Reiner Engelmann — Sie brachten uns Hoffnung: Die Geschichte von Edward Galinski und Mala Zimetbaum

1.Mai 2025

“Sie brach­ten uns Hoff­nung: Die Geschich­te von Edward Galin­ski und Mala Zimet­baum” ist ein bio­gra­fi­scher Roman des deut­schen Autoren Rei­ner Engel­mann. Der Autor, der das Bun­des­ver­dienst­kreuz erhal­ten hat, hat sich bereits in zahl­rei­chen Büchern mit dem The­ma Holo­caust aus­ein­an­der­ge­setzt. So auch in sei­nem aktu­ells­ten Titel, in dem er die Lebens­ge­schich­te von Edward Galin­ski und Mala Zimet­baum beschreibt. Edward woll­te See­fah­rer wer­den, schloss sich wäh­rend des Zwei­ten Welt­krieg dem Wider­stand an und wur­de ver­haf­tet. Er kam mit dem ers­ten Trans­port in das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger in Ausch­witz. Mala, die als Jüdin eben­so ver­haf­tet wur­de, aber auf­grund ihres Spra­chen­ta­lents für die SS arbei­ten muss­te, kam ins Außen­la­ger in Ausch­witz-Bir­ken­au. Dort lern­te sie Edward ken­nen, der gele­gen­lich in Bir­ken­au Repa­ra­tur­ar­bei­ten aus­führ­te. Die bei­den ver­lieb­ten sich inein­an­der. Eine Lie­be in Ausch­witz? Kann so etwas sein? “Romeo und Julia von Ausch­witz” — wie man sie nann­te zei­gen, dass dies durch­aus mög­lich war. Dass gera­de ihre Lie­be zuein­an­der ihnen Kraft gab in einer Zeit des Schre­ckens. Auf­grund ihrer bes­se­ren Stel­lung im Lager set­zen sie sich uner­müd­lich für ande­re ein und plan­ten schließ­lich auch ihre Flucht, um über die Gescheh­nis­se in Ausch­witz zu infor­mie­ren. Ein bewe­gen­der, eher sach­lich erzähl­ter Roman, der mit eini­gen Foto­gra­fien auf­be­rei­tet ist und über eine Zeit berich­tet, die nie­mals in Ver­ges­sen­heit gera­ten soll­te. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Edward, genannt Edek, möch­te zur Mari­ne gehen. Das ist sein gro­ßer Traum. Doch dann beginnt der Zwei­te Welt­krieg und er macht statt­des­sen eine Mecha­ni­ker­leh­re, weil er in der Nähe sei­ner Fami­lie blei­ben möch­te. Weil er nicht taten­los zuse­hen will, wie die Deut­schen in Polen ein­mar­schie­ren, schließt er

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Tova Friedman — Wir Kinder von Auschwitz: Wie ich das Todeslager überlebte

28.April 2025

“Wir Kin­der von Ausch­witz: Wie ich das Todes­la­ger über­leb­te” von der pol­ni­schen Autorin und Holo­caust-Über­le­ben­den Tova Fried­man erzählt deren Geschich­te. 1938 in Polen gebo­ren, kam sie bereits mit 4 Jah­ren in ein Arbeits­la­ger und mit 5 Jah­ren dann zusam­men mit ihrer Mut­ter in das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger nach Ausch­witz. Unter schlimms­ten Bedin­gun­gen lebend, unter Hun­ger und Angst lei­dend, soll­te Tola (sie nann­te sich erst spä­ter um) schließ­lich in den Gas­kam­mern ster­ben. Doch sie über­leb­te. Und sie spricht auch heu­te noch von ihren Erleb­nis­sen wäh­rend des Holo­causts. Hört nicht damit auf, ihre Stim­me zu erhe­ben und gegen das Ver­ges­sen anzu­kämp­fen. Ein äußerst bewe­gen­der, berüh­ren­der, aber auch erschüt­tern­der Roman, der zwar jugend­ge­recht erzählt wird (dies ist die Jugend­buch­ver­si­on ihres Buchs “Ich war das Mäd­chen aus Ausch­witz”), aber den­noch nichts aus­spart. Ein wich­ti­ges Buch, das sehr gut in Schu­len gele­sen wer­den kann und soll­te. Für Jugend­li­che ab 12 Jahren.

