Schlagwort Archiv: Freies Geistesleben

Jan De Leeuw — Babel

Jan De Leeuw - Babel6.Oktober 2018

Der preis­ge­krön­te, bel­gi­sche Autor Jan De Lee­uw hat mal wie­der ein neu­es Buch her­aus­ge­bracht: “Babel” ist ein Roman über das Stre­ben nach Macht und Erfolg, Reich­tum und die Schat­ten­sei­ten, die ein jedes (Bau-)Werk ent­ste­hen lässt. Eine Geschich­te über Ter­ro­ris­mus, Glau­ben und die Zer­brech­lich­keit des Lebens. Mit­ten dar­in ein jun­ges Mäd­chen auf dem Weg nach oben. Ein bril­lan­tes Gesell­schafts­ge­flecht und ein Ent­wick­lungs­ro­man der beson­de­ren Art. Phi­lo­so­phisch ange­haucht, mit Tief­gang und Anspruch erzählt. Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren und vor allem für Erwach­se­ne.

Der knapp 70-jäh­ri­ge Abra­ham Babel ist einer der ver­mö­gends­ten und ein­fluss­reichs­ten Män­ner des gan­zen Lan­des. Und er hat einen Turm gebaut. Einer so hoch, wie noch nie zuvor. “Als die Bau­plä­ne für den Turm bekannt wur­den, brach ein Sturm von Pro­tes­ten los. […] Man ver­gaß aller­dings: Der Auf­trag­ge­ber war Abra­ham Babel. Und Babels Wil­le war Gesetz. Sei­ne Geg­ner hat­ten zwar recht und zudem die öffent­li­che Mei­nung auf ihrer Sei­te, aber Babel besaß die Mit­tel. Bevor die Stadt sich von dem Schock erholt hat­te, dass die Bau­plä­ne geneh­migt wor­den waren, hat­ten die Arbei­ten bereits begon­nen.” (Zitat aus “Babel” S.11) Jetzt ist “Babel” mit sei­nen 330 Stock­wer­ken das Zen­trum der Macht. Abra­ham Babel hat für Weiterlesen!

Graham Gardner — Im Schatten der Wächter

Graham Gardner - Im Schatten der Wächter 7.Mai 2017

Für sein Erst­lings­werk “Im Schat­ten der Wäch­ter” wur­de der bri­ti­sche Autor Gra­ham Gard­ner 2005 zu Recht mit dem Deut­schen Jugend­li­te­ra­tur­preis aus­ge­zeich­net (Preis der Jugend­ju­ry). Anläss­lich des 70-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums des Ver­lags Frei­es Geis­tes­le­ben erscheint das Buch nun in einem neu­en Gewand. Eine Geschich­te über Gewalt, Mob­bing und die Mecha­nis­men von Macht. Ein her­aus­ra­gen­des, span­nungs­ge­la­de­nes Buch, das man nahe­zu in einem Zug ver­schlin­gen möch­te. Ein­dring­lich und tief­grün­dig geschrie­ben. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Elli­ot lebt in stän­di­ger Angst. Und die­se Angst hört ein­fach nicht auf. Auch nicht jetzt, an sei­ner neu­en Schu­le. Jetzt nach dem Umzug sei­ner Fami­lie. Denn Elli­ot wur­de an sei­ner alten Schu­le aufs Übels­te gemobbt: “Es fing mit Klei­nig­kei­ten an. Ein Tritt in sei­ne Fer­sen, als er den Flur ent­lan­glief. Ein Schlag auf den Hin­ter­kopf im Klas­sen­zim­mer. […] Er wuss­te nicht, war­um man ihn aus­er­wählt hat­te. Viel­leicht, weil er allein war. Viel­leicht weil er klein und mager war. […] Viel­leicht, weil es ihn über­haupt gab.” (Zitat S.31) Es war sein gro­ßes Glück, dass sei­ne Fami­lie nun Weiterlesen!

