Schlagwort Archiv: Ferien

Meg Rosoff — Sommernachtserwachen

Kasimira19.August 2021

Som­mer­nachts­er­wa­chen” ist der neu­es­te Roman der preis­ge­krön­ten, ame­ri­ka­nisch-bri­ti­schen Autorin Meg Rosoff. Sie schil­dert die Geschich­te eines Som­mers in einem Haus am Meer. Eine Fami­lie, eine schein­ba­re Idyl­le, ein Traum von Frei­heit und all­täg­li­chen Frei­zeit­be­schäf­ti­gun­gen, der jäh durch­bro­chen wird, als der bild­hüb­sche, attrak­ti­ve Kit auf­taucht und nicht nur der unschein­ba­ren Prot­ago­nis­tin, son­dern auch ihrer jün­ge­ren Schwes­ter den Kopf ver­dreht. Von einer Erzäh­le­rin, die das Skiz­zie­ren von Per­sön­lich­kei­ten, Stim­mun­gen und Arran­gie­ren von Hand­lungs­strän­gen meis­ter­haft beherrscht. Kei­ne Null-acht-fünf­zehn-Som­mer­ge­schich­te. Nicht nur für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren, son­dern auch für Erwachsene.

Ihr Urur­groß­va­ter hat es als klei­ne Som­mer­re­si­denz gebaut. Das Haus am Meer. “Es ist zugig, hat kei­ne Wär­me­däm­mung, und die Rohr­lei­tun­gen frie­ren zu, wenn man im Novem­ber nicht das Was­ser ablässt und Frost­schutz­mit­tel in die Toi­let­te kippt, aber wir lie­ben jeden Turm, jeden Erker, jedes selt­sam geform­te Fens­ter und sogar die kur­ze Trep­pe, die in einem Schrank endet.” (Zitat aus “Som­mer­nachts­er­wa­chen” S.18). Jeden Som­mer ver­brin­gen sie dort am Meer. Die namen­lo­se Ich-Erzäh­le­rin, ihre schö­ne Schwes­ter Mat­tie, ihre pfer­de­ver­ses­se­ne Schwes­ter Tamsin, ihr Bru­der Alex, der am liebs­ten die Natur und vor allem Fle­der­mäu­se beob­ach­tet und ihre Eltern. Mit von der Par­tie sind außer­dem die Cou­si­ne des Vaters: Hope und ihr Ver­lob­ter Mal­com. Am Ende des Som­mers wol­len die bei­den hei­ra­ten, nur eine klei­ne Fei­er ist geplant. Alles gerät jedoch ein wenig aus den Fugen, alsWeiterlesen!

Martin Schäuble — Sein Reich

Kasimira31.Juli 2021

Der deut­sche Autor und Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Mar­tin Schäub­le hat mit “Sein Reich” nicht nur einen hoch­bri­san­ten und wich­ti­gen, auf­klä­ren­den Roman geschrie­ben, son­dern zugleich das ers­te Jugend­buch zu die­sem The­ma über­haupt auf den Markt gebracht: über Reichs­bür­ger. Ein Jun­ge, der eigent­lich nur die Som­mer­fe­ri­en bei sei­nem bis­her unbe­kann­ten Vater ver­brin­gen möch­te und mit die­ser Grup­pie­rung kon­fron­tiert wird. Flott erzählt, unter­halt­sam und infor­ma­tiv. Nun neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che — ins­be­son­de­re Jungs — ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Stutt­gart. Der letz­te Schul­tag vor den Feri­en star­tet nicht gera­de so, wie der 15-jäh­ri­ge Juri sich das vor­ge­stellt hat. Der Bus, mit dem er fah­ren woll­te, kommt nicht, weil gestreikt wird. Und als er nach sei­nem Schul­buch grei­fen will, stößt er in sei­nem Ruck­sack plötz­lich auf etwas ganz Ande­res: “Moment. Da sind kei­ne Bücher in mei­nem Ruck­sack. Nichts, nur Zei­tungs­pa­pier. Was soll das? Ich hole ein Bün­del her­aus, und es fühlt sich hart an. Ich wick­le eine lee­re Fla­sche aus dem Papier. Oettin­ger Export, Hau­kes Lieb­lings­mar­ke. Ver­mut­lich lau­fe ich gera­de rot an, zumin­dest trans­for­miert mein Blut zu Lava.” (Zitat aus “Sein Reich” S.12) Hau­ke ist Mamas neu­er Freund, der stän­dig betrun­ken ist. Aber der Letz­te, namens Peter, war auch nicht bes­ser: “Peter hat­te einenWeiterlesen!