lan­det er im Koma, das er erst nach 263 Tagen wie­der ver­las­sen wird. Als er erwacht, ist es für alle wie ein Wun­der. Doch Felix ist anders, als er vor­her war. Auf ein­mal … Weiterlesen!

Hayley Long — Sophie Soundso

Hayley Long Sophie Soundso9.September 2015

Die bri­ti­sche Autorin Hay­ley Long hat mit “Sophie Soundso” einen Roman geschrie­ben, der sich mit der Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät aus­ein­an­der­setzt. Ein außer­ge­wöhn­li­ches Buch, das mit einer ganz eige­nen Spra­che erzählt wird. Ein Stil­mit­tel, das stol­pern, inne­hal­ten, stau­nen und amü­sie­ren lässt! Für Leser beson­de­rer Bücher. Ab 12 Jah­ren bereits geeig­net und für Erwach­se­ne.

Sophie ist 14 Jah­re alt und wohnt zusam­men mit ihren Eltern in einer Miets­woh­nung in Brüs­sel. Das Mäd­chen pla­gen selt­sa­me, plötz­lich wie­der auf­tau­chen­de Erin­ne­run­gen an ihre Kind­heit. Sie war sie­ben Jah­re alt, als sie lern­te ihren schwie­ri­gen, lan­gen, flä­mi­schen Nach­na­men zu schrei­ben: Nieu­wen­le­ven. Er bedeu­tet “Neu­es Leben”. “Ist es gut, ein neu­es Leben zu haben?” […] Natür­lich ist das gut”, sag­te er. “Und ich ver­spre­che dir, Sophie Nieu­wen­le­ven, der Anfang war viel­leicht nicht ein­fach für uns, aber von jetzt an wird alles gut gehen. Alles wird gut.” (Zitat aus Sophie Soundso” S.17) Das ver­sprach ihr Vater ihr damals. Doch ihr Vater, der Sophie erzähl­te, dass sie bel­gi­sche Vor­fah­ren hät­ten, hat sie ange­lo­gen. Und das ahnt das Mäd­chen mitt­ler­wei­le. Denn sie erin­nert sich an eine Rei­se als sie fünf war, … Weiterlesen!

Dan Gemeinhart — Die wirkliche Wahrheit

Dan Gemeinhart Die wirkliche Wahrheit4.November 2015

Der deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Autor Dan Gemein­hart hat mit “Die wirk­li­che Wahr­heit” einen Roman über einen krebs­kran­ken Jun­gen, einen letz­ten Wunsch, Freund­schaft und den treus­ten Hund der Welt geschrie­ben. Ein Road­mo­vie. Eine Suche. Eine dra­ma­ti­sche und zutiefst berüh­ren­de Geschich­te. Lese­tipp! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Wen­at­chee. Bun­des­staat Washing­ton. Der 12-jäh­ri­ge Mark ist von zu Hau­se abge­hau­en. “Der Berg rief nach mir. Ich muss­te ein­fach weg­lau­fen. Ich konn­te nicht anders.” (Zitat aus “Die wirk­li­che Wahr­heit” S.9). Der Mount Rai­nier ist sein Ziel, 4392 Meter hoch. Auf ihn hin­auf möch­te er. Auch wenn dies bei­na­he unmög­lich ist. Es sind 263 Mei­len, die ihn von sei­nem Ziel tren­nen. Und eine Krank­heit, die sich Krebs nennt. “Irgend­wo da drau­ßen in der Dun­kel­heit war Jes­sie, mei­ne bes­te Freun­din. Und mei­ne Mut­ter und mein Vater. Ihre Gesich­ter tauch­ten ver­schwom­men vor mir auf. Sie wuss­ten nicht, dass ich fort­ging. Und sie wuss­ten auch nicht, wo ich hin­woll­te. Sie wür­den mich nicht fin­den kön­nen. Sie wür­den mir nicht hel­fen kön­nen.” (Zitat S.13) Nie­mand kann Mark mehr hel­fen. Denn er wird ster­ben. Auf dem Weg zum Mount Rai­nier wird er mit eini­gen Pro­ble­men kon­fron­tiert: Er muss die Poli­zei aus­trick­sen, die ihm… Weiterlesen!

