Schlagwort Archiv: Holocaust

Lucy Adlington — Das rote Band der Hoffnung

Kasimira4.Oktober 2021

Das rote Band der Hoff­nung” von der bri­ti­schen Autorin Lucy Adling­ton ist ein Roman über den Holo­caust. Die Geschich­te eines jun­gen, jüdi­schen Mäd­chens, das ins Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ausch­witz kommt und durch ihr hand­werk­li­ches Talent Arbeit in einer Nähe­rei erhält. Wird ihr Traum eines Tages einen eige­nen Mode­la­den zu eröff­nen nun uner­füll­bar blei­ben? Ein har­ter Kampf ums Über­le­ben beginnt. Denn erst ein­mal muss sie Ausch­witz über­ste­hen. Ein Buch über Träu­me, über Zusam­men­halt und Freund­schaft, über Mensch­lich­keit in Zei­ten des Schre­ckens und die Hoff­nung, die man nie­mals ver­lie­ren darf. Authen­tisch, sen­si­bel und äußerst berüh­rend erzählt. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Das Nähen hat die 14-jäh­ri­ge Ella von ihrer Groß­mutter gelernt, bei der sie auf­ge­wach­sen ist. Schö­ne Erin­ne­run­gen hat sie an ihre gemein­sa­me Arbeit in der Näh­stu­be. Doch nun ist der Krieg auch in ihre Stadt gekom­men und man hat sie mit­ge­nom­men. Weil sie Jüdin ist. Ella lan­det im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ausch­witz-Bir­ken­au. Doch sie hat Glück. Nach den ers­ten drei Wochen vol­ler Grau­en bekommt sie… Weiterlesen!

Reiner Engelmann — “Alodia, du bist jetzt Alice!”

20.Oktober 2019

Alo­dia, du bist jetzt Ali­ce!” ist das neu­es­te Buch des deut­schen Autoren Rei­ner Engel­mann. Ein auto­bio­gra­fi­scher Roman über den Holo­caust, über Kin­der­raub und Zwangs­ad­ap­ti­on im Natio­nal­so­zia­lis­mus. Eine sehr gut recher­chier­te Geschich­te mit vie­len zusätz­li­chen Erläu­te­run­gen und Foto­gra­fien. Ein Lebens­zeug­nis, das ergrei­fend, erschre­ckend und doch so wahr ist. Ein Buch gegen das Ver­ges­sen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Polen wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs. Hier lebt die pol­ni­sche Fami­lie Wit­aszek. Der Vater, Fran­cis­zek Wit­aszek — ein ange­se­he­ner Arzt und Wis­sen­schaft­ler — jedoch im Gehei­men Teil einer Wider­stands­grup­pe, wird eines Tages fest­ge­nom­men und schließ­lich umge­bracht. Die Mut­ter — Hali­na Wit­aszek, wird auch ver­haf­tet und wie­der frei gelas­sen und dann wie­der ver­haf­tet. Lan­det letzt­end­lich in Aus­sch­witz. Ihre fünf gemein­sa­men Kin­der wer­den auf ver­schie­de­ne Ver­wand­ten ver­teilt. Die Schwes­tern Alo­dia und Daria landen … Weiterlesen!

Marcin Szczygielski — Flügel aus Papier

Marcin Szczygielski Flügel aus Papier26.August 2017

Flü­gel aus Papier” des pol­ni­schen Autoren Mar­cin Szc­zy­gie­l­ski ist ein Kin­der­buch, das den Holo­caust zum The­ma macht und des­sen Haupt­fi­gur tat­säch­lich exis­tiert hat, auch wenn der Autor noch ein wenig sei­ne Fan­ta­sie hat spie­len las­sen. Ein bewe­gen­der Roman über das Leben in einem pol­ni­schen Ghet­to, einen Groß­va­ter, der für sei­nen Enkel alles tut, Freund­schaft und Mensch­lich­keit. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Kin­der ab 10 Jah­re und Erwachsene.

1942. Der 8‑jährige Rafal lebt mit sei­nem Groß­va­ter in War­schau. In einem Ghet­to. Und das schon seit eini­ger Zeit. Sei­ne Eltern sind nach Afri­ka aus­ge­wan­dert, um dort ein Haus zu bau­en. Sie woll­ten Geld schi­cken, damit Rafal und sein Groß­va­ter nach­kom­men könn­ten. Doch dann kam der Krieg dazwi­schen. Anfangs kamen noch Brie­fe. Spä­ter hat man die Post nicht mehr in das Ghet­to hin­ein­ge­las­sen. “Mir kommt es so vor, als habe ich schon immer hier gelebt. Als wäre der Bezirk schon immer da, als gebe es schon immer zu wenig zu essen und zu vie­le Men­schen. Als wäre schon immer Krieg und als dür­fe man unter kei­nen Umstän­den ver­ges­sen, sich zu fürch­ten, selbst wenn man gar kei­ne Angst hat.” (Zitat aus “Flü­gel aus Papier” Sei­te 28). Rafals Groß­va­ter, der frü­her ein sehr bekann­ter Gei­ger war, spielt oft auf der Stra­ße, um ihnen den Lebens­un­ter­halt zu sichern. Sei­ne Gei­ge ist sehr wert­voll, sie ist der kost­bars­te Gegen­stand, den er noch hat. Ein­mal woll­te sie ihm jemand für viel Geld abkau­fen, aber Rafals Groß­va­ter hat abge­lehnt. Jetzt möch­te er, dass sein Enkel “in die Feri­en fährt”. Außer­halb des Ghettos… Weiterlesen!

