Schlagwort Archiv: Kinderheim

Beatrix Gurian — Stigmata: Nichts bleibt verborgen

Beatrix Gurian Stigmata Arena Verlag20.Juni 2016

Stig­ma­ta — Nichts bleibt ver­bor­gen” von der deut­schen Autorin Bea­trix Guri­an ist ein Thril­ler beson­de­rer gestal­te­ri­scher Qua­li­tät. Die Geschich­te, die ein jun­ges Mäd­chen auf der Suche nach den Mör­dern ihrer Mut­ter beglei­tet, ist durch­drun­gen von geheim­nis­vol­len, düs­te­ren Foto­gra­fien. Grün far­bi­ges Papier, fili­gra­ne Umrah­mun­gen des Tex­tes zeu­gen von einem wirk­lich mühe­voll gestal­te­ten Werk. An Span­nung und vie­len über­ra­schen­den Wen­dun­gen man­gelt es eben­falls nicht. Ver­ein­zel­te Hor­ror­ele­men­te mit­ein­ge­schlos­sen. Ein gelun­ge­nes Buch! Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Emmas Mut­ter ist bei einem Auto­un­fall ums Leben gekom­men. Ihre Lei­che, die mit­samt Fahr­zeug in einem See unter­ging, ist aller­dings nie­mals gefun­den wor­den. Jetzt — Wochen nach dem schmerz­li­chen Unglück — bekommt Emma ein selt­sa­mes Päck­chen zuge­schickt. Es ent­hält ein fast lee­res Foto­al­bum und die schrift­li­che Auf­for­de­rung, nach den Mör­dern ihrer Mut­ter zu suchen. Mord? Das jun­ge Mäd­chen kann es kaum glau­ben und doch mel­det sie sich in dem Camp an, des­sen Fly­er der Sen­dung bei­lag, um der Sache auf den Grund zu gehen. Die­ses Camp soll den Erfah­rungs­ho­ri­zont und die per­sön­li­chen Fähig­kei­ten erwei­tern. Nach einem Aus­wahl­ver­fah­ren, bei dem man eini­ge zwi­schen­mensch­li­che Tests bestehen muss, führt es schließ­lich nach Aus­tra­li­en in das Haupt­camp. Die ers­te Etap­pe fin­det in einem alten Jagd­schloss mit­ten in den Ber­gen statt. Nur weni­ge Teil­neh­mer sind dabei und drei Betreu­er. Nichts ist wie es scheint und mit unge­wöhn­li­che Metho­den wer­den… Weiterlesen!

Claire Legrand — Das Haus der verschwundenen Kinder

Claire Legrand - Das Haus der verschwundenen Kinder8.September 2014

Clai­re Legrand hat einen schö­nen Fan­ta­sy­ro­man mit dem Namen „Das Haus der ver­schwun­de­nen Kin­der“ geschrie­ben. Über Per­fek­ti­on, Ange­passt­heit und den Wert der Freund­schaft. Mit sehr viel Iro­nie und Witz erzählt, aber auch ein biß­chen gru­se­lig. Ein tol­les Buch! Es wur­de von der New York Public Libra­ry als bes­tes Jugend­buch 2012 aus­ge­zeich­net! Für Jugend­li­che ab 12 (aber auch schon für 10-jäh­ri­ge Viel­le­ser geeig­net).

Die 12-jäh­ri­ge Vic­to­ria ist stets per­fekt orga­ni­siert. Ihr Hab und Gut ist in ordent­lich beschrif­te­ten Schach­teln ver­wahrt. Sie ist adrett geklei­det, höf­lich und in der Schu­le glänzt sie mit den aller­bes­ten Noten. Sie ist per­fekt so wie ihre Eltern, so wie alle Ein­woh­ner ihres klei­nen Städt­chens Bel­le­vil­le, in dem alles immer mit Recht und Ord­nung zugeht. Nur manch­mal scheint dort ein Kind zu ver­schwin­den. Eines, das nicht all­zu brav und folg­sam war. Als auch Vic­to­ri­as bes­ter Freund Law­rence eines Tages ver­schwin­det, macht sich das uner­schro­cke­ne Mäd­chen auf ihn zu suchen. Und alle Hin­wei­se füh­ren zu dem gro­ßen Kin­der­heim am Ende der Stadt. Hat die Inha­be­rin Mrs. Caven­dish etwas mit dem Ver­schwin­den der Kin­der zu tun? Und war­um fühlt Vic­to­ria von Zeit zu Zeit… Weiterlesen!

Antonia Michaelis — Niemand liebt November

Antonia Michaelis Niemand liebt November29.August 2014

End­lich wie­der etwas Neu­es von der deut­schen Autorin Anto­nia Michae­lis. „Nie­mand liebt Novem­ber“ ist ihr neu­es Meis­ter­werk und das kann man wirk­lich behaup­ten! Sprach­lich bril­li­ant und abso­lut über­zeu­gend geschrie­ben. Die­sen Roman kann ich jedem emp­feh­len, der auf höhe­rem Niveau gut unter­hal­ten wer­den möch­te. Eine Geschich­te über das Ver­schwin­den und die Suche nach der Wahr­heit. Für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und vor allem für Erwach­se­ne.

Amber Lark, die sich Novem­ber nennt, hat im Alter von sechs Jah­ren ihre Eltern ver­lo­ren. Sie sind ein­fach ver­schwun­den. Eine Woche lang hat sie in der Woh­nung auf sie gewar­tet und gehofft, dass sie zurück­keh­ren, dann hat sie sich auf­ge­macht, sie zu suchen. In einen Zug ist Novem­ber ein­ge­stie­gen, ehe man sie auf­griff und in ein Kin­der­heim brach­te. Nun ist sie 17 Jah­re alt, als sie aus einer betreu­ten WG abhaut, um sich erneut auf die Suche nach ihren Eltern zu machen. Was mit ihnen geschah, wur­de nie geklärt. Aber Novem­ber hat eine neue Spur gefun­den, die sie… Weiterlesen!