Ein Jahr bevor der Zwei­te Welt­krieg aus­brach, wur­de Tola in Polen gebo­ren. Ihre Fami­lie ist jüdisch und hat bald sehr unter den sich ver­än­dern­den Bedin­gun­gen zu lei­den. Ihr Vater, ihre Mut­ter und sie wer­den in ein Ghet­to gebracht, in dem sie auf engs­tem Raum zusam­men mit ande­ren leben müs­sen. Kin­der gibt es kaum dort, vie­le werden

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Liz Kessler — Geheimname Eisvogel

4.April 2025

Nach “Als die Welt uns gehör­te” (aus­ge­zeich­net mit dem Deut­schen Jugend­li­te­ra­tur­preis 2023) ver­öf­fent­lich­te die bri­ti­sche Autorin Liz Kess­ler, nun erneut einen his­to­ri­schen Roman: “Geheim­na­me Eis­vo­gel”. Die­ser erzählt die Geschich­te zwei­er Schwes­tern, die in den Nie­der­lan­den leben und die wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs auf­grund der sich immer schwie­ri­ge­ren Lage für jüdi­sche Fami­li­en von ihren Eltern weg­ge­schickt wer­den. Sie sol­len bei einer ande­ren Fami­lie unter­kom­men und ihre jüdi­sche Iden­ti­tät leug­nen, um zu über­le­ben. Wäh­rend die 12-jäh­ri­ge Mila sich mit ihrem Schick­sal arran­giert und ers­te Freund­schaf­ten knüpft, kann die 15-jäh­ri­ge Han­nie nicht taten­los zuse­hen, was um sie her­um gera­de pas­siert und sie schließt sich dem Wider­stand an, ohne dass ihre Schwes­ter dies weiß. Bald begibt sie sich in gro­ße Gefahr… Erzählt wird die Geschich­te in zwei Ebe­nen, auch aus der Jetzt-Zeit, in der die 12-jäh­ri­ge Liz der Fami­li­en­ge­schich­te ihrer Groß­mutter auf die Schli­che kommt. Nie­mand wuss­te, dass ihre Groß­mutter eine Schwes­ter hat­te… Ein äußerst bewe­gen­der Roman, der aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven geschrie­ben ist und fein auf­ein­an­der abge­stimmt ist. Eine Geschich­te, die man lesen soll­te! Über Mensch­lich­keit in Zei­ten des Schre­ckens, über Mut und Tap­fer­keit und Zusam­men­halt. Per­fek­tes Klas­sen­lek­tü­re­ma­te­ri­al oder für eine Buch­vor­stel­lung. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 12-jäh­ri­ge Liv staunt nicht schlecht, als ein Poli­zei­au­to vor ihrem Eltern­haus anhält. “Ich tre­te näher vor das Fens­ter, blei­be jedoch hin­ter dem Vor­hang ver­bor­gen. Zwei Poli­zei­be­am­te hel­fen einer Per­son, hin­ten aus­zu­stei­gen. Es ist Bub­be. Mei­ne Groß­mutter. Sie ist im Mor­gen­man­tel. Das kann doch nicht wahr sein.” (Zitat aus “Geheim­na­me Eis­vo­gel” S.11) Ein beson­ders inni­ges Ver­hält­nis zu ihrer Groß­mutter hat Liv nicht. Wäh­rend ihr Großvater

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Neal Shusterman, Andrés Vera Martínez — Fenster in der Nacht: Geschichten der Hoffnung

