Schlagwort Archiv: Insel

M.A. Bennett — Sieben: Spiel ohne Regeln

Kasimira10.Juni 2020

“Sie­ben” ist ein neu­er Thril­ler der bri­ti­schen Autorin mit den ita­lie­ni­schen Wur­zeln M.A. Ben­nett (aus­ge­schrie­ben Mari­na Fio­ra­to). Über einen Jugend­li­chen, der jah­re­lang von sei­nen Mit­schü­lern gemobbt wur­de und bei einem Flug­zeug­ab­sturz mit genau jenen Schü­lern auf einer ver­las­se­nen Insel lan­det. Doch dann keh­ren sich die Ver­hält­nis­se plötz­lich um. Eine aben­teu­er­li­che und span­nen­de Geschich­te über Grup­pen­dy­na­mi­ken, Macht und den Kampf ums Über­le­ben. Eine moder­ne Ver­si­on von “Herr der Flie­gen”. Toll beson­ders für Jungs. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Der 16-jäh­ri­ge Lin­coln, benannt nach dem ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten, hat eine 3‑jährige Tor­tur hin­ter sich. Er, der Sohn zwei­er Wis­sen­schaft­ler, die an einer Uni­ver­si­tät in Oxford dozie­ren, hat­te in sei­ner Kind­heit bis­her das Glück gehabt, von sei­nen Eltern zu Hau­se Schul­un­ter­richt zu bekom­men. “Das war das Tol­le dar­an, zu Hau­se unter­rich­tet zu wer­den. Es gab kei­ne Struk­tur. Wenn ich gera­de dabei war, etwas im Gar­ten zu erfin­den, lie­ßen sie mich ein­fach machen, bis es dun­kel war, dass ich nichts mehr erken­nen konn­te. Wenn ich in ein Buch ver­sun­ken war, das mich inter­es­sier­te, lie­ßen sie mich wei­ter­le­sen” (Zitat aus “Sie­ben: Spiel ohne Regeln” S.16) Doch dann — als Lin­coln 13 Jah­re alt war — ent­schie­den sei­ne Eltern, dass er nun doch bes­ser zur Schu­le gehen soll­te. Um sozia­le Kon­tak­te ein­zu­ge­hen und eine noch bes­se­re Aus­bil­dung zu bekom­men. “Und dann sag­te mein Dad etwas, an das ichWeiterlesen!

Kayla Olson — Sandcastle Empire

Kasimira28.April 2020

Sand­cast­le Empi­re” ist das ers­te Buch der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Kay­la Olson. Ein dys­to­pi­scher Roman, der in einer — nach Umwelt­ka­ta­stro­phen und Krieg zer­stör­ten — Welt vier Jugend­li­che auf eine ver­meint­lich siche­re, letz­te Insel flüch­ten lässt. Doch erwar­tet sie dort wirk­lich Frie­den? Ein biss­chen “Robin­son Cru­soe”, ein biss­chen “Herr der Flie­gen” (aber mit ande­rer Moti­va­ti­on) und eine gro­ße Por­ti­on End­zeit­stim­mung und Wis­sen­schaft. Unter­halt­sam und aben­teu­er­lich. Aber mit erzäh­le­ri­schen Schwä­chen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

2057. Die Welt ist eine völ­lig ande­re. Natur­ka­ta­stro­phen, vor allem Über­schwem­mun­gen, zer­stör­ten den Lebens­raum der Men­schen. Küs­ten­re­gio­nen ver­san­ken im Meer, des­sen Spie­gel immer wei­ter anstieg. Die Über­flu­tun­gen sorg­ten dafür, dass Abwas­ser und ver­seuch­tes Trink­was­ser durch die Gegend flos­sen. Mit Ent­sal­zungs­fla­schen der Fir­ma Envi­ro­tec und aller­lei ande­rer Tech­no­lo­gien ver­such­te man dem Herr zu wer­den. Doch dann lös­te ein Skan­dal die­ser Fir­ma, der auf üble Wei­se auf das Ungleich­ge­wicht zwi­schen Arm und Reich auf­merk­sam macht, dafür, dass ein Krieg aus­bricht. Die “Wöl­fe” kom­men… Weiterlesen!