Cristina Moracho — Zwillingssterne

Cristina Moracho Zwillingssterne15.November 2014

Zwil­lings­ster­ne“ von der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Cris­ti­na Mor­a­cho ist erschie­nen im neu­en Ver­lag Königs­kin­der, ein Imprint bei Carl­sen. Über eine selt­sa­me (Schlaf-)Krankheit, das Erwach­sen­wer­den und die ers­te gro­ße Lie­be. Sen­si­bel erzählt. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Althea und Oli­ver ken­nen sich schon seit sie sechs Jah­re alt sind. Wie Bru­der und Schwes­ter sind sie zusam­men auf­ge­wach­sen. Sie leben in Wilming­ton (North Caro­li­na). Jetzt sind die bei­den 16 Jah­re alt. Althea ist sport­lich, liebt das Lau­fen und ist eher der bur­schi­ko­se Typ. Oli­ver schwärmt von der Astro­no­mie. Er lebt bei sei­ner Mut­ter, die zu viel raucht und schon Wit­we ist. Er ist ein sozia­ler Mensch, hat eini­ge Freun­de. Althea fie­len sozia­le Kon­tak­te immer schwe­rer. Ihr reicht Oli­ver, ihr bes­ter Freund, für den sie jedoch zuneh­mend Gefüh­le ent­wi­ckelt. War­um merkt er denn nichts? Auf einer Par­ty, auf die Oli­ver sie zerrt, beschlie­ßen sie ein Spiel zu spie­len: Sie wol­len zu allem „Ja“ sagen. Das hat unge­ahn­te Kon­se­quen­zen und endet tor­kelnd und betrun­ken unter einem Baum in ihrem Gar­ten, unter dem sie sich das ers­te Mal küs­sen. Sind sie jetzt zusam­men? Hat Oli­ver sich auch in sie ver­liebt? Fra­gen über Fra­gen drän­gen sich auf in Althea. Und aus­ge­rech­net jetzt schläft er wie­der ein. Oli­ver lei­det unter einer rät­sel­haf­ten Krank­heit, die… Weiterlesen!

Kate de Goldi — Die Anarchie der Buchstaben

Kate de Goldi Die Anarchie der Buchstaben23.Oktober 2014

Die aus­tra­li­sche Autorin und Cori­ne-Preis­trä­ge­rin Kate de Gol­di hat nach „Abends um 10“ ein neu­es Buch geschrie­ben: „Die Anar­chie der Buch­sta­ben“. Sie erzählt die Geschich­te eines Mäd­chens und ihrer Oma, die gemein­sam an einem Alpha­bet­buch über das Alters­heim arbei­ten, in dem die Oma lebt. Kurz­wei­lig, humor­voll und mit einer schö­nen Spra­che und vie­len Zeich­nun­gen ver­se­hen. Ent­ge­gen der Alters­emp­feh­lung von 12 Jah­ren (vom Ver­lag) wür­de ich die­ses Buch jedoch Kin­dern bereits ab 8 Jah­ren emp­feh­len. Die 12 Jah­re sind doch etwas hoch­ge­grif­fen.

Per­ry ist 9 Jah­re alt. Sie möch­te ger­ne Zoo­lo­gin wer­den. Sie malt für ihr Leben ger­ne Bil­der. Und sie ist ein sehr neu­gie­ri­ges Kind. In der Schu­le stellt sie jede Men­ge Fra­gen, so dass die Leh­rer bald mei­nen, dass sie sol­le sich lie­ber aufs Zuhö­ren kon­zen­trie­ren. Da ihre Mut­ter der Mei­nung ist, dass Kin­der auch in ihrer Frei­zeit geför­dert wer­den müs­sen, hat Per­ry ein vol­les Wochen­pro­gramm: Mon­tags spielt sie Kla­vier, diens­tags hat sie För­der­un­ter­richt im Gemein­de­zen­trum, mitt­wochs übt sie Kla­ri­net­te, don­ners­tags geht sie eben­falls ins Gemein­de­zen­trum zu „Musik und Bewe­gung“. Frei­tags darf sie mit dem Sohn der Haus­häl­te­rin spie­len. Sams­tags besucht sie mit ihrem Vater ihre Groß­mutter, die neu­er­dings in einem Alters­heim in ihrer Nähe resi­diert. Sonn­tags ist Fami­li­en­zeit. Als jedoch die Leh­re­rin von… Weiterlesen!