Debbi Michiko Florence — Ein Sommer, der nie enden soll

11.Juni 2023

“Ein Som­mer, der nie enden soll” ist ein Roman von der ame­ri­ka­ni­schen Autorin mit den japa­ni­schen Wur­zeln Debbi Michi­ko Flo­rence. Eine Som­mer­ge­schich­te über Freund­schaft und eine ers­te zar­te Lie­be, ver­letz­te Gefüh­le, heim­li­che Rache­plä­ne und die Suche nach der Wahr­heit, die nicht immer so ein­deu­tig ist. Mai und Zach und ihre jewei­li­gen Fami­li­en ver­brin­gen stets die Som­mer­fe­ri­en mit­ein­an­der. Bis auf letz­tes Jahr, als Zachs Fami­lie vor­über­ge­hend nach Japan zog. Doch nun sind sie wie­der zurück und die Feri­en kön­nen begin­nen. Aber Mai möch­te mit Zach, ihrem ehe­mals bes­ten Freund, nichts mehr zu tun haben und schmie­det die fie­ses­ten Rache­plä­ne,  um es ihm heim­zu­zah­len. Denn im vor­letz­ten Som­mer hat er etwas getan, dass sie nie­mals ver­ges­sen wird… aber war alles wirk­lich so, wie sie es erlebt hat? Ein ange­nehm erzähl­tes, schön mit Rück­blen­den ange­rei­cher­tes Buch, das defi­ni­tiv “Der Som­mer, als ich schön wur­de”-Vibes hat und die idea­le Lek­tü­re für son­ni­ge (Ferien)Tage ist:-) Für Jugend­li­che ab 11 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Mys­tic, Con­nec­ti­cut. Die 12-jäh­ri­ge Amai, die von allen nur Mai genannt wird, freut sich so gar nicht auf die jet­zi­gen Som­mer­fe­ri­en. Denn sie wird Zach wie­der­se­hen, der ein Jahr älter ist als sie und mit des­sen Fami­lie und ihrer eige­nen sie die Feri­en wie­der in deren Feri­en­haus auf dem Land ver­brin­gen wird. Ihre Müt­ter sind bes­te Freun­din­nen und daher ken­nen sich Zach und Mai schon seit sie klein sind. Sie haben sich jeden Som­mer gese­hen und waren unzer­trenn­lich. Zachs Fami­lie und das Feri­en­haus am See sind für Mai wie ein zwei­tes Zuhau­se. Doch nun ist alles

Wei­ter­le­sen

Tamara Bach — Honig mit Salz

 24.Februar 2023

“Honig mit Salz” ist der neu­es­te Roman der deut­schen, viel­fach aus­ge­zeich­ne­ten Autorin Tama­ra Bach. Eine Som­mer­ge­schich­te einer Fami­lie auf einer grie­chi­schen Insel. Ein Mäd­chen, das kei­ne Lust hat auf Urlaub mit ihren Eltern, das der Strei­tig­kei­ten über­drüs­sig ist und sich nach Frei­heit und Selbst­be­stim­mung sehnt und eine uner­war­te­te Bekannt­schaft macht. Ein bril­lant gezeich­ne­tes Fami­li­en­por­trät. Mit einem poin­tier­ten Erzähl­stil, an den man sich erst ein­mal gewöh­nen muss, aber mit einer Tief­grün­dig­keit, die sei­nes­glei­chen sucht. Für Leser*innen abseits des Main­streams. Ein außer­ge­wöhn­li­ches Lek­tü­re­er­leb­nis für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Ari fährt in den Urlaub. Mit ihren Eltern. Auf eine grie­chi­sche Insel. “Ari setzt sich auf. Wei­ße Häu­ser. Dahin­ter das Meer. Hal­lo, Meer, denkt Ari und lächelt.” (Zitat aus “Honig mit Salz” S.7) Ihre Eltern haben dort ein klei­nes Häus­chen gemie­tet. Am liebs­ten wäre Ari mit ihrer bes­ten Freun­din Elif ver­reist. Hät­te ihre Frei­heit genos­sen. Statt­des­sen ver­bringt sie Zeit mit ihren Eltern. Ihren Eltern, die öfters strei­ten: “Geht das jetzt so wei­ter?”, fragt Papa und hat bestimmt die Arme ver­schränkt. “Was meinst du?”, fragt Mama und weiß es doch eh, will es aber aus­buch­sta­biert bekom­men. “Wirst du jetzt die rest­li­chen Tage, die wir hier auf die­ser Insel ver­brin­gen und die wir unse­ren Urlaub nen­nen woll­ten, mit Arbeit ver­brin­gen?” (Zitat S.49) Weil eine Kol­le­gin aus­ge­fal­len ist, muss 