11.Februar 2024

“Fens­ter in der Nacht: Geschich­ten der Hoff­nung” ist eine Gra­phic Novel des ame­ri­ka­ni­schen Autoren Neal Shus­ter­man (illus­triert von Andrés Vera Mar­tí­nez). Das Buch ent­hält fünf Kurz­ge­schich­ten über den Holo­caust, die auf eine Art und Wei­se geschrie­ben sind, wie sie noch nie erzählt wur­den! Der Autor ver­knüpft his­to­ri­sche Bege­ben­hei­ten mit einen Hauch von Fan­tas­tik. Was wäre, wenn…? Wenn plötz­lich Din­ge mög­lich gewe­sen wären, die gar nicht mög­lich sind? Din­ge, die Zuflucht, Ret­tung und vor allem Hoff­nung bedeu­ten? Wenn Men­schen aus Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern geret­tet wer­den kön­nen, weil die Legen­de des Golem leben­dig wird. Wenn eine Flucht von däni­schen Juden über das Meer rea­li­sier­bar ist, weil ein Stab aus Holz ver­sun­ke­ne Schif­fe aus dem Meer empor­tau­chen lässt. Wenn ein Fens­ter in der Nacht in einem Raum, in dem jüdi­sche Schwes­tern sich ver­steckt hal­ten, plötz­lich die Pfor­te zu einer ande­ren Welt wird. Ein bemer­kens­wer­tes, wich­ti­ges Buch, das ver­gan­ge­ne Ereig­nis­se aus einem ganz ande­ren Blick­win­kel beschreibt und den­noch his­to­ri­schen Kon­text und Bei­spie­le wah­rer Mensch­lich­keit in Zei­ten des Schre­ckens nach jedem Kapi­tel erklä­rend abbil­det. Ein­dring­lich, span­nend und uner­war­tet erzählt und vor allem für eine Ziel­grup­pe geschrie­ben, die sich mit dem The­ma Holo­caust viel­leicht noch nicht inten­siv aus­ein­an­der­ge­setzt hat. Ab 12 Jah­ren und für Erwachsene.

Drei jüdi­sche Schwes­tern, deren Eltern ins Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger gesteckt wur­den, und die von einer alten Dame in ihrem Haus ver­steckt wer­den. Aus dem Fens­ter dür­fen sie nicht schau­en. Nie­mand darf sie sehen. Die Vor­hän­ge sind zuge­zo­gen. Doch manch­mal spi­ckeln sie hin­aus. Und sehen etwas, durch das Fens­ter, das es eigent­lich gar nicht geben dürf­te… Als der Boten­jun­ge, der ihnen Essen bringt, sich ver­rät, kom­men ihnen

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Raquel J. Palacio, Erica S. Perl — White Bird: Wie ein Vogel

8.März 2023

“White Bird: Wie ein Vogel” ist das neu­es­te Buch von der ame­ri­ka­ni­schen Best­sel­ler­au­torin Raquel J. Pala­cio — wobei, wenn man es genau nimmt — die Autorin den Roman gar nicht geschrie­ben hat! Raquel J. Pala­cio hat­te die Idee für die 2019 erschie­ne­ne Gra­phic Novel “White Bird”, wel­che sie auch schrieb und zeich­ne­te, aber den Roman in Text­form hier­zu ver­fass­te nun die ame­ri­ka­ni­sche Autorin Eri­ca S. Perl. Ein Roman, der unab­hän­gig von Pala­ci­os Erfolgs­ti­tel “Wun­der” gele­sen wer­den kann, aber ein Spin-Off dazu ist. Juli­an, der August  in “Wun­der” mobb­te, bekommt von sei­ner Groß­mutter eine Geschich­te aus ihrer Ver­gan­gen­heit erzählt. Als jun­ges, jüdi­sches Mäd­chen hat die­se in Frank­reich wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs in der sich immer mehr zuspit­zen­de Lage, uner­war­tet Hil­fe erhal­ten. Aus­ge­rech­net ein Jun­ge, der immer nur geär­gert oder aus­ge­schlos­sen wur­de, setz­te sich für sie ein und half ihr über Mona­te hin­weg sich in einer Scheu­ne zu ver­ste­cken. Ein bemer­kens­wer­ter Roman über den Wider­stand, über Hilfs­be­reit­schaft und Mut. Ein gro­ßes Plä­doy­er für Mensch­lich­keit in Zei­ten des Schre­ckens. Ein abso­lut wich­ti­ges und wert­vol­les Buch! Bewe­gend und mit­rei­ßend geschrie­ben. Ver­fil­mung läuft bereits die­sen Som­mer in den Kinos an. Für jugend­li­che Leser ab 11 Jah­ren und Erwachsene.