Lauren Wolk — Eine Insel zwischen Himmel und Meer

Lauren Wolk - Eine Insel zwischen Himmel und Meer5.Februar 2020

Die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Lau­ren Wolk hat mit “Eine Insel zwi­schen Him­mel und Meer” nun bereits ihr zwei­tes Buch ver­öf­fent­licht. Ein Roman über das Leben auf einer klei­nen Insel, der Suche nach den eige­nen Wur­zeln und der Bedeu­tung von Fami­lie. Eine sanf­te, ruhi­ge und sprach­lich schön erzähl­te Geschich­te. Ein lite­ra­ri­sches Klein­od. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 11 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

1925. Auf den Eli­sa­beth-Inseln. Hier lebt die nun 12-jäh­ri­ge Crow. “Ich hei­ße Crow. Crow wie die Krä­he. Als ich noch ein Baby war, hat mich jemand in ein altes Boot gepackt und aufs Meer hin­aus­ge­scho­ben. Wie ein Samen­korn auf einer hohen Wel­le bin ich auf einer win­zi­gen Insel an Land gespült wor­den.” (Zitat aus “Eine Insel zwi­schen Him­mel und Meer” S.7). Ein Mann, den Crow nur Osh nennt, hat sie damals gefun­den. Sie wur­de an den Strand sei­ner klei­nen Insel gespült, auf der er in einer klei­nen, not­dürf­tig zusam­men­ge­bas­tel­ten Hüt­te lebt. Und da nie­mand Crow ver­miss­te, blieb sie… Weiterlesen!

Lindsay Galvin — Abgründige Geheimnisse

Kasimira8.Dezember 2019

Abgrün­di­ge Geheim­nis­se” ist das Debüt der bri­ti­schen Autorin Lind­say Gal­vin. Ein Umwelt­thril­ler der beson­de­ren Art. Über eine tro­pi­sche Insel, Expe­ri­men­te an Men­schen und die Krebs­for­schung. Inmit­ten zwei Schwes­tern, von denen eine auf etwas Unfass­ba­res stößt. Mit­rei­ßend und geheim­nis­voll geschrie­ben. Ein Buch, bei dem man etwas ganz ande­res bekommt, als man erwar­tet. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 14-jäh­ri­ge Aster und ihre drei Jah­re jün­ge­re Schwes­ter Pop­py befin­den sich auf dem Flug nach Neu­see­land. Beglei­tet von einer Anstands­da­me und Bekannt­schaft machend mit dem sym­pa­thi­schen Sam, einem Sitz­nach­barn, lan­den sie schließ­lich in Gis­bor­ne, wo ihre Tan­te Iona sie abholt. “Wir haben Mums Schwes­ter seit Jah­ren kaum zu Gesicht bekom­men. Und konn­ten sie auch nicht errei­chen, als Mum im Ster­ben lag, weil sie zur sel­ben Zeit ande­re Krebs­pa­ti­en­ten behan­delt hat.” (Zitat aus “Abgrün­di­ge Geheim­nis­se” S.18) Jetzt nach dem Tod der Mut­ter hat Iona das Sor­ge­recht der bei­den erhal­ten und hat die Mäd­chenWeiterlesen!

Jake Halpern & Peter Kujawinski — Tochter der Flut

Jake Hapern Tochter der Flut4.September 2017

Toch­ter der Flut” von den ame­ri­ka­ni­schen Autoren Jake Hal­pern und Peter Kuja­wink­si ist ein Fan­ta­sy­ro­man, der sei­ne Leser auf eine Insel ent­führt, auf der abwech­selnd 14 Jah­re lang Tag und 14 Jah­re Nacht herr­schen. Eine Nacht, die kei­ner über­le­ben kann. Erzählt aus der Sicht von drei Jugend­li­che, die die ret­ten­de Abfahrt von der Insel ver­pas­sen. Geheim­nis­voll, fas­zi­nie­rend und unter­halt­sam. Mit ein paar gru­se­li­gen Momen­ten. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Das sie erst 14 Jah­re alt sind, haben sie es noch nie erlebt. Die Zwil­lings­ge­schwis­ter Marin und ihr Bru­der Kana. Wie die ers­te Nacht sich ihrer Hei­mat­in­sel Bliss nähert: “End­lich geschah, was sie so lan­ge erwar­tet hat­ten. In den vier­zehn Jah­ren des Tages war ihre Insel stän­dig von Hoch­was­ser umge­ben. Doch dann, kurz bevor die Son­ne ver­schwand, setz­te plötz­lich die Ebbe ein. […] Und das Was­ser blieb weg, bis es bei Son­nen­auf­gang rund vier­zehn Jah­re spä­ter genau­so schnell zurück­kehr­te.” (Zitat S.12) Doch die Nacht bedeu­tet eine gro­ße Gefahr für die Ein­woh­ner: denn sobald die Ebbe ein­setzt, müs­sen sie … Weiterlesen!

