Gry Kappel Jensen — Tochter des Nebelwalds

6.Februar 2026

Die däni­sche Autorin Gry Kap­pel Jen­sen, die mit ihrer “Rosen­holm”-Tri­lo­gie bekannt wur­de, legt neu­en Lese­stoff nach: “Toch­ter des Nebel­walds” ist für eine etwas jün­ge­re Ziel­grup­pe (ab 12 Jah­ren) gedacht und stellt ein jun­ges Mäd­chen in den Mit­tel­punkt, das mit ihrer Schwes­ter Linn und ihrem Vater am Wald­rand in einer klei­nen Hüt­te lebt. Sie lei­den täg­lich Hun­ger und kämp­fen ums Über­le­ben. War­um ver­bie­tet der Vater den bei­den Mäd­chen in den Wald zu gehen? Als sie schließ­lich auf­bre­chen, um in der Stadt ein bes­se­res Leben anzu­fan­gen, ver­schwin­det der Vater im Wald und die Mäd­chen sto­ßen auf ein Haus, in dem eine Frau namens Nebu­la wohnt. Sie lebt dort mit ande­ren Kin­dern, nimmt Ava und Linn bereit­wil­lig auf. Doch war­um ver­steckt Nebu­la Linn vor ihrer Schwes­ter in ihrer Kam­mer und lässt sich nicht mehr raus? Ist Nebu­la etwa eine Hexe…? Ein fan­tas­ti­scher Roman vol­ler Düs­ter­keit und Mär­chen­haf­tig­keit, ein­dring­lich, atmo­sphä­risch und sehr unter­halt­sam erzählt. Mit “Kra­bat”- und “Hän­sel und Gre­tel”-Vibes. Der ers­te Band der “Even­tyr”-Saga, der aber auch in sich abge­schlos­sen gele­sen wer­den kann. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Ava und ihre klei­ne Schwes­ter Linn leben mit ihrem Vater in einer Hüt­te am Wald­rand. Letz­te­re hat der Schrei­ner selbst gebaut. Im Tür­rah­men sind Bann­zei­chen geritzt, die der Vater dort ange­bracht hat. “Im Haus waren sie sicher, das Böse konn­te sie nicht errei­chen. Den­noch betrach­te­te Ava das Haus jetzt mit gemisch­ten Gefüh­len. Es war ihr Zufluchts­ort, doch manch­mal fühl­te es sich an wie ein Käfig, in dem sie gefan­gen gehal­ten wur­den.” (Zitat aus “Toch­ter des Nebel­walds” S.24) Sie lei­den täg­lich Hun­ger und müssen

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Skye McKenna — Cassandra Morgan: Der goldene Schlüssel

27.Dezember 2025

“Cas­san­dra Mor­gan: Der gol­den Schlüs­sel” ist der ers­te Band einer geplan­ten Tri­lo­gie der aus­tra­li­schen Autorin Skye McKen­na (die aber mitt­ler­wei­le in Schott­land lebt). Ein Fan­ta­sy­ro­man, der ein jun­ges Mäd­chen in den Mit­tel­punkt stellt, das seit sie­ben Jah­ren in einem für sie schreck­li­chen Inter­nat lebt und noch immer dar­an glaubt, dass ihre Mut­ter, die vor eben jenen sie­ben Jah­ren spur­los ver­schwand, eines Tages wie­der auf­tau­chen wird. Doch dann erfährt sie eines Tages, dass sie doch noch eine Ver­wand­te hat. Eine Tan­te. Die sogar eine Hexe ist. Cas­san­dra stammt aus einer gan­zen Fami­lie vol­ler Hexen! Bald wird sie flei­ßig unter­rich­tet, um ihre Hexen­prü­fung abzu­le­gen. Aber ihre Tan­te warnt sie davor, den Hag, den ältes­ten Wald Eng­lands zu betre­ten. Dahin­ter liegt das Land Fai­rie, aus dem das Böse kommt. Für Cas­san­dra ist klar, dass dort ihre Mut­ter zu fin­den ist. Und was ist mit den gan­zen Kin­dern, die in letz­ter Zeit ver­schwin­den? Natür­lich bricht Cas­san­dra die Regeln und wagt sich in den Wald hin­ein… Eine char­man­te Fan­ta­sy-Welt eröff­net sich, die unter­halt­sam und sehr ein­falls­reich geschrie­ben ist und die Her­zen von Hexen­ge­schich­ten-Fans höher schla­gen lässt. Für Jugend­li­che ab 10 Jahren.

Die 12-jäh­ri­ge Cas­san­dra Mor­gan liebt Bücher. Doch das Inter­nat, das sie besucht, das äußer­lich einem Gefäng­nis gleicht und sich auch so anfühlt, hat in der Biblio­thek kaum etwas zu bie­ten. “In der Biblio­thek von Fowell House stan­den nur lang­wei­li­ge Schul­bü­cher, oben­drein war jeg­li­che Lek­tü­re, die sich nicht auf den Unter­richt bezog, ver­bo­ten.” (Zitat aus “Cas­san­dra Mor­gan: Der gol­de­ne Schlüs­sel” S.12) Des­halb hat sie eine heimliche

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Sara Wolf — Heartless: Der Kuss der Diebin