Juli­an ist nicht stolz auf das, was er getan hat. Weil er einen Jun­gen gemobbt hat, muss­te er die Schu­le wech­seln. Dar­über spricht er auch mit sei­ner Groß­mutter: “Bei uns allen gibt es etwas im Leben, das wir bedau­ern. Denk ein­fach immer dar­an: Nicht unse­re Feh­ler bestim­men, wer wir sind, son­dern was wir tun, wenn wir aus ihren gelernt haben.” (Zitat aus “White Bird: Wie ein Vogel” S.13) Denn die Geschich­te eines Außen­sei­ters, eines Jun­gen, der von sei­nen Mit­schü­lern geär­gert wur­de, die kennt auch sei­ne Grand­mè­re. Aus ihrer eige­nen Jugend. Und weil Juli­an nun für die Schule

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Frank Schwieger — Kinder unterm Hakenkreuz: Wie wir den Nationalsozialismus erlebten

7. Febru­ar 2023

Der deut­sche Autor und Leh­rer Frank Schwie­ger, der Latein und Geschich­te stu­dier­te, hat mit “Kin­der unterm Haken­kreuz: Wie wir den Natio­nal­so­zia­lis­mus erleb­ten” ein bio­gra­fi­sches Sach­buch geschrie­ben, das Kin­dern die Zeit des Drit­ten Reichs und des Zwei­ten Welt­kriegs ver­ständ­lich erläu­tert. Neben eini­gen beglei­ten­den Sach­in­for­ma­tio­nen, zahl­rei­chen Abbil­dun­gen und Steck­brie­fen wer­den zehn Kin­der in den Mit­tel­punkt gestellt, die ihre eige­nen Geschich­ten erzäh­len. Wie sie die Zeit damals erlebt, wel­che Fra­gen sie sich gestellt und wel­ches Leid sie erfah­ren haben, aber auch wel­che Hilfs­be­reit­schaft und Mensch­lich­keit sie erle­ben durf­ten, um all das zu über­ste­hen. Ein sehr lehr­rei­ches, schön illus­trier­tes und bewe­gen­des Buch, das auch einer jün­ge­ren Ziel­grup­pe die­se Zeit näher­bringt. Auch per­fekt für den Schul­un­ter­richt geeig­net. Für Jugend­li­che ab 10 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Zehn Kin­der. Zehn Schick­sa­le. Zehn Geschich­ten. (1) Die 11-jäh­ri­ge Erna, die 1933 in Nord­deutsch­land lebt, liebt den Schuh­la­den von Esther Blum, genannt “Blüm­chen”, und die Besit­ze­rin ganz beson­ders: “Blüm­chen war eine älte­re Dame, bestimmt schon über fünf­zig Jah­re alt. Und sie war im gan­zen Vier­tel beliebt, beson­ders bei uns Kin­dern.” (Zitat S.14) Für Erna ist sie wie eine Oma, bei der sie sich auch mal aus­heu­len kann und die ihr immer ein Him­beer­bon­bon zusteckt. Doch jetzt wird von der neu­en Regie­rung dazu auf­ge­ru­fen am Sonnabend

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Liz Kessler — Als die Welt uns gehörte