Arno Strobel — Schlusstakt

Arno Strobel Schlusstakt30.März 2015

Das zwei­te Jugend­buch von Arno Stro­bel ist erschie­nen: “Schluss­takt”. Ein zwei­ter Thril­ler, aber immer noch ers­ter Klas­se! Der saar­län­di­sche Autor ver­steht es ein­fach bes­tens zu unter­hal­ten. Er ent­führt sei­ne Leser dies­mal nicht auf eine ein­sa­me Berg­hüt­te, son­dern an einen noch viel exo­ti­sche­ren Ort. Eine Insel auf den Male­di­ven, wie das Cover ver­rät, auf der ein Gesangscas­ting für eine gro­ße Show statt­fin­det. Doch die ers­te Lei­che lässt nicht lan­ge auf sich war­ten… “DSDS” meets “Iso­la”. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 18-jäh­ri­ge Vicky ist von einer Freun­din über­re­det wor­den an dem Gesangscas­ting teil­zu­neh­men. Ein neu­es Show­for­mat, das angeb­lich alles bis­her dage­we­se­ne maß­los über­tref­fen soll. Den Sie­ger erwar­ten aller­lei bereits im Vor­feld abge­schlos­se­ne Ver­mark­tungs­maß­nah­men (inklu­si­ve Plat­ten­ver­trag) und gan­ze zwei Mil­lio­nen Euro! Vicky ist sehr über­rascht, doch sie schafft es tat­säch­lich in Pha­se zwei, das Haupt­cas­ting in Mün­chen. Von dort aus geht es direkt auf eine ein­sa­me Insel in der Male­di­ven, auf der die letz­ten 50 Kan­di­da­ten und Kan­di­da­tin­nen in Pha­se drei gegen­ein­an­der antre­ten. Dar­un­ter auch Vicky, deren Eltern von die­sem Plan nicht son­der­lich begeis­tert waren. Immer­hin muss­te sie einen Ver­trag unter­schrei­ben, den ein befreun­de­ter Anwalt der Eltern nur als “Kne­bel­ver­trag” bezeich­ne­tet hat­te. Kein Wort darf Vicky dar­über ver­lie­ren, was auf der Insel pas­siert. Und die Regeln auf der Insel sind hart. Hier kann man schon… Weiterlesen!

Kate Brian — Shadowlands

Kate Brian Shadowlands18. Janu­ar 2015

Shadow­lands“ von der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Kate Bri­an ist ein Thril­ler ers­ter Klas­se. Ein Buch, das sei­ne Leser sofort mit sich reißt und auch so schnell nicht mehr los­las­sen wird! Über einen Seri­en­mör­der auf der Jagd, eine Fami­lie im Zeu­gen­schutz­pro­gramm und der stän­di­gen Angst erneut in des­sen Visier zu gera­ten. Der ers­te Teil einer geplan­ten Tri­lo­gie. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Es ist eines der grau­en­volls­ten Din­ge, die einem pas­sie­ren kann. Als Opfer eines Seri­en­mör­ders aus­er­ko­ren zu wer­den. Und genau das pas­siert der jun­gen Rory. Auf einem Weg im Wald hört sie des unheil­vol­le Kna­cken von Ästen, auf den jemand getre­ten ist. Ihr Schreck legt sich schnell, als sie ihren Leh­rer Ste­ven Nell erkennt. Doch der Schreck kommt wie­der, als eben die­ser sie plötz­lich packt und ins Unter­holz zerrt. Doch als er auf einem Blatt aus­rutscht und den Griff kurz lockert, gelingt es Rory zu flie­hen. Sie schafft es … Weiterlesen!

