Schlagwort Archiv: Juden

Liz Kessler — Als die Welt uns gehörte

Kasimira2.Juni 2022

Als die Welt uns gehör­te” ist der neu­es­te Roman der bri­ti­schen Autorin Liz Kess­ler, die vor allem durch ihre “Emi­ly Winds­nap”-Rei­he bekannt wur­de. Dass die Schrift­stel­le­rin aber auch erns­te The­ma­ti­ken mit Bra­vour umzu­set­zen ver­mag, beweist sie in die­sem Buch und erzählt die Geschich­te drei­er Jugend­li­cher, die durch den begin­nen­den Krieg aus­ein­an­der­ge­ris­sen wer­den. Ein Roman über den Holo­caust, über (jüdi­sche und nicht-jüdi­sche) Jugend­li­che, die in die­ser Zeit erwach­sen wer­den, über Zusam­men­halt und Freund­schaft in Zei­ten des Schre­ckens. Das wohl per­sön­lichs­te Buch der Autorin, die in Tei­len die Lebens­ge­schich­te ihrer eige­nen Fami­lie ver­ar­bei­tet, die wäh­rend des Krie­ges und nur durch einen Zufall nach Groß­bri­tan­ni­en flie­hen konn­te. Ein­dring­lich, bewe­gend und mit einer sehr kla­ren Spra­che erzählt. Ide­al um sich als Ein­stieg mit die­ser The­ma­tik aus­ein­an­der­zu­set­zen. Her­vor­ra­gend auch als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung geeig­net. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Öster­reich. Seit ihrer Ein­schu­lung sind sie die bes­ten Freun­de: Leo, Elsa und Max. Zu sei­nem Geburts­tag darf sich Leo etwas wün­schen und ver­bringt mit sei­nem Vater und sei­nen bei­den bes­ten Freun­den einen Tag im Pra­ter, dem Ver­gnü­gungs­park Wiens. Zusam­men fah­ren sie sogar Rie­sen­rad, ein ein­ma­li­ges Erleb­nis für die Freun­de. “Es war mein neun­ter Geburts­tag und der schöns­te Tag mei­nes Lebens, der aller­schöns­te.” (Zitat aus “Als die Welt uns gehör­te” S.13) Sie haben unge­mein viel Spaß und ler­nen durch Zufall ein bri­ti­sches Ehe­paar ken­nen, als Leo ver­se­hent­lich stol­pert undWeiterlesen!

Das neue Thema des Monats Mai: Holocaust…

Im Zwei­ten Weltkrieg…

Michael Gruenbaum Todd Hasak-Lowy Wir sind die Adler Eine Kindheit in Theresienstadt…wur­de die Ver­trei­bung und Ver­nich­tung von Juden von den Natio­nal­so­zia­lis­ten offi­zi­ell mit den Wor­ten die “End­lö­sung der Juden­fra­ge” umschrie­ben. In ganz Euro­pa wur­den Men­schen jüdi­schen Glau­bens in Ghet­tos und Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger gebracht. Unzäh­li­ge muss­ten dort ihr Leben las­sen. Auch in der Jugend­li­te­ra­tur set­zen sich vie­le Bücher mit die­sem The­ma aus­ein­an­der. Sie erzäh­len fik­ti­ve oder auch wah­re Geschich­ten aus jener Zeit. Wol­len in Erin­ne­rung rufen, was war und davor war­nen, dass so etwas nie wie­der pas­sie­ren darf. Sie zei­gen Ter­ror und Schre­cken, aber auch … Weiterlesen!

David Safier — 28 Tage lang

David Safier 28 Tage

5.September 2015

28 Tage lang” ist der neu als Taschen­buch erschie­ne­ne Roman des deut­schen Schrift­stel­ler David Safier. Wäh­rend er vor allem durch sei­ne eher komö­di­an­ti­sche Erzähl­art, wie zum Bei­spiel in “Mie­ses Kar­ma” oder “Jesus liebt mich” bekannt wur­de, wid­met er sich in sei­nem aktu­el­len Buch einem für ihn unge­wohnt erns­ten The­ma: er schil­dert das Leben eines jüdi­schen Mäd­chens im War­schau­er Ghet­to zur Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus. Authen­tisch. Bewe­gend. Und trotz aller Tra­gik sehr unter­halt­sam zu lesen. Gera­de für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren, die viel­leicht noch nie etwas über die­ses The­ma gele­sen haben und sich dem annä­hern möch­ten, sowie für Erwach­se­ne.