Kasimira25.März 2022

“Heart­less: Der Kuss der Die­bin” ist nicht nur das ers­te Buch der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Sara Wolf, das ins Deut­sche über­setzt wur­de, son­dern zugleich auch ihr in Erfül­lung gegan­ge­ner Wunsch­traum, den sie im Alter von 13 Jah­ren hat­te — ein­mal eine Fan­ta­sy­tri­lo­gie zu schrei­ben. Der Roman ist somit der Auf­takt einer drei­bän­di­gen Rei­he und ent­führt sei­ne Leser in ein fer­nes König­reich, in dem gegen Hexen gekämpft wird und in wel­chem ein “herz­lo­ses” Mäd­chen, um ihr eige­nes Leben wie­der­zu­be­kom­men, nichts Gerin­ge­res tun muss, als dem — nach einer Frau suchen­den — Prin­zen sei­nes zu steh­len. Eine rebel­li­sche Ver­si­on von “Sel­ec­tion”, mit einer star­ken, taf­fen Hel­din. Unter­halt­sam, roman­tisch und fes­selnd. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Die 16-jäh­ri­ge Zera ist schon seit drei Jah­ren ohne Herz und muss einer Hexe die­nen. “Ich has­se Night­sin­ger nicht dafür, dass sie mein Herz genom­men hat, trotz allem, was das für mei­nen Kör­per und mei­ne See­le bedeu­tet. Wie könn­te ich? Sie hat mich vor den Ban­di­ten geret­tet, die mei­ne Fami­lie ermor­det haben, vor der Dun­kel­heit des Todes, und seit­dem die­ne ich ihr.” (Zitat aus “Heart­less: Der Kuss der Die­bin” S.29) Zeras Herz steht in einem Glas auf dem Kamim­sims der Hexe, das mit einem Zau­ber ver­se­hen ist, sodass sie es nicht öff­nen kann. Eigent­lich wäre Zera jetzt 

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Kelly Barnhill — Das Mädchen, das den Mond trank

Kasimira29.April 2020

“Das Mäd­chen, das den Mond trank” von der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Kel­ly Barnhill ist ein fan­tas­ti­scher Roman, der in ein Land wie aus einem Mär­chen ent­führt, von (angeb­lich) bösen Hexen berich­tet, von Mond­licht­ma­gie und einem ganz beson­de­ren, klei­nen Mäd­chen. Eine Geschich­te über den Mut ande­re Wege zu gehen, die Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät und die nach der Wahr­heit. Ein wirk­lich schö­nes Buch! Mit der rich­ti­gen Mischung aus Fan­ta­sie, Humor und Klug­heit erzählt. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Leser ab 10 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Es war ein­mal ein klei­nes Städt­chen — die Trau­ri­ge Stadt oder das Pro­tek­to­rat genannt — das zwi­schen einem rie­sen­gro­ßen Sumpf und einem bös­ar­ti­gen Wald lag. Die­ser barg die größ­ten Gefah­ren und konn­te nur auf einer Allee durch­quert wer­den. “Die Allee gehör­te Ältes­ten­rats­vor­ste­her Gher­land, und sei­ne Kol­le­gen durf­ten auch dar­an teil­ha­ben. Dem Ältes­ten­rat gehör­te auch der Sumpf. Und die Obst­gär­ten. Und jedes Haus im Pro­tek­to­rat.” (Zitat aus “Das Mäd­chen, das den Mond trank” S.10) Das arme Volk lebt von den Erzeug­nis­sen des Sump­fes, vom Schilf, aus denen sie sich die Schu­he fer­ti­gen, vom Sumpf­brei, den sie ihren Kin­dern zu essen geben, in der Hoff­nung, die­se mögen groß und stark wer­den. Wirk­lich groß und stark wer­den aller­dings nur 

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Antonia Michaelis — Hexenlied

9.August 2019

“Hexen­lied” ist das neu­es­te Buch der deut­schen Autorin und Sprach­vir­tuo­sin Anto­nia Michae­lis. Eine Geschich­te über eine Schul­klas­se, die dabei ist ein beson­de­res Thea­ter­stück ein­zu­üben, des­sen Gren­zen zwi­schen Rea­li­tät und Auf­füh­rung lang­sam ver­schwim­men. Inmit­ten ein Mäd­chen, eine Außen­sei­te­rin, die einer Hexe gleicht. Und ein Jun­ge, der dazu­ge­hört und doch irgend­wie nicht. Ein schön cho­reo­gra­fier­ter Roman mit einer außer­ge­wöhn­li­chen Spra­che. Kei­ne Null-acht-fünf­zehn-Geschich­te. Für rei­fe Jugend­li­che ab 14 Jah­ren, die Spaß an Geschich­ten mit Anspruch haben und für Erwachsene.

Lilith ist eine Außen­sei­te­rin. “…ein dün­nes Mäd­chen in schwar­zen Jeans und einem zu gro­ßen schwar­zen Strick­pull­over.” (Zitat aus “Hexen­lied” S.12). Sie ist meist für sich. Betei­ligt sich an kei­nen Gesprä­chen. Schreibt aber die bes­ten Noten. Manch­mal sieht man sie mit einem Buch im Pau­sen­hof sit­zen. Tim hin­ge­gen gehört dazu. Er hat Freun­de. Lars, Wen­zel, Ninon und Otis. Sie spie­len sogar in einer Band. zusam­men. Doch der Schein trügt. “Tim hat­te sich immer Mühe gege­ben, zu sein wie sie. Ein har­tes Stück Arbeit.” (Zitat S.29) Denn Tim ver­birgt ein Geheim­nis vor den ande­ren. Es gibt etwas, das ihn

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