Megan Crewe — Wir sind verbannt

Megan Crewe WIr sind verbannt8.März 2013

Die kana­di­sche Autorin Megan Crewe hat mit “Wir sind ver­bannt” einen dys­to­pi­schen Thril­ler geschrie­ben, der an die Sub­stanz geht. Eine unheim­lich rea­lis­tisch erzähl­te Geschich­te über eine Virus­epi­de­mie auf einer klei­nen Insel. Beklem­mend. Erschre­ckend. Dra­ma­tisch. Für Erwach­se­ne und Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Die 16-jäh­ri­ge Kae­lyn, die mit ihrer Fami­lie auf einer klei­nen, nord­ame­ri­ka­ni­schen Insel lebt, möch­te sich neu erfin­den. Ihre Eltern, sie und ihr ein Jahr älte­rer, homo­se­xu­el­ler Bru­der Drew haben zwi­schen­zeit­lich fünf Jah­re lang in Toron­to gewohnt, ehe sie wie­der in ihre alte Hei­mat gezo­gen sind. Und in Toron­to hat­te Kae­lyn kei­ner­lei Freun­de. Sie ver­stand sich mit den Tie­ren im Zoo und denen in der Tier­kli­nik immer bes­ser als mit Men­schen. Dies soll sich nun ändern. Anknüp­fend an alte Freund­schaf­ten beschließt Kae­y­lin sich nun offe­ner zu zei­gen. Als sie mit ihrer Mit­schü­le­rin Rachel ein Refe­rat vor­be­rei­ten muss, pas­siert jedoch etwas Selt­sa­mes: sie tref­fen auf Rachels Vater, der sich ein Bein gebro­chen hat und zudem noch erkäl­tet ist und die­ser ver­hält sich Kae­y­lin gegen­über so unmög­lich, dass sie das Haus flucht­ar­tig ver­lässt. Er schmeißt ihr Wahr­hei­ten und Läs­te­rei­en über ihre Fami­lie an den Kopf, mit denen sie im Leb­tag nicht gerech­net hät­te. Kur­ze Zeit spä­ter pas­siert ihr das Glei­che mit… Weiterlesen!

Mette Jakobsen — Minous Geschichte

Mette Jakobsen Minous Geschichte8.September 2012

Die däni­sche Autorin Met­te Jakobsen hat ein bezau­bern­des Buch geschrie­ben: “Min­ous Geschich­te”. Ein Roman sanft und leicht wie eine Feder, der zugleich aus­drucks­stark und poe­tisch ist. Ein tol­les Debüt über Phi­lo­so­phie, Ver­gäng­lich­keit und das Erwach­sen­wer­den. Für Jugend­li­che ab 14, vor allem aber für Erwach­se­ne.

Die 12-jäh­ri­ge Min­ou lebt mit ihrem Vater auf einer Insel. Einer Insel, die so klein ist, dass sie auf der Land­kar­te kaum zu fin­den ist. Sie hat die Form “einer Kat­zen­zun­ge aus Scho­ko­la­de” und Min­ou kann sie in 53 Minu­ten ein­mal umrun­den. Auf der Insel befin­den sich ledig­lich eine Kir­che und zwei Häu­ser (auf einem davon ein nicht mehr funk­tio­nie­ren­der Leucht­turm) und es gibt nur weni­ge Bewoh­ner. Vor einem Jahr ist jedoch Min­ous Mut­ter ver­schwun­den. Man hat damals nur einen ein­zel­nen Schuh von ihr gefun­den. Min­ous Vater und die ande­ren Insel­be­woh­ner haben die­sen Schuh damals beer­digt. Min­ou jedoch glaubt nicht, dass ihre Mut­ter tot ist. Des­halb stellt sie auch jeden Mor­gen ihre Kaf­fee­tas­se wie­der auf den Tisch. Min­ou ist davon über­zeugt, dass ihre Mut­ter eines Tages wie­der kom­men wird. Des­halb schreibt sie auch jetzt schon alle über­ra­schen­den Din­ge auf, die sie ihrer Mut­ter bei ihrer Rück­kehr erzäh­len will (“Am Baum hängt nur noch ein Apfel, Mama.”). Doch wird die Ver­miss­te wirk­lich zurück­kom­men? Als eines Tages ein toter Jun­ge auf der Insel auf­taucht, ver­än­dert sich alles…

Sprach­lich beson­ders schön erzählt. Min­ou wirkt noch sehr kind­lich, trotz ihren 12 Jah­ren und der Erzähl­ton spie­gelt ihre Gedan­ken exakt wie­der. Der Roman beschäf­tigt sich mit inter­es­san­ten… Weiterlesen!