Dolf Verroen — Krieg und Freundschaft

Dolf Verroen Krieg und Freundschaft8.Oktober 2016

Krieg und Freund­schaft” ist das neu­es­te Kin­der­buch von dem bekann­ten, nie­der­län­di­schen Autoren Dolf Ver­ro­en, der in sei­nem Land zahl­rei­che Prei­se gewann und eben­so den Deut­schen Jugend­li­te­ra­tur­preis 2006 sein eigen nen­nen darf (für sei­nen Roman “Wie schön weiß ich bin”). Sein aktu­el­les Werk erzählt die Geschich­te eines Jun­gen in den Nie­der­lan­den wäh­rend der Zeit der Besat­zung durch die Deut­schen, und die einer Freund­schaft. Bewe­gend und mit kla­ren Wor­ten erzählt. Für Kin­der ab 10 Jah­ren, die einen authen­ti­schen Ein­blick in jene Zeit bekom­men möch­ten.

1940. In den Nie­der­lan­den. Seit der Krieg begon­nen und das Land besetzt ist, hat sich für den jun­gen Joop vie­les ver­än­dert. Ein Mäd­chen aus sei­ner Klas­se, die offen­sicht­lich Jüdin ist, darf nicht mehr in den Unter­richt kom­men. Es gibt nicht mehr von allen Lebens­mit­teln genug. Manch­mal muss man sich lan­ge anstel­len, um etwas zu bekom­men. Tee bei sei­ner Oma? Jetzt gibt es nur noch ekli­gen Ersatz­tee. Dafür hat Joop einen neu­en Freund gefun­den: “Ich weiß nicht, ob es an mir lag oder an mei­ner Bril­le, aber eigent­lich habe ich mich immer als Außen­sei­ter gefühlt. Egal, wie viel Mühe ich mir gab. Kees war auch ein Außen­sei­ter. […] Er war erst ein hal­bes Jahr bei uns auf der Schu­le. Ich ver­stand nicht, wie es sein konn­te, aber als er mich zum ers­ten Mal ansah, wuss­te ich, wir wür­den Freun­de wer­den.” (Zitat S.10ff) Kees wohnt in der Stadt und Joops Mut­ter mag ihn irgend­wie nicht, aber die bei­den ver­ste­hen sich gut und unter­neh­men öfters etwas zusam­men. Und sie ste­hen ein­an­der Weiterlesen!

Erna Sassen — Komm mir nicht zu nah

Erna Sassen - Komm mir nicht zu nah7.Oktober 2016

Komm mir nicht zu nah” ist das neu­es­te Buch der nie­der­län­di­schen Autorin Erna Sas­sen, die die­ses Jahr gleich in zwei Kate­go­rien für den Deut­schen Jugend­li­te­ra­tur­preis nomi­niert wur­de (für ihren vor­he­ri­gen Roman “Dies ist kein Tage­buch”). Ihr aktu­el­les Werk erzählt die Geschich­te eines Mäd­chens am Abgrund aus der Sicht ihrer älte­ren Schwes­ter, ein ergrei­fen­des Por­trät — inten­siv, dra­ma­tisch und vor allem lebens­nah. Ein Roman, den man so schnell nicht ver­ges­sen wird. Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren und vor allem für Erwach­se­ne.

Ams­ter­dam. Hier leben Mar­jo­li­jn und ihre jün­ge­re Schwes­ter Reva, die bereits eine eige­ne Woh­nung hat und auf eine Schau­spiel­schu­le geht. “Reva ist andert­halb Jah­re jün­ger als ich. Sie raubt mir schon mein gan­zes Leben lang den Schlaf. Als sie noch klein war, tat sie das, indem sie wirk­lich alles mit einem Fra­ge­zei­chen ver­sah und zur Dis­kus­si­on stell­te. […] Spä­ter dreh­ten sich ihre Fra­gen um Gott, den Tod und um ande­re schwe­re The­men, über die ich als Kind aus eige­nem Antrieb nie nach­dach­te.” (Zitat aus “Komm mir nicht zu nah” S.9) Vor allem nachts ruft Reva Mar­jo­li­jn an, wenn sie nicht schla­fen kann oder sich Gedan­ken über ihr Leben macht. “Nega­ti­ve, depri­mie­ren­de Gedan­ken dar­über, was sie alles falsch gemacht und Ver­kehr­tes gesagt hat, was an ihrem Äuße­ren nicht stimmt und wer sie alles auf den Tod nicht aus­ste­hen kann.” (Zitat S.10). Reva hat kein beson­ders gro­ßes Selbst­be­wusst­sein. Sie mag ihren Kör­per… Weiterlesen!