War­schau. Im Jah­re 1943. Die 16-jäh­ri­ge Mira tut etwas Ver­bo­te­nes. Regel­mä­ßig. Und unter Ein­satz ihres Lebens. Sie schleicht sich heim­lich aus dem Ghet­to, in das sie und ihre jüdi­sche Fami­lie gesteckt wur­den und besorgt im pol­ni­schen Teil der Stadt Lebens­mit­tel, um ihre jün­ge­re Schwes­ter Han­nah und ihre depres­si­ve Mut­ter zu ver­sor­gen. Denn sonst wür­den sie ver­hun­gern. Ihr Vater, ein ehe­mals ange­se­he­ner Arzt, hat sich aus Ver­zweif­lung das Leben genom­men und Miras älte­rer Bru­der ist zur Juden­po­li­zei über­ge­wech­selt, die für beson­de­re Grau­sam­kei­ten bekannt ist. Wenn sie sich nicht um die rest­li­che Fami­lie küm­mern wür­de, wür­de es nie­mand tun. Vor allem ihre klei­ne Schwester… Weiterlesen!

Suzy Zail — Der Klang der Hoffnung

Suzy Zail - Der Klang der Hoffnung12.Januar 2015

Der Klang der Hoff­nung” der aus­tra­li­schen Autorin Suzy Zail ist ein abso­lut bewe­gen­der Roman über die Depor­tie­rung einer jüdi­schen Fami­lie in das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ausch­witz-Bir­ken­au im Som­mer 1944. Der Erschei­nungs­ter­min die­ses Buches ist pas­send zum 70. Jah­res­tag zur Befrei­ung die­ses Inter­nie­rungs­la­gers, wel­cher am 27. Janu­ar 2015 gedacht wird. Die Geschich­te wird aus der Sicht der jun­gen Han­na erzählt, einem musi­ka­li­schen Genie, die in Ausch­witz um ihr Über­le­ben kämpft und eine unmög­li­che Lie­be erlebt. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwachsene.

Han­na ist 15. Sie liebt das Kla­vier­spie­len und Cla­ra Schu­mann, ihr gro­ßes Vor­bild, im Beson­de­ren. Doch Han­na, die bereits die Chan­ce auf ein Sti­pen­di­um im Buda­pes­ter Musik­kon­ser­va­to­rin hat, lebt zur fal­schen Zeit am fal­schen Ort. Und sie ist Jüdin. Es ist der Som­mer im Jah­re 1944, als ihre Fami­lie um Mit­ter­nacht aus dem Schlaf geris­sen wird und sie alle umge­sie­delt wer­den sol­len. Nur einen Kof­fer mit sei­nen Hab­se­lig­kei­ten darf jeder mit­neh­men. Dabei hat die Fami­lie doch bereits alles getan, was man… Weiterlesen!

John Boyne — Der Junge im gestreiften Pyjama

John Boyne Der Junge im gestreiften Pyjama1. Janu­ar 2015

Der Jun­ge im gestreif­ten Pyja­ma” des iri­schen Autoren John Boy­ne ist fast schon ein moder­ner Klas­si­ker, wenn es um das The­ma “Holo­caust” geht. Ein bemer­kens­wer­ter Roman, der den Autor in aller Welt (es wur­de in 46 Spra­chen über­setzt!) bekannt mach­te und über­all sehr gute Kri­ti­ken bekam. Das wahr­lich beson­de­re an dem Roman: er erzählt die Geschich­te aus der Sicht eines 9‑jährigen Jun­gen, der den Ernst der Situa­ti­on um sich her­um gar nicht so rich­tig begreift, ihn sei­nem Leser aber dadurch unwei­ger­lich umso näher bringt. Ein Roman über das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger in Ausch­witz, eine Geschich­te über Freund­schaft und Mensch­lich­keit. Inten­siv, nach­denk­lich machend, über­aus bewe­gend! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und vor allem für Erwachsene.

Bru­no ist neun Jah­re alt. Er ist klug, höf­lich und ver­sucht immer ehr­lich zu sich zu sein. Er lebt mit sei­ner Mut­ter, sei­nem Vater, einem erfolg­rei­chen Mann, des­sen Beruf er sich aber nicht so recht erklä­ren kann und sei­ner Schwes­ter, die für ihn ein hoff­nungs­lo­ser Fall ist, in Ber­lin. Am liebs­ten rutscht er das Trep­pen­ge­län­der hin­un­ter oder spielt mit sei­nen drei bes­ten Freun­den. Bis der Vater eines Tages… Weiterlesen!