Kasimira2.Juni 2022

“Als die Welt uns gehör­te” ist der neu­es­te Roman der bri­ti­schen Autorin Liz Kess­ler, die vor allem durch ihre “Emi­ly Winds­nap”-Rei­he bekannt wur­de. Dass die Schrift­stel­le­rin aber auch erns­te The­ma­ti­ken mit Bra­vour umzu­set­zen ver­mag, beweist sie in die­sem Buch und erzählt die Geschich­te drei­er Jugend­li­cher, die durch den begin­nen­den Krieg aus­ein­an­der­ge­ris­sen wer­den. Ein Roman über den Holo­caust, über (jüdi­sche und nicht-jüdi­sche) Jugend­li­che, die in die­ser Zeit erwach­sen wer­den, über Zusam­men­halt und Freund­schaft in Zei­ten des Schre­ckens. Das wohl per­sön­lichs­te Buch der Autorin, die in Tei­len die Lebens­ge­schich­te ihrer eige­nen Fami­lie ver­ar­bei­tet, die wäh­rend des Krie­ges und nur durch einen Zufall nach Groß­bri­tan­ni­en flie­hen konn­te. Ein­dring­lich, bewe­gend und mit einer sehr kla­ren Spra­che erzählt. Ide­al um sich als Ein­stieg mit die­ser The­ma­tik aus­ein­an­der­zu­set­zen. Her­vor­ra­gend auch als Klas­sen­lek­tü­re oder für eine Buch­vor­stel­lung geeig­net. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Öster­reich. Seit ihrer Ein­schu­lung sind sie die bes­ten Freun­de: Leo, Elsa und Max. Zu sei­nem Geburts­tag darf sich Leo etwas wün­schen und ver­bringt mit sei­nem Vater und sei­nen bei­den bes­ten Freun­den einen Tag im Pra­ter, dem Ver­gnü­gungs­park Wiens. Zusam­men fah­ren sie sogar Rie­sen­rad, ein ein­ma­li­ges Erleb­nis für die Freun­de. “Es war mein neun­ter Geburts­tag und der schöns­te Tag mei­nes Lebens, der aller­schöns­te.” (Zitat aus “Als die Welt uns gehör­te” S.13) Sie haben unge­mein viel Spaß und ler­nen durch Zufall ein bri­ti­sches Ehe­paar ken­nen, als Leo ver­se­hent­lich stol­pert und

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Lucy Adlington — Das rote Band der Hoffnung

Kasimira4.Oktober 2021

“Das rote Band der Hoff­nung” von der bri­ti­schen Autorin Lucy Adling­ton ist ein Roman über den Holo­caust. Die Geschich­te eines jun­gen, jüdi­schen Mäd­chens, das ins Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ausch­witz kommt und durch ihr hand­werk­li­ches Talent Arbeit in einer Nähe­rei erhält. Wird ihr Traum eines Tages einen eige­nen Mode­la­den zu eröff­nen nun uner­füll­bar blei­ben? Ein har­ter Kampf ums Über­le­ben beginnt. Denn erst ein­mal muss sie Ausch­witz über­ste­hen. Ein Buch über Träu­me, über Zusam­men­halt und Freund­schaft, über Mensch­lich­keit in Zei­ten des Schre­ckens und die Hoff­nung, die man nie­mals ver­lie­ren darf. Authen­tisch, sen­si­bel und äußerst berüh­rend erzählt. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Das Nähen hat die 14-jäh­ri­ge Ella von ihrer Groß­mutter gelernt, bei der sie auf­ge­wach­sen ist. Schö­ne Erin­ne­run­gen hat sie an ihre gemein­sa­me Arbeit in der Näh­stu­be. Doch nun ist der Krieg auch in ihre Stadt gekom­men und man hat sie mit­ge­nom­men. Weil sie Jüdin ist. Ella lan­det im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ausch­witz-Bir­ken­au. Doch sie hat Glück. Nach den ers­ten drei Wochen vol­ler Grau­en bekommt sie

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Reiner Engelmann — “Alodia, du bist jetzt Alice!”

