Schlagwort Archiv: Glücksdrachenzeit

Katrin Zipse — Glücksdrachenzeit

Kasimira17.Januar 2019

Ein beson­de­res Klein­od aus dem Magel­lan-Ver­lag ist der Roman “Glücks­dra­chen­zeit” von der deut­schen Autorin Kat­rin Zip­se. Ein Road­mo­vie, ein wag­hal­si­ges, tur­bu­len­tes Aben­teu­er, eine Suche nach dem ver­schwun­de­nen Bru­der und zugleich das Fin­den von jede Men­ge glück­rei­cher Momen­te. Humor­voll, bewe­gend, tief­grün­dig, anders. Und lesens­wert! Die Autorin hat 2014 dafür den Thad­dä­us-Troll-Preis erhal­ten. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Nachts hat er sich noch von ihr ver­ab­schie­det. Kol­ja, Nel­lies drei Jah­re älte­rer Bru­der. Dann ist er ein­fach davon­ge­fah­ren. Nach Süd­frank­reich. Sei­nen Eltern hat er einen Brief da gelas­sen, dass er nie so sein wird, wie sie ihn haben wol­len und dass er es nicht ändern kann. Mit einem Freund hat er frü­her mal Can­na­bis ange­baut und ist des­we­gen von der Schu­le geflo­gen. Doch für Nel­lie war ihr Bru­der alles. Ihre Stüt­ze, ihr Halt. Nachts, wenn die schlim­men Gedan­ken kamen und sie nicht ein­schla­fen konn­te, hat er ihr immer Geschich­ten erzählt, um sie abzu­len­ken. Und jetzt ist Kol­ja ein­fach weg. Als Nel­lies labi­le Mut­ter… Weiterlesen!

Katrin Zipse — Die Quersumme von Liebe

Katrin Zipse Die Quersumme von Liebe25.Juni 2015

Thad­dä­us-Troll-Preis­trä­ge­rin Kat­rin Zip­se legt mit “Die Quer­sum­me von Lie­be” ihren nächs­ten Roman vor. Gekonnt und auf ihre beson­de­re, tief­grün­di­ge Art erzählt sie von einem alten Fami­li­en­ge­heim­nis, der Sehn­sucht nach Sicher­heit und der Lie­be. Zutiefst ergrei­fend. Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren, die auch mit ein wenig anspruchs­vol­le­rer Lite­ra­tur etwas anfan­gen kön­nen und Erwach­se­ne.

In der Grund­schu­le hat die nun 16-jäh­ri­ge Luzie damit ange­fan­gen. Mit dem Zäh­len. Sie zähl­te die Tage, bis Robert, der neue, unbe­lieb­te Freund ihrer Mut­ter wie­der aus­zie­hen wür­de (es waren letzt­end­lich 1080 Tage). Bis ihr frisch auf die Welt gekom­me­ne Halb­bru­der Aaron, mit dem der unbe­lieb­te Freund die Mut­ter zurück­ge­las­sen hat­te, wie­der ver­schwin­den wür­de (“Am ein­tau­send­ein­hun­dertundein­und­zwan­zigs­ten Tag gab ich das Wün­schen auf, weil ich kei­ne Hoff­nung mehr hat­te. Aaron blieb. Aber ich zähl­te wei­ter. Man wuss­te ja nie.” Zitat aus “Die Quer­sum­me von Lie­be”, S.18). Im Alter von neu­en Jah­ren ent­deck­te Luzie, als sie in der Schu­le das Divi­die­ren lernt, dass hin­ter den Zah­len noch ein viel grö­ße­res Sys­tem liegt. Dazu muss­te sie nicht ein­mal die Tage zäh­len. Es reich­te auch ein Datum oder die Anzahl von Regen­schir­men oder ein Auto­kenn­zei­chen. Sie nahm jene Zahl und teil­te sie durch deren Quer­sum­me. Ist das Ergeb­nis eine gera­de, wird alles gut. Ist eine Zahl nach dem Kom­ma vor­han­den, wird zwar kei­ne rie­sen­gro­ße Kata­stro­phe ein­tre­ten, aber opti­mal wird das Ereig­nis, auf wel­ches sie sich bezieht, nicht lau­fen. Die Kata­stro­phe tritt erst dann ein, wenn … Weiterlesen!