Wei­ter­le­sen

Meg Rosoff — Sommernachtserwachen

Kasimira19.August 2021

“Som­mer­nachts­er­wa­chen” ist der neu­es­te Roman der preis­ge­krön­ten, ame­ri­ka­nisch-bri­ti­schen Autorin Meg Rosoff. Sie schil­dert die Geschich­te eines Som­mers in einem Haus am Meer. Eine Fami­lie, eine schein­ba­re Idyl­le, ein Traum von Frei­heit und all­täg­li­chen Frei­zeit­be­schäf­ti­gun­gen, der jäh durch­bro­chen wird, als der bild­hüb­sche, attrak­ti­ve Kit auf­taucht und nicht nur der unschein­ba­ren Prot­ago­nis­tin, son­dern auch ihrer jün­ge­ren Schwes­ter den Kopf ver­dreht. Von einer Erzäh­le­rin, die das Skiz­zie­ren von Per­sön­lich­kei­ten, Stim­mun­gen und Arran­gie­ren von Hand­lungs­strän­gen meis­ter­haft beherrscht. Kei­ne Null-acht-fünf­zehn-Som­mer­ge­schich­te. Nicht nur für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren, son­dern auch für Erwachsene.

Ihr Urur­groß­va­ter hat es als klei­ne Som­mer­re­si­denz gebaut. Das Haus am Meer. “Es ist zugig, hat kei­ne Wär­me­däm­mung, und die Rohr­lei­tun­gen frie­ren zu, wenn man im Novem­ber nicht das Was­ser ablässt und Frost­schutz­mit­tel in die Toi­let­te kippt, aber wir lie­ben jeden Turm, jeden Erker, jedes selt­sam geform­te Fens­ter und sogar die kur­ze Trep­pe, die in einem Schrank endet.” (Zitat aus “Som­mer­nachts­er­wa­chen” S.18). Jeden Som­mer ver­brin­gen sie dort am Meer. Die namen­lo­se Ich-Erzäh­le­rin, ihre schö­ne Schwes­ter Mat­tie, ihre pfer­de­ver­ses­se­ne Schwes­ter Tamsin, ihr Bru­der Alex, der am liebs­ten die Natur und vor allem Fle­der­mäu­se beob­ach­tet und ihre Eltern. Mit von der Par­tie sind außer­dem die Cou­si­ne des Vaters: Hope und ihr Ver­lob­ter Mal­com. Am Ende des Som­mers wol­len die bei­den hei­ra­ten, nur eine klei­ne Fei­er ist geplant. Alles gerät jedoch ein wenig aus den Fugen, als

Wei­ter­le­sen

Martin Schäuble — Sein Reich

Kasimira31.Juli 2021

Der deut­sche Autor und Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Mar­tin Schäub­le hat mit “Sein Reich” nicht nur einen hoch­bri­san­ten und wich­ti­gen, auf­klä­ren­den Roman geschrie­ben, son­dern zugleich das ers­te Jugend­buch zu die­sem The­ma über­haupt auf den Markt gebracht: über Reichs­bür­ger. Ein Jun­ge, der eigent­lich nur die Som­mer­fe­ri­en bei sei­nem bis­her unbe­kann­ten Vater ver­brin­gen möch­te und mit die­ser Grup­pie­rung kon­fron­tiert wird. Flott erzählt, unter­halt­sam und infor­ma­tiv. Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che — ins­be­son­de­re Jungs — ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Stutt­gart. Der letz­te Schul­tag vor den Feri­en star­tet nicht gera­de so, wie der 15-jäh­ri­ge Juri sich das vor­ge­stellt hat. Der Bus, mit dem er fah­ren woll­te, kommt nicht, weil gestreikt wird. Und als er nach sei­nem Schul­buch grei­fen will, stößt er in sei­nem Ruck­sack plötz­lich auf etwas ganz Ande­res: “Moment. Da sind kei­ne Bücher in mei­nem Ruck­sack. Nichts, nur Zei­tungs­pa­pier. Was soll das? Ich hole ein Bün­del her­aus, und es fühlt sich hart an. Ich wick­le eine lee­re Fla­sche aus dem Papier. Oet­tin­ger Export, Hau­kes Lieb­lings­mar­ke. Ver­mut­lich lau­fe ich gera­de rot an, zumin­dest trans­for­miert mein Blut zu Lava.” (Zitat aus “Sein Reich” S.12) Hau­ke ist Mamas neu­er Freund, der stän­dig betrun­ken ist. Aber der Letz­te, namens Peter, war auch nicht bes­ser: “Peter hat­te einen

Wei­ter­le­sen

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner