Schlagwort Archiv: Fischer

Die Januar-Jugendbuch-Neuheiten — ein Überblick:

Januarnovitäten 201431.Januar 2014

Das Jahr 2014 hat schon längst begon­nen und der Buch­markt über­schwemmt uns mit einer Viel­zahl von Neu­erschei­nun­gen. Wo anfan­gen? Was lohnt sich? Was klingt viel­ver­spre­chend und was ist ein Flop? Wo wur­de ein neu­es The­ma ent­deckt und wo funk­tio­niert Alt­be­währ­tes wie­der rich­tig gut? Hier gibt es einen klei­nen Über­blick über die aktu­el­len Neu­erschei­nun­gen des Monats Janu­ar. Chro­no­lo­gisch nach dem Ver­lag­s­al­pha­bet.

A wie Are­na Ver­lag. A wie Alt­be­währ­tes geht immer gut: des­halb kom­men im Janu­ar eini­ge Titel ein­fach mal mit neu­em Preis und/oder neu­em Cover/Buchformat auf den Markt. Äußerst preis­wert sind nun vier älte­re Titel der fol­gen­den Are­na-Thril­ler:… Weiterlesen!

Marie-Aude Murail — Tristan gründet eine Bande

Marie-Aude Murail Tristan gründet eine Bande1.Oktober 2013

Eine zau­ber­haf­te Geschich­te hat die fran­zö­si­sche Best­sel­ler­au­to­rin Marie-Aude Murail nun für Kin­der ab 8 Jah­ren geschrie­ben: “Tris­tan grün­det eine Ban­de”. Klei­ne Epi­so­den aus dem Leben eines Schul­kin­des, die vor allem von Ehr­lich­keit und Hei­ter­keit geprägt sind. Eine wun­der­vol­le Lek­tü­re. Auch ide­al zum Vor­le­sen für klei­ne­re Kin­der!

Tris­tan und ein paar sei­ner Mit­schü­ler haben es nicht leicht. Der gro­ße, star­ke Oli­vi­er liebt es ande­re Kin­der zu ärgern. Er nimmt Tris­tan sogar eine sei­ner Lieb­lings­brief­mar­ken weg. Da hilft es nur, sich Ver­stär­kung zu suchen. Doch in eine der ande­ren Ban­den, die es an der Schu­le gibt, auf­ge­nom­men zu wer­den, ist gar nicht so leicht. Denn die for­dern Mut­pro­ben: Dem Leh­rer einen Hau­fen Hun­de­ka­cke (aus Plas­tik!) auf den Stuhl legen, fünf­zig Kron­kor­ken sam­meln und eine Bank aus­rau­ben! Wie soll denn das gehen? Spä­tes­tens bei… Weiterlesen!

Marie-Aude Murail — Der Babysitter-Profi

Marie-Aude Murail Der Babysitter-Profi30.April 2013

Ein neu­es und zugleich altes (im Fran­zö­si­schen zumin­dest) Werk der Best­sel­ler-Auto­rin Marie-Aude Murail ist nun auf Deutsch erschie­nen: “Der Baby­sit­ter-Pro­fi”. Ein Roman über Geld­nö­te, das Erwach­sen­wer­den und jede Men­ge Babys. Aller­dings geht das Buch viel tie­fer, als der ober­fläch­li­che Titel ver­mu­ten lässt. Äußerst humor­voll, aber gleich­zei­tig mit viel Ernst­haf­tig­keit geschrie­ben. Eine wun­der­vol­le Unter­hal­tung, nicht nur für Jugend­li­che ab 12, son­dern auch für Erwach­se­ne!

Der 15-jäh­ri­ge Ernest hat bei sei­nem Freund Xavier einen Com­pu­ter gese­hen, den er sich nun unbe­dingt auch kau­fen möch­te. Wäre da nicht sei­ne chro­ni­sche Geld­not. Sei­ne Mut­ter, eine Künst­le­rin (in der Mode­in­dus­trie), die durch ihre Arbeit oft wenig Zeit für ihn hat, macht ihm einen Vor­schlag: Baby­sit­ten. Dies wür­de ihr Paten­kind Mar­ti­ne-Marie eben­falls tun. Also stürzt sich Ernest in das Aben­teu­er “Kin­der­hü­ten” und muss fest­stel­len: er ist dazu gar nicht so unge­eig­net, ret­tet sogar einem Kind das Leben! Die dadurch ent­ste­hen­de bal­di­ge Berühmt­heit führt zu noch mehr Baby­sit­ter-Jobs. Bis sei­ne Mut­ter spitz kriegt, dass sei­neWeiterlesen!

Rhiannon Lassiter — Der 13. Gast

Rhiannon Lassiter Der 13.Gast30.März 2013

Der 13. Gast” von Rhi­an­non Las­si­ter ist eine schön schau­ri­ge Gru­sel­ge­schich­te über ein altes Her­ren­haus, Geis­ter und unauf­ge­klär­te Mor­de. Ein Myste­ry­thril­ler mit unheim­lich viel Atmo­sphä­re. Für Jugend­li­che ab 13 und für Erwach­se­ne.

Die 15-jäh­ri­ge Eva wohnt allein mit ihrem Groß­va­ter in einem rie­si­gen Her­ren­haus, das immer mehr zer­fällt und vor sich hin­mo­dert. Die Instand­hal­tungs­kos­ten sind ein­fach zu hoch. Eva ist in der Schu­le eine Außen­sei­te­rin und wird von ihren Mit­schü­lern geär­gert. Die fin­den sie son­der­bar, weil sie so unkon­ven­tio­nel­le Klei­dung trägt und merk­wür­di­ge Din­ge erzählt. Eva hat jedoch auch eine beson­de­re Gabe: sie nimmt Geis­ter wahr und deren unheil­vol­le Akti­vi­tä­ten: selt­sa­me Geräu­sche, ver­stell­te Möbel und Schrit­te, die sie ver­fol­gen. An ihrem 16. Geburts­tag rei­sen ihre drei Tan­ten plus Fami­li­en­an­hang an und wol­len die Lage des Hau­ses bespre­chen. Doch an der Fest­ta­fel beach­tet Eva nie­mand. Es ist sogar nicht ein­mal für sie gedeckt wor­den! Dann kommt die Fami­lie auch noch auf die ver­rück­te Idee… Weiterlesen!

Megan Crewe — Wir sind verbannt

Megan Crewe WIr sind verbannt8.März 2013

Die kana­di­sche Auto­rin Megan Crewe hat mit “Wir sind ver­bannt” einen dys­to­pi­schen Thril­ler geschrie­ben, der an die Sub­stanz geht. Eine unheim­lich rea­lis­tisch erzähl­te Geschich­te über eine Viru­s­epi­de­mie auf einer klei­nen Insel. Beklem­mend. Erschre­ckend. Dra­ma­tisch. Für Erwach­se­ne und Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Die 16-jäh­ri­ge Kae­lyn, die mit ihrer Fami­lie auf einer klei­nen, nord­ame­ri­ka­ni­schen Insel lebt, möch­te sich neu erfin­den. Ihre Eltern, sie und ihr ein Jahr älte­rer, homo­se­xu­el­ler Bru­der Drew haben zwi­schen­zeit­lich fünf Jah­re lang in Toron­to gewohnt, ehe sie wie­der in ihre alte Hei­mat gezo­gen sind. Und in Toron­to hat­te Kae­lyn kei­ner­lei Freun­de. Sie ver­stand sich mit den Tie­ren im Zoo und denen in der Tier­kli­nik immer bes­ser als mit Men­schen. Dies soll sich nun ändern. Anknüp­fend an alte Freund­schaf­ten beschließt Kae­y­lin sich nun offe­ner zu zei­gen. Als sie mit ihrer Mit­schü­le­rin Rachel ein Refe­rat vor­be­rei­ten muss, pas­siert jedoch etwas Selt­sa­mes: sie tref­fen auf Rachels Vater, der sich ein Bein gebro­chen hat und zudem noch erkäl­tet ist und die­ser ver­hält sich Kae­y­lin gegen­über so unmög­lich, dass sie das Haus flucht­ar­tig ver­lässt. Er schmeißt ihr Wahr­hei­ten und Läs­te­rei­en über ihre Fami­lie an den Kopf, mit denen sie im Leb­tag nicht gerech­net hät­te. Kur­ze Zeit spä­ter pas­siert ihr das Glei­che mit… Weiterlesen!

John Boyne — Zu schnell

 John Boyne Zu Schnell24.August 2012

Der iri­sche Autor Joh­ne Boy­ne (bekannt durch “Der Jun­ge im gestreif­ten Pyja­ma”) hat nun einen recht über­schau­ba­ren, kur­zen Roman ver­öf­fent­licht: “Zu schnell”. Eine Geschich­te über Schuld und die Tat­sa­che, wie zer­brech­lich das Leben sein kann, wie ein Moment Unacht­sam­keit alles ver­än­dert. Für Erwach­se­ne und Jugend­li­che ab 12.

Alles ver­än­der­te sich für den 13-jäh­ri­gen Dan­ny an dem Tag, als sei­ne Mut­ter plötz­lich nicht nach Hau­se kommt. Erst spät am Abend — sein Vater hat ihn schon längst schla­fen geschickt — taucht sie wie­der auf: mit einem Schock und von zwei Poli­zis­ten beglei­tet. Sei­ne Mut­ter hat mit ihrem Auto einen klei­nen Jun­gen ange­fah­ren, der ein­fach so über die Stra­ße gerannt ist. Jetzt liegt der klei­ne Andy im Koma und Dan­nys Mut­ter ist völ­lig fer­tig mit den Ner­ven. Sie bleibt tage­lang nur im Bett und ist kaum ansprech­bar. Dan­ny, der zunächst noch bei der Nach­bars­fa­mi­lie unter­kommt und ver­pflegt wird, lernt jedoch eines Tages Sarah ken­nen, die älte­re Schwes­ter von Andy. Sie freun­den sich mit­ein­an­der an und reden natür­lich auch über die Gescheh­nis­se. Doch dann erfährt er ein schreck­li­ches Geheim­nis. Denn Sarah weiß etwas… Weiterlesen!

Manuela Salvi — Tod oder Liebe

Manuela Salvi Tod oder Liebe11.April 2012

Mit “Tod oder Lie­be” von der ita­lie­ni­schen Auto­rin Manue­la Sal­vi ist eine rich­tig schö­ne, packen­de Lie­bes­ge­schich­te erschie­nen, die so mit­rei­ßend geschrie­ben ist, dass man sie gar nicht mehr aus der Hand legen möch­te! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Nach der Tren­nung ihrer Eltern beschließt Bian­ca mit ihrem Vater Mai­land zu ver­las­sen und in eine neue Stadt im Süden Ita­li­ens ans Meer zu zie­hen. Zu tief sitzt der Schock, als sie ihre Mut­ter in einem Café mit ihrem neu­en Lieb­ha­ber erwischt. Außer­dem scheint ein dunk­les Kapi­tel ihrer Ver­gan­gen­heit auf ihr zu las­ten, von dem man aber nur in Andeu­tun­gen erfährt. Bian­cas Vater ist Rich­ter und setzt sich mit einem befreun­de­ten Kom­mis­sar gegen die Mafia ein. Die­se soll Bau­ern bedroht haben, um im gro­ßen Sti­le Gift­müll auf deren Land zu ent­sor­gen. In der Schu­le will Bian­ca lie­ber für sich sein. Sie zeich­net für ihr Leben ger­ne und fährt mit ihrer Ves­pa durch die Gegend. Bis sie auf Manu­el trifft, der eben­falls neu an ihrer Schu­le ist. Eines Tages setzt er sich ein­fach auf ihren Platz. Wütend ver­sucht Bian­ca ihn zur Rede zur Stel­len, doch Manu­el lässt sie eis­kalt abblit­zen. Er wirkt unnah­bar, bleibt eben­so wie Bian­ca lie­ber für sich. Üble Gerich­te machen über ihn die Run­de. Er soll Weiterlesen!

Anne Cassidy — Die einzige Zeugin

Anne Cassidy Die einzige Zeugin20.März 2012

Mit dem Titel “Die ein­zi­ge Zeu­gin” hat die bri­ti­sche Auto­rin Anne Cas­sidy einen span­nen­den Thril­ler vor­ge­legt, der den Leser sofort in sei­nen Bann zie­hen wird und ihn auf eine Suche nach der Ver­gan­gen­heit schi­cken wird: was ist damals wirk­lich pas­siert? Was hat die jun­ge Haupt­fi­gur Schreck­li­ches erle­ben müs­sen? Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Lau­ren war damals gera­de mal sie­ben Jah­re alt, als es pas­sier­te. Als ihre Mut­ter und ihre klei­ne Schwes­ter star­ben. Als ihr Vater im Gefäng­nis lan­de­te. Was genau geschah, das bleibt zunächst ein Rät­sel. Lau­ren ist nun 17 Jah­re alt. Sie lebt seit zehn Jah­ren bei Jes­si­ca — der Schwes­ter ihrer Mut­ter — und deren Freund Don­ny. Die Zwei sind wie eine Fami­lie für sie, doch jetzt scheint auch die­se zu zer­bre­chen: Don­ny trennt sich von Jes­si­ca, er hat sich in eine ande­re Frau ver­liebt. Dabei sind sie gera­de erst von Corn­wall nach Lon­don gezo­gen, sogar ganz in die Nähe des alten Hau­ses, in dem Lau­rens Kind­heit jäh ein Ende fand. Natür­lich kommt sie nicht umhin sich das Haus noch ein­mal anzu­se­hen. Erin­ne­run­gen holen sie ein. Und plötz­lich erfährt Lau­ren auch von einem Brief ihres Vaters. Und nicht nur einem: Jah­re­lang hat ihr Vater ihr immer wie­der Brie­fe aus dem Gefäng­nis geschickt. Und in einem steht, dass er ihr nicht die Schuld gibt, an dem, was damals pas­siert ist. Ihr die Schuld gibt? Aber wie­so? Lau­ren, die… Weiterlesen!

Marie-Aude Murail — Vielleicht sogar wir alle

Marie-Aude Murail Vielleicht sogar wir alle19.März 2012

Mit dem Titel “Viel­leicht sogar wir alle” hat die fran­zö­si­sche Best­sel­ler­au­to­rin Marie-Aude Murail eine bezau­bern­de Fami­li­en­ge­schich­te geschrie­ben (etwas, was es in der aktu­el­len Jugend­li­te­ra­tur eher sel­te­ner gibt), die zu berüh­ren weiß und den Leser schmun­zeln und stau­nen las­sen wird. Inter­es­san­ter­wei­se ist sie aus den Per­spek­ti­ven der Eltern und Kin­der geschrie­ben und gibt daher einen fas­zi­nie­ren­den, höchst amü­san­ten Ein­blick in den All­tag einer ganz nor­ma­len Fami­lie, die eben aus die­sem ver­sucht aus­zu­bre­chen. Zu emp­feh­len für alle Fans von Marie-Aude Murail natür­lich und sol­che, die noch nie etwas von ihr gele­sen haben und ein­fach gut unter­hal­ten wer­den möch­ten! Ab 12 Jah­ren und für Erwach­se­ne.

Fami­lie Doi­nel — das sind Vater, Mut­ter, die 14-jäh­ri­ge Char­lie und ihr klei­ner Bru­der Este­ban. Fami­li­en­merk­mal: eine graue Haar­sträh­ne, die gene­tisch vor­pro­gram­miert zu sein scheint und ca. im Jugend­al­ter auf­taucht (aller­dings nur väter­li­cher­seits).

Este­ban, der jüngs­te Fami­li­en­spross, geht in die drit­te Klas­se und ist ein hoch­in­tel­li­gen­tes Kind, wes­we­gen er auch eine Klas­se über­sprin­gen durf­te. In sei­ner Frei­zeit erfin­det er am liebs­ten die ver­schie­dens­ten Din­ge: einen Zeit­trans­por­ter, der mit einem Hirn­wel­len-Sen­sor ver­bun­den ist, einen Nanoro­bo­ter, den man durch die Nase schiebt und der das Blut… Weiterlesen!