20.Oktober 2019

“Alo­dia, du bist jetzt Ali­ce!” ist das neu­es­te Buch des deut­schen Autoren Rei­ner Engel­mann. Ein auto­bio­gra­fi­scher Roman über den Holo­caust, über Kin­der­raub und Zwangs­ad­ap­ti­on im Natio­nal­so­zia­lis­mus. Eine sehr gut recher­chier­te Geschich­te mit vie­len zusätz­li­chen Erläu­te­run­gen und Foto­gra­fien. Ein Lebens­zeug­nis, das ergrei­fend, erschre­ckend und doch so wahr ist. Ein Buch gegen das Ver­ges­sen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Polen wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs. Hier lebt die pol­ni­sche Fami­lie Wit­aszek. Der Vater, Fran­cis­zek Wit­aszek — ein ange­se­he­ner Arzt und Wis­sen­schaft­ler — jedoch im Gehei­men Teil einer Wider­stands­grup­pe, wird eines Tages fest­ge­nom­men und schließ­lich umge­bracht. Die Mut­ter — Hali­na Wit­aszek, wird auch ver­haf­tet und wie­der frei gelas­sen und dann wie­der ver­haf­tet. Lan­det letzt­end­lich in Aus­schwitz. Ihre fünf gemein­sa­men Kin­der wer­den auf ver­schie­de­ne Ver­wand­ten ver­teilt. Die Schwes­tern Alo­dia und Daria landen 

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Marcin Szczygielski — Flügel aus Papier

Marcin Szczygielski Flügel aus Papier26.August 2017

“Flü­gel aus Papier” des pol­ni­schen Autoren Mar­cin Szc­zy­giel­ski ist ein Kin­der­buch, das den Holo­caust zum The­ma macht und des­sen Haupt­fi­gur tat­säch­lich exis­tiert hat, auch wenn der Autor noch ein wenig sei­ne Fan­ta­sie hat spie­len las­sen. Ein bewe­gen­der Roman über das Leben in einem pol­ni­schen Ghet­to, einen Groß­va­ter, der für sei­nen Enkel alles tut, Freund­schaft und Mensch­lich­keit. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Kin­der ab 10 Jah­re und Erwachsene.

1942. Der 8‑jährige Rafal lebt mit sei­nem Groß­va­ter in War­schau. In einem Ghet­to. Und das schon seit eini­ger Zeit. Sei­ne Eltern sind nach Afri­ka aus­ge­wan­dert, um dort ein Haus zu bau­en. Sie woll­ten Geld schi­cken, damit Rafal und sein Groß­va­ter nach­kom­men könn­ten. Doch dann kam der Krieg dazwi­schen. Anfangs kamen noch Brie­fe. Spä­ter hat man die Post nicht mehr in das Ghet­to hin­ein­ge­las­sen. “Mir kommt es so vor, als habe ich schon immer hier gelebt. Als wäre der Bezirk schon immer da, als gebe es schon immer zu wenig zu essen und zu vie­le Men­schen. Als wäre schon immer Krieg und als dür­fe man unter kei­nen Umstän­den ver­ges­sen, sich zu fürch­ten, selbst wenn man gar kei­ne Angst hat.” (Zitat aus “Flü­gel aus Papier” Sei­te 28). Rafals Groß­va­ter, der frü­her ein sehr bekann­ter Gei­ger war, spielt oft auf der Stra­ße, um ihnen den Lebens­un­ter­halt zu sichern. Sei­ne Gei­ge ist sehr wert­voll, sie ist der kost­bars­te Gegen­stand, den er noch hat. Ein­mal woll­te sie ihm jemand für viel Geld abkau­fen, aber Rafals Groß­va­ter hat abge­lehnt. Jetzt möch­te er, dass sein Enkel “in die Feri­en fährt”. Außer­halb des Ghettos

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