Kyle Lukoff — Wovon ich träume

4.Juni 2023

Der ame­ri­ka­ni­sche Autor und Trans­mann Kyle Lukoff, der auch als Schul­bi­blio­the­kar und Buch­händ­ler arbei­te­te, schreibt vor allem für ein jün­ge­res Publi­kum über das The­ma Tran­si­den­ti­tät. In den Mit­tel­punkt die­ses Romans stellt er ein Mäd­chen, das einen ganz beson­de­ren Som­mer erlebt. Nach dem Tod ihres Onkels ver­sucht sie das Rät­sel um das spu­ken­de Haus zu lösen, in dem sie lebt und wird gleich­zei­tig mit ihren wider­sprüch­li­chen Gefüh­len, sich wie ein Mäd­chen füh­len zu müs­sen, kon­fron­tiert. Eine Geschich­te über eine Außen­sei­te­rin, über Freund­schaft und die Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät, beson­ders gelun­gen kom­bi­niert mit einer Geis­ter­ge­schich­te. Ein äußerst behut­sam und ruhig erzähl­ter Roman, der sich sehr ein­fühl­sam dem The­ma Tran­si­den­ti­tät annimmt. Lese­tipp! Für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 11-jäh­ri­ge Mücke lebt in Ver­mont auf dem Land, ganz weit abge­le­gen in einem Haus, in dem es spukt. “Unser Haus sieht auch wie ein Spuk­haus aus: natur­be­las­se­nes, über die Jah­re ver­wit­ter­tes Holz, eine auf­we­nig geschnitz­te Tür, spit­ze Gie­bel, die in alle Him­mels­rich­tun­gen aus dem Dach ragen, und hohe Fens­ter, hin­ter denen man sche­men­haf­te Gestal­ten zu sehen sind.” (Zitat aus “Wovon ich träu­me” S.7) Da gibt es zum Bei­spiel eine Stel­le im Wohn­zim­mer, die immer eis­kalt ist und an der mal jemand gestor­ben sein muss. Türen und Fens­ter, die ein­fach so auf und zuge­hen. Oder das Gefühl unsicht­ba­rer Hän­de, die einem über

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Ted Staunton — Who I am not: Von Lügen und anderen Wahrheiten

Ted Staunton - Who I am not: Von Lügen und anderen Wahrheiten11.Juni 2016

Einen Thril­ler der ganz raf­fi­nier­ten Art hat der kana­di­sche Autor Ted Staun­ton geschrie­ben: “Who I am not: Von Lügen und ande­ren Wahr­hei­ten”. Über Trick­be­trü­ge­rei­en, fal­sche Iden­ti­tä­ten und der Suche nach sich selbst. Unter­halt­sam erzählt. Idea­les Lese­fut­ter für Jungs ab 14 Jahren.

Er ist 15 Jah­re alt. Er hat gelernt nie­man­dem zu ver­trau­en und wech­selt Iden­ti­tä­ten wie ande­re ihre Fri­sur.  Er hat bereits 18 Pfle­ge­fa­mi­li­en und eine “Böse Zeit” hin­ter sich, als er von einem Gau­ner­pär­chen unter die Fit­ti­che genom­men wird und sich an aller­lei Klein­be­trü­ge­rei­en betei­ligt. Tricks, um an Geld zu kom­men, lernt er zu genü­ge. Doch dann schei­tert einer der Tricks und Har­ley, sein Men­tor, wird erschos­sen. Um nicht selbst ans Mes­ser gelie­fert zu wer­den, gibt er sich als der vor drei Jah­ren ver­miss­te Dan­ny Del­lo­mon­do aus, der im sel­ben Alter wie er ist. Eine Chan­ce zu flüch­ten bleibt ihm nicht, weil

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Hayley Long — Sophie Soundso

Hayley Long Sophie Soundso9.September 2015

Die bri­ti­sche Autorin Hay­ley Long hat mit “Sophie Soundso” einen Roman geschrie­ben, der sich mit der Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät aus­ein­an­der­setzt. Ein außer­ge­wöhn­li­ches Buch, das mit einer ganz eige­nen Spra­che erzählt wird. Ein Stil­mit­tel, das stol­pern, inne­hal­ten, stau­nen und amü­sie­ren lässt! Für Leser beson­de­rer Bücher. Ab 12 Jah­ren bereits geeig­net und für Erwachsene.

Sophie ist 14 Jah­re alt und wohnt zusam­men mit ihren Eltern in einer Miets­woh­nung in Brüs­sel. Das Mäd­chen pla­gen selt­sa­me, plötz­lich wie­der auf­tau­chen­de Erin­ne­run­gen an ihre Kind­heit. Sie war sie­ben Jah­re alt, als sie lern­te ihren schwie­ri­gen, lan­gen, flä­mi­schen Nach­na­men zu schrei­ben: Nieu­wen­le­ven. Er bedeu­tet “Neu­es Leben”. “Ist es gut, ein neu­es Leben zu haben?” […] Natür­lich ist das gut”, sag­te er. “Und ich ver­spre­che dir, Sophie Nieu­wen­le­ven, der Anfang war viel­leicht nicht ein­fach für uns, aber von jetzt an wird alles gut gehen. Alles wird gut.” (Zitat aus Sophie Soundso” S.17) Das ver­sprach ihr Vater ihr damals. Doch ihr Vater, der Sophie erzähl­te, dass sie bel­gi­sche Vor­fah­ren hät­ten, hat sie ange­lo­gen. Und das ahnt das Mäd­chen mitt­ler­wei­le. Denn sie erin­nert sich an eine Rei­se als sie fünf war, 

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