Das neue Thema des Monats Mai: Holocaust…

Im Zwei­ten Weltkrieg…

Michael Gruenbaum Todd Hasak-Lowy Wir sind die Adler Eine Kindheit in Theresienstadt…wur­de die Ver­trei­bung und Ver­nich­tung von Juden von den Natio­nal­so­zia­lis­ten offi­zi­ell mit den Wor­ten die “End­lö­sung der Juden­fra­ge” umschrie­ben. In ganz Euro­pa wur­den Men­schen jüdi­schen Glau­bens in Ghet­tos und Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger gebracht. Unzäh­li­ge muss­ten dort ihr Leben las­sen. Auch in der Jugend­li­te­ra­tur set­zen sich vie­le Bücher mit die­sem The­ma aus­ein­an­der. Sie erzäh­len fik­ti­ve oder auch wah­re Geschich­ten aus jener Zeit. Wol­len in Erin­ne­rung rufen, was war und davor war­nen, dass so etwas nie wie­der pas­sie­ren darf. Sie zei­gen Ter­ror und Schre­cken, aber auch … Weiterlesen!

David Safier — 28 Tage lang

David Safier 28 Tage

5.September 2015

28 Tage lang” ist der neu als Taschen­buch erschie­ne­ne Roman des deut­schen Schrift­stel­ler David Safier. Wäh­rend er vor allem durch sei­ne eher komö­di­an­ti­sche Erzähl­art, wie zum Bei­spiel in “Mie­ses Kar­ma” oder “Jesus liebt mich” bekannt wur­de, wid­met er sich in sei­nem aktu­el­len Buch einem für ihn unge­wohnt erns­ten The­ma: er schil­dert das Leben eines jüdi­schen Mäd­chens im War­schau­er Ghet­to zur Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus. Authen­tisch. Bewe­gend. Und trotz aller Tra­gik sehr unter­halt­sam zu lesen. Gera­de für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren, die viel­leicht noch nie etwas über die­ses The­ma gele­sen haben und sich dem annä­hern möch­ten, sowie für Erwach­se­ne.

War­schau. Im Jah­re 1943. Die 16-jäh­ri­ge Mira tut etwas Ver­bo­te­nes. Regel­mä­ßig. Und unter Ein­satz ihres Lebens. Sie schleicht sich heim­lich aus dem Ghet­to, in das sie und ihre jüdi­sche Fami­lie gesteckt wur­den und besorgt im pol­ni­schen Teil der Stadt Lebens­mit­tel, um ihre jün­ge­re Schwes­ter Han­nah und ihre depres­si­ve Mut­ter zu ver­sor­gen. Denn sonst wür­den sie ver­hun­gern. Ihr Vater, ein ehe­mals ange­se­he­ner Arzt, hat sich aus Ver­zweif­lung das Leben genom­men und Miras älte­rer Bru­der ist zur Juden­po­li­zei über­ge­wech­selt, die für beson­de­re Grau­sam­kei­ten bekannt ist. Wenn sie sich nicht um die rest­li­che Fami­lie küm­mern wür­de, wür­de es nie­mand tun. Vor allem ihre klei­ne Schwester… Weiterlesen!

John Boyne — Der Junge im gestreiften Pyjama

John Boyne Der Junge im gestreiften Pyjama1. Janu­ar 2015

Der Jun­ge im gestreif­ten Pyja­ma” des iri­schen Autoren John Boy­ne ist fast schon ein moder­ner Klas­si­ker, wenn es um das The­ma “Holo­caust” geht. Ein bemer­kens­wer­ter Roman, der den Autor in aller Welt (es wur­de in 46 Spra­chen über­setzt!) bekannt mach­te und über­all sehr gute Kri­ti­ken bekam. Das wahr­lich beson­de­re an dem Roman: er erzählt die Geschich­te aus der Sicht eines 9‑jährigen Jun­gen, der den Ernst der Situa­ti­on um sich her­um gar nicht so rich­tig begreift, ihn sei­nem Leser aber dadurch unwei­ger­lich umso näher bringt. Ein Roman über das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger in Ausch­witz, eine Geschich­te über Freund­schaft und Mensch­lich­keit. Inten­siv, nach­denk­lich machend, über­aus bewe­gend! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und vor allem für Erwachsene.

Bru­no ist neun Jah­re alt. Er ist klug, höf­lich und ver­sucht immer ehr­lich zu sich zu sein. Er lebt mit sei­ner Mut­ter, sei­nem Vater, einem erfolg­rei­chen Mann, des­sen Beruf er sich aber nicht so recht erklä­ren kann und sei­ner Schwes­ter, die für ihn ein hoff­nungs­lo­ser Fall ist, in Ber­lin. Am liebs­ten rutscht er das Trep­pen­ge­län­der hin­un­ter oder spielt mit sei­nen drei bes­ten Freun­den. Bis der Vater eines Tages… Weiterlesen!